So gestalten Sie einen abwechslungsreichen Morgenkreis im Kindergarten

Morgenkreis-Kindergarten-Ratgeber
  • Im Morgenkreis können sich die Kinder begrüßen, austauschen und gemeinsam in den Tag starten.
  • Tägliche Rituale geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. So sollte der Morgenkreis eine gleichbleibende Struktur aufweisen.
  • Durch Erlebniserzählungen, Bewegungsgeschichten und Fingerspiele kann ein Sitzkreis abwechslungsreich gestaltet werden.

In vielen Krippen, Kindergärten und Kitas wird der Tag mit dem sogenannten Morgenkreis gestartet. Dort können sich die Kinder und Erzieher begrüßen und zusammen singen. Das gemeinsame Ritual stärkt außerdem die Gruppenbildung und die soziale Kompetenz. Aber wie kann man den Morgenkreis abwechslungsreich gestalten? Welche Spielideen gibt es?

In unserem Ratgeber bekommen Sie viele wichtige Informationen rund um das Thema Morgenkreis. Wir zeigen Ihnen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten auf und stellen Ihnen sowohl altersgerechte als auch lehrreiche Ideen vor.

1. Ein Morgenkreis stärkt das Gruppenbewusstsein

Morgenkreis gestalten

Ein Sitzkreis ermöglicht eine Interaktion zwischen allen Kindern.

Der Morgenkreis gehört schon seit Jahrzehnte fest zum Tagesablauf in einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte. Die Kinder sitzen dabei alle im Kreis, singen zusammen und erzählen sich Geschichten.

Dem Kreis kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Er symbolisiert eine Einheit, die ohne Anfang und Ende auskommt. Alle Kinder begegnen sich auf Augenhöhe, können sich anschauen und miteinander interagieren. So entsteht ganz automatisch ein “Wir-Gefühl”.

Kritiker sind jedoch der Meinung, dass dieser Sitzkreis altmodisch ist und nicht mehr zur modernen Pädagogik passt. Es gibt jedoch eine Gegenbewegung, die häufig von Seiten der Erzieher und Erzieherinnen kommt. Sie betonen, dass es wichtig sei, dass der Morgenkreis nicht als Zwang, sondern als Vergnügen angesehen wird.

Dementsprechend spielt die Gestaltung natürlich eine sehr bedeutende Rolle. So sollte sich der Ablauf vor allem an den Interessen der Kinder orientieren.

Daher sollte der Morgenkreis:

  • freiwillig sein
  • Spaß und Vergnügen bereiten
  • spannend sein und gleichzeitig Entspannung bringen
  • abwechslungsreich sein

2. Tägliche Rituale geben Sicherheit

Familie Kind Geburtstag

Wenn ein Kind Geburtstag hat, kann zusätzlich ein Geburtstagslied gesungen werden.

In einem Kindergarten oder einer Kita kommen die Kinder morgens zu sehr unterschiedlichen Zeiten. Das hängt in der Regel mit den Arbeitszeiten der Eltern zusammen. Viele Einrichtungen geben jedoch eine Uhrzeit an, zu der alle Kinder spätestens da sein sollen. Dies soll verhindern, dass ein stetiges Kommen und Gehen herrscht.

Außerdem kann der Morgenkreis so zu allgemeinen Begrüßung genutzt werden. Hierfür bieten sich vor allem Lieder an. Dazu setzen sich alle Kinder in einen Kreis. Dieser kann aus Stühlen bestehen oder lediglich aus einigen Sitzkissen bestehen. Bei dem Begrüßungslied werden zunächst alle Kinder willkommen geheißen. Um die verschiedenen kulturellen Hintergründe zu berücksichtigen, können sich die Kinder auch auf verschiedenen Sprachen begrüßen.

Den Morgenkreis ankündigen

Um den Morgenkreis anzukündigen, können Sie beispielsweise eine Klangschale benutzen. Geben Sie den Kindern jedoch etwa fünf Minuten Zeit, sodass sie ihr Spiel nicht abrupt unterbrechen müssen.

Daraufhin kann beispielsweise überprüft werden, wer an diesem Tag alles da ist und wer fehlt. Ganz nebenbei ist es so möglich, das Zählen zu üben. Um Orientierung zu bieten, können sich die Kinder außerdem darüber austauschen, welcher Wochentag es ist, in welchem Monat und in welcher Jahreszeit wir uns befinden. In diesem Zuge kann auch der Geburtstag eines Kindes gefeiert werden.

Im Kreis kann außerdem besprochen werden, welche Aufgaben an diesem Tag anstehen und wie der generelle Tagesplan aussieht.

Auf die täglichen Rituale können verschiedene Spiele folgen. Im Folgenden haben wir ein paar Ideen für Sie zusammengestellt.

3. Spielideen für den Morgenkreis im Kindergarten

Ziele des Ballspielens im Morgenkreis

Wer den Ball in der Hand hält, darf den anderen Kindern eine Geschichte erzählen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Morgenkreis interessant und spannend zu gestalten. Diesen letzten Teil können Sie im Gegensatz zum strukturierten Anfang sehr abwechslungsreich gestalten. Dies trägt dazu bei, dass die Kinder Spaß haben und keine Langeweile und gar Desinteresse entwickeln.

An einem Montag können die Kinder beispielsweise berichten, was sie am Wochenende mit ihrer Familie oder ihren Freunden unternommen haben. Wichtig ist, dass alle Kinder zuhören und keiner den Erzähler unterbricht. Um zu verdeutlichen, wer gerade an der Reihe ist, kann zum Beispiel ein Erzählball eingesetzt werden, der weitergegeben werden kann. Empirische Studien zeigen, dass sich gut ausgebaute mündliche Erzählfähigkeiten positiv auf das Verfassen schriftlicher Erzählungen auswirken.

Auch kleine Bewegungsgeschichten sind sehr gut für den Morgenkreis geeignet. Sie motivieren zum Mitmachen, regen die Kreativität an und steigern das Selbstwertgefühl. Dazu liest der Erzieher/die Erzieherin eine Geschichte vor und die Kinder können die Bewegungen an die Erzählungen anpassen.

Tipp: Viele verschiedene Bewegungsgeschichten finden Sie kostenlos im Internet.

Um einen Lerneffekt einzubauen, können Sie mit den Kindern außerdem sogenannte Fingerspiele spielen. Diese fördern die Sprachentwicklung, die Feinmotorik und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Mit Fingerspielen können Kinder beispielsweise Farben lernen, Jahreszeiten kennenlernen oder Rollenspiele aufführen.

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