Um die Fruchtbarkeit zu erhöhen, sollten Sie Ihren Zyklus kennen. Es gibt verschiedene Methoden, den individuellen Eisprung zu ermitteln.
Wenn Sie schnell schwanger werden möchten, sollten Sie sich viel bewegen, auf eine gesunde Ernährung achten und regelmäßig für Entspannung sorgen.
Bleibt Ihr Kinderwunsch lange unerfüllt, sollten Sie und Ihr Partner einen Arzt aufsuchen.
Paare, die einen Kinderwunsch haben, möchten in vielen Fällen möglichst schnell schwanger werden. Wenn dies nicht auf Anhieb klappt, kommen häufig Stress und Sorgen auf. Um dies zu vermeiden, sollten Sie vor einer geplanten Schwangerschaft einige Dinge beachten. Aber wie wird man schnell schwanger? Welche Möglichkeiten gibt es, die Fruchtbarkeit zu erhöhen?
In unserem Ratgeber möchten wir Ihnen gerne die 5 besten Tipps und Tricks vorstellen, die es möglich machen, leichter schwanger zu werden. Zusätzlich geben wir Ihnen einen kleinen Überblick darüber, wie lange Frauen durchschnittlich warten müssen, bis sie endlich schwanger werden.
Das durchschnittliche Alter der Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verschoben. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts bekommen Mütter in Deutschland ihr erstes Kind in einem Alter von durchschnittlich 29,8 Jahren.
Wenn ein Paar beschließt, ein Baby zu bekommen, kann es ihnen meistens gar nicht schnell genug gehen. So gehen viele Paare davon aus, dass Ihr Vorhaben sofort klappt. Dann ist die Enttäuschung natürlich besonders groß, wenn wieder einmal die Periode einsetzt.
Pro Monatszyklus liegen die Chancen auf eine Schwangerschaft bei etwa 15 bis 25%. Laut einer Statistik werden rund 50% der Frauen mit einem Kinderwunsch in den ersten drei Monaten schwanger. Nach 6 Monaten liegt die Wahrscheinlichkeit schon bei 75%. Innerhalb eines Jahres schaffen es etwa 90% der Paare schwanger zu werden.
Die Chancen stehen also gar nicht so schlecht, schnell schwanger zu werden. Diese Statistik zeigt jedoch auch, dass es immer wieder Paare gibt, bei denen es nicht so rund läuft und die daher ein wenig Geduld haben müssen, bis es endlich klappt.
Aber wie wird man schnell schwanger? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Prozess zu beschleunigen, um besonders schnell schwanger zu werden. Die besten Tipps und Tricks möchten wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen.
Auch in diesem YouTube-Video gibt es interessante Informationen, wie Sie Ihren Babywunsch möglichst bald erfüllen können.
Tipp: Wenn Sie nach etwa einem Jahr immer noch nicht schwanger sind, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen, um die Ursachen abzuklären. In einigen Fällen ist zum Beispiel ein Ungleichgewicht der Hormone verantwortlich. Nur selten ist eine künstliche Befruchtung notwendig.

Um Erkrankungen auszuschließen, sollten Sie vorab einen Termin bei Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin vereinbaren.
Wenn Sie zusammen mit Ihrem Partner planen, ein Kind zu bekommen, macht es Sinn, sich vorab beim Frauenarzt durchchecken zu lassen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung können beispielsweise Geschlechtskrankheiten ausgeschlossen werden, die zu Komplikationen führen könnten.
In diesem Zuge sollten Sie außerdem in Erfahrung bringen, ob Sie gegen Röteln geimpft sind. Diese Immunität ist wichtig, um das ungeborene Kind zu schützen. Gegebenenfalls muss eine Impfung zu diesem Zeitpunkt nachgeholt werden.
Vereinbaren Sie außerdem einen Termin bei Ihrem Zahnarzt. Das hört sich komisch an, hat jedoch durchaus einen Sinn. Haben Sie Probleme mit Ihrem Zahnfleisch, kann dies das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Nehmen Sie am besten regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch.

