Ausbildung zum/r ErzieherIn

Die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher ist bundesweit bisher noch nicht einheitlich geregelt. Sie dauert zwischen 2 und 4 Jahren. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein Realschulabschluss. Ausbildungsstätten sind Fachschulen für Sozialpädagogik - in manchen Regionen auch Berufsakademien oder Berufskollegs. Mittlerweile besteht außerdem die Möglichkeit die Erzieherausbildung in Form eines Fachhochschulstudiums zu absolvieren.

Die gesamte Form der Erzieher-Ausbildung befindet sich zurzeit im Umbruch. So führt Baden-Württemberg zum Schuljahr 2012/2013 eine dualorientierte Ausbildung ein, die eine enge Verzahnung von schulischen und praktischen Elementen vorsieht. In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Rheinland-Pfalz, ist außerdem eine Ausbildung in Teilzeit möglich. Auch gibt es früh- und kindheitspädagogische Studiengänge, die auf die Arbeit in einer Kindertagesstätte vorbereiten können.

Die Ausbildungsordnungen der verschiedenen Bundesländer finden Sie auf der Seite der Bundesarbeitsgemeinschaft Öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher (BöefAE)

Praktikum in einer Kindertageseinrichtung

SchülerInnen, die sich für den Beruf des/der ErzieherIn interessieren, können über ein Praktikum erste Einblicke in die Arbeit in einer Kindertagesstätte oder einem Kindergarten bekommen. Sie können ihre eigenen Fähigkeiten testen, den Kita-Alltag aus nächster Nähe kennenlernen und überprüfen, ob dies die richtige Ausbildung für sie ist.

Da der Erzieher-Beruf zurzeit immer noch eine Frauendomäne ist, will das Modellprogramm "Mehr Männer in Kitas" junge Männer und Schüler für den Erzieherberuf begeistern. Die Seite "Starke Typen für starke Kinder" richtet sich daher speziell an junge Männer. Sie informiert über den Erzieher-Beruf, die Ausbildung und bietet die Möglichkeit, online eine Kurz-Bewerbung für ein Praktikum in einer Kita auszufüllen.

Arbeitsfelder für ErzieherInnen

Erzieher und Erzieherinnen können in vielen verschiedenen Einrichtungen eingesetzt werden. In Kinderkrippen, Kindergärten, Horten, Schulen oder Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, oder Freizeiteinrichtungen arbeiten sie typischer Weise. Aber auch in Krankenhäusern oder in der Arbeit mit Senioren können Erzieher tätig sein.

Gehalt von ErzieherInnen

In der Regel richtet sich das Gehalt von ErzieherInnen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Der Verdienst für Berufseinsteiger liegt zurzeit bei circa 2000 Euro brutto. Mit längerer Arbeitserfahrung und höherer Qualifikation steigt allerdings auch das Einkommen.

Private Einrichtungen können ein vom TVöD abweichendes Gehalt zahlen.

Arbeitsmarktsituation für ErzieherInnen

Kita-Plätze werden von vielen Eltern händeringend gesucht. Mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz 2013 und der bevorstehenden Pensionierung vieler ErzieherInnen wird der Bedarf an Berufseinsteigern sicher noch einmal steigen.

In der Stellenbörse von Kita.de können ErzieherInnen Stellenangebote in ihrem Bundesland recherchieren oder ein kostenloses Stellengesuch aufgeben.

Links zur Ausbildung und dem Berufsbild ErzieherIn

Im Online-Handbuch Kindergartenpädagogik finden Sie Texte rund um die Themen Ausbildung, Berufsbild, Arbeitssituation von ErzieherInnen, Gender und Fortbildung, Aufbaustudium und Supervision.

Aus- und Weiterbildungen in der Frühpädagogik sowie früh- und kindheitspädagogische Bachelor- und Masterstudiengänge können auf der Seite der Weiterbildungsinitiative frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) recherchiert werden.

Gesammelte Informationen zum Berufsbild und Aufbau der Ausbildung (Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalte, Ausbildungsabschluss, Externen- oder Nichtschülerprüfung, Adressen von Fachschulen) sind unter http://www.erzieherin-online.de zu finden.