Kind 15 Monate: Zwischen Entwicklungsschub und Trotzphase

von Ralf-Ingo S. - letzte Aktualisierung:
kind 15 monate
Wie viele Wörter kann ein Kind mit 15 Monaten sprechen?

Im Rahmen der sprachlichen Entwicklung gibt es große Unterschiede. Mama und Papa sowie eine Handvoll weiterer Worte stellen für die meisten Kleinkinder mit 15 Monaten allerdings keine Schwierigkeit mehr dar.

Ist es normal, wenn ein Kind mit 15 Monaten noch nicht laufen kann?

Es ist zwar eher unüblich, jedoch noch im Rahmen. Generell sollten Sie Ihr Kind jedoch aktiv fördern, um die Bewegung schnellstmöglich nachzuholen.

Was kann ich tun, wenn mein Kind nachts nicht durchschläft?

Kinder haben ebenso wie Erwachsene ein sehr unterschiedlich stark ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Versuchen Sie daher zunächst, Ihrem Kind etwas weniger Schlaf zu gönnen, um zu überprüfen, wie sich dies auswirkt.

Ist ein Kind 15 Monate alt, hat es mit einem Baby nicht mehr viel gemein. Auch wenn die Motorik noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, so wird es zunehmend leichter, die Entwicklung aktiv zu unterstützen und zu beeinflussen.

In unserem Beitrag erfahren Sie, was ein Kind mit 15 Monaten bereits können sollte und was Sie in Kürze erwartet.

Denken Sie jedoch stets daran, dass jedes Kleinkind immer wieder einen Entwicklungsschub machen kann, sodass sich der status quo oftmals sehr schnell ändert.

1. Ein Kind mit 15 Monaten – so sieht die Entwicklung aus

ein kleines maedchen sucht sich buntstifte aus

Die Entwicklung verläuft sehr unterschiedlich.

Wenn ein Kind 15 Monate alt ist, so kann es bereits laufen und auch die ersten Wörter sind kein Problem mehr. Durch die neu gewonnene Beweglichkeit und den zunehmenden Entdeckungsdrang machen sich die Kleinen auf, um die Wohnung zu inspizieren.

Stehen Sie dem nicht im Wege, sondern unterstützen Sie Ihr Kind darin, langsam, aber sicher Treppen zu steigen und sich selbst auf die Couch zu setzen.
Auch wenn der Weg entlang der Möbel manchmal waghalsig aussehen mag, so müssen Kinder in dieser Phase lernen, auch selbst Erfahrungen zu machen und das eine oder andere Mal hinzufallen.
Nur so können sie lernen, wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Leider rückt die Trotzphase jedoch auch immer näher und das eine oder andere Kleinkind beginnt bereits vorzeitig damit, die Wut und den Ärger lautstark zum Ausdruck zu bringen.
Wenn ein Kind also häufig quengelt, können dies bereits die ersten Anzeichen der beginnenden Trotzphase sein.
Bereiten Sie sich innerlich am besten darauf vor, Wutanfälle nicht überzubewerten, Ihrem Kind jedoch gleichzeitig zu zeigen, was möglich ist und welches Verhalten schlichtweg nicht akzeptiert wird.

Achtung: Wenn ein Kleinkind ist diesem Alter noch nicht läuft, so sollte sich dies in Kürze ändern. Platzieren Sie Gegenstände so, die Ihr Kind begeistern, so, dass es sich lohnt, aufzustehen.
Spätestens mit 16 Monaten sollten Kinder laufen können. Ansonsten lohnt sich der Besuch beim Kinderarzt.

Einen kurzen persönlichen Erfahrungsbericht einer Mutter, die über die Entwicklung ihres 15 Monate alten Kindes spricht, sehen Sie in diesem Video:

2. Die sprachliche Entwicklung bei einem 15 Monate alten Kind

Größe und Gewicht:

Jungen und Mädchen haben zu dieser Zeit ein sehr ähnliches Größenverhältnis. Je nachdem, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, kommt es hier jedoch schnell zu großen Unterschieden.
Im Schnitt wiegen Kinder etwa 9 bis 10 kg bei einer Größe von 75 bis 80 cm.

Um den ersten Geburtstag herum sprechen die meisten Kinder ein paar Worte. 3 Monate später sind es jedoch oftmals noch nicht wesentlich mehr Worte, da nicht nur die Sprache, sondern viele andere Punkte in dieser Zeit von großer Bedeutung sind.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn ein Kind noch nicht spricht. In vielen Fällen gleicht sich dies sehr schnell aus und die anfänglichen Sorgen gehören schon bald der Vergangenheit an.

Am besten unterstützen Sie Kinder in der sprachlichen Entwicklung, indem Sie viel mit ihnen kommunizieren. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie klare Anweisungen geben. Diese können Sie durch Gesten deutlicher machen, sodass es Kindern leichter fällt, die Sprache zu deuten.

