Angstzustände bei Kindern: Wie Sie Ihrem Kind die Angst nehmen

Kind schmult über Holzbalken
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  • Angst kann das ganze Leben beeinträchtigen, sodass es schrittweise zu einer sozialen Isolation kommt.
  • Ängste sind ein Teil der Entwicklung im Kindesalter. Aus kindlicher Angst kann sich allerdings auch eine Angststörung entwickeln.
  • Je früher eine Behandlung gegen Angst erfolgt, desto leichter lässt sich das Problem aus der Welt schaffen.

Angst ist angeboren und natürlich. Jeder Mensch hat vor etwas Angst. Aber was passiert, wenn die Kontrolle über die eigenen Ängste verloren geht und man von Panikattacken heimgesucht werden?

Leider geht es nicht nur Erwachsenen, sondern immer mehr Kindern genau so. Aber wie äußern sich Angststörungen bei Kindern eigentlich? Worin liegen die Ursachen und welche Möglichkeiten gibt es, um diese in den Griff zu bekommen? 

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene mögliche Auslöser von Angsterkrankungen vor und erklären, inwieweit sich diese behandeln lassen.

1. Angst gehört zur normalen Entwicklung dazu

Fast alle Kinder kommen im Laufe ihrer Kindheit ein- oder mehrmals mit Ängsten in Berührung. Besonders häufig treten Trennungsängste im Rahmen des ersten Kindergartenbesuchs zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr auf.

Angst vor Monstern

Kinder ab zwei Jahren haben oftmals Angst vor Monstern.

Die starke Fantasie kleiner Kinder ist Fluch und Segen zugleich. Sie lassen sich sehr schnell auf neue Situationen ein und können sich nahezu alle Dinge problemlos vorstellen. Auf der anderen Seite bedeutet dies jedoch auch, dass die Fantasie nicht nur positive Dinge bereithält.

Oft zeigt sich in dieser Phase die Angst vor dem Monster unter dem Bett. Hier hilft jedoch meist bereits ein kleines Nachtlicht. Alternativ können Mama oder Papa vor dem Schlafengehen einen Blick unter das Bett werfen, um sicherzugehen, dass sich dort nichts verbergen kann.

Im Vorschulalter gestalten sich Ängste bei Kindern schon konkreter. In dieser Phase beziehen Kinder viele Nachrichten auf sich selbst. Hören sie beispielsweise von einer bestimmten Krankheit, entdecken Sie die entsprechenden Symptome am nächsten Tag bei sich selbst.
Gleiches gilt für Nachrichten, die keinerlei regionalen Bezug haben, jedoch von Kindern so wahrgenommen werden, als wäre ein Unglück nebenan passiert. Eltern helfen ihren Kindern an dieser Stelle am besten, indem sie über die Sorgen reden und diese relativieren.

Tipp: Druck und Stress nehmen meist mit dem Eintritt in die Schule zu. Vermeiden Sie daher übertriebene Erwartungen und achten Sie darauf, ob Ihr Kind Anzeichen von Angst aufweist.

Interessiert Sie vor allem die Angst bei Schulkindern, finden Sie spezielle Information in unserem Artikel Schulangst überwinden.

2. Wenn Angstzustände bei Kindern zum Problem werden

Die kindlichen Ängste besiegen:

In der KibA-Studie (Kinder bewältigen Angst) beschäftigen sich Forscher verschiedener deutschen Universitäten mit der Behandlung von Angststörungen bei Kindern. Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Die Angst vor dem Einschlafen oder die Angst vor Fremden werden meist belächelt. Generell sollten Sie Ängste zwar ernstnehmen, eine intensive Beschäftigung mit der jeweiligen Angst kann jedoch auch dazu führen, dass diese zu stark in den Fokus rückt.
Aus Angstphasen im Rahmen der kindlichen Entwicklung können so Angststörungen bei Kindern entstehen.

Eine starke Verlustangst ist vor allem bei Kindern zu beobachten, die keine starke Bindung zu einer Bezugsperson haben. Jedoch können auch einzelne traumatische Erfahrungen oder zu viel Stress eine Trennungsangst begründen.
Wichtig ist es daher, Kindern von Beginn an einen sicheren Rückzugsort zu bieten und ihnen zu zeigen, dass sie sich in allen Situationen stets an Sie wenden können.

Die Kindheit ist geprägt von zahlreichen Entwicklungsstufen. Sobald Kinder einen Entwicklungssprung gemacht haben, treten vermehrt Ängste auf. Meist verringern sich die Angstsymptome allerdings schrittweise und ein Eingreifen ist nicht notwendig. Um jedoch zu lernen, mit der neuen Angst umzugehen und diese zu überwinden, sollten Eltern ihre Kinder immer wieder ermuntern, etwas auszuprobieren.
Besonders dann, wenn sich Angstzustände bei Kindern noch nicht manifestiert haben, ist ein solches Verhalten erfolgversprechend.

