Farben lernen: So bringen Sie Ihrem Kind am besten die Farben bei

Farben-lernen-Ratgeber
  • In unserem Alltag spielen Farben eine besondere Rolle. Sie können Gefühle bestimmen und Stimmung erzeugen.
  • Um Farben zu lernen, können Spiele, Bewegungsspiele, Lieder oder Fingerfarben zum Einsatz kommen.
  • Suchen Sie das Gespräch bei Ihrem Kinderarzt, wenn Ihr Kind ungewöhnlich lange Probleme damit hat, Farben zu unterscheiden.

Farben bestimmen unser ganzes Leben. Wir wählen unsere Kleidung nach ihnen aus und dekorieren die Wohnung nach unseren Vorlieben. Für Erwachsene ist das Erkennen von Farben selbstverständlich, Kinder müssen jedoch erst lernen, die Farben zu erkennen und zu benennen. Aber ab wann lernen Kinder Farben und welche Angebote zum Thema Farben gibt es?

Wir informieren Sie in unserem Ratgeber rund um das Thema Farben lernen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihrem Kind die Farben am besten beibringen. Dazu zeigen wir Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten auf. Außerdem erfahren Sie, wie Sie bei Ihrem Kind eine Farbschwäche erkennen können.

1. Farben bestimmen unseren Alltag

Farben Lehre

Bereits Kleinkinder wählen ihre Kleidung nach Farben aus.

Farben spielen nicht nur in der Kunst, sondern auch in unserem Alltag eine große Rolle. Jeder Mensch hat Farbtöne, die er mag und die er weniger mag. Sie geben außerdem viel über unser Gefühlsleben preis. Bereits bei der Wahl der Kleidung lassen wir uns von unserer Stimmung leiten.

Aber auch umgekehrt kann mit bestimmten Farben eine gewünschte Stimmung erzeugt werden. Helle, warme Töne wie gelb oder orange wirken stimulierend, während blau eine beruhigende Wirkung auf uns hat. Viele verbinden Farben auch mit etwas Erlebtem, sodass dadurch bestimmte Gefühle ausgelöst werden können.

Ein neugeborenes Baby kann zunächst nur Kontraste sehen. Erst ab etwa drei Monaten können Kinder alle Farbtöne wahrnehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sie auseinanderhalten und erkennen können. Eltern können ihren Kindern die Farben jedoch ganz einfach im Alltag beibringen. Benennen Sie beispielsweise immer wieder die Farbe des Kuscheltiers, des T-Shirts oder der Hose. Beschränken Sie sich jedoch zu Anfang auf die Grundfarben.

Ab wann Kinder Farben richtig benennen können, hängt natürlich auch stark von der individuellen Sprachentwicklung ab. Während einige Kinder schon mit zwei Jahren Farben eindeutig erkennen und benennen können, haben andere Kinder selbst mit vier Jahren noch kleine Probleme damit.

Generell gilt: Ab einem Alter von etwa drei Jahren sollten Kinder alle Farben korrekt benennen können.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen verschiedene Angebote zum Thema Farben lernen.

2. Spiele zum Farben lernen

Farbenspiel Kindergarten mit Malfarben für Kinder

Sortierspiele sind bei Kids besonders beliebt und helfen gleichzeitig Farben zu lernen.

Das Thema Farben wird auch im Kindergarten behandelt. So gibt es beispielsweise in der Krippe Fingerspiele zu Farben und verschiedene Projekte zu Farben. Darüber hinaus sollten Sie die Farben mit Ihren Kindern aber auch zu Hause üben.

Im Handel gibt es verschiedene Spiele, mit deren Hilfe Kinder Farben lernen können. Zudem gibt es Bücher, kostenlose Videos auf YouTube und Computerspiele, welche Kleinkindern die verschiedenen Farben aufzeigen und erklären.

Sie können solche Spiele jedoch auch einfach selbst ausdenken und zusammenbasteln. Eine erste Möglichkeit ist es, Bauklötze nach Farben sortieren zu lassen. Dazu legen Sie je einen Baustein pro Farbe mit etwas Abstand voneinander entfernt. Die restlichen Bausteine werden einfach in der Mitte verteilt. Nun geben Sie Ihrem Kind die Aufgabe, die Bausteine gleicher Farbe auf den jeweiligen Stapel zu legen. Benennen Sie dabei auch jedes Mal die einzelnen Farben.

Eine weitere Möglichkeit ist das bekannte Spiel Ich sehe was, was du nicht siehst. Dazu sucht sich ein Spieler einen Gegenstand im Raum oder im Freien aus. Dieser muss jedoch für alle sichtbar sein. Danach sagt dieser Spieler beispielsweise: “Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist blau”. Daraufhin dürfen die anderen Spieler alle Gegenstände im Umfeld aufzählen, die diese Farbe haben. Wer den richtigen Gegenstand gefunden hat, ist als nächster dran.

