Schulangst überwinden: Was Sie tun können, um Ihrem Kind die Angst zu nehmen

Mädchen mit Schulangst
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  • Experten gehen davon aus, dass etwa 20% aller Schüler unter Schulangst leiden. In den letzten Jahren ist diese Zahl immer weiter angestiegen.
  • Wovor die Kinder genau Angst haben, ist sehr unterschiedlich. Die häufigsten Gründe sind soziale Ängste, Leistungsdruck oder Mobbing.
  • Wenn Sie merken, dass Ihr Kind unter Schulangst leidet, sollten Sie auf jeden Fall das Gespräch suchen. Professionelle Hilfe bieten Ärzte und Psychotherapeuten.

Laut den neuesten Untersuchungen nimmt die Schulangst bei Kindern immer weiter zu. Viele Kinder sind gar nicht mehr in der Lage, die Schule regelmäßig zu besuchen. In dem folgenden Ratgeber klären wir Sie darüber auf, was unter dem Begriff Schulangst zu verstehen ist. Wir beleuchten die verschiedenen Ursachen und Arten und geben Ihnen Tipps, wie Sie gemeinsam die Schulangst überwinden können.

1. Schulangst zeigt sich unter anderem durch Schulverweigerung

Kind liegt traurig mit Bauchschmerzen im Bett

Die körperlichen Beschwerden können so stark sein, dass der Schulbesuch undenkbar wird.

Schulangst ist weiter verbreitet als so mancher denken mag. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 geben 11% der Kinder an, Schulangst zu haben. Nach Meinung von Experten ist die Lage noch dramatischer. Sie gehen davon aus, dass heutzutage etwa 20% aller Schülerinnen und Schüler unter Schulangst leiden. Die Dunkelziffer ist natürlich noch höher. Mädchen sind dabei öfter betroffen als Jungen.

Kinder, die unter Schulangst leiden, wenden sich nur in seltenen Fällen direkt an ihre Eltern. Daher kann es für Sie zunächst schwierig sein, herauszufinden, ob Ihr Kind tatsächlich unter einer solchen Schulangst leidet.

Daher haben wir Ihnen im Folgenden eine Liste an Symptomen zusammengestellt, die besonders häufig auftreten.

Schulangst vs. Schulphobie

Während die Schulangst zumeist durch soziale Ängste, Mobbing oder Überforderung entsteht, handelt es sich bei der Schulphobie um eine Art Trennungsangst des Kindes. Die körperlichen Beschwerden sind dabei jedoch zumeist die gleichen.

  • Häufige körperliche Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Kopfweh oder Übelkeit
  • Schlafstörungen und Albträume
  • Morgendliches Weinen
  • Verhaltensauffälligkeiten, wie z.B. übertriebene Ängstlichkeit, Lustlosigkeit, Depressionen
  • Unkonzentriertheit und Unruhe bei den Hausaufgaben

Die körperlichen Beschwerden können dabei morgens so stark sein, dass die Kinder sich nicht in der Lage fühlen, in die Schule zu gehen. Um mit der Angst umgehen zu können, zeigen die Kinder auch häufig Wut oder Aggressivität.

Im weiteren Verlauf kommt es dann zu einer kompletten Schulverweigerung. Etwa 5-10 % der Schüler Schwänzen aus diesem Grund regelmäßig die Schule. Durch diese Vermeidung werden die Ängste jedoch immer größer. Hinzu kommt, dass die Noten schlechter werden und die Versetzung oder der Schulabschluss gefährdet sein können.

2. Die Ursachen für Schulangst können sehr unterschiedlich sein

kind wird gemobbt

Mobbing kann ein Beweggrund sein, warum Kinder nicht mehr in die Schule wollen.

Schulangst ist nicht gleich Schulangst. Infrage kommen viele verschiedene Ursachen, die diese Art von Angst auslösen. Dass jedes Kind beim Schulbesuch mal ein mulmiges Gefühl hat, ist ganz normal. Schwierig wird es jedoch, wenn die Angst so groß wird, dass der Gang zur Schule unerträglich ist.

Folgende Ursachen für die Schulangst kommen am häufigsten vor:

