Planschbecken Test 2018

Die besten Planschbecken im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Achten Sie beim Kauf eines Planschbeckens auf das Material – der Pool sollte frei von schädlichen Weichmachern sein.
  • Wählen Sie, je nach Platz und Geldbeutel, ein passendes Modell – ein integriertes Sonnendach ist auf jeden Fall ein sinnvolles Extra.
  • Die Größe des Pools hängt vom Alter des Kindes ab – für Babys sollten Sie spezielle, kleinere Babypools kaufen.

planschbecken-test

An heißen Sommertagen brauchen vor allem Kinder dringend Abkühlung. Schließlich toben Sie die ganze Zeit herum und kommen dabei ordentlich ins Schwitzen. Ein Schwimmbad ist nicht immer in der Nähe. Zudem ist der Eintritt dort heutzutage gar nicht mehr so billig.

Eine tolle Alternative ist daher nach wie vor das Planschbecken auf dem Balkon oder im eigenen Garten. Hier können Kinder sich erfrischen und werden langsam an die Bewegung im Wasser herangeführt.

In puncto Sicherheit müssen Sie dabei aber einige Dinge beachten. Denn auch ein einfaches Planschbecken kann vor allem für ganz junge Kinder gefährlich werden. Außerdem ist das Material der Babypools und Kinderpools wichtig. Ökotest warnt immer wieder vor Weichmachern, sogar in Planschbecken bekannter Hersteller. Als Kaufkriterium ist dies ein wichtiger Punkt. Außerdem müssen Sie auch im Hinblick auf die Hygiene einige Dinge im Auge behalten.

1. Planschbecken im Überblick – diese Arten gibt es

Je nach Geldbeutel, Anspruch und Platzbedarf gibt es heute eine große Auswahl unterschiedlicher Planschbecken. Aufwändige Modelle mit viel Zubehör kosten einiges an Geld und sind auch nicht ganz so schnell aufgebaut, bringen dafür aber gleich mehreren Kindern richtig viel Spaß. Planschbecken für Babys sind dagegen kleiner und bieten so mehr Sicherheit. Auch beim Material gibt es Unterschiede. Hier die wichtigsten Planschbeckenarten:

  • einfacher aufblasbarer Pool
  • Planschbecken mit aufwändigem Zubehör
  • Hartschalen-Planschbecken
  • Baby-Planschbecken

1.1. Einfacher aufblasbarer Pool

planschbecken kinder
Kinderpools werden mit tollem Zubehör angeboten – da werden Kinderträume wahr.

Der Klassiker unter den Planschbecken ist der einfache, aufblasbare Pool aus Plastik. Er ist relativ schnell aufgebaut und mit Wasser gefüllt. Wenn der Sommer vorbei ist, können Sie Ihn einfach wieder zusammenfalten und platzsparend verstauen.

1.2. Planschbecken mit aufwändigem Zubehör

Ein Planschbecken mit Rutsche lässt Kinderträume wahr werden. Solche Modelle sind meistens etwas größer und bieten mehreren Kindern Platz. Wenn es keinen Schattenplatz für den Kinderpool gibt, ist ein Planschbecken mit Dach ideal. Es schützt die Haut der Kleinen vor Verbrennungen und das Wasser kann sich nicht so schnell aufheizen.

Achtung: Sonnenschutz ist beim Spielen im Pool auf jeden Fall wichtig. Wenn das Planschbecken kein Dach hat, bauen Sie es im Schatten auf oder stellen Sie einen Sonnenschirm daneben. Und achten Sie immer darauf, die Kinder mit einem wasserfesten Sonnenschutz einzucremen.

1.3. Hartschalen-Planschbecken

planschbecken material
Wenn Sie beim Baden die Sicherheit immer im Auge behalten, wird es ein Spaß für die ganze Familie.

Hartplastikpools sind nicht aufblasbar und behalten immer ihre Größe. Damit sind sie natürlich im Winter nicht so leicht zu verstauen. Diese Pools, oft in Form einer Muschel mit zwei Hälften, haben dennoch Vorteile.

Im Planschbecken-Test von Ökotest punkten diese Modelle, da sie frei von Weichmachern sind. Außerdem sind sie vielseitig einsetzbar. So kann zum Beispiel die eine Seite der Muschel mit Wasser zum Planschen gefüllt werden und die andere wird zum Sandkasten. Auch in Sachen Stabilität und Haltbarkeit haben Hartschalen-Planschbecken die Nase vorn.

Zusammengefasst: Die Vor- und Nachteile von Hartplastik-Planschbecken gegenüber aufblasbaren Pools:

  • sind besonders stabil
  • weniger anfällig für Risse
  • können auch als Sandkasten benutzt werden
  • enthalten keine gesundheitsschädlichen Weichmachener
  • kann im Winter nicht platzsparend verstaut werden

1.4. Baby-Planschbecken

Auch Babys brauchen im Sommer eine Abkühlung. Für sie ist ein klassischer Kinderpool aber zu groß, denn es besteht eine zu hohe Gefahr, dass sie komplett untertauchen und sogar ertrinken können. Daher gibt es für Babys besonders kleine Planschbecken.

