Tischsitz Test 2018

Die besten Tischsitze im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Tischsitz ist ein praktischer Kindersitz, der einfach am Tisch befestigt werden kann.
  • Tischsitze sind sehr leicht und können deshalb gut für unterwegs mitgenommen werden.
  • Achten Sie beim Kauf auf ein gutes Gurtsystem und das mitgelieferte Zubehör.

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Etwa im Alter von sechs Monaten beginnen Babys, sich für das Essen der Erwachsenen zu interessieren. Sie möchten dabei sein, wenn die anderen essen. Und sobald die Kinder selbständig aufrecht sitzen können, spricht auch nichts dagegen, dass sie in einem eigenen Kinderstuhl mit am Tisch sitzen.

Ein normaler Stuhl kommt natürlich nicht in Frage. Das Kind könnte leicht herunterfallen, außerdem könnte es die Tischplatte gar nicht überblicken. Ein Extra-Kindersitz muss also her. Klassischerweise greifen viele Eltern zum Hochstuhl oder zu einem Treppenhochstuhl wie dem Stokke Tripp Trapp.

Wenn Sie wenig Platz in der Wohnung haben, sind aber Tischsitze eine gute Alternative. Diese werden einfach am Tisch angebracht und nehmen wenig Platz weg. Dennoch bieten Sie sicheren Halt. In unserer Kaufberatung im Tischsitz-Vergleich 2018 verraten wir Ihnen, wie Sie das beste Produkt finden können und vorauf Sie beim Kauf von Tischsitzen unbedingt achten sollten.

1. Was ist ein Tischsitz?

Ein Tischsitz ist eine besonders praktische Alternative zum Hochstuhl. Der Sitz kann einfach direkt an der Tischplatte befestigt werden. Ein Stuhl benötigen Sie nicht.

Zur Montage gibt es verschiedene Halterungen. Die Sitze werden unterhalb und oberhalb der Tischplatte befestigt, was für optimale Sicherheit sorgt. Einige Tischsitze sind zusätzlich mit einem Drei-Punkt-Gurt ausgestattet, der Ihren kleinen Schatz im Sitz festhält.

Tischsitze gibt es in vielen farbenfrohen Ausführungen von bekannten Herstellern und Marken wie Chicco, Haba, CHIC 4 BABY, smileBaby, Stimo24, Fillikid, Safety 1st, Haberkorn, United Kids, FoppaPedretti, Inglesina Sunnybaby, Roba, Phil & Teds, Hauck oder Brevi.

Nicht zu verwechseln sind Tischsitze übrigens mit Stuhlsitzen. Diese können ebenfalls den Hochstuhl ersetzen, werden aber nicht am Tisch, sondern auf dem Stuhl befestigt. Dabei gibt es Modelle, die auf den Stuhl gestellt und andere, die an die Lehne gehängt werden.

Produkt-Typ Eigenschaften
Tischsitz
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  • wird direkt am Tisch befestigt
  • es ist kein Stuhl nötig
  • 3-Punkt-Gurte sorgen für Sicherheit
  • leichte Montage, gut für unterwegs
Stuhlsitz
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  • werden auf den Stuhl gestellt oder an die Lehne gehängt
  • Sie benötigen einen Extra-Stuhl
  • Achtung: Bei manchen Modellen kann sich das Kind vom Tisch abstoßen und nach hinten fallen
  • sind für ovale oder sehr schmale Tische besser geeignet

Es gibt im Babymarkt Tischsitze mit einem eigenen kleinen Tablett und Modelle ohne. So ein Tablett ist für Kinder durchaus praktisch. Sie haben dann einen eigenen Bereich, in dem sie spielen und essen können. Die Tabletts sind gewöhnlich aus einem leicht zu reinigenden Material. Es ist also nicht so schlimm, wenn Ihr Kind einmal den Kakao verschüttet oder mit den Karotten spielt – der empfindliche Esstisch bleibt verschont.