3. Bewegungsspiele zum Thema Farben

Bewegungsspiele Thema Farben

Das Verknotungsspiel Twister ist sehr gut geeignet, um Farben zu lernen.

Ein sehr bekanntes und beliebtes Spiel für Kinder ist Twister. Bei diesem Spiel steht vor allem der Spaßfaktor im Vordergrund. Gleichzeitig wird jedoch auch der Gleichgewichtssinn und die Gelenkigkeit geschult. Ein Spieler dreht an der Scheibe. Diese zeigt nun an, welches Körperteil auf welche Farbe gesetzt werden soll. So geht es immer reihum. Gewinner ist derjenige, der sich am längsten auf dem Spielfeld halten kann.

Ein weiteres tolles Spiel, mit dem Kinder Farben lernen können, ist Ecken laufen. Legen Sie dazu einige Gegenstände der gleichen Farbe in jeweils eine Ecke. Für kleinere Kinder bieten sich zunächst die Grundfarben rot, gelb, grün und blau an. Bei älteren Kindern können auch Farben wie rosa, türkis oder orange zum Einsatz kommen. Nun wird Musik eingeschaltet, zu der sich die Kinder frei im Raum bewegen können. Sie als Spielleiter stoppen zwischendurch die Musik und rufen eine der vier Farben. Nun müssen alle Kinder schnellstmöglich in diese Ecke laufen. Wer zuletzt ankommt, scheidet in dieser Runde aus.

Tipp: Um das Spiel komplizierter zu machen, können Sie weitere Farben oder sogar Mischfarben mit ins Spiel bringen.

4. Mit Malfarben und Kinderliedern Farben lernen

Fensterfarbe Kinder 2018

Fingerspiele bieten sich nicht nur für die Kita, sondern auch für zuhause an.

Natürlich sind auch Malfarben für Kinder und Kinderlieder geeignet, um Kleinkindern die verschiedenen Farben beizubringen. Malfarben stellen dabei eine sehr kreative Möglichkeit dar. Spezielle Kinderfarben bieten zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Durch die Vermischung von Farben können Sie Ihrem Kind zeigen, welche weiteren Farbtöne hergestellt werden können. Außerdem können Kinder Gegenstände, die sie in der Natur gesehen haben, in den jeweiligen Farben aufs Papier bringen.

Das Thema Farben wird im Kindergarten häufig mit Fingerspielen behandelt. Eine Möglichkeit ist es, die Finger der Kinder in verschiedenen Farben anzumalen. Zum Beispiel der Daumen weiß, der Zeigefinger rot, der Mittelfinger gelb, der Ringfinger grün und der kleine Finger blau. Daraufhin liest der Erzieher/die Erzieherin eine Geschichte vor. Taucht eine Farbe auf, müssen die Kinder den passenden Finger in die Luft halten.

Ein geeignetes Lied mit Farben ist beispielsweise das Farbenlied. In diesem Lied über Farben werden Kindern verschiedene Gegenstände oder Tiere aufgezeigt, die klassischerweise eine bestimmte Farbe aufweisen. Die Melodie animiert die Kinder dazu, gut zuzuhören und eventuell mitzumachen. Für ältere Kinder bietet sich das Farben-Misch-Lied an. Dieses Farbenlied zeigt auch, was passiert, wenn verschiedene Farben gemischt werden.

5. Eine Farbschwäche oder Farbblindheit erkennen

Farben Experimente mit Farben für Kinder

In den Vorsorgeuntersuchungen bekommen Sie Feedback über das Sehvermögen Ihres Kindes.

Wenn Kinder anfangen, Farben zu lernen, werden diese auch hin und wieder mal vertauscht. Dies ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Beobachten Sie Ihr Kind einfach und schauen Sie, ob sich dieses Problem nach kurzer Zeit von selbst löst.

Wenn Ihr Kind dauerhaft Probleme hat, Farben zu unterscheiden, sollten Sie jedoch das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen. In den beiden Voruntersuchungen U7 und U8 wird außerdem das Sehvermögen getestet, in welchen eine Farbschwäche diagnostiziert werden würde.

Totale Farbblindheit

Bei der totalen Farbblindheit sehen die Betroffenen nur schwarz-weiß. Von dieser Krankheit sind jedoch nur 0,001% der Bevölkerung betroffen.

Eine Farbfehlsichtigkeit ist normalerweise angeboren. Die häufigste Form ist die Rot-Grün-Schwäche. Bei dieser Art der Fehlsichtigkeit können Kinder und Erwachsene die Farben rot und grün sehr schlecht unterscheiden. Die Grünschwäche tritt jedoch wesentlich häufiger auf als die Rotschwäche.

Laut einer Statistik sind in Deutschland etwa 8% der Männer und nur 0,3% der Frauen betroffen. Dieser signifikante Unterschied kommt dadurch zustande, dass die Gene auf den X-Chromosomen liegen und der Defekt ein rezessives Merkmal ist.

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