Was hinter dem Weihnachtsmann steckt und warum Kinder an ihn glauben sollten

   
von redaktion - letzte Aktualisierung:
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Woher kommt die Geschichte vom Weihnachtsmann?

Die Geschichte vom Weihnachtsmann geht sehr wahrscheinlich auf den Heiligen Nikolaus zurück.

Wer verbirgt sich hinter dem Weihnachtsmann?

Der Heilige Nikolaus war der Bischof von Myra im heutigen Westen der Türkei. Eine Reihe von Geschichten beschreibt seine Wohltätigkeit gegenüber Kindern.

Wie kam der Weihnachtsmann in die Weihnachtstradition?

Der Tag des Heiligen Nikolaus ist eigentlich der 6. Dezember. In einigen Ländern bringt er dann die Geschenke. Durch die Vermischung verschiedener lokaler Traditionen verschob sich sein Auftritt dann auf den Weihnachtstag.

Der Weihnachtsmann ist aus der Adventszeit nicht wegzudenken, aber trotzdem umstritten. Die einen sehen in ihn einen Heiligen, für einige ist er bloß eine Werbefigur für Zuckerwasser, und andere wiederum halten ihn für ein Instrument der Schwarzen Pädagogik. Hier erfähsrt Du alles Wichtige über die Herkunft des Weihnachtsmannes, warum es gut ist, wenn Kinder an den Weihnachtsmann glauben, und was Du selbst dafür tun kannst.

Vom Nikolaus zum Weihnachtsmann

Die Legende des Weihnachtsmannes ist eine tief verwurzelte Tradition, die sich über viele Jahrhunderte und Kulturen hinweg entwickelt hat. Die Herkunft des Weihnachtsmannes geht auf den Heiligen Nikolaus von Myra zurück, einen Bischof im 4. Jahrhundert n. Chr. in der römischen Provinz Asia Minor. Sankt Nikolaus war für seine Großzügigkeit und seine Taten der Barmherzigkeit bekannt, insbesondere für Kinder in Not.

Der Weihnachtsmann ist eine der bekanntesten Figuren der Weihnachtszeit und ein unverzichtbarer Bestandteil der weihnachtlichen Kultur. Doch wer ist der Weihnachtsmann und wie ist er zu diesem Symbol geworden?

Spätantike und Mittelalter

Der heilige Nikolaus war ein Mann, dessen Leben geprägt war von Güte und Großzügigkeit. Es heißt, dass er armen Familien finanziell geholfen und Geschenke für ihre Kinder hinterlassen hat. So soll er armen Mädchen Gold zum Heiraten gegeben und Waisenkinder vor der Sklaverei gerettet haben.

Diese Taten haben ihm einen besonderen Platz in den Herzen vieler Menschen eingebracht und ihn zu einem Schutzpatron der Kinder und Seefahrer gemacht. Sein Gedenktag am 6. Dezember wurde zu einem wichtigen Feiertag und seine Legende verbreitete sich im Laufe der Zeit über ganz Europa.

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Der Heilige Nikolaus gilt als Schutzpatron der Kinder.

Der Weihnachtsmann in der Moderne

Wer der Weihnachtsmann heute ist, ist das Resultat eines langen Prozesses, bei dem sich verschiedene Bräuche vermischt haben. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Wachstum der Legende des heiligen Nikolaus entwickelten sich auch verschiedene Bräuche und Traditionen rund um sein Gedenken. In Nordeuropa kombinierten sich diese Traditionen mit denen des nordischen Gottes Odin, dessen Reiterzug durch den Himmel Kinder mit Geschenken belieferte. Dieser Brauch hat sich im Laufe der Zeit weiter verändert.

Die amerikanische Kultur hat die Traditionen und Bräuche um den heiligen Nikolaus weiter verändert und den Weihnachtsmann als symbolischen Geschenkebringer etabliert. Mit der Verbreitung der amerikanischen Kultur über den ganzen Globus wurde der Weihnachtsmann zu einer weltweit bekannten Figur und einem wichtigen Bestandteil der weihnachtlichen Kultur.


Hinweis: Dass der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca-Cola sei, stimmt so also nicht. Der Limonadenkonzern hat sich durch die bereits etablierte Figur inspirieren lassen, sie aber auf eigene Weise umgedeutet.


Der Weihnachtsmann in Deutschland

In Deutschland wird der Weihnachtsmann traditionell am 6. Dezember gefeiert, dem Tag des heiligen Nikolaus. An diesem Tag stellen viele Kinder ihre Schuhe vor die Tür, damit der Nikolaus sie befüllen kann. Auch in Schulen und Kitas gibt es oft Besuch von dem Mann im roten Mantel. Die Tradition des Schuhstellens ist ein wichtiger Teil der deutschen Weihnachtskultur und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Es ist ein Symbol für die Hoffnung auf Geschenke und das Warten auf die Ankunft des Weihnachtsmannes.

