Der Kindergarten: Diese Unterschiede über die verschiedenen Kindergarten-Konzeptionen sollten Sie kennen

Kindergarten-Ratgeber
  • Ein Kindergarten ist eine Tageseinrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von drei Jahren bis sieben Jahren.
  • Es gibt verschiedene Kindergartenmodelle. Sie werden nach der Trägerschaft und den Erziehungsmodellen unterschieden.
  • Durch die Mitgliedschaft im Elternrat können Sie in der Ausrichtung des Kindergartens mitwirken.

Nach der Geburt des Kindes möchten junge Mütter in der Regel wieder arbeiten gehen. Dann stellt sich zumeist recht bald die Frage nach dem geeigneten Kindergarten. In manchen Wohngegenden haben die Eltern die Wahl zwischen verschiedenen Kindergärten. Städtisch, konfessionell oder privat? Welcher Kindergarten ist am besten für mein Kind geeignet und welche Unterschiede gibt es?

In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, was ein Kindergarten ist und welche Träger es gibt. Zudem erhalten Sie einen Einblick in die verschiedenen pädagogischen Kindergartenmodelle. Wir erläutern Ihnen außerdem, was ein Elternbeirat ist und welche Vorteile eine Mitgliedschaft bringt.

1. Der Kindergarten als eine Form der Tageseinrichtung

ab wann in den Kindergarten

Im Kindergarten werden Kinder betreut und gefördert.

In Deutschland wird ein Kindergarten dem Sozialbereich zugeordnet. Zuerst einmal ist ein Kindergarten eine Einrichtung, in der Kinder von pädagogischem Fachpersonal betreut werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eltern während dieser Zeit arbeiten gehen oder zu Hause sind.

In einem Kindergarten werden die Kinder jedoch nicht nur betreut, sondern auch gefördert. Sie werden dort altersgerecht in ihrer Entwicklung begleitet und lernen Sozialverhalten.

Das Wort Kindergarten wird im Deutschen auch häufig für eine Kindertagesstätte benutzt und umgekehrt. Streng gesehen ist eine Kindertagesstätte jedoch ein Überbegriff für die verschiedenen Betreuungsformen. Zu den Kindertagesstätten werden Krippen, Kindergärten und Horte gezählt. Während eine Krippe für unter 3-Jährige ausgelegt ist, werden in einem Kindergarten Kinder erst ab einem Alter von drei Jahren betreut. Ein Hort hingegen ist eine Einrichtung, in welcher Grundschulkinder nach Schulschluss bis zum Nachmittag betreut werden.

Im Hinblick auf die Öffnungszeiten kann die Betreuung im Kindergarten in drei verschiedene Formen unterteilt werden:

  • Teilzeitbetreuung (vormittags und/oder nachmittags)
  • Verlängertes Vormittagsangebot (Betreuung bis nach dem Mittagessen)
  • Ganztagsbetreuung (von morgens bis zum späten Nachmittag)

Im deutschen Sprachgebrauch ist vorwiegend von einem Kindergarten die Rede, wenn die Kinder nur halbtags betreut werden. Bei einer Ganztagsbetreuung spricht man hingegen von einer Kita.

Wenn Sie auf der Suche nach dem passenden Kindergarten für Ihr Kind sind, sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

  • Wo liegt die Einrichtung? Ist sie gut zu erreichen?
  • Wie hoch sind die Betreuungskosten?
  • Wie sind die Öffnungszeiten?
  • Passt das Erziehungskonzept zu familiären Werten?
  • Wie sieht der Kindergartenalltag aus?
  • Gehen die Erzieher auf die Bedürfnisse der Kinder ein?
  • Wird mein Kind dort altersgerecht gefördert?
  • Arbeiten Eltern und Erzieher Hand in Hand?
  • Haben die Eltern Möglichkeiten, sich einzubringen?

Tipp: Auf Kindergartenportalen können Sie ganz einfach nach einer passenden Einrichtung suchen!

2. Die Trägerschaft eines Kindergartens

Kindergarten heute

Etwa ein Drittel aller Kindergärten werden von der Stadt bzw. Gemeinde getragen.

Der Träger eines Kindergartens ist sozusagen für alle Bereiche der Einrichtung zuständig. Das bedeutet, dass er die pädagogische Richtung bestimmt, sich um die Finanzierung kümmert und alltäglich anstehende Aufgaben regelt. Auch über die Höhe der Elternbeiträge kann dieser entscheiden.