Nutzen Sie Hilfsmittel, um Ihren individuellen Eisprung zu ermitteln.
Dieser Tipp ist wahrscheinlich der Wichtigste, wenn Sie schnell schwanger werden möchten. Natürlich ist es zunächst einmal wichtig, dass Sie regelmäßig Sex mit Ihrem Partner haben, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.
Allerdings spielt der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs eine viel wichtigere Rolle. Dazu sollten Sie Ihren Zyklus kennen und wissen, wann Ihr Eisprung stattfindet. An den zwei Tagen vor Ihrem Eisprung stehen die Chancen besonders gut, um schwanger zu werden.
Am besten ist es, wenn Sie und Ihr Partner in Ihrer fruchtbaren Zeit etwa alle zwei bis drei Tage Geschlechtsverkehr haben. Dadurch ist die Quantität der Spermien besonders hoch.
Folgende Methoden eignen sich, um die fruchtbaren Tage bestimmen zu können:
Im Durchschnitt ist eine Frau an etwa fünf Tagen im Monat fruchtbar.

Yoga ist für viele Frauen eine ausgezeichnete Möglichkeit, Entspannung zu finden.
Schwanger werden sollte unter gar keinen Umständen in Stress ausarten. Setzen Sie sich daher nicht unter Druck, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert. Denn durch Stress werden die Chancen auf eine Schwangerschaft negativ beeinflusst.
Sobald Sie sich gestresst fühlen, sollten Sie Gegenmaßnahmen zur Entspannung ergreifen. Während es einigen Frauen hilft, ein Buch zu lesen, schwören wiederum andere auf Entspannungstechniken, wie Yoga oder Autogenes Training. Finden Sie für sich selbst heraus, was Ihnen am besten hilft, um eine bewusste Entspannung herbeizuführen.
Manchen Paaren hilft es, einige Tage in den Urlaub zu fahren. Dies hilft dem Körper dabei, loszulassen und auf andere Gedanken zu kommen.

Durch eine gesunde Ernährungsweise können Sie Ihre Fruchtbarkeit erhöhen.
Eine gesunde Ernährung ist das A und O, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Ernähren Sie sich vor der Schwangerschaft und in der gesamten Zeit bis zur Geburt möglichst ausgewogen und abwechslungsreich. So können Sie Ihren Körper mit allen Nährstoffen versorgen, die nötig sind, damit sich ein Baby einnisten kann.
Folgende Lebensmittel sind besonders gut geeignet:
In einigen Fällen kann es notwendig sein, zusätzlich Vitaminpräparate einzunehmen. Vor allem Folsäure ist sehr wichtig, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Auch der Partner sollte in dieser Zeit auf die Ernährung achten. Milchprodukte, Nüsse, Fleisch und Eier können die Spermienbildung erheblich fördern.
Sie sind schwanger? Dann liegen nun 40 spannende Schwangerschaftswochen vor Ihnen. Und jede Woche ist etwas ganz Besonderes. Die Entwicklung des Embryos schreitet jeden Tag voran und Sie können dabei zusehen, wie Ihr Bauch Tag für Tag wächst. Aber wie wird die Schwangerschaftsdauer berechnet? Was passiert in den einzelnen Wochen und welche Schwangerschaftsanzeichen sind zu spüren?
In unserem Ratgeber erfahren Sie alles rund um den Verlauf einer Schwangerschaft. Wir erklären Ihnen ausführlich, wie sich der Fötus in den einzelnen Schwangerschaftswochen weiterentwickelt und was Sie in der jeweiligen Zeit unbedingt beachten sollten.