Allerdings mögen nicht alle Kinder einen eigenen Tisch, denn sie möchten gerne alles genauso machen, wie die Erwachsenen. Ob ein Tischsitz für das Baby mit einem Tablett Sinn macht, hängt daher vom Charakter Ihres Kindes ab.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile ein Tischsitz mit eigenem Tablett hat:

  • Das Kind hat eine eigene Fläche zum Essen und Spielen.
  • Das Tablett ist leicht zu reinigen.
  • Der Esstisch ist geschützt.
  • Das Kind könnte sich durch das Tablett eingeengt fühlen.
  • Manche Kinder möchten lieber vom “Erwachsenen-Tisch” essen.

2. Was Sie beim Kauf beachten müssen

Die Auswahl an Tischsitzen ist groß und um den richtigen zu finden, gibt es Einiges zu beachten. Lesen Sie deshalb unsere Kaufberatung zur Anschaffung des Tischsitzes. Wichtig bei der Entscheidung sind vor allem:

  • Sicherheit
  • Material und
  • Zubehör

2.1. Die Sicherheit kommt zuerst

Auch bei der Wahl des Tischsitzes ist Sicherheit das oberste Gebot. Der Tischsitz Ihrer Wahl sollte auf jeden Fall einen Gurt haben. Mit diesem können Sie das Kind festschnallen. Das verhindert, dass das Kleine aus dem Stuhl herausrutscht oder klettert und zu Boden stürzt.

Drei-Punkt-Gurte haben die meisten Modelle. Als noch sicherer gelten Fünf-Punkt-Gurte. Hierbei wird Ihr Baby noch mit einem Schultergurt daran gehindert, sich aufzurichten.

Wichtig ist immer, dass der Gurt zur Größe Ihres Kindes passt bzw. auf diese eingestellt werden kann. Bei einem zu großen Gurt kann es nämlich passieren, dass das Baby hindurch rutscht. Ein zu enger Gurt dagegen ist für das Kind verständlicherweise unangenehm und wird schnell zu Unzufriedenheit führen.

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Egal ob Tischsitz, Stuhlsitz oder Hochstuhl fürs Baby – Achten Sie auf abgerundete Kanten bei den Produkten.

Ein Verletzungsrisiko für Kinder besteht aber nicht nur durch einen möglichen Sturz, sondern auch durch Ecken oder scharfe Kanten. Alle Teile des Tischsitzes sollten daher abgerundet sein. Kaufen Sie zum Beispiel einen Tischsitz von Hauck gebraucht, prüfen Sie, dass es keine Kratzer oder Beschädigungen gibt, an denen sich Ihr Baby verletzten könnte.

Achten Sie bei der Benutzung eines Tischsitzes auch auf die Herstellerangaben zum Gewicht. Viele Modelle sind bis zu einem Gewicht von 15 kg belastbar. Daraus ergibt sich, dass der Tischsitz normalerweise bis zu einem Alter von zwei oder drei Jahren genutzt werden kann.

Achtung: Auch, wenn die Sicherheit gewährleistet ist, sollten Sie das Kind nicht unbeaufsichtigt im Tischsitz lassen.

2.2. Metall und Stoff als Material

Tischsitze für das Baby setzen sich meistens aus einem Metallgestell und einem Stoffbezug zusammen. Da als Metall häufig Aluminium verwendet wird, sind Tischsitze angenehm leicht und gut zu transportieren.

Der Bezug ist bei den meisten Modellen aus Polyester, da dieses reißfest und gut zu reinigen ist. Wichtig ist aber, dass der Bezug abnehmbar und idealerweise in der Maschine waschbar ist, denn den Kleinen passiert beim Essen doch öfter mal ein Missgeschick und nicht jeder Fleck lässt sich schnell mit einem Lappen entfernen.

Sehen Sie sich vor dem Kauf auch die Klemmen an, die zur Befestigung am Tisch dienen. Sie sollten mit Gummi beschichtet sein. Das gibt besseren Halt und schont die Tischplatte.