In diesen kleinen Planschbecken können die jüngsten Familienmitglieder aufrecht sitzen. Diese Babypools passen oft sogar in die Badewanne oder die Duschkabine. Dort können Babys dann in Ruhe baden, ohne sich an der harten Badewannenkante zu stoßen.

Achtung: Auch wenn die Kinder schon etwas älter sind, sollten Sie sie niemals unbeaufsichtigt im Kinderpool spielen lassen. Kinder können ungünstig ausrutschen, sich verletzen und sogar in flachem Wasser ertrinken, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt. Mindestens eine Aufsichtsperson sollte daher immer dabei sein!

Im Folgenden zeigen wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Aspekte der verschiedenen Typen in einer Übersicht:

Art des Planschbeckens Merkmale
einfacher aufblasbarer Pool
planschbecken mit rutsche
  • schon für wenige Euros erhältlich
  • schnell einzurichten
  • platzsparend verstaubar
  • häufig mit Weichmachern belastet
Planschbecken mit aufwändigem Zubehör
kinderswimmingpool
  • können mehrere hundert Euros kosten
  • der Aufbau nimmt mehr Zeit in Anspruch
  • für den Winter zusammenfaltbar
  • häufig mit Weichmachern belastet
Hartschalen-Planschbecken
planschbecken wasserpistole
  • müssen nicht aufgeblasen werden
  • benötigen mehr Platz
  • sind vielseitig nutzbar
  • sind stabil und langlebig
  • enthalten laut Planschbecken-Test keine Weichmacher
Baby-Planschbecken
wasserspielzeug kinderpool
  • sind aufblasbar und können nach der Benutzung platzsparend verstaut werden
  • kleiner als Kinderpools
  • passen häufig in die Badewanne oder Dusche
  • bieten Babys Sicherheit

2. Vor der Anschaffung – diese Punkte sollten Sie bei der Wahl des Planschbeckens beachten

2.1. Größe und Fassungsvolumen: Mindestens einen Meter Durchmesser sollten es sein

Abhängig von den Platzverhältnissen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon und dem Alter des Kindes sollten Sie die passende Größe wählen. Wichtig ist dabei zum einen die Wasserhöhe, damit die Kleinen nicht ertrinken können, aber dennoch genügend Wasser zum Abkühlen vorhanden ist. Für Babys sollte das Wasser nicht höher als 10 cm stehen, bei Kleinkindern sind 20 cm in Ordnung. Die Wandhöhe der Planschbecken liegt in der Regel bei 30 cm.

Ein Durchmesser von einem Meter sollte das Minimum sein, damit die Kinder zumindest die Beine ganz ausstrecken können und auch noch das eine oder andere Spielzeug Platz findet. Größere Pools haben normalerweise einen Durchmesser von über eineinhalb Metern. Hier können dann auch mehrere Kinder zusammenspielen. Das durchschnittliche Fassungsvermögen liegt bei 50 Litern.

2.2. Material: Auf bedenkliche Weichmacher sollten Sie verzichten

Wasser ist ein wertvolles und keinesfalls kostenloses Gut

wassertropfenDamit Sie sich vorab darauf einstellen können: Ein Planschbecken mit 100 cm Durchmesser 25 cm hoch zu füllen, kostet durchschnittlich gut 1,60 Euro.

Einer der wichtigsten Punkte ist in verschiedenen Planschbecken-Vergleichen das Material. Die Stiftung Warentest hat zwar noch keine Planschbecken untersucht; Öko-Test hat aber in verschiedenen Planschbecken-Tests der vergangenen Jahre immer wieder gesundheitsgefährdende Weichmacher gefunden – und zwar quer durch alle Preisklassen. Auch namhafte Hersteller und Marken wie Intex, Wehnke oder Friedola waren davon betroffen.

Planschbecken-Vergleichssieger wurde daher zuletzt ein Hartplastikpool. Die Sand- und Wassermuschel kam als bestes Planschbecken ohne Weichmacher aus. Um beim Kauf auf Nummer sicher zu gehen, achten Sie auf die Aufschrift ″ohne Phthalatweichmacher″. Noch besser ist es, wenn der Pool der EU-Richtlinie 2005/84/EG entspricht, die keine Phthalate erlaubt.

Die Hersteller reagieren aber natürlich auch auf diese Untersuchungen und setzen vermehrt auf die Ersatzweichmacher DEHT oder DiNCH. Langzeituntersuchungen zu deren Wirkung fehlen zwar noch. Experten gehen aber davon aus, dass diese modernen Weichmacher weniger gefährlich sind als Phthalate.

2.3. Zubehör und Ausstattung

Die Ausstattung des Kinderplanschbeckens ist natürlich vor allem Geschmackssache. Auch der Geldbeutel spielt dabei keine ganz unerhebliche Rolle. Achten sollten Sie auf jeden Fall auf die Bodendicke: je dicker, desto robuster ist der Pool. Und natürlich ist das Planschen dann auch angenehmer.