Um den Geburtstermin und die Schwangerschaftswoche zu berechnen, können Sie eine einfache Formel benutzen.
Insgesamt geht man von einer durchschnittlichen Schwangerschaftsdauer von rund 40 Wochen aus. Dadurch, dass der Ausgangspunkt der Berechnung der erste Tag der letzten Periode ist, ist die Frau rein faktisch in den ersten beiden Schwangerschaftswochen (SSW) noch gar nicht schwanger. Denn normalerweise findet die Befruchtung rund um den Eisprung statt. Das bedeutet wiederum, dass die ersten Schwangerschaftsanzeichen erst ab der offiziellen dritten SSW auftreten können.
Einen positiven Schwangerschaftstest können Sie demnach erst in der fünften bzw. sechsten SSW erwarten. Im ersten Trimester, also in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, passiert besonders viel.
Wenn Sie nicht genau wissen, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden, können Sie einen Schwangerschaftsrechner benutzen. Mit diesem ist es ganz einfach, die SSW zu berechnen. Ausgangspunkt ist dabei stets das Datum des ersten Tages Ihrer letzten Periode. Bei den meisten Rechnern im Internet können Sie zudem Ihre durchschnittliche Zyklusdauer angeben. So ist die Berechnung noch genauer.
Sie können jedoch auch ohne Rechner aus dem Internet Ihre SSW berechnen. Dazu müssen Sie jedoch zunächst den Geburtstermin berechnen.
Benutzen Sie dazu einfach die Naegele-Regel:
Aus dieser Rechnung ergibt sich der voraussichtliche Geburtstermin. Nun können Sie einfach rückwärts rechnen. Als Grundlage dient die durchschnittliche Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen bzw. 280 Tagen. Kommt bei der Rechnung beispielsweise heraus, dass Sie seit 7 Wochen und 5 Tagen schwanger sind, befinden Sie sich in der achten Schwangerschaftswoche.
In den folgenden Kapiteln geben wir Ihnen einen Schwangerschaftskalender an die Hand. So können Sie stets verfolgen, wie sich Ihr Kind entwickelt und inwiefern diese Entwicklung Einfluss auf Ihre Gesundheit hat.
Das erste Trimester ist wahrscheinlich die ereignisreichste Zeit in der gesamten Schwangerschaft. Aus einer in der Gebärmutter eingenisteten Eizelle entwickelt sich innerhalb von wenigen Wochen ein kleiner Embryo. Zuerst bilden sich die Organe, sodass der Herzschlag bereits hörbar ist. Darauf folgt die Entwicklung von Armen, Händen, Beinen und Füßen. Auch die Nervenzellen im Gehirn bilden zu dieser Zeit die ersten Vernetzungen.
Darauf muss sich der Körper der Frau natürlich erst einmal einstellen. Die Brüste werden größer und die Gebärmutter fängt an zu wachsen. Zudem stellt sich der komplette Hormonspiegel um, sodass die ersten Schwangerschaftsanzeichen deutlich zu Tage treten.

Erst in der 3. SSW kommt es zur Befruchtung der Eizelle.
In der 1. SSW sind Sie noch nicht wirklich schwanger, denn zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine befruchtete Eizelle. Diese kann sich erst ab dem Eisprung bilden. Zuvor wird die Gebärmutter jedoch bereits auf die Schwangerschaft vorbereitet. Gegen Ende der 2. SSW findet der Eisprung statt. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) wird produziert, sodass Follikel entstehen. Sobald der Follikel platzt, kann das Ei den Eileiter hinunterwandern. Wird diese Eizelle nun befruchtet, kann sich daraufhin ein Embryo entwickeln.
Ab der 3. SSW beginnt die Schwangerschaft dann offiziell. Die befruchtete Eizelle nistet sich in der Gebärmutterhöhle ein. Die Eizelle besteht nun aus 70 bis 100 Zellen und wird bereits Embryo genannt. Schwangerschaftsanzeichen treten zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf.
Nun kommt die heikle Phase. In der 4. SSW ist die Gefahr, dass die Schwangerschaft gestoppt wird, besonders hoch. Die Plazenta bildet sich, um das heranwachsende Baby mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Auf dem Ultraschall ist dabei lediglich eine winzige Ausbuchtung zu sehen. Durch die Verankerung kommt es bei manchen Frauen zu einer leichten Blutung.
Schon ab der ersten Schwangerschaftswoche müssen Sie auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen verzichten. Diese können besonders zu dieser Zeit zu einer Fehlgeburt oder einer Missbildung führen. Falls Sie regelmäßig Medikamente nehmen müssen, sollten Sie die weitere Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen.
Um die Entwicklung zu fördern, bietet es sich außerdem an, zusätzlich Folsäure einzunehmen. Darin sind wichtige Vitamine enthalten, die sich positiv auf das Gehirn und das Nervensystem des Babys auswirken. In Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch ist besonders viel Folsäure enthalten.
Um sich vor Listerien und Toxoplasmen zu schützen, sollten Sie besonders in den ersten Wochen besonders auf die Hygiene in der Küche achten.

