Spiele im Kindergarten: Tipps für viele Spielideen in der Kita

Spiele-Kindergarten-Ratgeber
  • Spiele im Kindergarten dienen der Verbesserung der verschiedenen Fähigkeiten.
  • Versuchen Sie stets, alle Kinder der Gruppe beim Spiel zu begeistern.
  • Integrieren Sie möglichst viel Bewegung in den Alltag der Kinder, da zu viele Spiele ohne ausreichende Bewegung auskommen.

Erzieher haben eine anspruchsvolle Aufgabe, denn neben der reinen Beaufsichtigung gilt es, Kinder möglichst gezielt zu fördern und zu fordern.
Um diesem Punkt gerecht zu werden, eignen sich Spiele im Kindergarten, bei welchen die Kinder ganz nebenbei verschiedene Fähigkeiten lernen.

In unserem Ratgeber erhalten Sie Tipps über Spiele für Kinder, die den Kindergartenalltag etwas bunter machen.
Sie erfahren, welche Bewegungsspiele für Kleinkinder geeignet sind und welche Gruppenspiele Sie für 3-jährige oder 5-jährige Kinder anbieten können.

1. Spiele im Kindergarten machen alle Jahreszeiten etwas bunter

spielende Kinder im Kindergarten

Bei kleineren Kindern sind Farben und Formen ein wichtiger Bestandteil von Spielen.

Ein Kindergarten ohne Kinderspiele, diese Vorstellung erscheint grauenvoll. Egal ob Gesellschaftsspiele oder Geschicklichkeitsspiele, lustige Spiele gehören in der Kita einfach dazu.
Für ein ernstes Leben bleibt später noch genügend Zeit übrig.

Es existieren sehr viele unterschiedliche Bereiche, in denen Kinderspiele zur Verbesserung verschiedener Fähigkeiten eingesetzt werden können. Eine kurze Auflistung finden Sie in der folgenden Übersicht:

  • die sensorische Wahrnehmung, insbesondere die Sprach- und Hörentwicklung
  • der Erwerb fein- und grobmotorischer Fähigkeiten
  • die soziale Interaktion und Kompetenz
  • das Entwickeln von Eigenmotivation und Durchhaltevermögen
  • das Erlernen emotionaler Kompetenzen
  • die Schulung der Kreativität
  • der Erwerb mathematischer und naturwissenschaftlicher Fähigkeiten

All diese Bereiche lassen sich mithilfe von Lernspielen fördern. Dabei können Sie die verschiedenen Spiele mit ein wenig Fantasie an unterschiedliche Anlässe anpassen, indem Sie den Ablauf nur geringfügig verändern.
So erhalten Sie im Nu Weihnachtsspiele oder Faschingsspiele.

2. Spiele für Kinder in der Natur

Spielen ist elementar für die Entwicklung:

Leider hat nicht jedes Kind auf der Welt die Möglichkeit, Spiele zu spielen und die Kindheit zu erleben, wie es sein sollte. Eine aktuelle Studie der Unicef zeigt, wie wichtig Spielen zum Lernen ist.

Wann immer es möglich ist, eignen sich Spiele für draußen. Besonders in den Sommermonaten lohnt es sich, eine Kinderolympiade durchzuführen. Bei dieser kommen zahlreiche verschiedene Spiele zum Einsatz, die die körperlichen Fähigkeiten der Kinder testen.
Idealerweise sollten die verschiedenen Kategorien der Spiele so gestaltet sein, dass die Chancen der einzelnen Kinder gut verteilt sind.

So können Sie beispielsweise klassische Laufspiele, sowie Wurf- und Geschicklichkeitsspiele in den olympischen Tag integrieren. Für jedes der Spiele erhalten die Kinder Punkte, die am Ende des Tages addiert werden, um einen Sieger zu küren.

Tipp: Besonders freuen sich die Kinder über eine kleine, selbst gefertigte Urkunde, in der die Leistungen des Tages festgehalten sind.
Ganz nebenbei dient dies als hervorragende Überprüfung der motorischen Fähigkeiten der Kinder.

Kind im Wald

Es gibt zahlreiche Outdoor-Spiele für den Kindergarten.

An besonders heißen Tagen macht es weniger Sinn, körperlich anstrengende Aktivitäten durchzuführen. Auch schwierige Denkspiele sind in der Hitze nur schwer umsetzbar. Veranstalten Sie stattdessen Wasserspiele, um für etwas Abkühlung zu sorgen.

