Elementarpädagogik: Inhalte, Ziele und Ausbildungsmöglichkeiten der Frühpädagogik

Elementarpädagogik
  • Die Elementarpädagogik umfasst den Bereich der frühkindlichen Bildung von der Geburt an bis zum Eintritt in die Grundschule.
  • Neben der klassischen Ausbildung gewinnt das Studium der Elementarpädagogik immer mehr an Bedeutung.
  • Mit einem Studium der Elementarpädagogik wird es leichter, höhere Positionen zu erreichen. Auch können Sie sich in Stiftungen oder Verbänden einbringen.

Kindererziehung beginnt unmittelbar nach der Geburt. Während viele Eltern vor einigen Jahren noch lange Zeit mit ihren Kindern zu Hause verbrachten, gehen inzwischen immer mehr Kinder sehr früh in die Kita.

Der Bereich der Elementarpädagogik ist also im Wandel. Aber wie sieht die Kleinkindpädagogik eigentlich aus? Und was sind die Ziele?

In unserem Artikel erhalten Sie grundlegende Informationen über die Anforderungen an die Elementarpädagogik. Zudem zeigen wir Ihnen, welche Inhalte Sie im Rahmen einer Fortbildung oder während des Studiums erwarten.

1. Elementarpädagogik – Bildung bereits in der Kita vermitteln

Kinder mit Erzieherinnen

Bildung fängt nicht erst in der Schule an.

Im Rahmen der Erziehung nehmen Kindertageseinrichtungen einen immer höheren Stellenwert ein. Die Kindererziehung erfolgt in einer Erziehungspartnerschaft zwischen Erziehern, Eltern und Kindern.

Die Ziele sind dabei stets darauf ausgerichtet, jedes Kind bestmöglich zu fördern. Die Ansätze der frühkindlichen Bildung variieren dabei, da sich längst nicht alle Experten darüber einige sind, wie sich die Förderung der Kleinsten am besten erreichen lässt.

Einigkeit besteht indes über die Wichtigkeit des Bereichs der Elementarpädagogik. Aus diesem Grund erwarten immer mehr Einrichtungen, dass Mitarbeiter an Maßnahmen zur Weiterbildung teilnehmen.
Besonders in Zeiten, in denen Kitas oftmals personell unterbesetzt sind, bedeutet dies eine Menge zusätzliche Arbeit.

Das Konzept der Elementarpädagogik ist dabei ganzheitlich ausgerichtet. So kommen neben Wahrnehmungsspielen beispielsweise auch Spiele zur Sprachförderung zum Einsatz.

2. Der Bereich der Elementarpädagogik entwickelt sich weiter

Leute hören zu

Die Definition der Elementarpädagogik verändert sich.

Jeder Erzieher und jede Erzieherin lernt in der Ausbildung eine Menge über erzieherische Aufgaben. Dieses Grundwissen bildet die Voraussetzung, um Kinder gezielt zu fördern und Schwächen in einzelnen Bereichen frühzeitig zu entdecken.

Die klassische Ausbildung, die deutschlandweit leider sehr uneinheitlich geregelt ist, ist dabei stark an der Praxis orientiert. Inzwischen sind jedoch zunehmend Tendenzen erkennbar, dass Erzieher auch ein Studium absolvieren sollten, um mehr über den theoretischen Hintergrund der Erziehung zu erfahren.

Viele Einrichtungen orientieren sich dabei an strikten Zielen und Plänen, um Kindern möglichst viele Möglichkeiten der Bildung zu geben. Ob und inwieweit dies in jedem Fall sinnvoll ist, soll an dieser Stelle zunächst keine Rolle spielen.

3. Das Studium der Elementarpädagogik eröffnet viele Chancen

Studenten im Hörsaal

Nach wie vor studieren mehr Frauen als Männer Elementarpädagogik.