Erst in der 5. bzw. 6. SSW zeigt der Schwangerschaftstest ein zuverlässiges Ergebnis.
Ein Schwangerschaftstest zeigt nun sichere Ergebnisse. In der 5. SSW beginnt beim Embryo die Entwicklung der Organe. Dazu gehören Lunge, Darm, Herz, Blutgefäße, Bindegewebe, Nervensystem und Geschlechtsorgane. Auf dem Ultraschall ist die Fruchtwasserhöhle schon als kleiner Punkt zu sehen. Dabei misst sie etwa einen Zentimeter. Durch das Hormon HCG spüren Frauen bereits die ersten Schwangerschaftsanzeichen wie Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Geschmacksveränderungen oder Heißhunger.
In der 6. SSW entwickelt sich der Embryo rasant. Das Herz schlägt zum ersten Mal und aus der ovalen Scheibe wird ein kleines Würmchen. Nervenbahnen entwickeln sich, die Mundöffnung entsteht und der Magen und die Nieren beginnen mit ihrer Arbeit. Der Embryo ist nun etwa zwei bis vier Millimeter groß. In der 5.-6. SSW steht die erste Vorsorgeuntersuchung an. In dieser kontrolliert der Arzt, ob alles in Ordnung ist und keine Eileiterschwangerschaft vorliegt. Anschließend bekommen Sie bereits einen Mutterpass.
Nun entwickelt sich der Embryo vor allem in der Kopfregion. In der 7. SSW bilden sich die Augen, der Mund und die Nase aus. Der Embryo gleicht der Form einer Bohne und ist etwa fünf bis zehn Millimeter lang. Durch die gebildeten Muskelstränge zeigen sich nun erste Zuckungen und Bewegungen.
In der 8. SSW ist der Embryo etwa 9-16 mm lang und sieht einem kleinen Menschen immer ähnlicher. Auf dem Ultraschall können Sie bereits die Hände und Füße erkennen. Auch die Schläge des kleinen Herzens sind deutlich sichtbar.
Durch die Hormonumstellung sind die körperlichen Beschwerden besonders stark ausgeprägt. Diese Symptome können äußerst lästig und unangenehm sein. Sie sind jedoch in der Regel ungefährlich. Achten Sie besonders auf eine gesunde Ernährung. So wird das Immunsystem gestärkt, sodass Infektionen am besten abgewehrt werden können. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, helfen Wechselduschen viel Bewegung an der frischen Luft.

Auf Sport müssen Sie in der Schwangerschaft nicht verzichten!
Die Organe sind in der 9. SSW voll entwickelt. An den Händen und Füßen bilden sich kleine Finger und Zehen. Im Gehirn entstehen nun einzelne Bereiche. Der Embryo ist jetzt etwa zwei Zentimeter groß. Zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche findet die erste große Vorsorgeuntersuchung statt. Beim Ultraschall wird die Größe gemessen. Daraus lässt sich der voraussichtliche Geburtstermin errechnen.
In der 10. SSW werden die menschlichen Züge immer deutlicher. Die Schwimmhäute an den Zehen und Fingern bilden sich zurück, die Sinne des Babys werden immer schärfer. Ab diesem Zeitpunkt wird der Embryo als Fötus bezeichnet. Der etwa 2,5 cm große Fötus wird immer beweglicher und schwimmt in der Fruchtblase herum. Auf dem Ultraschallbild sind die Lippen, die Nase, die Ohren und die Augen klar zu erkennen.
Durch das Hormon Progesteron können sich vermehrt Bakterien am Zahnfleisch und der Mundschleimhaut bilden. Um Entzündungen vorzubeugen, sollten Sie etwa in der 10. oder 11. SSW Plaque entfernen lassen.
Ein kleines Bäuchlein ist eventuell schon in der 11. SSW zu sehen. Der Fötus ist jetzt etwa 3 cm lang und bewegt sich sehr viel. Die Geschlechtsorgane werden langsam sichtbar, sodass der Gynäkologe einen ersten Tipp zum Geschlecht abgeben kann. Sicher ist diese Vermutung jedoch keineswegs. Durch das Wachstum der Gebärmutter steigt der Druck auf die Harnblase, sodass der Gang zur Toilette häufiger wird.
Ab der 12. SSW ist die kritische Phase überwunden. Das Risiko einer Fehlgeburt reduziert sich rapide. Ihr Baby ist nun schon etwa 5 cm groß und wiegt circa 14 Gramm. Auf dem Ultraschallbild wirkt der Kopf noch immer wesentlich größer als der Rest des Körpers. Das Baby kann den Kopf nun schon drehen und fängt an, Fruchtwasser zu schlucken.
Wenn Sie genetische Erkrankungen oder Herzfehler ausschließen möchten, können Sie in der 11. bis 14. SSW eine Nackenfaltenmessung und eventuell eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen.
Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, sollten Sie sich in dieser Zeit möglichst oft an der frischen Luft bewegen. Um den Beckenboden zu stärken, können Sie außerdem leichte Sportarten ausüben.
Zu diesen zählen:
Der Sport wirkt sich sehr positiv auf das Wohlbefinden des Kindes und natürlich auch auf Ihr eigenes aus. Verzichten sollten Sie lediglich auf Extrem- oder Risikosportarten. Um den erhöhten Jodbedarf zu decken, sollten Sie regelmäßig Seefisch essen.
Das zweite Trimester ist für viele schwangere Frauen die entspannteste Zeit. Die Schwangerschaftsbeschwerden lassen nach, die Sorge einer Fehlgeburt verschwindet und die Freude auf den Nachwuchs beginnt. Viele nutzen diese Zeit, um das Babyzimmer einzurichten, die Erstausstattung zu besorgen oder einen Urlaub zu genießen.
Da bereits alle Organe ausgebildet sind, steht nun das Wachstum an erster Stelle. Sowohl die Größe als auch das Gewicht steigen in den nächsten drei Monaten deutlich an. Wiegt der Fötus zu Beginn des Trimesters nur 20g, liegt das Gewicht am Ende bei etwa 1000 bis 1100 Gramm. Spätestens in der 18. SSW lässt sich zumeist sicher das Geschlecht des Babys erkennen.

