Ausflüge mit Babys und Kleinkindern: Tipps und Empfehlungen für einen schönen Tagesausflug

   
von Amelie S. - letzte Aktualisierung:
kleiner Junge mit Tretauto

Beschäftigungen für Babys und Kleinkinder zu finden ist für viele junge Eltern herausfordernd. Auch wenn man sich über jeden Fortschritt des Kindes freut, kann das ständige Spielen mit den immer gleichen Spielsachen oder der tägliche Spaziergang im eigenen Kiez dröge werden. Wir von kita.de wollen Ihnen daher einige Empfehlungen und Tipps für einen schönen Tagesausflug mit Babys und Kleinkindern auf den Weg geben, sodass die Elternzeit und Wochenenden mit Freude und neuen Erfahrungen für Jung und Alt gefüllt werden können. 

1. Spielplatztour in Umland oder anderen Kiezen

kind in babyschaukel

Spielplätze für Babys und Kleinkinder sollten auch über kleinere Rutschen und Babyschaukeln verfügen.

Der fußläufig erreichbare Spielplatz im eigenen Ort oder Kiez kann nicht nur für Sie als Eltern sondern auch für das Kind auf Dauer langweilig werden. Daher lohnt es sich online oder auch in Stadtführern nach anderen Baby- und Kleinkinderspielplätzen Ausschau zu halten. 

Achten Sie bei der Erkundung neuer Spielplätze mit Babys und Kleinkindern auf folgendes: 

  1. Keine überfüllten Spielplätze: Ist es ihr Kind gewohnt, auf einem kleinen, überschaubaren Spielplatz mit wenig anderen Kindern zu spielen, kann ein großer, voller Spielplatz schnell überfordernd auf das Kind wirken. Anstelle eines tollen Tagesausflugs, wo auch mal Babyrutschen oder andere Schaukeln erkundet werden können, werden Kinder bei Reizüberflutung schnell weinerlich oder aggressiv.
  2. Spielplätze für Babys und Kleinkinder: Achten Sie bei der Recherche darauf, dass der Spielplatz wirklich auf Babys und Kleinkinder zugeschnitten ist. Die meisten Spielplätze richten sich eher an ältere Kinder, die schon kurz vor dem Schuleintritt stehen. Insbesondere für Kleinkinder kann es sehr frustrierend sein, wenn sie die anderen Kinder spielen und toben sehen, aber nicht mitmachen können, weil sie für die Spielgeräte noch zu klein sind.
  3. Rückzugsmöglichkeiten: Gerade bei sehr kleinen Kindern ist die Reizüberflutung keine zu unterschätzende Angelegenheit. Der Spielplatz sollte daher nicht unbedingt im Stadtkern liegen oder neben der Spielfläche auch eine große Wiesenfläche oder weitere, ruhigere Wege bieten, sodass Ruhe und Verschnaufpausen in den Tagesauflug integriert werden können.

2. Wandern: Auch für Babys und Kleinkinder ein schönes Erlebnis

Ausblick beim Wandern

Ein Baby oder Kleinkind in der Kraxe ist auf derselben Höhe wie Sie, sodass sie den Ausblick im Gebirge gemeinsam bestaunen können.

Während sich die landläufige Meinung hält, dass bei Babys und Kleinkindern das Erinnerungsvermögen bis zum zweiten bis dritten Lebensjahr kaum vorhanden ist, sollte gleichzeitig nicht der Mehrwert unterschätzt werden, wenn Kinder frühzeitig in Berührung mit der Natur kommen. 

Auch wenn sich Ihr Kind später nicht mehr bewusst an den Wanderausflug erinnern kann, trägt das Unterbewusstsein dennoch dazu bei, dass die Natur einen positiven Platz im Herzen des Kindes findet. 

Die meisten Eltern schrecken dennoch vor Wandertouren zurück. Kleinkinder sind oft noch nicht so ausdauernd zu Fuß und Babys können noch gar nicht laufen. Das Wandern mit Kinderwagen kann auch beschwerlich bis unmöglich sein. Eine gute Alternative, die einen Wanderausflug mit Babys und Kleinkindern möglich macht, stellt die sogenannte Kraxe dar. Dabei handelt es sich um einen sicheren Wanderrucksack mit integriertem Sitz für Babys und Kleinkinder, wie zum Beispiel hier zu sehen ist. 