In Deutschland werden viele Kindergärten öffentlich von den zuständigen Kommunen geleitet. Allerdings gibt es viele weitere Organsiationen, die Träger einer Kindertageseinrichtung sein können. Dabei finden sehr unterschiedliche Erziehungsmethoden Anwendung.

Bei der Wahl des passenden Kindergartens ist also nicht nur die pädagogische Ausrichtung entscheidend, sondern auch die Art der Trägerschaft.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die gängigsten Träger von Kindergärten auf.

2.1. Öffentliche Trägerschaft

Viele Kindergärten in Deutschland werden von der Stadt oder der Gemeinde verwaltet. Die Prozentzahl dieser öffentlichen Träger liegt bei etwa 33%. Die Kommunen leiten und verwalten den Kindergarten dabei selbst.

Bei einer öffentlichen Trägerschaft ist die pädagogische Orientierung nicht vorgegeben, sodass es in diesem Bereich eine sehr große Vielfalt gibt. In einigen Städten und Gemeinden müssen jedoch bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt werden. Ebenso gibt es Richtlinien zur Finanzierung und generellen Verwaltung.

Die Elternbeiträge für die Betreuung werden entweder von der Kommune festgelegt oder richten sich nach dem jeweiligen Einkommen der Eltern.

2.2. Freie Träger

Etwa zwei Drittel aller Kindergärten in Deutschland werden von freien Trägern geleitet. Die Kosten werden zu einem großen Teil mit Hilfe von Elternbeiträgen, Sponsoren und Spendengeldern gedeckt. Damit diese freien Träger die Einrichtung jedoch komplett finanzieren können, werden sie vom Staat bezuschusst. Freie Träger können sein:

  • Kirchen
  • Wohlfahrtsverbände
  • Vereine
  • Elterninitiativen
  • Betriebe
  • private Träger

Nachfolgend zeigen wir Ihnen auf, wie die einzelnen Trägerschaften aufgebaut sind und was sie ausmacht.

2.2.1. Kirchen

ab wann Kindergarten

In einem katholischen oder evangelischen Kindergarten werden christliche Werte vermittelt.

In Deutschland gibt es viele Kindergärten, die von der Kirche getragen werden. Ein solcher katholischer oder evangelischer Kindergarten ist zumeist sehr stark in die kirchliche Gemeinde eingebunden. So nehmen die Kinder häufig an Gottesdiensten teil oder wirken bei Kirchenfesten mit.

In einem von der Kirche getragenen Kindergarten werden natürlich vorwiegend christliche Werte vermittelt. Wie stark dies jedoch ausgeprägt ist, hängt von dem jeweiligen Kindergarten ab. Wenn Sie Ihr Kind in einem evangelischen oder katholischen Kindergarten anmelden möchten, müssen Sie kein Kirchenmitglied sein.

Die Elternbeiträge sind bei dieser Trägerschaft in den meisten Fällen genauso hoch wie bei städtischen Kindergärten.

2.2.2. Wohlfahrtsverbände

Auch Wohlfahrtsverbände können eine Kindertageseinrichtung leiten und verwalten. Dazu zählen beispielsweise:

  • Caritas
  • Rotes Kreuz
  • Arbeiterwohlfahrt
  • Diakonie
  • Paritätischer Wohlfahrtsverband
  • Stiftungen

Die Organisationen zeichnen sich häufig durch ehrenamtliche Arbeit aus. Sie streben soziale Gerechtigkeit an und vermitteln diese Werte auch dementsprechend in den verschiedenen Einrichtungen. Zwischen diesen Verbänden gibt es jedoch teilweise sehr große Unterschiede. Informieren Sie sich daher genauer über die Organisation, bevor Sie Ihr Kind in diesem Kindergarten anmelden.

2.2.3. Vereine

Wenn ein neuer Kindergarten eröffnet werden soll, kann dieser auch von einem Verein ins Leben gerufen werden. In vielen Fällen steht mit der Art des Vereins bereits die pädagogische Ausrichtung fest. So ist beispielsweise auch der Waldorf-Kindergarten aus einem freien Verein entstanden. Oftmals hat ein Kindergarten mit Vereinsträgerschaft auch eine konfessionelle Ausrichtung.