Spezielle Cremes und Öle können Schwangerschaftsstreifen vermindern.
In der 13. SSW ist der Fötus etwa sechs Zentimeter groß. Nun ist es an der Zeit, dass sich die Knochen verfestigen. Die Proportionen von Kopf und Körper passen sich nun langsam an. Durch die Verknöcherung der Gehörknöchelchen kann das Baby nun Geräusche und Töne hören. Die Stimmbänder bilden sich und die Organe wachsen weiter und weiter.
Um das Schlucken zu üben, fängt Ihr Baby in der 14. SSW an Fruchtwasser zu trinken und wieder auszuscheiden. Die Größe beträgt nun etwa 7,5 cm. Sowohl der Hand-Greif-Reflex als auch der Saugreflex sind jetzt schon ausgebildet.
Mit einer Größe von ca. 8,5 cm wird das Ultraschallbild in der 15. SSW immer interessanter. Das Geschlecht lässt sich in einigen Fällen schon bestimmen. Der Arzt kann nun auch den Biparetalen Durchmesser (BPD) bestimmen. Dabei handelt es sich um den Querdurchmesser des Kopfes. Das Herz ist nun komplett entwickelt und weist lediglich noch eine ovale Öffnung auf, die sich jedoch bei der Geburt verschließt.
Gegen Ende der 16. SSW ist der Fötus circa 10 cm lang und wiegt rund 75 Gramm. Neben Streckübungen übt das Kind bereits, Grimassen zu schneiden und zu winken. Diese Bewegungen können auf dem Ultraschall sehr gut eingefangen werden.
Nun ist es an der Zeit eine Speckschicht anzulegen, um die Körpertemperatur regulieren zu können. So wiegt der Fötus in der 17. SSW bei einer Größe von 11 Zentimetern schon etwa 120 Gramm. Die Arme und Beine werden immer länger.
In der 18. SSW entwickeln sich sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen langsam die Brustwarzen. Die Nabelschnur wird länger, fester und dicker. Mit einer Länge von 12 Zentimetern hat der Fötus nun noch genug Platz, um in der Gebärmutter herumzuschwimmen.
Ab der 13. SSW erhöht sich Ihr Kalorienbedarf um etwa 300 kcal. Ihr Gewicht steigt ab diesem Zeitpunkt monatlich um etwa 1,5 kg an. Dies ist jedoch nur ein Richtwert, da die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ausfallen kann. Um Dehnungsstreifen zu reduzieren, können Sie geeignete Öle oder Lotionen aus der Apotheke verwenden. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie sich viel bewegen und Ihren Körper fit halten. So können Sie sich auch optimal auf die anstehende Geburt vorbereiten. Gegen vorzeitigen Milchfluss helfen Stilleinlagen.

