Praktikum im Kindergarten: Mit diesen Tipps und Tricks schreiben Sie als Erzieher den perfekten Praktikumsbericht

  • Beginnen Sie frühzeitig mit dem Schreiben eines Praktikumsberichts als Erzieher.
  • Machen Sie sich während der Praktikumsphase stets Notizen, um beim Anfertigen des Berichts darauf zurückgreifen zu können.
  • Besonders wichtig sind der erste und letzte Teil Ihres Praktikumsberichts. Widmen Sie Sie diesen Teilen daher eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Wer ein Praktikum im Kindergarten absolviert, wird im Anschluss an die praktische Phase einen Praktikumsbericht anfertigen müssen.
Dies gilt sowohl für Schüler als auch für all jene, die sich bereits in der Ausbildung zum Erzieher befinden.

Aber wie sind Praktikumsberichte für den Kindergarten aufgebaut? Auf welche inhaltlichen Besonderheiten sollte ich Wert legen?

In unserem Ratgeber geben wir Ihnen Tipps und Tricks, die Sie verwenden können, um einen exzellenten aber dennoch individuellen Praktikumsbericht zu erstellen.

1. Der grobe Aufbau eines Praktikumsberichts für Erzieher im Überblick

Wochenbericht Praktikum

Eine klare Struktur ist wichtig.

Streben Sie die Ausbildung zur Erzieherin an, so bietet sich das Praktikum als gute Gelegenheit an, um in den Arbeitsalltag im Kindergarten hineinzuschnuppern.
Ganz logisch ist also der erste Punkt in Ihrem Bericht. Zunächst geht es um Ihre individuelle Erwartungshaltung.
In diesem Abschnitt sollten Sie die folgenden Fragen beantworten:

  • Hat die Arbeit als Kindererzieherin etwas mit meinem Berufswunsch zu tun?
  • Wie stelle ich mir die Arbeit als Kindergärtnerin vor?
  • Erwarte ich, dass mir auch anspruchsvolle Aufgaben übertragen werden?

Nehmen Sie sich für diesen Punkt ausreichend Zeit. Es geht nicht darum, übertriebenes Interesse zu zeigen. Allerdings sollten Sie sich mit allzu negativen Erwartungshaltungen zurückhalten.
Es wird zumindest erwartet, dass Sie einen Sinn in Ihrer Aufgabe sehen und versuchen, sich möglich offen zu zeigen.

Im Anschluss könnten in Ihrem Text diese Punkte folgen:

  • ein kurzer Überblick über den Kindergarten
  • die Ausrichtung der Einrichtung im Hinblick auf die pädagogischen Vorstellungen
  • die Geschichte der Einrichtung in knappen Worten
  • eine kurze Beschreibung Ihres Arbeitsplatzes sowie der detaillierte Ablauf eines typischen Arbeitstags als Praktikant
  • die Beschreibung eines besonderen Tages (Kindergartenausflug, Geburtstagsfeier etc.)
  • die wichtigsten Eckpunkte des Jobs als Erzieher und die individuellen Voraussetzungen für die Berufswahl
  • eine Auswertung des Schülerpraktikums im Kindergarten bzw. des Berufspraktikums als Erzieher

2. Die Beschreibung des Kindergartens sowie der Konzeption

Monatsbericht Praktikum

Beschreiben Sie die Möglichkeiten für Kinder.

Der Inhalt dieses Bereichs setzt sich zunächst aus einer Aufzählung von Fakten zusammen. Wie groß ist der Kindergarten? Wie viele Kinder sind dort untergebracht? In wie viele Gruppen ist der Kindergarten unterteilt? Wie viele Erzieherinnen arbeiten dort? Gibt es weitere Angestellte, wie beispielsweise Integrationskräfte?

Beschreiben Sie, welche Betreuungsmöglichkeiten der Kindergarten zu bieten hat. In welchen Zeiten haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder im Kindergarten unterzubringen?

Einen groben Überblick über das jeweilige pädagogische Konzept bietet Ihnen häufig die Homepage der jeweiligen Einrichtung. Nutzen Sie diese als Vorlage, um das Konzept möglichst anschaulich darzustellen.

Damit der Praktikumsbericht an dieser Stelle nicht zu theoretisch wird, sollten Sie mit Beispielen arbeiten. Greifen Sie eine konkrete Situation, die Sie während Ihres Praktikums erlebt haben heraus, um die pädagogischen Ziele zu verdeutlichen.
Als Beispiele eignen sich Ausflüge oder besondere Veranstaltungen, bei denen die Erzieher deutlich mehr agieren als im regulären Kindergartenalltag.

Ein kurzer geschichtlicher Abriss über die wichtigsten Eckpunkte seit der Gründung des Kindergartens rundet Ihre Arbeit an dieser Stelle ab.

