Kinderwagen Test 2018

Die besten Kinderwagen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Angebot verschiedener Kinderwagenarten ist vielfältig: Von Zwillingskinderwagen über Kinderwagen 3 in 1 oder Jogger sollten Sie Ihr Kinderwagen-Komplettset Ihren persönlichen Lebensumständen anpassen.
  • Sicherheit ist das A und O bei der Wahl des richtigen Kinderwagens. Eine ausreichende Stabilität, feste Gurte und verlässliche Bremsen dürfen an keinem Kinderwagen fehlen.
  • In puncto Zubehör und Design sind Kinderwagen bestimmten Trends unterworfen. Ob Retro- oder dänischer Kinderwagen: Vor allem soll er praktisch sein und Ihnen als Eltern das Leben erleichtern.

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Über die Nützlichkeit vieler Erstausstattungsgegenstände lässt sich streiten, sicherlich aber nicht über die Notwendigkeit eines Kinderwagens. Denn der wird von jungen Eltern nicht nur als Transportmittel bei weiteren Strecken genutzt, sondern kann auch als Einschlafhilfe zu Hause dienen. Gerade weil das Kind so viel Zeit im Kinderwagen verbringt, gibt es bei der Wahl einiges zu berücksichtigen, um ihm nicht zu schaden.

Um Eltern, die natürlich nur das Beste für ihr Kind wollen, bei der Entscheidung zu unterstützen, bieten wir hier einen Kinderwagen-Vergleich 2019 verschiedener Modelle und Hersteller. Anhand dessen können Sie sich für den für Sie passenden Kinderwagen entscheiden.

1. Kinderwagen im Vergleich: Kindesalter und Lebensumständen sind entscheidend

Um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich den für Ihren Nachwuchs besten Kinderwagen wählen, sollten Sie sich eingehend mit den verschiedenen Kinderwagen-Kategorien auseinandersetzen. Das ist der erste Schritt auf der Suche nach Ihrem persönlichen Kinderwagen-Vergleichssieger. Für einen ersten schnellen Überblick haben wir im Folgenden die wichtigsten Varianten aufgelistet:

Kinderwagen-Modell Eigenschaften
Erstlingswagen erstlingswagen
  • eignen sich ausschließlich für Säuglinge bis sechs oder neun Monaten
  • Kind kann lediglich liegen, keine Sitzposition einnehmen
  • eine stabile Federung und große Luftreifen schonen die Wirbelsäule des Babys im Kinderwagen
  • mit Verdeck ausgestattet, das vor Sonne, Regen und Wind schützt
  • oft nur schwer im Kofferraum von PKW zu verstauen
Buggy buggy
  • für Kleinkinder bis zu drei Jahren geeignet
  • klein und wendig für eine unkomplizierte Lenkung
  • eignen sich deshalb perfekt für Shopping-Trips oder Reisen
  • klein zusammenfaltbar, sodass er in jeden Kofferraum passt
  • eine richtige Liegeposition kann nicht eingenommen werden, daher nicht für Säuglinge geeignet, die nicht eigenständig sitzen können
  • meist keine Federung und harte Plastikräder, sodass sie nicht für unebenes Gelände geeignet sind
Sportwagen sportwagen
  • erinnern stark an den Buggy
  • sind dabei aber stabiler konzipiert und besser gefedert
  • dementsprechend auch für unwegsameres Gelände und unebene Untergründe geeignet
  • mehr Platz bedeuten mehr Komfort für das Kind, machen den Wagen aber auch sperriger
  • passen nicht in jeden Kofferraum
Jogger jogger
  • Kinderwagen mit 3 statt 4 Rädern ausgestattet, was die Lenkbarkeit erleichtert
  • sehr niedrige Sitzfläche für einen tiefen Schwerpunkt
  • sehr gute Federung und große Luftreifen, damit Eltern sich mit dem Kinderwagen sportlich betätigen können
  • sogenannten Fangleinen, die am Handgelenk von Mutter oder Vater befestigt werden, verhindern, dass der Wagen bei einem Sturz unkontrolliert weiterrollt
  • Kinderärzte kritisieren das Sporttreiben am Kinderwagen, da die starke Erschütterung Schäden beim Kind verursachen kann. Wenn überhaupt, sollte also nur mit einem absolut hochwertig konzipierten speziellen Kinderwagen gejoggt werden.
Kombikinderwagen kombikinderwagen
  • lassen sich flexibel umbauen, sodass sie sich dem Alter des Kindes anpassen
  • erst als Erstlings-, dann als Sportwagen nutzbar
  • entweder mit verstellbarem Sportsitz oder einem Sportsitz und einer Babyschale zum Wechsel ausgestattet
  • Tragewanne lässt sich aus Gestell herausnehmen, um das Kind separat darin zu tragen
  • Kinderwagen 3 in 1: Säuglingswagen, Sportwagen und Trage
  • Kinderwagen 4 in 1: zusätzlich mit einem Aufsatz ausgestattet, der als Autositz verwendet werden kann
  • teuer in der Anschaffung, dafür sparen Sie das Geld für einen zweiten Sportwagen
  • Kombi-Kinderwagen sind häufig groß und schwer, sodass sie nur schwierig im Kofferraum zu verstauen sind
  • häufig ist der Sportsitz entgegen der Laufrichtung angebracht, was vielen Eltern missfällt
  • einige Kombiwagen verfügen allerdings über arretierbare Schwenkstangen oder umsetzbare Aufsätze, sodass die Blickrichtung variiert werden kann
Mehrlingswagen
  • als Krippen-, Zwillings-, Drillings- oder Geschwisterkinderwagen geeignet
  • eignet sich für Mehrlinge oder Geschwister in ähnlichem Alter
  • je nach Modell sitzen die Kinder neben-, hinter- oder übereinander
  • Geschwisterkinderwagen, in denen die Kinder nebeneinandersitzen, sind häufig breit und dadurch merklich sperrig
  • hinter- oder übereinander platzierte Sitze (Tandem-Kinderwagen) sind beim Einkaufen oder in engen Gassen leichter zu bewegen
  • für den Einsatz in Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern eignen sich Krippenwagen, die vielen Kindern auf einmal Platz bieten
Kinderwagen inklusive Autositz kinderwagen autositz
  • die Babyschale des Kinderwagens lässt sich als Autositz verwenden
  • kann dank Klicksystem leicht vom Kinderwagengestell gelöst werden
  • Kind muss nicht aufgeweckt werden, um es ins Auto zu setzen
  • Baby sollte nicht zu lange in Schale liegen, da die leichte Krümmung sonst dem Rücken schadet
  • als Kaufberatung dienen die Kinderwagen-Tests des ADAC für Babyschalen im Auto
Rehawagen rehawagen
  • dienen zum Transport von Kindern mit Beeinträchtigungen
  • auch für Kinder über das Kleinkindalter hinaus geeignet
  • Kauf sollte mit dem Kinderarzt abgesprochen werden
  • werden in Kinderwagen-Tests in der Regel nicht berücksichtigt