Aufgrund des erhöhten Nährstoffbedarfs ist eine ausgewogene Ernährung wichtiger denn je.
Zwischen der 19. und 22. SSW findet die zweite große Vorsorgeuntersuchung statt. Neben den üblichen Untersuchungen wird erneut ein Ultraschall gemacht, auf welchem Sie Ihr Kind bereits sehr gut erkennen können. Das Kind ist in der 19. SSW schon etwa 24 cm groß und wiegt knapp 200 Gramm. Falls Sie Zwillinge bekommen, wird es nun in der Gebärmutter schon etwas eng.
Durch die Bildung der Geschmacksknospen kann Ihr Kind schon in der 20. SSW schmecken, was Sie zu sich nehmen. Auf dem kleinen Körper bildet sich eine Art Fell aus Härchen, welches vor der Feuchtigkeit schützt. Sie und Ihr Partner können nun schon Bewegungen über die Bauchdecke sehen.
In der 21. SSW misst das Baby rund 26 cm. Es ist nun etwa 300 Gramm schwer und entwickelt bereits Gestik und Mimik. Das Gehirn wächst rasant und Wimpern sowie Kopfhaare beginnen zu wachsen.
In der 22. und 23. SSW ist die Entwicklung des kleinen Wesens bereits nahezu abgeschlossen. Die Haut ist vollständig von der sogenannten Käseschmiere überzogen, sodass diese geschmeidig bleibt. Das Kind wiegt nun rund 450 Gramm und ist schon knapp 28 cm groß.
Mit einem Gewicht von etwa 550 Gramm und einer Größe von 30 Zentimetern hätte Ihr Kind in der 24. SSW bereits eine 20- bis 25%ige Chance zu überleben, wenn es auf die Welt käme. Ab der 25. SSW nimmt das Baby nun pro Woche etwa 85 Gramm zu.
In der 26. SSW kann das Baby sehr gut zwischen hell und dunkel unterscheiden. So kommt es vor, dass es bei starkem Licht sogar blinzeln muss. Die Größe beträgt in der 27. SSW etwa 34 cm. Bis auf die Lunge sind die meisten Organe nun vollständig entwickelt.
Die Ernährung spielt Ende des zweiten Trimesters eine sehr wichtige Rolle. Da das Baby stets größer wird und immer mehr Platz einnimmt, kommt es häufiger zu Sodbrennen. Essen Sie daher lieber über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten, um den Magen zu schonen. Um Schmerzen und Inkontinenz zu vermeiden, sollten Sie jetzt Ihren Beckenboden so gut wie möglich stärken. Ein Schwangerschaftsdiabetes bekommen Sie mit viel Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung gut in den Griff.
Die Entwicklung der Organe, des Gehirns und des Nervensystems ist zu diesem Zeitpunkt fast vollständig abgeschlossen. Da das Baby immer größer wird und ordentlich an Gewicht zulegt, wird der Raum in den kommenden Schwangerschaftswochen immer enger. das Kind begibt sich langsam in die die Schädellage, die für eine natürliche Geburt optimal ist. Auch wenn das Baby als Frühgeburt zur Welt kommt, ist es lebensfähig.
Das letzte Trimester ist für die werdenden Mütter häufig sehr anstrengend. Neben Rückenschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Magen-Darm-Probleme können Wassereinlagerungen in den Händen und Füßen äußerst unangenehm sein. Aufgrund des Babybauchs wird es immer schwieriger eine geeignete Schlafposition zu finden.

Ein warmes Bad kann zur Entspannung beitragen.
In der 28. SSW entwickelt sich die Iris des Babys. Dabei kann es jedoch nur verschwommen sehen. Die Augenfarbe lässt sich sogar erst nach der Geburt bestimmen. Das Nervensystem und die Funktion des Gehirns werden in der 29. SSW immer weiter verfeinert. Das Kind wiegt jetzt bei einer Größe von 37 cm rund 1300 Gramm.
Um noch etwas Platz zu haben, nimmt das Baby in der 30. SSW die Embryonalstellung ein. Der Kopf befindet sich nun meistens schon unten. In der 31. SSW kann das Baby bereits sehen, schmecken, hören, reichen und tasten. Gegen Ende dieser Schwangerschaftswoche ist die Lungenreifung fast vollständig abgeschlossen. Das Baby wiegt jetzt etwa 1600 Gramm.
Zwischen der 29. und 32. SSW steht die letzte große Vorsorgeuntersuchung statt. Hier werden unter anderem die Herztöne und das Fruchtwasser überprüft.
Um die Lunge zu stärken, übt das Baby in der 32. SSW das Ein- und Ausatmen. Durch den zunehmenden Platzmangel stößt und tritt es nun immer häufiger. Ab der 33. SSW rutscht das Kind immer tiefer ins Becken, sodass Senkwehen ausgelöst werden. Die Größe beträgt nun etwa 42 cm, das Gewicht knapp 1900 Gramm.
Um die körperliche und psychische Anstrengung etwas abzumildern, sollten Sie sich nun regelmäßig eine Auszeit gönnen. Erledigen Sie den lästigen Papierkram am besten in diesen Schwangerschaftswochen, damit kein unnötiger Stress aufkommt. Um einen Dammriss zu vermeiden, können Sie jetzt bereits mit täglichen Dammmassagen beginnen.

