Baby hat Schluckauf im Bauch: Ist das normal?

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
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Warum haben Babys Schluckauf im Bauch?

Dass ein Baby Schluckauf im Bauch hat, ist absolut nichts Ungewöhnliches. Es handelt sich um einen Reflex, bei dem Babys Fruchtwasser einatmen und anschließend wieder durch das Zwerchfell herausdrücken. Auf diese Weise wird die Atemmuskulatur gestärkt.

Wann ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen?

Grundsätzlich ist ein Schluckauf nicht gefährlich. Wenn Sie sehr beunruhigt sind, weil Ihr Baby ständig Schluckauf hat, können Sie auch eine Ultraschalluntersuchung bei Ihrem Frauenarzt durchführen lassen. Dieser kann ganz einfach feststellen, ob es Ihrem Kind gut geht.

Was kann ich gegen häufigen Schluckauf tun?

Grundsätzlich gibt es kein Mittel, um den Schluckauf zu stoppen. Wichtig ist, dass Sie ruhig bleiben und sich ein wenig Entspannung gönnen. Um das Baby zu beruhigen, können Sie sanft über Ihren Bauch streicheln.

Wenn der Babybauch immer größer und runder wird, verspüren viele Schwangere zwischendurch ein rhythmisches Klopfen. Was sich zunächst beunruhigend anfühlen kann, ist im Grunde genommen etwas ganz Natürliches – das Baby hat Schluckauf im Bauch.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie es zum Schluckauf beim Baby kommt und ob dieser auch gefährlich werden kann. Zudem geben wir Ihnen Tipps, was Sie gegen den Schluckauf unternehmen können.


1. Streicheln, treten, boxen – so agil sind Babys im Mutterleib

werdende eltern fuehlen bewegungen ihres babys mit den haenden

Am Anfang sind die Bewegungen lediglich durch das Auflegen der Hände auf den Bauch spürbar.

Werdende Eltern können es kaum erwarten, bis sie ihr Ungeborenes das erste Mal spüren können. Bis die ersten Bewegungen spürbar sind, können jedoch einige Wochen vergehen. In der Regel macht sich ein Baby das erste Mal in der 20. Schwangerschaftswoche bemerkbar.

Allerdings handelt es sich dabei meist um ein Ziehen oder Drücken, welches lediglich von der werdenden Mutter wahrgenommen werden kann. Für Frauen ist es jedoch ein einzigartiges Erlebnis, welches die Verbindung zwischen Mutter und Kind deutlich stärker macht.

Ab der 24. SSW wird das Baby immer munterer. Nun sind die Bewegungen auch von außen fühlbar, wenn Sie oder Ihr Partner die Hand auf den Bauch legt. Zu sichtbaren, beweglichen Auswölbungen kommt es jedoch erst später.

Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte bewegt sich ein Baby jeden Tag im Durchschnitt etwa zehnmal. Da es sich bei dieser Angabe nur um einen Durchschnittswert handelt, kann die Anzahl der Bewegungen auch darüber oder darunter liegen. Wichtig ist lediglich, dass sie regelmäßig spürbar sind.

Um die 30. SSW herum sind die Babybewegungen am stärksten ausgeprägt. Sie können mitunter auch sehr schmerzhaft werden, je nachdem, welches Organ gerade getroffen wird. Da dem Kind mit fortschreitender Schwangerschaft immer weniger Platz zur Verfügung steht, lassen die Bewegungen etwa ab der 32. SSW deutlich nach.

Einige Frauen nehmen während der Schwangerschaft kaum oder sogar keine Bewegungen ihres Babys wahr. Dies ist zwar eher ungewöhnlich, muss jedoch keinen pathologischen Grund haben. Sicherheitshalber sollten Sie dennoch abklären lassen, ob sich Ihr Kind gesund entwickelt.

2. Schluckauf trainiert die Atemmuskulatur

Schluckauf bei Säuglingen
Manche Kinder haben vor allem in den ersten Lebenswochen noch ständig mit Schluckauf zu kämpfen. Hinsichtlich der Gründe gibt es zwei verschiedene Theorien. Die erste besagt, dass Neugeborene auf diese Weise das Atmen richtig erlernen. In einer Studie des University College in London konnten Forscher zeigen, dass das Gehirn eines Babys durch den Schluckauf lernen kann. Eine andere Theorie geht davon aus, dass durch den Schluckauf überschüssige Luft aus dem Magen abtransportiert wird, wie es beispielsweise auch beim Bäuerchen machen der Fall ist.

