Erwachsene erkranken schlimmer als ihre Kinder

05.06.2019, 15:52 von Amelie S.

ganze Familie sitzt mit Erkältung im Bett

Gerade beim Kleinkind läuft die Nase nahezu ständig. Doch bei den Eltern auch und das oftmals viel schlimmer. Die Immunität gegen die kindlichen Krankheitsviren lässt im Erwachsenenalter oft zu wünschen übrig. Wenn manche Kinder nur etwas husten, leiden die Eltern direkt an einer Bronchitis.

Kinder werden oft krank

Wird ein Kind geboren, genießt es in den ersten Monaten eine Art Leihimmunität der Mutter. Damit ist es nicht vor allem Infekten geschützt, aber es bekommt weder Masern noch Röteln. Auch andere Infekte bleiben erstmal aus. Nach circa einem halben Jahr ist diese Immunität jedoch erloschen und das kindliche Immunsystem muss nun selbst anfangen zu arbeiten. Doch gerade das klappt am Anfang eher schlecht als recht.

Grund für die häufigen Erkrankungen im Kleinkindalter ist vor allem das schlecht entwickelte Immunsystem des Kindes. Die meisten Viren kennt es noch gar nicht und kann sich deswegen kaum verteidigen. Die Folge: Eine stets laufende Nase, immer mal wieder husten, manchmal auch Fieber oder Durchfall.

Kritisch sind Infekte bei Kindern in der Regel nicht, solange sie unkompliziert verlaufen. Bei Kindern unter zwei sollte man den Krankheitsverlauf genau beobachten. Zwischen zwei und sechs sind Kinder häufig krank, das dient auch zum Ausbau des Immunsystems.

Eltern leiden mit

Doch auch die Eltern leiden mit unter den ständigen Infekten des Kindes. Oftmals trifft es sie sogar wesentlich schlimmer als den Nachwuchs. Grund hierfür ist unter anderem das leistungsfähigere Immunsystem des Kindes. Auch wenn Erwachsene wesentlich mehr Viren kennen und abwehren können, klappt das noch lange nicht bei allen. Es sind über 200 Erkältungsviren bekannt, die sich zudem stetig verändern – so viele Immunitäten kann der Körper gar nicht entwickeln.

Zudem kann man dem kranken Kind schlecht aus dem Weg gehen. Gerade bei einer Erkältung oder Durchfall wollen die Kleinen viel Liebe, Nähe und Zuwendung. Die Ansteckungsgefahr bleibt in diesem Fall kaum aus. Auch Laster und schlechte Ernährungsgewohnheiten der Eltern tragen dazu bei, dass diese länger unter einen Infekt leiden müssen. Alkohol, Nikotin und einseitige oder ungesunde Ernährung begünstigen die Langlebigkeit der Viren im eigenen Körper.

Erschreckend ist, dass sich viele Eltern trotz der Erkältung krank zur Arbeit schleppen. Auch wenn jedem Elternteil bei Krankheit des Kindes 10 Tage Sonderurlaub um Jahr zustehen, reichen diese meistens hinten und vorne nicht. Dennoch lässt sich sagen, dass das Schlimmste nach der Einschulung durchgestanden ist. Kinder, die nämlich im Kita-Alter oft krank waren, erkranken in der Schule seltener. Und die Eltern somit auch.

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