Was kostet ein Kind im Monat?

Datum: 08. Februar 2019 • Autor: Kita.de Redaktion

  • Frisch gebackene Eltern neigen dazu, im ersten Jahr viel Geld in die Erstausstattung zu investieren, obgleich dieses Investment sich meist nur rechnet, wenn mehrere Kinder geplant sind oder gebraucht gekauft wird.
  • Im Laufe seines Lebens ändern sich die Bedürfnisse Ihres Kindes: In jungen Jahren sind die durchschnittlich im Monat anfallenden Kosten noch gering. Je älter Ihr Kind wird, desto teurer werden die Lebenshaltungskosten.
  • Wie viel Geld kostet ein Kind? Einen eindeutig festzulegenden Betrag gibt es als Antwort auf diese Frage nicht, wohl aber hält dieser Beitrag Antworten auf die Frage vor: Was kostet ein Kind pro Monat (je nach Alter und im Durchschnitt)?

„Wir wünschen uns ein Baby. Wir gründen eine Familie.“ Haben Sie diesen Wunsch auch in dieser Form geäußert? Haben Sie sich gefragt: Was kostet ein Kind im Monat? Vermutlich nicht in der ersten Euphorie, vielleicht aber, als sie regelmäßig zum Einkaufen gingen, um bergeweise Windeln einzukaufen. Doch wie hoch sind die Ausgaben wirklich?

Wir haben für Sie in diesem Beitrag Informationen zusammengetragen – über die Kosten von der Windel bis zur Volljährigkeit. Natürlich variieren die Ausgaben von Kind zu Kind, vor allem wenn spezielle Bedürfnisse beachtet werden müssen. Versteckte (monatliche) Kosten, wie ein Umzug, höhere Energiekosten sowie Kinderkrippe werden hier nicht berücksichtigt.

1. Vor der Geburt fallen Kosten für Untersuchungen und Mamas Kleidung an

Baby Geld teuer

Bereits bevor das Baby auf der Welt ist, fallen Kosten an – beispielsweise für Umstandskleidung oder spezielle Vorsorgeuntersuchungen.

Bereits bevor die Rechnung vom ersten Babyshopping ins Haus flattert, verursacht das Baby – noch in Mamas Bauch – bereits Kosten. Weil der Nachwuchs wächst und gedeiht, braucht Mama neue Kleidung. Umstandskleidung, Still-BHs und weitere Anziehsachen fallen also bereits während der Schwangerschaft an. Wie hoch dieser Posten ausfallen wird, ist abhängig von Ihrem eigenen Einkaufsverhalten.

Darüber hinaus müssen Sie ggf. Voruntersuchungen selbst bezahlen, weil die Krankenkasse bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft nur drei Ultraschalluntersuchung bezahlt. Wünschen Sie sich eine engmaschigere Kontrolle Ihres Babys, müssen Sie zusätzliche Untersuchungen ebenso selbst zahlen wie Sonderleistungen (z.B. Akupunktur gegen Wasser in den Beinen) oder spezielle Präparate wie Magnesium oder Folsäure.

Eine umfangreiche Dokumentation hat Phoenix zu diesem Thema veröffentlicht:

2. Stichwort: Erstausstattung – Zwischen 600 und 2500 Euro werden im ersten Jahr fällig

Eltern fragen

Fragen Sie in Ihrem Freundeskreis diejenigen, die bereits Eltern sind: Was ist in der Praxis wirklich nötig, was dürfen Sie testen, was können Sie sich vielleicht leihen, was können Sie Ihren Freunden ggf. abkaufen? Das reduziert die Ausgaben immens.

Je nach Ihren persönlichen Ansprüchen können für die Erstausstattung zwischen 600 und 2.500 Euro fällig werden. Sparen können Sie vor allem beim Kauf des Kinderwagens. Diesen können Sie guten Gewissens gebraucht im Internet bekommen. Auch Second-Hand Läden und Flohmärkte sind eine gute Adresse, um die Kosten für die Erstausstattung zu reduzieren.

Mit diesen Kosten müssen sie in Deutschland im ersten Jahr rechnen:

  • Babyschale (Autositz): 70 bis 140 Euro
  • Erste Kleidung, Mullwindeln, Decken: 150 bis 200 Euro
  • Fläschchen, Sterilisiergerät, Flaschenwärmer: 50 bis 100 Euro [Diesen Kostenpunkt können Sie zumindest aufschieben, wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihr Baby zu stillen.]
  • Kinderwagen: 150 bis 1.500 Euro
  • Möbel (Babybett bzw. Beistellbett, Wickelkommode): 150 bis 400 Euro [Tipp: Ein komplettes Kinderzimmer zu kaufen, ist oft günstiger, als alle Teile einzeln zu erwerben. Für Babybett, Wickelkommode und Schrank müssen sie zwischen 350 und 1.500 Euro berappen, haben aber dann auch deutlich mehr davon, als von den Einzelteilen.]
  • Stillkissen, Wickeltasche, Badewanne: 100 bis 200 Euro

Haben Sie zwei oder mehr Kinder, verringert sich der monatlich benötigte Betrag. Die Grundausstattung muss nicht immer neu beschafft werden, Kleidung kann im Laufe des Lebens an jüngere Geschwister weiter gegeben werden.