Der Kinderwagen kann daher zu Hause oder im Auto bleiben. Die Rucksack-Kindersitz-Kombinationen bieten außerdem den entscheidenden Vorteil, dass Proviant und Babyzubehör wie Windeln dennoch gut transportiert werden können. Paare können auch mit zwei Rücksäcken arbeiten, um das Tragegewicht auszugleichen. Doch auch für alleinerziehende Eltern kann die Kraxe einen Wanderausflug nur mit Kind ermöglichen, da sie nicht darauf angewiesen sind, einen Kinderwagen alleine transportieren zu müssen. 

Beachten Sie bei der Auswahl der richtigen Kraxe folgendes: 

  • Informieren Sie sich über das Minimalalter oder auch das angegebene Maximalgewicht, um das Kind sicher transportieren zu können.
  • Die Sitzfläche sollte angenehm gepolstert, aber dennoch stabil sein.
    Wollen Sie ein Baby transportieren, sollte dieses auch bereits in der Lage sein, den Kopf selber zu halten und sicher zu sitzen.
  • Ein Brustgurt für die Eltern sorgt für einen noch sichereren und stabileren Halt sowie weniger Wackeln und Ruckeln für das Kind.
  • Eine ausklappbare, u-förmige Metallstange sorgt auch nach dem Abnehmen der Kraxe dafür, dass das Kind weiterhin bequem darin sitzen kann – besonders praktisch für Verschnaufpausen oder den Mittagssnack.
    Auch für Sie sollte die Rückenfläche angenehm gepolstert sein, sodass Sie Ihr Kind lange und bequem tragen können.

Achtung: Nachteil der Kraxe im Gegensatz zum Kinderwagen oder Kinderbuggy ist der häufig fehlende Sonnenschutz. Achten Sie daher beim Kauf unbedingt darauf, dass die Modelle ebenfalls wie Kinderwägen über ein Sonnensegel verfügen. Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor sowie Sonnenhut sind zusätzlich mindestens Pflicht. Weitere Hinweise zum Sonnenschutz bei Kindern, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema

3. Streichelzoo, Bauernhof und Co.

Im Streichelzoo

Auch Babys und Kleinkinder sammeln schon wertvolle Erfahrungen auf dem Bauernhof oder im Streichelzoo was den Umgang mit Tieren angeht.

Je früher Babys und Kleinkinder mit handzahmen Tieren in Berührung kommen, desto besser für die soziale Entwicklung. Diese spielt nämlich nicht nur zwischen Kindern oder Kindern und Erwachsenen eine Rolle, sondern auch mit Kindern und ihrer Umwelt. Dazu gehört selbstverständlich auch die Tierwelt. Viele Tierparks oder Zoos verfügen über einen Streichelzoo für kleine Kinder

Ähnlich wie bei den Spielplätzen sollten Sie hier darauf achten, dass der Streichelzoo nicht allzu voll ist. Das betrifft Tiere und Menschen. Aus diesem Blickpunkt betrachtet eignen sich kleinere Tierparks außerhalb der Stadt oft besser. 

Tipp: Auch im Tierpark kann der Transport mit Kraxe von Vorteil sein. Die die erhöhte Position hat das Kind einen großen Überblick und freut sich über die vielen neuen Eindrücke, die es mitnehmen kann.

Neben einem Streichelzoo im Tierpark mit Ziegen, Schafen, Meerschweinchen und Hasen bieten auch Privatpersonen, Bauernhöfe oder kleinere Zucht- oder Auffangbetriebe Streichelzeiten für Ihre Tiere an. Jene Angebote sind oft übersichtlicher und etwas ruhiger, sodass Ihr Baby oder Kleinkind sich ganz in Ruhe und ohne Konkurrenz den neuen Eindrücken und Tierchen um sich herum widmen kann.

Der Vorteil: Kontakt mit Heu und die Luft in einer Scheune wirken sich positiv auf das Immunsystem des Kindes aus. So soll das frühzeitige Kennenlernen von Keimen im Kuhstall Großstadtkinder vor Allergien und Asthma schützen.

4. Weitere Ausflugsideen

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch einige weitere Ausflugsideen nennen, die Sie mit Kleinkindern und Babys unternehmen können:

  • Strand oder Badesee zum Plantschen und Sandburgen bauen
  • Obst pflücken und Marmelade kochen oder Saft herstellen
  • Bootstour mit anschließender Erfrischung
  • Fahrradtour um neue Wege zu erkunden
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Ausflüge mit Babys und Kleinkindern: Tipps und Empfehlungen für einen schönen Tagesausflug
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