3. Der Praktikumsplatz im Mittelpunkt

Nachdem Sie diese theoretischen Aspekte abgehakt haben, kommen Sie zu Ihrem Arbeitsplatz und Ihren individuellen Erlebnissen.
Beschreiben Sie, welche Möglichkeiten der Kindergarten bietet und in welchen Bereichen Sie sich zunächst hauptsächlich aufgehalten haben.

Welche Aufgaben durften Sie während ihrer Zeit im Kindergarten übernehmen? Inwiefern waren Hilfestellungen erforderlich?

Beschreiben Sie die unterschiedlichen Aktivitäten im Kindergarten. Gab es differenzierte Räume, um verschiedenen Interessen nachzugehen? Welche Bereiche der frühkindlichen Entwicklung standen im Mittelpunkt?

Nach diesen eingehenden eher allgemeinen Informationen über Ihre gesamte Praktikumsphase widmen Sie sich einem speziellen Tag im Rahmen Ihres Praktikums. Dieser Tagesbericht des Praktikums muss jedoch nicht tatsächlich genauso stattgefunden haben. Vielmehr ist es Ziel der Beschreibung, dass Sie einige interessante Phasen innerhalb des Tages näher beleuchten.
Selbstverständlich dürfen Sie auch Leerzeiten integrieren. Insgesamt sollte dieser Abschnitt jedoch eher umfassend gestaltet sein.

Tipp: Neben dem Ablauf eines einzelnen Tages können Sie in einem weiteren Punkt detailliert auf eine spezielle Veranstaltung eingehen, die Sie während Ihres Praktikums besonders fasziniert hat.

4. Die Ausbildung zur Erzieherin

Praktikant im Kindergarten

Erklären Sie das Berufsbild eines Erziehers.

An dieser Stelle schildern Sie die generellen Möglichkeiten, die bestehen, um Erzieherin zu werden. Da es deutschlandweit sehr große Unterschiede gibt, sollten Sie dies kurz erwähnen, sich danach jedoch speziell mit der Situation innerhalb Ihres Bundeslandes befassen.

Hier finden Sie die wichtigsten Eckpunkte in einem kurzen Überblick:

  • Die Ausbildung im Kindergarten ist mit unterschiedlichen Schulabschlüssen möglich. Dementsprechend variieren auch die weitergehenden Anforderungen, um eine Ausbildung als Erzieherin beginnen zu dürfen. Generell ist mindestens eine zweijährige Ausbildungsphase vorgesehen sowie zusätzlich ein praktisches Jahr.
    Lediglich in der Praxisphase, dem sogenannten Anerkennungsjahr, erhalten Sie eine Vergütung. Durch spezielle Fördermöglichkeiten, wie beispielsweise das BAföG, ist eine Finanzierung allerdings möglich.
  • Der Verdienst orientiert sich vielfach an dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Zunächst erfolgt eine Eingruppierung in die Stufe 8a der ersten Entgeltgruppe. Eine Erklärung zur Eingruppierung finden Sie hier .
    Im privaten Bereich der Kinderbetreuung werden Erzieher und Erzieherinnen im Schnitt etwas schlechter bezahlt.
  • Die Position der Kita-Leitung richtet sich vorwiegend an Erzieher, die langjährige Erfahrung vorweisen können und an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen haben. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, über ein Studium früher die nötigen Qualifikationsmerkmale zu erlangen.

5. Das Fazit – der wichtigste Teil des Praktikumsberichts

Berufspraktikum Erzieher Entscheidung

Erklären Sie Ihre Entscheidung.

Neben den einleitenden Worten zählt der letzte Part Ihres Praktikumsberichts besonders viel. An dieser Stelle zeigt sich, ob Sie in der Lage sind, einen roten Faden zu spannen, der sich durch die gesamte Arbeit zieht.

Um dies zu erreichen greifen Sie die Einleitung wieder auf und beantworten die Fragen, die Sie sich anfangs Ihrer Praktikumszeit gestellt haben.
Haben sich Ihre Erwartungen und Wünsche bewahrheitet oder haben Sie neue Erkenntnisse gewonnen?

Falls Sie von Beginn an den Wunsch hatten, eine Ausbildung im Kindergarten zu beginnen, hat sich daran etwas geändert?
Wichtig ist, dass Sie an dieser Stelle möglichst offen die positiven aber auch die negativen Aspekte Ihrer Zeit während des Praktikums schildern.
Sicherlich gibt es einige Dinge, die in der Praxis anders gehandhabt werden als Sie es sich theoretisch vorgestellt haben.

Letztlich gilt, ein Praktikumsbericht ist kein Hexenwerk und mit einem klaren Konstrukt relativ schnell zu schreiben.

Tipp: Machen Sie sich am besten während der Praktikumszeit einige Notizen, um beim späteren Schreiben des Berichts auf diese zurückgreifen zu können. So ersparen Sie sich eine Menge Arbeit und können die einzelnen Punkte schnell und einfach logisch ordnen.

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