Mumps bei Kindern: Finden Sie heraus, was Sie beim Ziegenpeter beachten müssen

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, verläuft bei Kindern in vielen Fällen harmlos. Allerdings kann es manchmal zu Komplikationen kommen.

1. Das Krankheitsbild bei Mumps

Mumps ist eine Virusinfektion. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 25 Tage. Typischer Weise kommt es zu einer Schwellung der Wangen, da sich die Ohrspeicheldrüsen entzünden. Durch die Schwellung wird das Schlucken, Kauen oder Öffnen des Mundes schmerzhaft. Begleiterscheinungen sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten oder Kopfschmerzen circa zwei Wochen nach der Ansteckung. Da nicht alle Kinder diese Symptome zeigen, kommt es häufig vor, dass eine Mumpserkrankung für einen harmlosen Infekt gehalten und nicht erkannt wird.

Bei einigen Erkrankten treten allerdings Komplikationen, wie eine Hirnhaut- oder seltener, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auf. Auch der Hörnerv kann sich in seltenen Fällen entzünden und unter Umständen auch bleibende Hörschäden verursachen. Deshalb sollten Sie nach einer überstandenen Erkrankung mit Ihrem Kind einen Hörtest machen.

Bei älteren Jungen oder Mädchen und Erwachsenen kann Mumps zu einer Entzündung der Hoden oder der Eierstöcke führen. Auch während einer Schwangerschaft kann das Mumps-Virus, besonders in den ersten Monaten, eine Gefahr für das Kind darstellen.

2. Ansteckung

Mumps wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Eine Ansteckung ist ab circa 7 Tagen vor und bis zu 9 Tagen nach Beginn der Schwellungen im Wangenbereich möglich. Allerdings entwickeln ein Drittel der Menschen, die sich mit Mumps angesteckt haben, diese Symptome nicht. Trotzdem können Sie die Krankheit auf andere übertragen.

Nach einer überstandenen Erkrankung sind Kinder (vermutlich ihr ganzes Leben lang) immun gegen Mumps.

3. Therapie von Mumps

Bei einer Mumps-Erkrankung können die Symptome gelindert, jedoch die Krankheit selbst nicht behandelt werden. Schmerz- oder Fiebermittel können die Begleiterscheinungen unter Umständen lindern. Bei einer stärkeren Erkrankung sollten Sie in jedem Fall Ihren Kinderarzt aufsuchen.

4. Tipps für kleine Mumps-Patienten

Tun sie das, was Ihrem Kind gut tut. Manchen Kindern helfen bei Mumps kalte Umschläge auf den entzündeten Wangen, andere finden warme Wickel wohltuend. Wenn das Kauen sehr schmerzhaft für Ihr Kind ist, können Suppen, Breie oder püriertes Essen helfen. Geben Sie Ihrem Kind Tee oder Mineralwasser zu trinken. Fruchtsäfte sollten Sie vermeiden, da diese den Speichelfluss anregen und so Schmerzen verursachen.

5. Impfung gegen Mumps

Mit einer Impfung können Sie Ihr Kind vor einer Mumps-Erkrankung schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher auch eine zweiteilige Mumps-Impfung. Die erste Impfung sollte zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat erfolgen, die zweite zwischen dem 15. Und 23. Lebensmonat.

Es gibt einen Kombinationsimpfstoff für Mumps, Masern und Röteln (MMR) und seit 2006 auch einen Impfstoff, der zusätzlich auch gegen Windpocken schützt.

Die MMR-Impfung gilt als gut verträglich. Nebenwirkungen sind selten. Zu diesen zählen Rötung und Schwellungen an der Einstichstelle, die von selbst wieder abklingen. Auch Krankheitszeichen, wie z.B. Fieber oder Müdigkeit, können kurzzeitig auftreten. Zu schweren Erkrankungen kommt es laut STIKO nur sehr selten.

Vergessene Impfungen sollten nachgeholt werden. Hat ein Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Krankheit, sollte die Impfung allerdings verschoben werden.

6. Quellen und Linktipps

Weitere Informationen finden Eltern auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Seite des Deutschen Grünen Kreuzes.

Die Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) sind auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts nachzulesen.

Häufige Fragen zur Masern-Mumps-Röteln-Impfung beantwortet das Robert-Koch-Institut hier.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Beratung durch einen approbierten Arzt. Die hier eingestellten Informationen können und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder Selbstmedikation verwendet werden. Zusätzlich verweisen wir auf Paragraph 4, Absatz 2 unserer Nutzungsbedingungen.

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