2. Treffen Sie eine fundierte Kaufentscheidung: Diese Aspekte sind besonders wichtig

Sich für einen Kombikinderwagen, Buggy, Zwillingskinderwagen oder ein grundlegend anderes Modell zu entscheiden, ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem guten Kinderwagen. Schließlich werden von den unterschiedlichsten Marken zahlreiche Arten der jeweiligen Basismodelle angeboten. Auf welche Punkte Sie bei der Wahl besonderen Wert legen sollten, erfahren Sie hier.

2.1. Die Sicherheit: Von der Bremse über Reflektoren bis hin zum Sicherheitsbügel

Über allen anderen Aspekten der Auswahl steht selbstverständlich die Frage der Sicherheit. Denn wichtiger als Handlichkeit und Design ist ganz klar, dass das Kind im Kinderwagen – ob günstig oder teuer – keiner Gefahr ausgesetzt ist. Das ist allerdings nicht immer selbstverständlich. Selbst der aktuelle Kinderwagen-Vergleichssieger der Stiftung Warentest Britax Go Big wird in Sachen Sicherheit nur mit einem “befriedigend” bewertet. Besser schneidet da der ABC Design Kinderwagen Condor 4 ab. Damit Sie selbstständig die Sicherheit eines Kinderwagens beurteilen können, hier die wichtigsten Kriterien:

  • Achten Sie auf Prüfsiegel! Das TÜV-Siegel weist auf die Einhaltung der europäischen Sicherheitsnorm EN 1888 hin. Auch das GS-Siegel ist ein wichtiger Indikator für Sicherheit. Falls Sie einen Kinderwagen mit Babyschale für das Auto wählen, beispielsweise den klassischen Kinderwagen von Maxi-Cosi, sollte dieser anhand der ECE 44/04 geprüft worden sein.
Was zeigt das GS-Siegel an?

GS steht für „Geprüfte Sicherheit“. Hierbei handelt es sich um das einzige gesetzlich geregelte europäische Prüfzeichen. Es stellt die Sicherheit eines Produktes entsprechend des Produktsicherheitsgesetzes fest, das geltende EU-Vorgaben sowie DIN-Normen berücksichtigt.

