Sternenkinder: Bedeutung und Erfahrungsberichte

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
sternenkinder
Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz nach der Geburt sterben. Je nach Gewicht des Babys wird im Allgemeinen zwischen Fehlgeburt und Totgeburt unterschieden.

Wie geht man mit dem Verlust von Sternenkindern um?

Viele Betroffenen kommen besser mit dem Verlust von Sternenkindern zurecht, wenn sie in Form einer Beerdigung Abschied nehmen können. Zudem können Andenken dabei helfen, Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen.

Wo findet man Hilfe?

Wer sich allein mit dieser Trauer fühlt und aufgrund dessen Kontakt zu anderen Betroffenen sucht, kann sich in entsprechenden Internetforen anmelden und sich über die jeweiligen Erfahrungen mit dem Verlust austauschen. Zudem können Sie sich in Selbsthilfegruppen begeben oder einen Psychotherapeuten aufsuchen.

Wenn ein Kind stirbt, bevor es das Licht der Welt erblicken konnte, ist dies für Eltern ein schwerer Schicksalsschlag. Diese Kinder, die während, bei oder unmittelbar nach der Geburt sterben, werden als Sternenkinder bezeichnet. In der Öffentlichkeit wird auch heutzutage noch viel zu selten über sie gesprochen.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen Informationen darüber geben, welche gesetzlichen Regelungen es in Bezug auf Sternenkinder gibt. Anschließend erklären wir Ihnen, inwiefern Erinnerungen und Andenken im Verarbeitungsprozess helfen können und wo Betroffene Hilfe finden können.


1. Als Sternenkinder werden verstorbene Kinder bezeichnet

Fehlgeburt vs. Totgeburt
Im Allgemeinen wird zwischen den Begriffen „Fehlgeburt“ und „Totgeburt“ unterschieden. Um eine Fehlgeburt handelt es sich, wenn die Schwangerschaft vor der 24. SSW beendet ist und das Gewicht des Kindes unter 500 g liegt. Wiegt das Kind mindestens 500 g und ist es im Mutterleib oder bei der Geburt verstorben, liegt eine Totgeburt vor. Da diese Begriffe den kleinen Lebewesen jedoch nicht gerecht werden und die intensive Bindung nicht berücksichtigen, werden all diese Kinder gemeinhin als Sternenkinder bezeichnet.

Ein neues Leben zu schenken, ist für viele Eltern das größte Glück der Welt. Vom Kauf des ersten Kleidungsstücks bis zum Einrichten des Kinderzimmers – im Verlauf der Schwangerschaft nimmt die Vorfreude auf die Geburt immer weiter zu.

Doch leider gibt es immer wieder Fälle, in denen es während der Schwangerschaft oder bei der Geburt zu Komplikationen kommt. Im schlimmsten Fall stirbt das Kind bereits im Mutterleib oder bei bzw. kurz nach der Entbindung.

Die Kinder, die vor, während oder nach der Geburt versterben, werden als Sternenkinder bezeichnet. Auch die Begriffe Schmetterlingskinder oder Engelskinder werden in diesem Zusammenhang hin und wieder verwendet.

Ihren Ursprung haben all diese Bezeichnungen in religiösen Annahmen. Es liegt die Idee zugrunde, dass diese Kinder den Himmel bzw. die Sterne erreichen, bevor sie in der Lage waren, das Licht der Welt zu erblicken.

Auch wenn in unserer Gesellschaft nur sehr selten über das Thema gesprochen wird, gibt es Jahr für Jahr viele Eltern, die von diesem Schicksalsschlag betroffen sind. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts gab es im Jahr 2020 allein in Deutschland 3162 Totgeburten.

2. Sternenkinder finden auch in der deutschen Rechtsprechung Einzug

gesetzesbuecher

Es besteht laut Gesetz keine Pflicht zur Anzeige beim Standesamt.

Die rechtliche Situation von Sternenkindern ist auch im deutschen Gesetz, genauer in der Personenstandsverordnung, geregelt. Bis 2013 war eine Dokumentation von Sternenkindern beim Standesamt nur möglich, wenn das Gewicht des totgeborenen Kindes mindestens 500 g betrug.

Um auch Sternenkindern mit einem geringeren Gewicht einen würdigen Umgang zu ermöglichen, hat ein Ehepaar im Jahr 2009 eine von 40.000 Menschen unterzeichnete Petition an den Bundestag eingereicht, um die Anforderungen zur Aufnahme zu verändern.

Infolgedessen ist am 15. Mai 2013 eine Neuregelung des Personenstandsgesetz erfolgt. Seitdem können Eltern ihre verstorbenen Babys unabhängig von der Länge der Schwangerschaft, des Geburtsgewichts und der Größe im Register eintragen lassen.