Im Wald können Sie hingegen auf Tuchfühlung mit Bäumen gehen. Bei einem kleinen Erkennungsspiel für Bäume führen Sie ein Kind mit verbundenen Augen zu einem Baum. Das Kind hat etwa zwei Minuten Zeit, den Baum lediglich mit den Händen zu erkunden.
Im Anschluss führen Sie das Kind zurück zur Gruppe. Nun ist es die Aufgabe des Kindes, den soeben erfüllten Baum zu entdecken.

Bei diesem Spiel schulen Sie die Wahrnehmung der Kinder. In der jeweiligen Situation ist es wichtig, sich lediglich auf einzelne Sinne zu fokussieren.

3. Kindergarten-Ideen für drinnen

Bimsstein vergrößert

Aufgrund der vielen eingeschlossenen Luftbläschen schwimmt der Bimsstein an der Oberfläche.

Nicht jeden Tag strahlt die Sonne und das Wetter sieht besonders einladend aus. Für schlechte Tage oder auch nur für kurze Verschnaufpausen von der vielen frischen Luft, gibt es diverse Spiele, die Sie bestens ohne viel Platz durchführen können.

Wie wäre es beispielsweise einmal mit einem kleinen Experiment für den Kindergarten? Für das interessante Spiel „Schwimmt es?“ benötigen Sie ein großes durchsichtiges Gefäß, welches Sie mit Wasser füllen sowie verschiedene kleinere Gegenstände, die schwimmen oder eben nicht.
Bei jedem Gegenstand, den Sie der Gruppe vorstellen, können alle Kinder entscheiden, ob sie glauben, dass der Gegenstand untergeht oder an der Oberfläche verbleibt.

Die folgenden Gegenstände eignen sich besonders gut für den Versuch:

  • Möhren, Bananen, Äpfel oder anderes Obst
  • ein zusammengeknülltes Blatt Papier
  • eine Büroklammer sowie eine Heftzwecke
  • verschiedene Steine (ideal ist ein Bimsstein, da dieser nicht sinkt)
  • etwas Laub
  • ein Tannen- oder Kiefernzapfen

Geben Sie den Kindern im Anschluss Gelegenheit, die einzelnen Gegenstände näher zu untersuchen. Dieses kleine Experiment schult die Aufmerksamkeit, die Wahrnehmung sowie das Einschätzen von Gewichten.

Tipp: Zum Kennenlernen eignen sich vor allem Namensspiele, bei denen die Kinder bestehende Berührungsängste abbauen können.

Setzen Sie sich beispielsweise alle gemeinsam in einen Kreis mit einem Softball, den die Kinder hin- und herwerfen. Jedes Kind, welches den Ball fängt, muss kurz seinen Namen nennen und darf den Spielball anschließend weiterwerfen.
Möchten Sie das Kennenlernspiel als Kleinkinder-Spiel für 2-jährige Kinder verwenden, verzichten Sie auf Würfe. Setzen Sie sich am besten gemeinsam auf den Boden und rollen Sie den Ball von Kind zu Kind.

4. Sportspiele im Kindergarten

Kinder im Kletterwald

Ein Ausflug in den Klettergarten lohnt sich auch schon im Kindergarten.

Wenn Sie Stuhlkreisspiele, Sprachspiele Würfelspiele oder auch Fingerspiele spielen, bewegen sich die Kinder nur sehr wenig. Achten Sie daher bei den verschiedenen Spielarten immer wieder darauf, den Kindern Gelegenheit zu geben, sich auszutoben.

Nutzen Sie, falls dies möglich ist, die angrenzende Turnhalle, um Spiele wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ oder „Feuer, Wasser, Sand“ auszuprobieren.
Seien Sie kreativ und verwenden Sie eigene Ideen, um einen Parcours aufzubauen, bei dem die Kinder ihre verschiedenen Fähigkeiten einsetzen müssen.

So gilt es beispielsweise, über eine Bank zu balancieren, eine schräg gestellte Bank hinabzurutschen oder besonders schnell durch einen Zickzackkurs zu rennen. Bauen Sie kleinere Kletterelemente ein und überprüfen Sie die koordinativen Fähigkeiten im Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit.

Dies gelingt Ihnen beispielsweise bei Musikspielen, bei denen die Musik plötzlich stoppt. Alternativ können Sie sich der visuellen Wahrnehmung widmen, indem Sie verschiedene Aktionen durch das Hochhalten Ihrer Arme oder eines bunten Balls anzeigen.

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