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  • Leistungs-, Prüfungs- und Versagensangst: Leidet ihr Kind an Leistungsangst, kommt dies zumeist durch eine Überforderung zustande. Oftmals gibt es im Unterricht immer wieder Situationen, in denen das Kind beim Abfragen Wissenslücken hat und sich aufgrund dessen schämt. Der Druck, gute Noten zu bekommen, ist so hoch, dass sie die Erwartungen nicht mehr erfüllen können. Manche Kinder haben zusätzlich Angst, in einer Klausur oder Prüfungssituation ihr Wissen nicht abrufen zu können.
  • Mobbing: Hänseleien, die bis zur seelischen oder körperlichen Gewalt führen, sind in Schulen immer verbreiteter. Knapp ein Drittel der Schüler sind in ihrer Schullaufbahn schon einmal Opfer von Mobbing geworden. Durch diese Ausgrenzung verlieren die Kinder ihr Selbstwertgefühl. Sie gehen dazu über, diese Situationen und damit den Schulbesuch zu meiden. Manchmal sind es auch die Lehrer, von denen sich ein Kind bedroht fühlt.
  • Soziale Ängste: Bei dieser Ausprägung geht es vor allem darum, dass die Kinder Angst haben, sich vor anderen zu blamieren. Sie möchten nicht bewertet oder beurteilt werden. Die Kinder sind oftmals sehr schüchtern und meiden Blickkontakt. Zudem sprechen sie sehr leise und undeutlich, was dazu führt, dass sie noch mehr Aufmerksamkeit von anderen Schülern und Lehrern bekommen.
  • Trennungsangst: Im Gegensatz zu den anderen Ängsten, hat die Trennungsangst nichts mit der Institution Schule zu tun. Die Kinder haben vielmehr Angst davor, sich von ihrer Bezugsperson zu trennen. Sie fürchten, dass in der Zeit der Abwesenheit etwas Schlimmes passieren könnte.

Es gibt jedoch auch einige Fälle, in denen es keine erkennbare oder bestimmte Ursache für die Schulangst gibt. Hierbei ist es besonders wichtig, Experten aufzusuchen, die weiterhelfen können.

3. Sich die Angst vor der Schule einzugestehen, ist der erste Schritt

gespräch über schulangst

Ein erster Schritt ist es, die Probleme offen anzusprechen.

Um herauszufinden, welche Ursachen bei Ihrem Kind für die Schulangst verantwortlich sind, sollten Sie das Gespräch suchen. Fragen Sie nach, wie es Ihrem Kind geht und welche Ängste vorhanden sind. Wichtig ist es, dass Sie Ihrem Kind in dieser Situation deutlich machen, dass es nicht alleine ist und es immer eine Lösung gibt.

Versuchen Sie, sich in die Lage Ihres Kindes zu versetzen. Nehmen Sie es in den Arm und geben Sie ihm das Gefühl von Geborgenheit. Indem Sie Verständnis zeigen, wird es Ihrem Kind möglich werden, sich zu öffnen und die Probleme offen anzusprechen.

Sind Leistungs- oder Prüfungsängste das Problem, sollten Sie Ihren Kind weniger Druck vermitteln, indem Sie Ihre Erwartungen und Ihren Ehrgeiz herunterschrauben. Schimpfen Sie weniger und loben Sie Ihr Kind mehr. Bei Schulproblemen können Sie Ihrem Kind auch beispielsweise helfen, indem Sie gemeinsam lernen und die Hausaufgaben zusammen bewältigen. Nur mit Ihrer Unterstützung, kann Ihr Kind die Schulangst überwinden

4. Schulangst überwinden gelingt mit professioneller Hilfe

schulangst therapie

In einer Therapie lernen Kinder, ihre Schulangst zu überwinden.

Aber fest steht: Kinder müssen lernen, die Angst zu bewältigen. Die Behandlung einer Schulangst kann auf unterschiedlichen Ebenen ablaufen. Zunächst können Sie sich dazu mit der Schule in Verbindung setzen. Durch die Zusammenarbeit kann die Klassen- und Schulsituation optimiert werden. Zudem ist es möglich, das Lernklima zu verändern oder das Verhältnis zwischen den Schülern zu verbessern.

Um die Schulangst zu überwinden, kann in einigen Fällen auch die Homöopathie hilfreich sein. Es gibt beispielsweise spezielle Globuli, die dabei helfen, Nervosität und Angst zu lindern. Es ist auch möglich, Hypnose bei Angst einzusetzen. Kinder sind für Hypnose besonders empfänglich, sodass diese Anwendung Erleichterung verschaffen kann. Sprechen Sie diese Behandlungsmethode jedoch vorher unbedingt mit einem Kinderpsychologen ab.

Leiden Ihr Kind an starken Ängsten und helfen die Tipps gegen Schulangst nicht, ist es an der Zeit, schulpsychologische Dienste oder Kindertherapeuten in Anspruch zu nehmen. Die Therapeuten können zusammen mit der ganzen Familie Lösungswege suchen und diese Schritt für Schritt umsetzen, damit Ihr Kind die Schulangst überwinden kann. In einigen Fällen ist es sogar notwendig, dass die Kinder stationär in einer entsprechenden Klinik behandelt werden.

Achtung: Treten regelmäßig Angstzustände bei Kindern auf, sollten Sie schnell handeln. In diesem Fall ist eine psychotherapeutische Behandlung unerlässlich.

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