Sonnenallergie bei Kindern: Jetzt einer Allergie richtig vorbeugen

Datum: 09. Oktober 2017 • Autor: Kita.de Redaktion

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Oft ist die Freude groß, wenn der Frühling kommt und die ersten warmen Sonnentage zum draußen Spielen einladen. Für manche Kinder wird die Freude aber getrübt, wenn sie besonders zu Beginn der Sommerzeit empfindlich auf die ungewohnte Sonneneinstrahlung reagieren.

1. Sonnenallergie: was ist das eigentlich?

Mit einer klassischen Allergie hat eine Sonnenallergie in der Regel nichts zu tun. In den meisten Fällen ist eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber UVA-Strahlen die Ursache, seltener sind die UVB-Strahlen oder das sichtbare Licht der Grund für die Hautreaktionen.

Typischerweise bekommen Kinder oder auch Erwachsene einen geröteten Hautausschlag, mit Quaddeln oder Bläschen, die stark jucken. Diese treten ein paar Stunden, bis zu ein paar Tagen nach dem Aufenthalt in der Sonne auf. Insbesondere, wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist, kann die Haut an sehr exponierten Stellen mit einem Ausschlag reagieren. Die Stellen können von Kind zu Kind verschieden sein. Typische Stellen sind die Schultern, die Unterarme, der Nacken oder Handrücken und Gesicht.

Drei verschiedene Formen der Sonnenallergie werden unterschieden:

  1. Die Polymorphe Lichtdermatose, bei der die Symptome in der Regel nach einer Gewöhnung der Haut an die Sonne wieder verschwinden. In manchen Fällen reagiert die Haut allerdings auch in regelmäßigen Abständen mit einem Ausschlag.
  2. Die Mallorca-Akne tritt öfter bei jungen Erwachsenen auf, deren Haut zu Akne neigt. Meist reagiert die Haut unter UV-Bestrahlung auf Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmitteln. Auch hier klingen die Symptome meist nach dem Meiden der Sonnenstrahlung ab.
  3. Photoallergische Reaktionen können außerdem durch Kontakt mit Pflanzen oder bestimmten Medikamenten unter Sonneneinstrahlung entstehen.

2. Wie beuge ich vor?

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Sollten Sie einen Verdacht haben, dass Ihr Kind eine Sonnenallergie hat, dann sollten Sie die direkte Sonne vermeiden und durch lange Kleidung die Haut Ihres Kindes schützen

Die beste Vorbeugung gegen Sonnenallergie ist eine langsame Gewöhnung an die Sonne. Dies können Sie unterstützen, indem Sie und Ihr Kind die Mittagssonne meiden und besonders empfindliche Stellen nach einiger Zeit mit langen Ärmeln oder Ähnlichem bedecken.

Vorbeugend können auch Beta-Carotin Tabletten wirken. Diese müssen allerdings über einen Zeitraum von 8-12 Wochen genommen werden. Beratung dazu erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Dort gibt es auch spezielle Sonnencremes, die bei empfindlicher Haut und einer Neigung zur Sonnenallergie schützen. Diese sollten einen hohen UVA-Schutz haben und möglichst keine Fette oder Emulgatoren enthalten.

Und Vorsicht bei der Autofahrt: Glasscheiben lassen zwar keine UVB-Strahlung durch, aber vor UVA-Strahlung schützt Glas nicht. Daher wird man hinter Glas auch kaum braun und bekommt in der Regel auch keinen Sonnenbrand. Eine Sonnenallergie kann man ohne ausreichenden Schutz hinter Glas allerdings schon bekommen.

3. Was tun bei Sonnenallergie?

Bei den ersten Anzeichen einer Sonnenallergie sollte Ihr Kind die Sonne meiden, im Schatten spielen und langärmlige Kleidung tragen, bis die Haut sich wieder beruhigt hat.

Ein Hautarzt kann die genaue Ursache der Reaktion klären und Medikamente zur Behandlung verschreiben. Sind die Symptome sehr stark und die Ursache gefunden, kann auch über eine Lichttherapie beim Hautarzt nachgedacht werden.

Diese und weitere Informationen sind nachzulesen auf der Seite des Deutschen Grünen Kreuzes, und der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Beratung durch einen approbierten Arzt. Die hier eingestellten Informationen können und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder Selbstmedikation verwendet werden. Zusätzlich verweisen wir auf Paragraph 4, Absatz 2 unserer Nutzungsbedingungen.

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