Zusätzlich zum heiligen Nikolaus feiern viele Familien in Deutschland auch den Weihnachtsmann am 24. Dezember. An diesem Tag bringt er Geschenke. In den letzten Jahrzehnten hat die Figur des Weihnachtsmannes auch einen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft gehabt.

Die Weihnachtszeit ist eine der wichtigsten Einkaufszeiten des Jahres, und Unternehmen nutzen die Idee des Weihnachtsmannes, um ihre Produkte zu bewerben und Verkäufe zu fördern. Weihnachtsmärkte, die in ganz Deutschland stattfinden, bieten eine Vielzahl von Weihnachtsgeschenken und -dekorationen, die dazu beitragen, die Feststimmung zu erhöhen.

Kinder sollten an den Weihnachtsmann glauben

Jede Familie kennt das Problem: Jahr für Jahr wird es schwieriger, die Kinder davon zu überzeugen, dass es den Weihnachtsmann gibt. Da liegt die Frage nahe, ob man sich den Aufwand überhaupt machen sollte.

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Für jüngere Kinder ist die Welt voller Magie

Einige Menschen argumentieren, dass die Fiktion des Weihnachtsmannes die Kinder verwirrt und ihnen später Probleme bereiten kann, wenn sie herausfinden, dass er nicht real ist. Andere argumentieren jedoch, dass die Vorstellung des Weihnachtsmannes wichtig für die kindliche Entwicklung und das kulturelle Erbe ist.

Ein Argument für den Glauben an den Weihnachtsmann ist, dass er Kindern eine positive Vorstellung von Geben und Empathie vermittelt. Daraus, wer der Weihnachtsmann ist, können Kinder lernen, dass es gut ist, anderen Geschenke zu machen.

Ein weiteres Argument ist, dass die Legende des Weihnachtsmannes Teil des kulturellen Erbes ist und daher für Kinder wichtig ist. Kinder können lernen, wie wichtig Traditionen für die Identität und Kultur einer Gesellschaft sind, und können die Freude und das Staunen teilen, die viele Menschen an Weihnachten empfinden.

Andererseits gibt es auch Argumente gegen den Glauben an den Weihnachtsmann. Ein Argument ist, dass es für Kinder verwirrend sein kann, wenn sie herausfinden, dass er nicht real ist. Kinder können sich betrogen fühlen und ihr Vertrauen in Erwachsene verlieren.

Außerdem kann der Weihnachtsmann einigen Kindern auch Angst einjagen. Ein großer, dicker Mann, der weiß, ob sie brav sind oder nicht und nachts ins Haus kommt – das ist auch ein bisschen gruselig. Auch die Geschichte mit der Rute und dem finsteren Knecht Ruprecht trägt zum Gruselfaktor bei. Dieser Gruselfaktor kommt auch daher, dass der Weihnachtsmann traditionell eine erzieherische Funktion ausübt.


Wichtiger Hinweis: Wer brav war, bekommt Geschenke, wer nicht, muss sich mit Kohle begnügen oder wird gar in den Sack gesteckt. Solche Sprüche kennen viele aus der eigenen Kindheit. Für Kinder bedeutet das aber Angst und Verunsicherung. Deswegen ist es für alle Beteiligten besser, auf die „Brav oder nicht brav?“-Liste zu verzichten. Der Weihnachtsmann bleibt trotzdem, wer er ist. Auch deswegen, weil Geschenke nicht an Gegenleistungen geknüpft werden sollten, sonst wären es ja keine Geschenke.


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Der Weihnachtsmann sollte nicht als jemand erscheinen, vor dem Kinder Angst haben müssen.

Fun Fact: Nicht überall in Deutschland ist es schlecht, wenn der Weihnachtsmann Kohle hinterlässt. Während der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre steckten viele Bergleute im Ruhrgebiet ihren Kindern Kohle in die Socken, weil der Wert im Verhältnis zur Inflation stabil blieb. Heizen muss man schließlich immer.


Letztlich kann der Weihnachtsmann zum Kinderleben dazugehören. Die Welt ist für Kinder voller Magie und Geheimnisse. Das kann ruhig eine Zeit lang so bleiben, denn der Zauber schwindet ziemlich schnell. Die meisten Kinder hören im Grundschulalter auf, an den Weihnachtsmann zu glauben.

Den Weihnachtsmann ins Haus holen


Damit die Weihnachtszeit magisch wird, kannst Du ein paar Dinge tun:

  • Traditionen beibehalten
  • Geschichten erzählen
  • Magische Momente schaffen
  • Offen und ehrlich kommunizieren

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Eltern können viel dafür tun, dass die Weihnachtszeit aufregend und magisch ist.

Zuallererst ist es wichtig, eine Umgebung zu schaffen, die voller Freude und Aufregung für Weihnachten ist. Dies kann dazu beitragen, dass Kinder die Magie des Weihnachtsfestes und den Glauben an den Weihnachtsmann erleben. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist, bestehende Traditionen wie das Aufhängen von Weihnachtsstrümpfen oder das Schreiben eines Briefes an den Weihnachtsmann beizubehalten.