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2.1. Angstsymptome bei Kindern erkennen

Nicht immer offenbaren sich Kinder ihren Eltern und es kommt dazu, dass sie versuchen, angstauslösende Situationen zu vermeiden. Während einer solchen Phase leiden Kinder nicht nur seelisch, sondern auch körperlich, da Angstzustände bei Kindern vielfach zu psychosomatischen Beschwerden führen.

Falls ein Kind also nicht offen über seine Angst spricht, sollten Sie auf folgende Verhaltensweisen achten, die vielfach angstbedingt auftreten:

trauriges Kind am schreibtisch

Ängste äußern sich auf verschiedene Arten.

  • Unruhe und Nervosität
  • häufiges Zurückziehen von anderen Kindern
  • aggressives Verhalten bzw. häufige Wutausbrüche
  • Meidung bestimmter Orte oder Situationen
  • Einschlafprobleme und Albträume
  • körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Durchfall oder Abgeschlagenheit
  • selbstverletzendes Verhalten

Die Auflistung soll vor allem verdeutlichen, dass es verschiedene Arten gibt, auf welche sich Angstzustände bei Kindern äußern können.

In konkreten angstauslösenden Momenten zeigt sich Angst meist durch

  • Zittern
  • Schweißausbrüche
  • einen schnellen Herzschlag
  • geweitete Pupillen
  • Festklammern an einer geliebten Person.

Treten solche Panikattacken bei Kindern auf, hilft für den Moment nur Ruhe und Gelassenheit oder bewusste Ablenkung.
Seien Sie in keinem Fall böse oder sauer auf Ihr Kind. So verlängern Sie nur unwissentlich den Anfall und sorgen dafür, dass sich die Angst verschärfen kann.

2.2. Ängste bei Kindern können das Leben der ganzen Familie beeinträchtigen

Familie auf Spaziergang

Stellen Sie sich der Angst gemeinsam als Familie.

Zwar ist es nicht sinnvoll, sofort auf jede Kleinigkeit zu reagieren und die Angst größer zu machen, als sie eigentlich ist. Sofern Sie allerdings über längere Zeit hinweg Angstsymptome bei Ihrem Kind beobachten, ist eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema unumgänglich.

Die Ursachen für Angstzustände bei Kindern sind sehr vielfältig und nicht zwingend familiär bedingt. Als Eltern sollten Sie daher nicht zögern, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen, um Ihrem Kind zu helfen.

Eine Angsttherapie bei Kindern führt besonders gut zu Erfolgen, sofern sie frühzeitig begonnen wird. Nehmen Sie sich jedoch vor allem Zeit für sich und Ihr Kind, um gemeinsam an der Angstbewältigung zu arbeiten.

Häufig treten Angstzustände bei Kindern dann auf, wenn einer oder beide Elternteile unter einer Angststörung leiden. Eine Behandlung der eigenen Probleme sollte daher an erster Stelle stehen.

3. Möglichkeiten, Ängste bei Kindern zu lindern

Angstbehandlung bei Kindern

Eine Therapie gegen Angstzustände erleichtert den weiteren Lebensweg.

Wenn Sie feststellen, das Kind hat vor allem Angst oder zieht sich in bestimmten Situationen zurück, ignorieren Sie das Problem nicht, sondern gehen Sie es aktiv an.

Bei nächtlichen Schlafproblemen kann schon ein neues Kuscheltier kleine Wunder bewirken. Ist die Gesundheit Ihres Kindes allerdings bereits angegriffen und es kommt vermehrt zu Krankheiten, die durch Angst ausgelöst werden, sollten Sie einen Kindertherapeuten aufsuchen.

Eine Hypnose gegen Angst sollte hingegen nicht erfolgen. Ebenfalls ist der Bereich der Homöopathie kritisch zu sehen. Es existieren keine speziellen Globuli gegen Angst bei Kindern. Ermutigende Worte und konkrete Hilfsvorschläge sind die Dinge, die zu tatsächlichen Veränderungen beitragen.

Unterstützen Sie Ihr Kind daher aktiv, ermutigen Sie es, etwas zu tun und zeigen Sie Ihre Begeisterung. Seien Sie auf der anderen Seite nicht enttäuscht, wenn es einmal nicht so klappt, wie gewünscht. Zeigen Sie Ihrem Kind stattdessen, dass Sie dennoch da sind.

Medikamente gegen Angst haben sich in diversen Studien als wirkungslos bzw. sogar kontraproduktiv erwiesen, da diese die Angst lediglich vorübergehend unterdrücken.
Es kommt somit nicht zu einer Verarbeitung und Überwindung der Angst, die für die Heilung von Angstzuständen bei Kindern nötig ist.

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