Sowohl für Neueinsteiger, als auch für Erzieher und Erzieherinnen ist ein Studium der Elementarpädagogik möglich. Selbstverständlich wird die bisherigere Ausbildung berücksichtigt, sodass der Aufbaustudiengang in etwa ein Drittel des gesamten Studiengangs ausmacht.

Im Fokus des Aufbaustudiums steht dabei vor allem das wissenschaftliche Arbeiten. Im Gegensatz dazu umfasst das Studium ohne vorherige Ausbildung im pädagogischen Bereich neben der Theorie diverse Praxisphasen.

Sofern Sie sich als bereits staatliche anerkannte/r Erzieher/in für ein entsprechendes Studium entscheiden, besteht die Möglichkeit, dieses neben der Berufsausübung durchzuführen. Es lässt sich also im Rahmen einer Teilzeittätigkeit gut vereinbaren, sofern Sie denn nicht auf eine Vollzeitstelle angewiesen sind.

Das Studium können Sie sowohl an Fachhochschulen, als auch an regulären Hochschulen (Universitäten) absolvieren. Bitte beachten Sie jedoch die unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen. In aller Regel verlangen Universitäten die Hochschulreife (Abitur), während an Fachhochschulen die Fachhochschulreife ausreichend ist, damit Ihre Bewerbung Berücksichtigung findet.

3.1. Die Jobaussichten verbessern sich

Können Sie ein Studium der Elementarpädagogik nachweisen, erhöhen sich Ihre Chancen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz deutlich. Gegenüber der Bewerbung einer Erzieherin ohne eben jene Kompetenz ist Ihre Qualifikation schlichtweg mehr wert. Dies macht sich jedoch nicht zwingend beim Einstellungsverfahren bemerkbar.

Oftmals zeigen sich die Unterschiede bei der Arbeit im Kindergarten erst später. So können Sie eher die Gruppenleitung übernehmen oder Sie empfehlen sich als Leiter oder Leiterin der gesamten Einrichtung. Beachten Sie jedoch an dieser Stelle, dass die neue Position automatisch mit einer Veränderung Ihres Jobs einhergeht.
Anstelle der Kinderbetreuung stehen nun deutlich mehr oder je nach Größe der Einrichtung nur noch Verwaltungsaufgaben an.
Allerdings profitieren Sie von einen deutlichen Gehaltssteigerung.

Tipp: Alternativ können Sie auch im Beratungsbereich arbeiten oder sich bei Stiftungen sowie Verbänden bewerben. Insbesondere in der aktuellen Situation sind qualifizierte Fachkräfte sehr gefragt.

3.2. Der Inhalt des Studiums kompakt zusammengefasst

Hier finden Sie eine kurze Übersicht der wichtigsten Inhalte im Studium der Elementarpädagogik:

junge Frau sitzt vor einem Laptop

Praxis und Theorie gehören zusammen.

  • Grundlagen in den Bereichen Erziehung, Pädagogik und Bildung in der frühen Kindheit
  • das Bild vom Kind
  • rechtliche sowie politische Rahmenbedingungen
  • wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen
  • Kennenlernen verschiedener Ansätze der Elementarpädagogik
  • Einflüsse sozialer Faktoren auf die Entwicklung
  • praktische Forschungsarbeit (Hausarbeiten, Untersuchungen)

Da das Studium der Elementarpädagogik noch relativ neu ist, bestehen teils große Unterschiede im Hinblick auf den Lehrplan. Schauen Sie sich daher den Lehrplan verschiedener Einrichtungen genau an.

Neben den Pflichtfächern haben Sie stets die Gelegenheit, Schwerpunkte in einzelnen Bereichen auszuwählen, die Sie besonders interessieren oder die Ihnen bei Ihrer späteren Arbeit weiterhelfen können.

Entschließen Sie sich zu einem Studium der Elementarpädagogik, müssen Sie nur noch die passende Hochschule in Ihrer Nähe finden. Eine deutschlandweite Übersichtskarte finden Sie hier.

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