Die Eintragung im Geburt- bzw. Sterberegister ist für viele Eltern sehr wichtig, da die Kinder durch die statistische Erfassung einen Platz in unserer Gesellschaft erhalten.

Sternenkinder, die mit einem Gewicht von über 500 g zur Welt kommen, müssen aufgrund der in Deutschland bestehenden Bestattungspflicht beigesetzt werden. Allerdings ist es seit der Gesetzesänderung auch möglich, Kinder unter 500 g zu beerdigen. Die Beisetzung erfolgt zumeist in Gemeinschaftsgräbern, seltener in eigenen Gräbern oder Familiengräbern.

3. Erinnerungen und Andenken können bei der Verarbeitung helfen

kindergrab

Gräber von Sternenkindern werden zumeist sehr farbenfroh dekoriert.

Die Beerdigung von Sternenkinder ist ein sehr wichtiger Schritt im Prozess der Trauerbewältigung. Denn eine Beerdigung bietet die Möglichkeit, Abschied von dem verstorbenen Kind zu nehmen. Zudem wird durch das Grab ein Ort der Trauer geschaffen, den Eltern stets besuchen können.

Vielen Eltern hilft es überdies, ein Andenken zu schaffen, um sich jederzeit an ihr Sternenkind erinnern zu können. Daher haben sich einige Fotografen mittlerweile auf das Fotografieren von Sternenkindern spezialisiert. In einer geschützten und vertrauten Umgebung werden auf diese Weise liebevolle Erinnerungen geschaffen.

Auch Rituale können dabei helfen, mit der Trauer umzugehen. Einige Paare oder Familien basteln beispielsweise eine Kerze, die in verschiedenen Situationen an das Sternenkind erinnern soll. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Jahrestag des errechneten Geburtstermins oder des Todestages einzutragen und diesen Tag auf die gewünschte Weise zu begehen.

Weitere Abschiedsrituale, die bei der Trauerbewältigung helfen können:

  • ein Erinnerungskistchen basteln und füllen
  • einen Fuß- und Handabdruck machen
  • dem Sternenkind einen Namen geben
  • das Ultraschallbild aufbewahren
  • ein Bäumchen pflanzen
  • eine Haarlocke aufheben
  • die Plazenta vergraben
Eltern können ihrem Sternenkind auch auf speziellen Sternenkinder-Gedenkseiten gedenken. Auf diesen Seiten ist es zudem möglich, in Kontakt zu anderen betroffenen Eltern zu treten.

4. Erfahrungsaustausch über Internetforen und Selbsthilfegruppen

junges paar trauert nach einer fehlgeburt

Scheuen Sie sich nicht davor, Trauerhilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Trauer kann bei betroffenen Eltern jedoch auch so groß und überwältigend sein, dass Erinnerungen und Andenken allein nicht helfen, um mit dem Tod des eigenen Kindes klarzukommen. In diesem Fall ist es wichtig, dass sie sich entsprechend Hilfe holen.

Benötigen Sie in Ihrer Trauer Hilfe, können Sie sich zunächst an nahestehende Verwandte und Freunde wenden, mit denen Sie Ihr Leid teilen können. Um den Schmerz zu verarbeiten, hilft es zumeist schon, darüber zu sprechen.

Sprüche à la „Vielleicht sollte es so sein“, sind zwar oftmals gut gemeint, helfen den Trauernden in dieser Situation aber nicht weiter. Möchten Sie einem guten Freund helfen, sollten Sie stattdessen Mitgefühl zeigen und für Ihren Freund/Ihre Freundin da sein.

Wer sich mit anderen Betroffenen austauschen möchte, kann sich hingegen in verschiedenen Internetforen anmelden. Durch ein solches Forum ist es möglich, Berichte und Geschichten anderer betroffener Menschen zu lesen. Gleiches gilt für Selbsthilfegruppen.

Da der Beistand von Familie, Freunden oder anderen Betroffenen bei manchen Trauernden jedoch nicht ausreicht, sollten Sie unbedingt wissen, dass es auch die Möglichkeit gibt, professionelle Trauerhilfe in Anspruch zu nehmen. In Deutschland haben Mütter von Sternenkindern Anspruch auf Hebammenhilfe, wobei die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Auch eine Psychotherapie kann dabei helfen, den Verlust zu verarbeiten.

Darüber hinaus gibt es auch Stiftungen, die betroffene Eltern oder Geschwister in dieser schwierigen Situation unterstützen Die Stiftungen bieten Angebote zur Trauerbegleitung sowie Vermittlungen zu anderen Hilfsangeboten.

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