Wespenstiche behandeln: So helfen Sie Ihrem Kind bei einem Stich

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Sommerzeit ist auch Wespenzeit. Besonders im Spätsommer, wenn die Wespenköniginnen gestorben sind, fangen Arbeiter-Wespen an, sich auch für menschliche Nahrung zu interessieren und werden somit auch eine Gefahr für Kinder und Erwachsene.

1. Wespenstiche vermeiden

Wespen stehcen, wenn Sie Gefahr wittern

Wespen stechen, wenn Sie Gefahr wittern

Wespen stechen dann, wenn sie eine Gefahr für ihr Leben oder für ihr Nest erkennen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Hornissen, eine Unterart der Wespen, nicht aggressiver als ihre kleinen Artgenossen. Anders als Bienen und Hummeln sterben Wespen nach einem Stich nicht und können ihren Stachel aus der Haut herausziehen.

Da Kinder häufiger als Erwachsene barfuß laufen und auf herumfliegende Insekten hektischer reagieren, werden sie öfter als Erwachsene von Wespen gestochen. Hausmittelchen, wie Kupfermünzen oder mit Nelken gespickte Zitronen sind kein wirklich zuverlässiges Mittel gegen Wespen. Effektiver ist es, wenn Eltern ihren Kindern beibringen, wie sie sich richtig verhalten, damit sie weniger gestochen werden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hat 10 Verhaltensregeln gegenüber Insekten aufgestellt, die für einen stichfreien Sommer sorgen sollen:

  1. Kinder sollten Ruckartige Bewegungen in Gegenwart von Wespen, Bienen oder Hummeln vermeiden,
  2. sie sollten nicht nach ihnen schlagen oder treten,
  3. einen Sicherheitsabstand zu Nestern halten.
  4. Sie sollten Nahrungsmittel und Getränke gut verschließen oder abdecken,
  5. keine Essensreste auf dem Boden lassen,
  6. auf dem Boden und besonders auf Wiesen Ausschau nach Insekten halten und auf Wiesen nach Möglichkeit Schuhe tragen,
  7. auf süße Düfte in Parfüm oder Sonnencreme verzichten,
  8. Abstand halten von Abfalleimern, deren Inhalte für Wespen meist sehr attraktiv sind,
  9. Wespen, die sich auf einen gesetzt haben, vorsichtig entfernen, z.B. durch Abstreifen,
  10. Wespen in der Wohnung nicht mit einer Fliegenklatsche verscheuchen. Es ist besser, sie mit Hilfe einer Postkarte und eines Glases einzufangen und sie draußen wieder frei zu lassen.

2. Erste Hilfe bei einem Wespenstich

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Ein Kühlkissen midlert die Rötung eines Wespenstiches

Wurde ein Kind trotz Vorsichtsmaßnahmen gestochen, sollten Eltern und ErzieherInnen erst einmal Ruhe bewahren und auch das Kind beruhigen.

Bei einem Stich verursacht das Gift der Wespe eine rundliche Schwellung und Rötung an der Einstichstelle und starke Schmerzen für das Kind. Ein Stachel ist in einem solchen Fall nicht mehr zu sehen, da die Wespe ihren Stachel auch nach einem Stich behält. Sie können mit einem Stift einen Kreis um die rote Stelle malen, damit sie bemerken, wenn sie weiter anschwillt.

Mit einem Kühlkissen oder einem nassen Lappen kann die Einstichstelle gekühlt werden.

Achtung: Stich im Mund oder im Hals

Wurde ein Kind im Mund oder sogar im Hals gestochen, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen, denn es besteht Erstickungsgefahr. Sie können ihm Eis zum Lutschen geben oder einen kalten Umschlag um den Hals legen.

Achtung: Allergische Reaktion

Gibt es Anzeichen für eine allergische Reaktion sollten Sie auch sofort den Notarzt rufen. Kinder, die bekanntermaßen allergisch auf Wespenstiche reagieren, haben eventuell ein Notfallpaket bei sich, welches Sie dann entsprechend der ärztlichen Anweisung anwenden können.

3. Quellen und Linktipps

Die Initiative „Wir können das“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, der Deutschen Verkehrswacht und der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hat im Rahmen des Medienpaketes für Sicherheit in Kindergärten ein Ergänzungsblatt zum Thema „Insektenstichen vorbeugen“ herausgegeben.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Beratung durch einen approbierten Arzt. Die hier eingestellten Informationen können und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder Selbstmedikation verwendet werden. Zusätzlich verweisen wir auf Paragraph 4, Absatz 2 unserer Nutzungsbedingungen.

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