  • Jeder Kinderwagen sollte unbedingt über eine Feststellbremse verfügen. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Wagen in einem unbeobachteten Moment nicht wegrollt. Besonders effektiv sind Bremsen an allen Rädern.
  • In Kinderwagen für Kleinkinder (also besonders Buggys, Sportkinderwagen und Jogger-Kinderwagen) sind Sicherheitsgurte ein Muss. Nur so ist gewährleistet, dass das Kind nicht aufsteht und aus dem Wagen fällt. Unterschieden wird zwischen Drei-Punkt- und Fünf-Punkt-Systemen. Während Drei-Punkt-Systeme wie die Sicherheitsgurte im Auto funktionieren, gehen die Fünf-Punkt-Systeme von beiden Seiten neben der Hüfte, über den Schultern und zwischen den Schultern aus. Aus diesem Grund verhindern nur letztere effektiv, dass Kinder unter dem Gurt hindurchrutschen können, und sollten deshalb vorgezogen werden.
  • Alternativ oder zusätzlich zum Sicherheitsgurt schützt ein Sicherheitsbügel vor dem Herausfallen, lässt dem Kind dabei aber mehr Bewegungsfreiheit. Im Idealfall ist er gepolstert und höhenverstellbar, um der Körpergröße ideal angepasst werden zu können.
  • reflektor kinderwagen
    Kleine Reflektoren machen einen großen Unterschied in Sachen Sicherheit.

    Nicht zu unterschätzen ist auch die problemlose Nutzung der Klappfunktion. Hier ist darauf zu achten, dass ein deutliches Einrasten zu hören beziehungsweise zu spüren ist. Ansonsten kann es passieren, dass der Kinderwagen während des Spaziergangs in sich zusammenfällt, was nicht nur zu eingeklemmten Fingern bei den Eltern, sondern auch zu Verletzungen der Kinder führen kann.

  • Genauso wie am Fahrrad sind auch am Kinderwagen Reflektoren Pflicht. Gerade bei Spaziergängen in der Dämmerung ist die Gefahr, von Autos übersehen zu werden, sonst zu groß. Solche Reflektoren lassen sich problemlos für wenig Geld separat erwerben, sodass auch Nostalgie-Kinderwagen oder gebrauchte Kinderwagen problemlos aufgerüstet werden können.

Tipp: Retro-Kinderwagen sind momentan im Trend. Viele Eltern befürchten allerdings, dass die antiquiert wirkenden Modelle auch schlechter gefedert oder gesichert sind. Das ist allerdings nicht der Fall! Tatsächlich fallen die Retro-Kinderwagen aber häufig breiter aus als Kinderwagen in modernem Design und sind damit schlechter zu handhaben. Zudem lassen sie sich häufig nicht zusammenklappen.

2.2. Leichte Kinderwagen bevorzugt: Auf Größe und Gewicht achten

Ein Kinderwagen muss wendig und klein sein, um ihn ohne große Probleme durch Geschäfte, Treppenhäuser oder volle Einkaufsstraßen zu manövrieren. Gleichzeitig soll das Kind es natürlich bequem haben und nicht zu eingeengt sitzen beziehungsweise liegen. Als Richtlinie geht die Stiftung Warentest von einer Länge zwischen 78 und 80 Zentimetern sowie einer Breite von circa 35 Zentimetern aus.

Auch die Abmessungen im zusammengeklappten Zustand spielen eine Rolle, denn schließlich soll der Kinderwagen problemlos in den Kofferraum eines regulären PKW passen. Der durchschnittliche klassische Kinderwagen lässt sich auf eine Höhe von 25 bis 30 Zentimetern zusammenklappen, besonders kleine Buggys auf 20 Zentimeter.

Nicht zu unterschätzen ist das Gewicht. Denn auch ein kleiner Kinderwagen muss nicht nur regelmäßig in das Auto hinein und wieder herausgehoben werden, sondern je nach Wohnsituation täglich auch einige Stufen hinauf. Besonders leichte Kinderwagen, die dennoch stabil sind, zahlen sich dann aus. Schwerer als 20 Kilogramm sollte das Modell in keinem Fall sein.

2.3. Große gegen kleine Räder – Komfort gegen Wendigkeit

Während Säuglingswagen meist mit großen, luftgefüllten Rädern ausgestattet sind, verfügen die kompakten Buggys häufig über kleine, ungedämpfte Kunststoffräder. Der Vorteil von Kinderwagen mit großen Rädern liegt ganz klar darin, dass sie Erschütterungen besser ausgleichen und so den Rücken des liegenden Kindes schonen, das gleichzeitig sanft schlafen kann. Für raueres Gelände und sehr junge Kinder sind Kinderwagen mit Luftreifen dieser Art ideal.

