Frühkindliche Entwicklung – Die ersten Meilensteine eines Babys

Frühkindliche Entwicklung vom Baby zum Kleinkind
  • Die frühkindliche Entwicklung läuft sehr unterschiedlich ab. Eine Einteilung in Phasen kann daher nur als Richtwert dienen.
  • Teils machen Kinder rasche Fortschritte, während anschließend eine Zeit eher langsamerer Entwicklung folgt.
  • Eltern können ihr Baby gezielt fördern. Sie sollten jedoch darauf achten, Kinder nicht zu überfordern und ihnen genügend Zeit zur Verarbeitung der Informationen zu lassen.

Jedes Kind entwickelt sich sehr unterschiedlich. Manche Kinder sprechen bereits relativ früh, können allerdings erst vergleichsweise spät laufen. Anderen Kindern fallen motorische Fähigkeiten eher leicht, es gibt jedoch Probleme im sozialen Bereich.

Die frühkindliche Entwicklung verläuft längst nicht immer gleich und es gibt teils große Zeitunterschiede von Kind zu Kind. Dennoch lässt sich die frühkindliche Entwicklung zumindest grob in Phasen einteilen.

In unserem Artikel beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von Babys und Kleinkindern und zeigen, welche typischen Meilensteine Kinder auf ihrem Weg meistern.

1. Die frühkindliche Entwicklung umfasst viele verschiedene Bereiche

Kinder untersuchen einen Baumstamm und fördern so ihre frühkindliche Entwicklung

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Babys entwickeln sich langsam, aber stetig. Manche Entwicklungsschritte finden dabei rein innerlich statt, sodass sich nach außen hin kaum eine Änderung erkennen lässt.
Die ersten Lebensmonate sind davon geprägt, dass Kinder in der Welt ankommen. Langsam, aber sicher ergründen die Kleinen ihre Umwelt und lernen, richtig zu sehen.

In dieser ersten Phase sind Bezugspersonen, wie Mutter und Vater, extrem wichtig. Das Urvertrauen baut sich auf und Kinder begreifen, dass sie in der Nähe von Mama und Papa in Sicherheit sind.

Ist diese grundlegende Versorgung sichergestellt, steht der normalen frühkindlichen Entwicklung nichts im Wege. Konkret umfasst diese folgende Bereiche:

  • die visuelle sowie akustische Wahrnehmung
  • die Entwicklung der Grob- sowie der Feinmotorik
  • der kontinuierlich fortschreitende Spracherwerb
  • die soziale Interaktion

Hier finden Sie ein umfassendes YouTube-Video zur frühkindlichen Entwicklung sowie der unterschiedlichen Sichtweisen im Hinblick auf die Förderung:

2. Die Wahrnehmung verbessert sich vor allem in den ersten Monaten der frühkindlichen Entwicklung

Die optimale Ernährung:

Laut der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, sollen Kinder in den ersten 4 bis 6 Monaten nur durchs Stillen essen.
In der Pädagogik gibt es zu diesem Thema jedoch unzählige Ansichten.

Eine erste kleine Untersuchung erhalten Babys bereits im Krankenhaus. Danach folgen in raschem Abstand die ersten U-Untersuchungen, deren Abstand sich jedoch immer mehr vergrößert.

Während Neugeborene in den ersten Wochen noch große Schwierigkeiten beim Sehen haben, ändert sich dies nach etwa einem Monat langsam.
Gegenstände, die weiter als 30 cm entfernt sind, werden nur unscharf wahrgenommen. Zusätzlich fällt Babys die Unterscheidung von Farben noch sehr schwer, sodass sie lediglich starke Kontraste wahrnehmen.

Nach etwa zwei Monaten sind Babys in der Lage, Ihrem Finger mit den Augen zu folgen. Im vierten Monat können Kinder etwas weiter entfernte Gegenstände wahrnehmen. Es fällt ihnen zunehmend leichter, räumlich zu sehen.
Bis zu diesem Zeitpunkt schielen viele Kinder hin und wieder, da ihnen die Überlagerung zweier Ebenen noch Schwierigkeiten bereitet.

Baby greift mit einer Hand nach einer Rassel

Mit der Zeit gelingt das sichere Zugreifen.

Mit etwa einem halben Jahr sind Kinder in der Lage, der Welt weitestgehend normal zu folgen. Sobald Kinder ein Jahr alt sind, beginnen sie zunehmend damit, Dinge mit den Augen und den Händen zu erkunden und viele Gegenstände in den Mund zu nehmen.

Das Gehör entwickelt sich bereits vor der Geburt, sodass Babys in der Lage sind, die Stimme der Mutter sofort zu erkennen. In den ersten Wochen sind Kinder allerdings noch wenig fokussiert und können Geräusche nicht genau einordnen.

Im Alter von einem knappen halben Jahr bestehen kaum noch Unterschiede zu dem Gehör eines Erwachsenen. Kinder können Geräuschquellen bestimmten Richtung zuordnen und sie beginnen damit, langsam zu brabbeln.