Manche Böden sind aufblasbar. Das ist zwar sehr komfortabel, wegen der Anfälligkeit für Risse oder Löcher durch kleine Steine raten wir aber zu einem festen Boden. Für ein schnelleres Aufblasen gibt es All-in-one-Pools. Bei diesen Modellen müssen nicht alle Ringe einzeln aufgepumpt werden. Stattdessen gibt es nur ein Ventil.

sonnendach kinder
Manche Kinderplanschbecken sind mit einem aufblasbaren Sonnendach ausgestattet.

Viel Spielespaß gibt es Planschbecken mit eingebauten Rutschen oder Wasserkanonen. Das Aufblasen nimmt hier etwas mehr Zeit in Anspruch und selbstverständlich kosten diese Modelle auch mehr. Dafür ist der Spaß für die Kleinen umso größer. Ein integriertes Sonnendach spendet Schatten und schützt vor Sonnenbrand.

Manche Pools haben sogar einen integrierten Wasserfilter. Dabei handelt es sich aber eher um Family-Pools mit entsprechend größerem Fassungsvermögen. Bei reinen Kinderplanschbecken reicht ein regelmäßiger Wasserwechsel aus.

3. Planschen ohne Sorgen – was Sie beim Gebrauch der Pools beachten sollten

3.1. Aufbau und Standort

Generell sollten Sie das Planschbecken erst aufbauen, wenn es dauerhaft warm genug ist, d.h. wenn die Temperaturen also für längere Zeit über 20 Grad liegen. Wenn es draußen noch zu kalt ist, steigt die Gefahr der Unterkühlung beim Kind.

Um das Wasser etwas aufzuwärmen, können Sie den Pool zunächst in die Sonne stellen. Später sollte er aber idealerweise im Schatten oder wenigstens im Halbschatten stehen, damit sich die Kinder keinen Sonnenbrand holen.

Achtung: Wenn möglich, sollten Sie das Becken nicht mit zu kaltem Wasser befüllen oder es erst in der Sonne anwärmen. Achten Sie außerdem darauf, ob die Kinder zittern oder blaue Lippen bekommen. Dann sollten Sie sie sofort aus dem Pool nehmen.

Der ideale Standort ist wegen des ebenen Untergrundes die Terrasse. Wenn Sie das Planschbecken auf den Rasen stellen, legen Sie am besten eine Matte unter und halten Sie den Rasen eher kurz.

Tipp: Achten Sie beim Aufstellen auf einen möglichst glatten, weichen Untergrund. Spitze Steine unter dem Pool können nicht nur die Hülle des Planschbeckens beschädigen. Sie tuen auch den Kindern beim Spielen weh.

3.2. Ab welchem Alter dürfen Kinder ins Planschbecken?

Prinzipiell dürfen schon Babys ins Planschbecken, sobald sie alleine sitzen können. Allerdings sollten Sie dann zu speziellen Babypools greifen. Diese sind kleiner, so dass das Baby nicht komplett untertauchen kann.

Die Wasserhöhe sollte dem Alter des Kindes angepasst sein und natürlich sollten Sie die Kleinen nie unbeaufsichtigt spielen lassen. Das gilt übrigens auch für größere Kinder.

3.3. Dürfen auch Hunde mit in den Pool?

hunde planschbecken
Wenn Ihr Hund ein Mal Freude am Kinderplanschbecken gefunden hat, wird er kaum mehr zu bändigen sein.

Die Freunde auf vier Pfoten sind für die meisten heutzutage richtige Familienmitglieder und natürlich freuen sich auch Hunde im Sommer über eine Abkühlung. Generell ist nichts dagegen zu sagen, dass auch der Hund mal mit ins Planschbecken springt. Allerdings besteht natürlich die Gefahr, dass er mit seinen Krallen die Hülle beschädigt.

Es gibt mittlerweile auch spezielle Planschbecken für Hunde. Wenn allerdings der kleine zweibeinige Freund gemütlich im Kinderpool spielt, wird es schwer sein, dem Hund klarzumachen, dass er in ein anderes Becken muss.

3.4. Pflege, Hygiene und Wasserwechsel

Viele Eltern fragen sich, wie oft das Wasser gewechselt werden muss. Klar ist, dass sich vor allem bei hohen Temperaturen schnell Keime und Bakterien oder auch Algen ausbreiten. Die Kinder gehen mit dreckigen Füßen in das Wasser und ihnen passiert auch schon mal ein Missgeschick.

Der TÜV Rheinland rät daher dazu, das Wasser täglich auszutauschen. Wenn Sie schon dabei sind, sollten Sie den Pool auch gleich von Innen reinigen und etwaige Algen entfernen. Es gibt dafür auch spezielle Poolreiniger. Von solchen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln raten die TÜV-Experten jedoch ab, da Sie die Haut der Kinder und auch die Hülle des Pools schädigen können.

Verwenden Sie einfach einen weichen Lappen und ein gewöhnliches Reinigungsmittel. Wird der Pool nicht benutzt, decken Sie ihn mit einer Plane ab, so dass keine Blätter hineinfallen können.

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