Packen Sie Ihre Tasche bereits einige Wochen vor dem geplanten Entbindungstermin.
Bald ist es geschafft. Die letzten Schwangerschaftswochen stehen an. Aufgrund der Größe kann sich das Kind ab der 34. SSW nur noch von links nach rechts drehen. Um das Skelett des Babys zu stärken, sollten Sie nun viel Kalzium zu sich nehmen. In der 35. SSW ist das Baby in der Lage, selbstständig zu atmen. Die Überlebenschance bei einer Geburt beträgt daher rund 99%.
In der 36. SSW wiegt Ihr Kind durchschnittlich schon stolze 2700 Gramm. Es ist etwa 46 cm groß und schon für die Geburt gerüstet. Mit der 37. SSW beginnt der 10. Schwangerschaftsmonat. Das kleine Wesen schläft viel und lutscht genüsslich am Daumen.
Ab der 38. SSW ist Ihr Baby kein Frühchen mehr. Das Gewicht beträgt jetzt etwa 3100 Gramm. Bewegungen werden ab der 39. SSW immer weniger, da enormer Platzmangel herrscht. In der 40. SSW wiegt ein Kind im Durchschnitt 3500 Gramm und ist ca. 51 cm groß. Vorsorgeuntersuchungen finden nun etwa alle zwei Tage statt.
Wenn sich Ihr Kind in der Steiß- oder Querlage befindet, ist in den meisten Fällen ein Kaiserschnitt nötig.
Sechs Wochen vor der Geburt dürfen Sie nicht mehr arbeiten gehen – das schreibt das Mutterschutzgesetzt (MuSchG) vor. Das bedeutet, dass Sie von nun an Mutterschaftsgeld bekommen. Bereiten Sie sich für den „Ernstfall“ vor und packen Sie die Krankenhaustasche. Wenn das Kind noch nicht richtig liegt, können eventuell ein Osteopath oder eine Hebamme helfen, das Kind sanft zu drehen.

Eine Checkliste kann unnötigen Stress vermeiden.
Während der Schwangerschaft müssen viele verschiedene Dinge organisiert werden. Die Aufgaben reichen über den Kauf der Erstausstattung bis hin zur Anmeldung zu einem Geburtsvorbereitungskurs. Um einen kleinen Überblick zu bekommen, haben wir Ihnen eine Checkliste zusammengestellt:
Es gibt einige Studien, die belegen, dass die Chancen auf eine Schwangerschaft sinken, wenn Sie an Über- oder Untergewicht leiden. Versuchen Sie daher, Ihr Körpergewicht zu normalisieren und in einen gesunden Bereich zu bringen.
Hinweis: Auf Alkohol und Nikotin sollten beide Partner weitestgehend verzichten. Diese Stoffe reduzieren die Spermiendichte und erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt.

Verbringen Sie Ihre gemeinsame Zeit, indem Sie sich fit halten.
Viel Bewegung und regelmäßiger Sport tragen zu Ihrer Fitness und Gesundheit bei. Durch die Bewegung kommt der Kreislauf in Schwung, was sich wiederum positiv auf die Fruchtbarkeit auswirkt.
Hinzu kommt, dass Sport das beste Hausmittel ist, um Stress abzubauen und das Gleichgewicht des Körpers wieder in Einklang zu bringen.
Am besten ist es, wenn Sie den Sport gemeinsam als werdende Eltern ausüben. Dies hat gleich zwei entscheidende Vorteile. Erstens können Sie sich zusammen fit halten und zweitens tut es gut, gemeinsam Zeit zu verbringen.
Bildnachweise: bnenin/Adobe Stock, 5second/Adobe Stock, Maygutyak/Adobe Stock, Alexander Raths/Adobe Stock, Boggy/Adobe Stock, Monkey Business/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)