Was kostet ein Kind im Monat? On top kommen die monatlichen Kosten, die mit 35 bis 50 Euro für Windeln, 35 bis 50 Euro für Babynahrung, 25 bis 40 Euro für Babygläschen, zehn bis 25 Euro für Pflegeprodukte und zehn bis 25 Euro für Schnuller und Kleinbedarf zu Buche schlagen. In Summe macht das zwischen 115 und 190 Euro im Monat zusätzlich aus.

3. Bis zur Einschulung kostet ein Kind im Schnitt 6.200 Euro pro Jahr

Mit jedem Lebensjahr wachsen nicht nur die Bedürfnisse, sondern auch die Ansprüche der Kinder. Laut statistischem Bundesamt kosten Kleinkinder bis zur Einschulung im Schnitt 6.200 Euro im Jahr. Die Frage „was kostet ein Kind im Monat“ lässt sich also im Kleinkindalter auf 500 Euro monatlich beziffern. Darin sind (fast) alle Ausgaben wie Verpflegung, Kleidung und Freizeit enthalten.

Auch in diesem Lebensabschnitt können Sie sparen: Gebrauchte Kleidung und Spielzeug können Sie sowohl auf Flohmärkten als auch im Internet günstig erstehen. Auch Möbel oder ein kleineres Kinderwagenmodell (einen Buggy) können Sie dort günstig finden.

Achtung: Kosten für die Betreuung in der Krippe, durch eine Tagesmutter oder im Kindergarten sind noch nicht berücksichtigt und kommen noch dazu.

4. Zwischen sieben und zwölf Jahren kostet Ihr Kind im Monat rund 600 Euro

Kind Schule Ausstattung teuer

Spätestens mit dem Schulbeginn werden auch die Ansprüche größer. Dann kostet ein Kind im Monat etwa 600 Euro.

Statistisch gesehen kostet Sie Ihr Kind nun rund 600 Euro im Monat.

Langsam entwickelt sich der eigene Geschmack und „Style“. Vielleicht noch nicht bei einem 6-, 7- oder 8-jährigen Kind, spätestens aber dann, wenn es auf eine weiterführende Schule wechselt. Das ist jedoch kein Grund zur Panik. Auch hier kann Second-Hand oder von befreundeten Eltern gekauft werden. Nicht jedes T-Shirt muss neu sein. Unterhaltungselektronik hält Einzug im Leben der Kids, der Wunsch nach dem ersten Smartphone ist groß. Gebrauchte Geräte erhalten Sie in verschiedenen Läden oder online.

Erziehungstipp: Vermitteln Sie Ihren Kindern früh, was es bedeutet, mit Geld umzugehen und sich Wünsche erfüllen zu können. Das richtige Haushalten mit dem Taschengeld gehört ebenso dazu wie das Vorleben eines achtsamen Umgangs mit Geld und Gegenständen, die Geld gekostet haben.

5. Bis zur Volljährigkeit kostet Ihr Kind rund 700 Euro monatlich

Spätestens bis es 18 ist, geht Ihr Kind richtig ins Geld. Laut dem statistischen Bundesamt werden nun rund 700 Euro pro Monat fällig. Verantwortlich für diesen rasanten Anstieg ist vor allem der Wegfall der Kinderportionen.

Ganz klar: Wer wächst braucht viel Energie. Sehr viel. Teenager haben praktisch ständig Hunger. Auch das Taschengeld und die zusätzlich gewünschte oder oft auch für die Schule benötigte Elektronik reißt ein weiteres Loch in das Portemonnaie.

Natürlich werden Sie den Geldhahn nicht von heute auf morgen kappen, wenn Ihr Kind erst volljährig ist. Allerdings lässt sich pauschal auch keine Aussage dazu treffen, was ein Kind pro Monat kostet, wenn es in der Ausbildung oder im Studium auf die Unterstützung seiner Eltern angewiesen ist. Im Studium gibt es dann auch die Möglichkeit, eine Ausbildungsförderung zu beantragen.

Stichwort Unterhalt: Leben Sie als Eltern getrennt oder planen die Trennung, bleibt ein Elternteil unterhaltspflichtig. In Deutschland gilt die Düsseldorfer Tabelle als Richtlinie. Je nach Alter des Kindes und je nach Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen sind zwischen 354 und 844 Euro durchschnittlich im Monat zu bezahlen.

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