2.3. Zubehör – was ist dabei, was kann ich nachkaufen?

Viele Eltern entscheiden sich für einen Tischsitz, weil dieser leicht transportierbar ist und somit bequem mitgenommen werden kann, wenn es ins Restaurant, zu Oma und Opa oder auf Reisen geht. Idealerweise sollte dann aber auch ein Transportbeutel gleich dabei sein, wie etwa beim Tischsitz Inglesina oder dem Tischsitz von fillikid. In so einer Tasche lässt sich der Tischsitz perfekt verstauen. Praktisch für unterwegs sind auch Modelle, die eine Tasche am Rückenteil haben, wie etwa der Tischsitz Dinette von Brevi. In dieser können Sie das Kinderbesteck und das Lätzchen verstauen.

Ein Tischsitz von Chicco lässt sich um 360 Grad drehen – eine Funktion, die sicher manchmal praktisch, aber im Großen und Ganzen verzichtbar ist.

2.4. Voraussetzungen für den Tischsitz prüfen

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Die Stärke Ihrer Tischplatte ist entscheidend beim Kauf eines Tischsitzes fürs Baby.

Bevor Sie einen Tischsitz anschaffen, sollten Sie außerdem die Voraussetzungen prüfen. Wenn Sie zum Beispiel einen stark ovalen Tisch haben oder der Kindersitz an einer Kochinsel-Frühstücksbar zum Einsatz kommen soll, ist vielleicht ein Stuhlsitz besser geeignet.

Messen Sie außerdem die Stärke Ihrer Tischplatte aus und vergleichen Sie die Maße mit den Angaben Ihres favorisierten Tischsitzes. Die maximale Tischplattenstärke variiert nämlich. Während manche Modelle nur bis knapp vier Zentimeter einsetzbar sind, können andere Modelle theoretisch noch an Platten von bis zu neun Zentimetern Dicke angebracht werden.

3. Welches ist der beste Tischsitz?

Günstige Tischsitze überzeugen

Der beste Tischsitz muss übrigens nicht teuer sein. Sie können auch einen günstigen Tischsitz kaufen oder zu einem gebrauchten Exemplar greifen. Bei Ikea gibt es zwar keinen Tischsitz, dafür Hochstühle und Stützkissen. In einem Fachmarkt für Babyartikel werden Sie aber sicher fündig.

Einen reinen Tischsitz-Test gibt es bei der Stiftung Warentest nicht. Allerdings wurden Kinderhochstühle im Allgemeinen untersucht. Das Ergebnis diverser Tischsitz-Tests war nicht allzu positiv: Unabhängig von der Kategorie konnten Kinder zu oft durchrutschen und die Stühle umkippen. Ein Problem, das bei Tischsitzen weit weniger besteht. Da die Füße der Kinder frei baumeln, können sie nicht zum Stehen kommen und so den Stuhl umschmeißen.

Trotzdem raten wir Ihnen, die Kleinen immer anzuschnallen und nicht unbeaufsichtigt in dem Tischsitz zu lassen. Ein Tischsitz-Vergleich wird immer ein großes Augenmerk auf die Sicherheit und die Gurte legen. Der Tischsitz-Vergleichssieger verfügt über ein gutes Gurtsystem und verhindert so sicher ein Herausrutschen des Kindes.

4. Die richtige Nutzung des Tischsitzes

4.1. Alter ist Richtwert

Als Mindestalter für Tischsitze geben viele Hersteller sechs Monate an. Dies ist aber nur ein grober Richtwert. Ausschlaggebend ist die Entwicklung Ihres Kindes. Das Baby muss alleine ohne Probleme aufrecht sitzen können. Manche Kinder können das erst im Alter von acht Monaten, was keinesfalls ungewöhnlich ist.

Wenn das Kind regelrecht im Tischsitz “hängt”, ist es noch nicht reif für den Tischsitz.