Geschichten und Bücher über den Weihnachtsmann können ebenfalls dazu beitragen, den Glauben an ihn zu stärken. Kinder können diese Geschichten lesen und genießen, um ihre Vorstellungskraft und ihre Vorstellungen zu entwickeln.

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Eltern können auch magische Momente schaffen, indem sie kleine Überraschungen bereitstellen, wie beispielsweise Fußspuren im Schnee oder besondere Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum liegen. Vielleicht wohnt ja ein Gehilfe vom Weihnachtsmann hinter einer Wichteltür?

Wenn Kinder Fragen zum Weihnachtsmann haben, ist es wichtig, dass Eltern offen und ehrlich mit ihnen kommunizieren und ihnen eine realistische Antwort geben, die ihre Vorstellungen respektiert. Es ist wichtig, Kinder dazu zu ermutigen, ihre eigene Beziehung zum Weihnachtsmann und Weihnachten zu definieren, anstatt sie dazu zu drängen, an eine bestimmte Vorstellung zu glauben.

Schließlich sollte der Glaube an den Weihnachtsmann eine Quelle der Freude und Inspiration sein, die Kinder dazu ermutigt, Güte und Mitgefühl in ihrem Leben zu praktizieren. Es ist eine Chance für Kinder, die Magie und Schönheit des Weihnachtsfestes zu erleben und ihre eigene Vorstellung von Geben und Teilen zu entwickeln.

Wenn der Zauber schwindet

Im Lauf der ersten Grundschuljahre werden die meisten Kinder immer skeptischer gegenüber dem Weihnachtsmann. Das liegt einmal daran, dass sie generell älter werden und anfangen, zu hinterfragen, aber auch deswegen, weil sie in der Schule mit Kindern in Kontakt kommen, die selbst nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben.

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Wenn die Kinder nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, ist es Zeit, die Bräuche selbst zu gestalten.

So solltest Du reagieren, wenn Dein Kind sich nicht mehr von der Existenz des Weihnachtsmannes überzeugen lässt:

  • Akzeptanz:
  • Kommunikation
  • Fortführung von Traditionen
  • Schaffung neuer Erinnerungen
  • Komplizenschaft

Wenn Kinder herausfinden, dass der Weihnachtsmann eine erfundene Figur ist, kann das für sie eine Enttäuschung sein. Eltern können in diesem Fall auf verschiedene Weisen reagieren, je nach den Umständen und dem Alter des Kindes. Eine Möglichkeit ist, das Kind dazu zu ermutigen, die Magie und den Zauber der Weihnachtszeit auf andere Weise zu erleben.

Du kannst darüber sprechen, welche Traditionen besonders wichtig sind, wie zum Beispiel das Basteln von Weihnachtskarten oder das Singen von Weihnachtsliedern. Eine andere Möglichkeit ist, das Kind in die Planung und Vorbereitung der Feierlichkeiten einzubeziehen und es damit Teil des Prozesses zu machen.

Ein weiterer Ansatz kann sein, das Kind dazu zu ermutigen, selbst Geschenke zu machen oder zu verschenken. So kann es lernen, dass Weihnachten nicht nur um das Empfangen von Geschenken geht, sondern auch darum, anderen Freude zu bereiten.

Und wenn es ein jüngeres Geschwisterkind gibt, für das der Weihnachtsmann noch sehr real ist, kannst Du das ältere Kind in die Verschwörung einbeziehen und es ermutigen, das jüngere Kind noch eine Weile lang im Glauben an den Weihnachtsmann zu lassen. Das ältere Kind wird dann besonders stolz sein und sich viel Mühe geben.

Alt, aber nicht veraltet

Trotz der kommerziellen Ausrichtung der Weihnachtszeit bleibt die Figur des Weihnachtsmannes ein wichtiger Teil der weihnachtlichen Traditionen. Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt warten jedes Jahr auf den Weihnachtsmann und seine Geschenke, und die Legende des Weihnachtsmannes wird weiterhin von Generation zu Generation weitergegeben.

Zusätzlich hat die Figur des Weihnachtsmannes auch eine positive Auswirkung auf die Gemeinschaft. Die Vorstellung, dass jeder ein wenig Freude und Freundlichkeit in die Welt bringen kann, inspiriert viele Menschen, während der Weihnachtszeit und darüber hinaus Gutes zu tun.

Insgesamt bleibt die Legende des Weihnachtsmannes eine der wichtigsten und am meisten geliebten Traditionen der Weihnachtszeit, die Generationen von Menschen begeistert hat und weiterhin begeistern wird.

FAQ zum Weihnachtsmann

Wie alt ist der Weihnachtsmann?

Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass der Heilige Nikolaus zwischen 270 und 286 nach Christus geboren wurde.

Ist der Weihnachtsmann verheiratet?

In vielen neueren Filmen und Geschichten ist der Weihnachtsmann verheiratet und hat Familie.

Wo hat der Weihnachtsmann seinen Wohnsitz?

Die heutige Popkultur verlegt seinen Wohnsitz meistens an den Nordpol oder in den Norden von Skandinavien.

Quellen

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