Ein rhythmisches Klopfen deutet oftmals darauf hin, dass das Baby im Bauch Schluckauf hat. Einige Frauen spüren auch nur ein leichtes Zucken im Bauchbereich.

Aber ist Schluckauf im Mutterleib gefährlich?

Nein, im Gegenteil. Der Schluckauf ist enorm wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Forscher gehen davon aus, dass Babys Fruchtwasser schlucken bzw. einatmen und dieses über das Zwerchfell wieder herausdrücken.

Dabei handelt es sich um Atemübungen, die die Lungenentwicklung positiv beeinflussen. Dass ein Fötus Schluckauf hat, ist daher ganz normal und durchaus wichtig, um sich auf das Atmen nach der Geburt vorzubereiten. Diese Atemübungen führen Babys oftmals schon ab der 9. SSW aus.

Als Ursache für den Schluckauf kommt auch eine Überdehnung des Magens infrage. In diesem Fall hat ein Baby zu viel Fruchtwasser verschluckt.

3. Bei starker Beunruhigung kann eine Ultraschalluntersuchung helfen

schwangere bei einer ctg-untersuchung

Der Schluckauf eines Babys ist auf einem CTG deutlich sichtbar.

In der Regel ist Schluckauf im Mutterleib also keineswegs gefährlich. Tritt er jedoch ungewöhnlich oft auf, sodass es sehr unangenehm und beunruhigend für Sie ist, können Sie natürlich auch Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Der Arzt kann mithilfe eines Ultraschalls untersuchen, ob alles in Ordnung ist oder ob eine krankhafte Ursache für den Schluckauf infrage kommt. Nur in sehr seltenen Fällen führt eine Sauerstoffunterversorgung zu Zuckungen beim Baby.

Wiederum andere Mütter machen sich Sorgen darüber, wenn ihr Kind gar keinen Schluckauf hat. Sie fürchten, dass die Atemmuskulatur in diesem Fall nicht ausreichend trainiert werden kann. Allerdings besteht auch hier kein Grund zur Sorge.

Es gibt viele Mütter, die den Schluckauf ihres Kindes gar nicht bemerken, da er auch oftmals mit der Lage der Plazenta zusammenhängt. Dass ein Baby dennoch Schluckauf hat, lässt sich vielfach bei CTG-Untersuchungen feststellen.

4. Ruhe bewahren und für Entspannung sorgen

schwangere macht atem- und entspannungsuebungen

Atem- und Entspannungsübungen wirken sich positiv auf das Wohlempfinden von Mutter und Baby aus.

Viele Eltern machen sich wahnsinnig viele Gedanken um die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes. Da Schluckauf im Mutterleib jedoch etwas ganz Natürliches ist, müssen Sie sich absolut keine Sorgen machen. Viel wichtiger ist es, Ruhe zu bewahren und sich zu entspannen.

Denn ein anderes Mittel gegen Schluckauf gibt es nicht. Es ist weder möglich, den Schluckauf zu stoppen noch diesem vorzubeugen. Um das Baby zu beruhigen, können Sie jedoch sanft Ihren Bauch streicheln. Hören Sie Musik, lesen Sie ein Buch oder schauen Sie Ihre Lieblingsserie. Im Durchschnitt dauert der Schluckauf eines Babys im Bauch nur etwa acht Minuten an.

Den meisten Müttern hilft bereits das Wissen über die Ungefährlichkeit des Schluckaufs, um entspannter mit der Situation umzugehen. Wiederum andere kann erst eine Ultraschalluntersuchung beruhigen. Je gelassener Sie damit umgehen, desto weniger Stress kommt für Sie und Ihr ungeborenes Baby auf.

Tipp: Auch Atemtechniken und spezielle Entspannungsübungen können Linderung verschaffen. Besuchen Sie doch mal einen Entspannungskurs für werdende Mütter.

5. Umfassende Ratgeber für die Zeit der Schwangerschaft

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