Kindern ist der Ausdruck im Gesicht ihrer Eltern sehr wichtig. Zeigen Sie Ihre Freude daher deutlich, wenn Ihr Kind ein Wort mehr oder weniger korrekt sagt.
Um zu einer verbesserten Sprache beizutragen, können Sie das Wort anschließend klar und deutlich wiederholen, jedoch nur in positiver Form („Genau, das ist ein Auto.“ oder „Ja, das stimmt, das ist dein Arm.“).

Tipp: Wenn ein Kind etwa 50 Wörter sprechen kann, folgt meist ein starker Entwicklungsschub, der dazu führt, dass das Kind innerhalb der nächsten paar Monate 200 oder sogar mehr Wörter beherrscht.

3. Die Motorik – unterschätzen Sie Ihr Kind nicht

erste gehversuche

Die ersten Gehversuche gestalten sich oftmals noch etwas schwierig.

Sobald ein Kind laufen kann, wird es versuchen, diese neue Fähigkeit weiterzuentwickeln. Bis der Gleichgewichtssinn ausgereift ist, vergeht noch eine ganze Weile. Geben Sie Ihrem Kind daher stets die Gelegenheit, sich auf verschiedenen Untergründen zu bewegen und die Standsicherheit immer wieder zu testen.

Generell sollte ein Kind mit 15 Monaten in der Lage sein, selbstständig zu stehen und Treppen hoch- und wieder runterzukrabbeln.
Haben Sie keine Treppen zum Üben zu Hause, so besuchen Sie Freunde oder Bekannte und gehen Sie regelmäßig auf den Spielplatz, damit Ihr Kind verschiedene Bewegungsmuster kennenlernen kann.

Nicht nur die grob- sondern auch die feinmotorischen Fähigkeiten entwickeln sich zusehends, sodass ein Kind mit 15 Monaten bereits einen Stift halten kann und versuchen sollte, beide Hände beim Spielen einzusetzen.

Aufgrund des zunehmenden Bedürfnisses, Dinge selbst auszuprobieren, können Sie Ihrem Kind einen Löffel geben, um selbst zu essen oder aber die ersten Versuche des Anziehens wagen.
Auch wenn es ein paar Minuten länger dauern kann, so sind dies wichtige Ereignisse, die sowohl die Selbstständigkeit als auch die Feinmotorik schulen.

4. Tipps, wie Sie mit typischen Problemen umgehen können

Im Laufe der Entwicklung kommt es immer wieder zu sehr unterschiedlichen Problemen, die mehr oder weniger gravierende Folgen nach sich ziehen.

Wenn ein Kind nicht schläft, so leidet nicht nur das Kind selbst, sondern die Eltern geraten an ihre Belastungsgrenze. Die Gesundheit leidet und das Stresslevel ist so erhöht, dass es schwierig wird, dem eigenen Kind gerecht zu werden.
Handeln Sie daher bei Schlafproblemen möglichst rasch.

ein kind isst mit 15 monaten selbststaendig

Decken Sie den Platz bei den ersten Essversuchen großzügig ab.

Grundsätzlich gilt hier der Ratschlag, dass Kinder, die nachts nichts durchschlafen, nur noch einen Mittagsschlaf machen sollten. Viele Eltern neigen dazu das Schlafbedürfnis Ihres Kindes zu hoch einzuschätzen.

Zwei zusätzliche Schlafphasen sind bei einem Kind mit 15 Monaten jedoch nicht mehr nötig. Zudem sollten regelmäßige Zubettgehzeiten eingehalten werden.
Achten auch darauf, dass Ihr Kind mindestens 4 Stunden wach ist, bevor Sie es ins Bett schicken. Feste Einschlafrituale sowie die abendliche Vermeidung von Fernsehkonsum helfen dabei, Kindern etwas mehr Ruhe zu vermitteln, sodass das Einschlafen kein Problem mehr darstellt.

Weiterhin typisch ist es, wenn ein Kind mit 15 Monaten das Essen verweigert. Vielleicht lässt sich dieses Problem bereits dadurch lösen, dass Ihr Kind selbst einen Löffel benutzen darf.
Ansonsten heißt es vor allem, Ruhe zu bewahren. Zwang führt meist zu Folgeproblemen. Geben Sie Ihrem Kind also die Chance, etwas zu essen, setzen Sie es jedoch nicht unter Druck.
Auch hier gilt der Grundsatz, dass es zu festen Zeiten Essen gibt. Ignoriert Ihr Kind diese Zeiten, gibt es auch in der Zwischenzeit nichts anderes.

Ansonsten machen Sie es Kindern sehr leicht, genau das zu bekommen, was sie wollen. Im Zweifel besteht der Wunsch lediglich darin, den eigenen Willen durchzusetzen.

Tipp: Haben Sie Zweifel an der Gesundheit Ihres Kindes, so zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen, um gesundheitliche Faktoren als Ursache ausschließen zu können.
Im Zweifel hilft dies auch, um zukünftig etwas entspannter zu bleiben, auch wenn bis zur nächsten Gesundheitsuntersuchung (U7) eigentlich noch etwas Zeit bliebe.

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