3. Meilensteine der Fein- sowie der Grobmotorik im Überblick

erste Schritte mit dem Kind im Wald

Die ersten Schritte sind für alle Eltern etwas Besonderes.

In den ersten Monaten sind Babys kaum in der Lage, ihre Bewegungen aktiv zu steuern, es handelt sich meist um Reflexe. Erst langsam beginnt im dritten oder vierten Lebensmonat eine kontrollierte Bewegung. Aus dem Griff mit der ganzen Hand wird nach etwa zwölf Monaten der Pinzettengriff, der es Kindern erlaubt, Gegenstände lediglich mit zwei Fingern zu greifen.

Parallel bilden sich die grobmotorischen Fähigkeiten langsam aus, sodass Kinder bereits mit 6, teils jedoch auch erst mit 12 Monaten stehen können, sofern sie die Gelegenheit haben, sich an etwas hochzuziehen. Zumindest das Sitzen sollte Kindern jedoch bereits mit einem halben Jahr keine Schwierigkeiten mehr bereiten.

In diesem Alter beginnen die meisten Kinder damit, zu robben oder zu krabbeln. Je nach individueller Veranlagung folgt das eigenständige Laufen nicht unwesentlich später. Einige Kinder sind bereits mit neun Monaten dazu in der Lage, während andere Kinder 15 oder 16 Monate benötigen.

Das Basteln im Kindergarten sowie die individuelle Förderung zu Hause helfen Kinder dabei, feinmotorisch schneller voranzukommen. Mit knapp 3 Jahren können Kinder eine Schere und einen Stift halten und sind in der Lage, etwas auszuschneiden sowie erste Bilder zu malen.

Tipp: Je früher Sie Kindern die Gelegenheit bieten, sich frei zu bewegen, an etwas hochzuziehen oder sich mit kleinen Gegenständen zu beschäftigen, desto eher sind sie in der Lage, die Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung zu meistern. Achten Sie allerdings darauf, keinen Druck auszuüben. Jegliches Training soll Spaß machen.

4. Der Spracherwerb – vom Brabbeln zum ganzen Satz

Bereits im ersten Lebensmonat äußern sich Babys neben Geschrei und Weinen mit einem Seufzen oder Stöhnen. Es dauert jedoch eine ganze Weile, bis sich aus diesen kleinen Ausrufen erkennbare Wörter entwickeln.

Mutter liest mt ihrem Kind

Gemeinsames Lesen verbessert die sprachlichen Fähigkeiten.

Mit einem Jahr sind die meisten Kinder in der Lage

  • Mama und Papa zu sagen
  • einzelne Tiere nachzuahmen
  • sich nach Anweisungen zu richten und einfache Fragen zu verstehen (komm her, lass das liegen, wo wohnt der Opa? etc.)

Im zweiten Lebensjahr entwickelt sich der Wortschatz stetig weiter. Im Alter von zwei Jahren sollte dieser etwa 50 Worte umfassen. Wichtiger ist allerdings die sprachliche Verknüpfung, sodass erste Zweiwortsätze gebildet werden. „Mama komm“ oder „Papa Arm“ sind bedeutende Veränderungen des sprachlichen Verständnisses.

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr beginnen Kinder, deutlich mehr zu sprechen. Die Sätze bestehen zunehmend aus 3 oder sogar 4 Worten. Der Wortschatz wächst rasant, teils auch mit Neologismen (Wortneuschöpfungen), die die Kreativität für Sprache zeigen und kein Grund zur Besorgnis sind.

Mit etwa 4 Jahren können Kinder eigene Geschichten erzählen und diesen ohne Probleme folgen. Sobald Kinder bereit für die Schule sind, ist die grobe Sprachentwicklung abgeschlossen.
Die Grammatik sitzt einigermaßen und es gibt keine Probleme mehr damit, Laute zu bilden oder komplizierte Wörter nachzusprechen.

5. Fremdeln und Sozialisation

eine Gruppe Kinder spielt

Fördern Sie den Kontakt zu anderen Kindern.

Besteht eine starke Bindung zu den Eltern, fremdeln Kinder in manchen Phasen der frühkindlichen Entwicklung. Um die Scheu abzulegen und den Kontakt zu anderen Menschen zu fördern, sollte ein kurzzeitiges Abgeben möglichst früh geübt werden.

Etwa mit 5 bis 8 Monaten beginnen viele Kinder mit dem Fremdeln. Es erfolgt also eine erste Unterscheidung zwischen fremden und bekannten Personen im Umfeld.

Nehmen Sie Ihr Kind in dieser Zeit ernst, um die frühkindliche Entwicklung nicht zu gefährden. Versuchen Sie jedoch, aktiv auf Ihr Kind einzugehen und ihm zu zeigen, dass es keine Angst haben muss und Sie da sind.

Kinder sind nun bereits in der Lage, Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Allzu viel Ruhe haben Eltern in der Erziehung allerdings kaum, denn die nächste spannende Zeit, die Trotzphase, lässt nicht lange auf sich warten. Verbote werden erkannt und bewusst ignoriert.

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