Die Kosten für diese Kindergärten unterscheiden sich häufig sehr stark von städtischen oder kirchlichen Einrichtungen, da der Verein selbst darüber bestimmen darf. Auch die Aufnahmekriterien können individuell festgelegt werden. Teilweise dürfen nur Vereinsmitglieder ihre Kinder in den Tageseinrichtungen anmelden.

2.2.4. Elterninitiativen

Elternarbeit Kita

Bei einem Mangel an Kita-Plätzen werden häufig Elterninitiativen gegründet.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es trotz des neuen Betreuungsgesetzes noch viel zu wenige Kindergartenplätze. Da Eltern sich in diesen Fällen selbst um eine Lösung oder Alternative kümmern müssen, werden Kindergärten von diesen Elterninitiativen gegründet.

Das bedeutet, dass sich die Eltern selbst um die Verwaltung und Finanzierung kümmern müssen. Sie müssen sich um die Einstellung von Personal kümmern und zusammen überlegen, welche Kinderkartenpädagogik Anwendung finden soll. Da die Eltern die Kosten nicht selbst stemmen können, erhalten sie Zuschüsse von den Kommunen.

Damit der Elternbeitrag nicht so hoch ausfällt, arbeiten viele Eltern selbst in der Einrichtung mit. Zudem finden regelmäßig Elternabende statt, bei denen aktuelle Themen besprochen werden können. Als Vorteil dieser Elterninitiativen sehen viele Eltern, dass sie viel mitwirken und dadurch einiges bewegen können.

2.2.5. Betriebe

Auch Betriebe haben die Möglichkeit, einen eigenen Kindergarten zu eröffnen und zu leiten. Allerdings wird ein Betrieb normalerweise nicht als Träger anerkannt, sodass zusätzlich ein öffentlicher oder freier Träger nötig ist.

Da die Kosten für einen Betriebskindergarten häufig sehr hoch sind, kooperieren die Betriebe gerne mit anderen freien Trägern wie Wohlfahrtsverbänden oder Vereinen.

2.2.6. Private Träger

Ein privater Kindergarten wird hingegen im Normalfall nicht mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. Die gewerblichen Träger finanzieren den Privatkindergarten selbst, wodurch die Elternbeiträge natürlich deutlicher höher ausfallen. Im Gegensatz zu einem städtischen Kindergarten können sich in der Regel nur wohlhabende Familien den Besuch dieser privaten Einrichtung leisten.

Der größte Unterschied liegt zumeist in der Konzeption der Kita. Die Kindergärten haben in vielen Fällen einen besonderen Schwerpunkt wie Sport oder Musik.

3. Die pädagogische Ausrichtung des Kindergartens

Konzeption Kindergarten

Durch pädagogische Konzepte werden gesellschaftliche Werte gestärkt.

Ein Kindergarten weist immer eine bestimmte pädagogische Ausrichtung auf. Diese Konzeption entsteht in einigen Fällen in Abhängigkeit von der Trägerschaft.

Bevor Sie Ihr Kind in einem Kindergarten anmelden, sollten Sie in Erfahrung bringen, wo der pädagogische Schwerpunkt liegt und ob dieser zu Ihrer persönlichen Einstellung passt.

Um Ihnen die Entscheidung etwas leichter zu machen, erklären wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten Konzeptionen eines Kindergartens.

3.1. Montessori-Kindergarten

Der Montessori-Kindergarten ist nach der Entwicklerin Maria Montessori benannt. Leitgedanke dieses Konzeptes ist es, dass Kinder als eigenständige Individuen angesehen werden. Das Selbstbewusstsein und die Eigenständigkeit sollen von Anfang an gestärkt werden.

Grundsatz: Hilf mir, es selbst zu tun.

In der Praxis sieht das so aus, dass das Kind selbst entscheidet, was es zu welcher Zeit spielen möchte. Das bedeutet, dass es äußerst selten Gruppenaktionen gibt, an denen alle Kinder teilnehmen müssen. Sie können selbst entscheiden, ob sie lieber etwas anderes machen möchten.

Die Erzieher fungieren in diesem Modell lediglich als Begleiter. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kinder sich selbst überlassen werden. Sie werden begleitet, aber nicht geleitet.