Die kleinen Räder bieten wenig Federung, dafür aber eine enorme Wendigkeit. Diese wird dadurch unterstützt, dass die Vorderräder häufig vollständig um ihre eigene Achse drehbar sind. Kinderwagen dieser Art eignen sich daher vor allem für Einkaufstrips oder Stadtspaziergänge, wo Sie nicht mit unebenen Böden, dafür aber mit wenig Platz umgehen müssen.

2.4. Gesundheitlich unbedenklich: Schadstoffe haben hier nichts zu suchen

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein: Bedenkliche Chemikalien wie Weichmacher und andere Schadstoffe haben im Kinderwagen nichts zu suchen.

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Achtung: Gerade in den Griffen der Kinderwagen finden sich häufig Schadstoffe!

Dennoch hat Stiftung Warentest 2017 herausgefunden, dass noch lange nicht alle Kinderwagen schadstofffrei sind. Der Teutonia Bliss beispielsweise enthält das krebserregende Naphtalin in seinen Griffen, ebenso wie der Bergsteiger Capri, der zusätzlich mit Weichmachern versehen ist. Im Knorr-Baby wurde außerdem das Flammschutzmittel TCPP nachgewiesen.

Insgesamt zeigt der Kinderwagen-Test, dass teuer nicht immer besser bedeutet. Getestet wurden Modelle zwischen 299 bis 1.080 Euro, und ausgerechnet der Bugaboo als teuerster Wagen war merklich mit Schadstoffen versehen. Günstige Kinderwagen können also durchaus die bessere Alternative sein.

2.5. Die Ausstattung: Korb, Verdeck und Regenschutz sind nützliche Gadgets

Ein Kinderwagen muss nicht nur schön, sondern vor allem praktisch sein. Der hübscheste Designer-Kinderwagen ist wertlos, wenn er Eltern den Alltag mit Kind nicht erleichtert. Deshalb sollten Sie verschiedene Ausstattungs-Extras in die Wahl miteinbeziehen:

    • Ein Verdeck bietet nicht nur Regenschutz im Kinderwagen, sondern hält auch schädliche UV-Strahlung ab. Dazu sollte es aber aus einem strapazierbaren und UV-undurchlässigen Stoff gefertigt sein. Ein Sonnenschirm am Kinderwagen kann ebenso praktisch sein.
    • Die Fußstützen eines Kinderwagen-Sets sollten verstellbar sein, damit sie mit dem Kind mitwachsen können und ihm in jedem Alter maximalen Komfort bieten.
    • Auch weitere kleine Helfer wie Moskitonetze, Flaschenhalter, Wickeltasche, ein zusätzliches Mitfahrbrett für das große Geschwisterchen oder ein Korb am Kinderwagen sind nützlich im Alltag.

3. Online oder im Geschäft: Wo sollten Sie Ihren Kinderwagen kaufen?

Wie bei den meisten anderen Gebrauchsartikeln auch beziehen immer mehr Eltern einen Kinderwagen über das Internet. Aber zahlt sich das am Ende aus?

Vor- und Nachteile des Online-Kaufs

  • häufig günstiger
  • unkompliziert Preise vergleichen
  • gute Möglichkeit, um gebrauchte Kinderwagen zu erstehen
  • keine Probefahrt
  • keine persönliche Beratung
  • eventuell Versandkosten

4. Häufig gestellte Fragen zum Thema Kinderwagen

4.1. Was kommt in den Kinderwagen hinein?

Grundsätzlich sollte jedes Kinderwagen-Set für Neugeborene mit einer Decke beziehungsweise einem Fußsack und einer weichen Polsterung ausgestattet sein. Im integrierten Korb können dann noch weitere Baby-Artikel wie Windeln, Flasche oder Spielzeug transportiert werden. Das Kleinkind im Buggy braucht weniger konkretes Equipment. Hier reicht häufig ein Spielzeug gegen Langeweile.

4.2. Wann sollte der Kinderwagen zum Buggy umgebaut werden?

Als Faustregel gilt: Bis zum vollendeten siebten Lebensmonat sollte das Baby über längere Strecken ausschließlich im Liegen transportiert werden, um seine Wirbelsäule zu schonen. Ab dann können Eltern den Kinderwagen auch als Buggy nutzen.

4.3. Welcher Kinderwagen eignet sich für einen kleinen Kofferraum?

Klassische Erstlingswagen nehmen prinzipiell mehr Platz ein, da sie sich meist nicht in verschiedene Einzelteile zerlegen lassen. Kombi-Kinderwagen-Sets wie der Mura Plus 4 Kinderwagen von Maxi-Cosi bieten sich da eher an. Die Babyschale kann neben dem Gestell transportiert werden, dass sich auf 68 x 24 Zentimeter zusammenklappen lässt.

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