Das Kind an den Tischsitz zu gewöhnen, ist meistens nicht so schwer. Seien Sie aber geduldig, wenn das Kleine nicht gleich begeistert ist. Ein kleiner Trick: Es gibt auch Tischsitze für Puppen. Damit können Sie zumindest kleine Mädchen bestimmt leicht motivieren.

4.2. Wie lange das Kind im Tischsitz bleiben sollte

Eines ist klar: Ein Tischsitz ist genauso wenig eine Aufbewahrungsstation für das Baby wie eine Babywippe. Die Kleinen haben einen großen Bewegungsdrang. Daher sollten sie nur zu den Mahlzeiten im Tischsitz Platz nehmen.

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Kleinkinder sollten behutsam an den Tischsitz herangeführt werden.

Und dann stellt sich die Frage, ob das Kind während der gesamten Mahlzeit sitzen bleiben muss. Sicher ist es wichtig, Kindern Tischmanieren beizubringen und dazu gehört auch, solange sitzen zu bleiben, bis alle aufgegessen haben.

Für die ganz kleinen Würmer ist das aber oft noch nicht so richtig zu verstehen und auch schwer umzusetzen. Sie können einfach noch nicht so lange stillsitzen. Deshalb sollten Babys und Kleinkinder den Tisch verlassen dürfen, wenn sie selbst fertig gegessen haben. Ab dem Kindergartenalter ist der Nachwuchs aber durchaus in der Lage, sich an Tischregeln zu halten und auch bis zum Ende der Mahlzeit sitzen zu bleiben.

4.3. Schluss mit Brei – ab wann Familienkost gefragt ist

Etwa zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat, also noch vor dem Tischsitz-Alter, beginnen die meisten Mütter, ihre Kinder schrittweise an feste Nahrung zu gewöhnen. Als so genannte Beikost werden Getreidebrei, Gemüsebrei oder Milchbrei gefüttert.

Anfangs werden nur ein paar Löffel Brei gefüttert und danach kann dann nach Bedarf noch gestillt werden. Dazwischen sollten aber mindestens 20 Minuten vergehen, denn das Baby soll den Unterschied spüren und merken, dass auch der Brei satt macht.

Im Alter von zehn bis 12 Monaten können Kinder dann langsam das Familienessen mitessen, sofern Sie bei der Zubereitung ein paar Dinge beachten:

  • Gehen Sie mit Salz sparsam um, denn Kinder sind noch nicht an zu starke Gewürze gewöhnt und zu viel Salz kann den Nieren schaden.
  • Das Essen muss frei von Alkohol sein.
  • Verzichten Sie auf harte Zutaten wie ganze Oliven oder Nüsse.
  • Auch scharfe Gewürze gehören nicht in den Kochtopf. Eltern können bei Tisch ihr Essen beliebig mit Chili, Tabasco und Co. nachwürzen. Für die Kleinen ist das aber noch nicht geeignet.
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Die Kleinen fühlen sich ganz groß, wenn sie bei Ihnen am Tisch sitzen dürfen.

Für die Kinder ist es ein großer Schritt, mit den Erwachsenen an einem Tisch zu sitzen und dasselbe zu essen. Das bedeutet aber auch, dass Sie einige wichtige Dinge beachten sollten, die das Kind am besten von Anfang an lernt.

So sollte das Essen eine Art Ritual sein, das gemeinsam an einem Tisch stattfindet. Dabei wird nicht ferngesehen und nicht auf irgendwelchen technischen Geräten herumgespielt.

Es wird weder gestritten, noch mit vollem Mund gesprochen und mit dem Essen wird erst begonnen, wenn alle auf ihren Stühlen sitzen und etwas auf dem Teller haben.

Auch wenn Sie von den Kleinen keine perfekten Tischmanieren verlangen können, ist es wichtig, ihnen solche Dinge von Anfang an richtig vorzuleben. Nur so können Sie ein angemessenes Verhalten dann auch von den Kindern einfordern.

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