  • Kinder können sich frei entfalten
  • dürfen sich die Beschäftigung selbst aussuchen
  • einzelne Fähigkeiten und Interessen werden berücksichtigt und gefördert
  • geringer Leistungsdruck/keine Zwänge
  • selbstmotiviertes Lernen fällt einigen Kindern schwer
  • Anfahrt häufig länger
  • Kosten sind höher als in normalen Kindergärten

3.2. Integrativer Kindergarten

In einem integrativen Kindergarten werden sowohl normal entwickelte Kinder als auch Kinder mit Entwicklungsstörungen oder Behinderungen betreut. Ziel des Konzepts ist, dass alle etwas voneinander lernen können.

Grundsatz: Jedes Kind wird ernst genommen und respektiert.

Dadurch, dass die Kinder bereits im Kindergartenalter lernen, mit Beeinträchtigungen umzugehen, werden Ausgrenzungen in der Gesellschaft seltener. Berührungsängste kommen erst gar nicht auf. Zudem profitieren beeinträchtigte oder behinderte Kinder in einer integrativen Kindertagesstätte von einem höheren Selbstbewusstsein und einem Gefühl der Dazugehörigkeit.

  • alle Kinder bekommen die Förderung, die sie benötigen
  • es gibt spezielle Einzelförderungsangebote
  • jedes Kind kann sich im eigenen Tempo entwickeln
  • die soziale Kompetenz und Toleranz wird gefördert
  • Rahmenbedingungen sind oft nicht behindertengerecht
  • zu wenig Integrationsfachkräfte
  • Elternbeiträge sind höher als in normalen Kindergärten

3.3. Waldorfkindergarten

Der Gründer des Waldorfkindergartens ist Rudolf Steiner. Das Modell ist jedoch weniger eine Kindergartenpädagogik als vielmehr ein Lebenskonzept. Bei dieser Pädagogik steht das Kind und dessen geistige Entwicklung im Vordergrund.

Grundsatz: Kinder ahmen positives Verhalten Erwachsener nach.

Dabei spielt der Bezug zur Natur eine große Rolle. Kinder spielen ausschließlich mit Naturspielzeug und lernen bewusst die unterschiedlichen Jahreszeiten kennen. Zentrales Thema ist zudem die Nachahmung. Um Sicherheit zu schaffen, besitzt der Alltag feste Strukturen und Abläufe.

  • Förderung der Kreativität durch Naturspielzeug
  • Kinder wachsen behütet und mit festen Strukturen auf
  • selbstständiges Lernen und Erfahren
  • Eltern müssen mit dieser anthroposophischen Weltanschauung zurechtkommen
  • Kinder werden sehr stark durch Erzieher geprägt
  • hoher monatlicher Elternbeitrag

3.4. Waldkindergarten

Die Idee des Waldkindergartens stammt aus dem skandinavischen Raum. Diese Art des Kindergartens verzichtet zumeist gänzlich auf geschlossene Unterkünfte. Die Betreuung findet somit zum größten Teil in der Natur statt. In Deutschland müssen die Kindergärten jedoch wenigstens einen geschlossenen Raum aufweisen.

Grundsatz: Verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen.

Die Kinder sollen in einem Waldkindergarten lernen, dass der Mensch ein Teil der Natur ist. Zudem steht der respektvolle Umgang mit anderen Menschen im Vordergrund.

  • Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen
  • Der ständige Aufenthalt in der Natur stärkt das Immunsystem
  • Kindergarten-Spiele mit natürlichen Materialien
  • das Gruppengefühl wird gestärkt
  • auch bei schlechtem Wetter halten sich die Kinder stets im Freien auf
  • die Öffnungszeiten sind begrenzt
  • Kinder kommen täglich mit schmutziger Kleidung nach Hause

3.5. Bilingualer Kindergarten

Ein bilingualer Kindergarten basiert, wie der Name schon sagt, auf dem Konzept der Zweisprachigkeit. Vor allem in Stadtteilen, in denen der Anteil der Ausländer besonders hoch ist, sind diese Kindergärten sehr beliebt.

Mehrsprachige Vorschulbetreuung

Bilinguale Kindergärten werden immer beliebter. Laut Statistik hat sich die Zahl der Einrichtungen in den letzten 10 Jahren verdreifacht.

Grundsatz: Akzeptanz aller Kulturen.

In einer globalisierten Welt wird es immer wichtiger, viele verschiedene Sprachen sprechen zu können. Kinder sind im Kindergartenalter besonders aufnahmebereit für sprachliche Inhalte.

Ein bilingualer Kindergarten fördert zudem eine multikulturelle Erziehung.

  • Kinder lernen auf spielerische Art eine Zweitsprache
  • Kinder gehen vorurteilsfrei auf andere Kulturen zu
  • die interkulturelle Kompetenz wird gefördert
  • das spätere Erlernen von weiteren Fremdsprachen fällt leichter
  • Gefahr, dass aufgrund der Überforderung keine der beiden Sprachen korrekt beherrscht wird
  • fehlende Fachkräfte für bilinguale Erziehung
  • positive Auswirkungen bilingualer Pädagogik sind nicht gänzlich belegt

4. Spezielle Kindergartenmodelle

Einige Kindergärten haben kein spezielles pädagogisches Konzept, unterscheiden sich aber dennoch von anderen Einrichtungen. Dazu gehören beispielsweise der internationale Kindergarten oder der Sprachheilkindergarten.

Die speziellen Kindergartenformen eignen sich jedoch nicht für alle, sondern nur für einige Kinder. Im Folgenden stellen wir Ihnen den internationalen und den Sprachheilkindergarten kurz vor.

4.1. Internationaler Kindergarten

Kindergarten Spiele

Der Kulturaustausch steht im Vordergrund.

Obwohl ein internationaler Kindergarten kein eigenes pädagogisches Konzept im eigentlichen Sinne ist, gibt es natürlich einige wichtige Aspekte, die Kinder in dieser Einrichtung lernen können.

In einem internationalen Kindergarten kommen Kinder aus den verschiedensten Kulturkreisen zusammen. Durch diese Zusammenführung wird das Interesse an anderen Kulturen geweckt und das Sozialverhalten gefördert. Das Besondere ist, dass regelmäßig Feste von verschiedenen Nationen gefeiert werden. So lernen Familien die Sitten und Bräuche anderer Kulturen auf eine besondere Art und Weise kennen.

Durch das Vorherrschen verschiedener Sprachen liegt der Schwerpunkt der Einrichtungen auf der Vermittlung von Sprache. Die Sprachförderung im Kindergarten wird dabei großgeschrieben. In Kleingruppen wird entweder nur Deutsch oder nur Englisch gesprochen. So können die Kinder erst passiv und dann aktiv die Zweitsprache auf spielerische Art und Weise erlernen.

4.2. Der Sprachheilkindergarten

Kindergarten heute

Es werden beispielsweise mundmotorische Übungen durchgeführt.

Der Sprachheilkindergarten ist speziell für Kinder ausgelegt, die an einer Sprachstörung leiden. In der Einrichtung sorgen Sprachtherapeuten und Erzieher dafür, dass die Sprachprobleme behoben werden und die sprachliche Entwicklung gefördert wird.

In der Regel wird in diesen Einrichtungen in Kleingruppen gearbeitet, um bestmöglich auf den individuellen Entwicklungsstand des Kindes eingehen zu können. Die Behandlung dauert im Schnitt etwa ein bis eineinhalb Jahre. Sobald die Sprachprobleme erfolgreich therapiert wurden, kann das Kind in einen normalen Kindergarten oder in die Schule wechseln.

5. Der Elternbeirat eines Kindergartens

elternbeirat kindergarten

Der Elternbeirat als Sprachrohr

Sie können als Eltern für den Elternbeirat kandidieren, wenn Sie Ihr Kind im Kindergarten angemeldet haben. Die Elternvertretung ist dafür da, die Interessen der Eltern zu vertreten. Das Amt des Elternvertreters wird ehrenamtlich ausgeführt.

In den Verordnungen der Kindergärten und Kindertagesstätten ist geregelt, wie der Elternbeirat gewählt wird und welche Rechte dort vertreten werden können. Die Gesetze sind dabei jedoch nicht bundeseinheitlich geregelt, sodass es zwischen den Bundesländern teils große Unterschiede gibt.

Der Elternbeirat einer Kita sorgt dafür, dass Vorschläge, Wünsche und Anregungen der Eltern an den Träger der Einrichtung weitergeleitet werden. Obwohl der Beirat kein Entscheidungsrecht innehat, kann er jedoch durch ein Informations-, Anhörungs- und Beratungsrecht die Ausrichtung des Kindergartens mitgestalten.

Um die Zusammenarbeit zu stärken, können Sie als Mitglied zusätzlich einen Elternstammtisch, Informationsabende und Gesprächskreise organisieren!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (31 Bewertungen, Durchschnitt: 4,80 von 5)
Loading...

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.