Babybrei selber machen: Tipps und gesunde Rezeptideen

   
von Ralf-Ingo S. - letzte Aktualisierung:
babybrei selber machen
Ist es sinnvoll, Babybrei selber zu machen?

Grundsätzlich haben Sie auf diese Weise eine sehr gute Kontrolle darüber, was Ihr Baby zu essen bekommt.
Auf der anderen Seite muss natürlich auch die Zeit stimmen. Sofern Sie nicht so viel Zeit haben, spricht auch nichts dagegen, auf hochwertige, gekaufte Gläschen zurückzugreifen.

Welche Zutaten eignen sich für die ersten Verkostungen mit Brei?

Verwenden Sie zunächst schonende Lebensmittel, die den Magen-Darm-Trakt nicht reizen oder aus dem Gleichgewicht bringen.
Zudem sollten Sie komplett auf Gewürze verzichten, da viele Kinder anfänglich sehr empfindlich reagieren.

Welche Lebensmittel bieten sich für den Mittagsbrei eines Babys an?

Wenn Sie Babybrei selber machen, verwenden Sie am besten ungespritztes Obst und Gemüse in Bio-Qualität.
Auch bei Fleisch sollten Sie nach dem Grundsatz handeln, lieber etwas weniger und dafür besseres zu verwenden.

Im Alter von etwa 5 Monaten wird die Geschmackswelt für Babys langsam immer bunter, denn ab jetzt ist es möglich, Beikost zu füttern.

Wie Sie Babybrei selber machen und welche Tipps Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie in unserem heutigen Artikel.

1. Es ist nicht schwer, Babybrei selber zu machen

drei unterschiedlichen sorten babybrei

Babybrei können Sie sehr schnell selber machen.

Wenn Sie nicht mehr länger nur stillen, sondern zunehmend Brei kochen möchten, ist dies gar nicht so schwer. Im Prinzip handelt es sich bei sämtlichen Varianten lediglich um gekochtes und anschließend fein püriertes Gemüse oder Obst.

Nur der Mittagsbrei enthält neben pflanzlichen Produkten, je nach individueller Vorliebe, auch ein wenig Fleisch.

Etwas mehr Zeit werden Sie allerdings dennoch einplanen müssen, wenn Sie Babybrei selber machen anstatt diesen im Gläschen zu kaufen.

Je nachdem, welches Obst oder Gemüse Sie verwenden, dauert es ein wenig länger oder kürzer, bis es gar bzw. weich genug zum Pürieren ist.

Tipp: Sofern Sie häufiger Babybrei selber kochen, lohnt sich die Anschaffung eines Thermomix oder eines Geräts mit ähnlichen Eigenschaften.
So fügen Sie lediglich die Zutaten hinzu und das Gerät kocht und püriert im Anschluss ohne Ihr Zutun.

2. Die besten Zutaten für den Beginn der Beikosternährung

Besonders am Anfang sollten die jeweils verwendeten Lebensmittel besonders bekömmlich sein, damit sich der Magen sowie der Darm des Babys langsam an die neue Art der Ernährung gewöhnen können.

verschiedene sorten babybrei

Verzichten Sie in den ersten Wochen besser auf Brokkoli, Erbsen und Blumenkohl.

Leicht bekömmlich sind vor allem die folgenden Obst- und Gemüsesorten:

  • Obst: Bananen, Äpfel und Birnen
  • Gemüse: Kartoffeln, Kürbis, Möhren und Zucchini

Wenn Sie zusätzlich etwas Fleisch verwenden möchten, achten Sie auch magere Fleischsorten. Besonders gut geeignet sind Hähnchen- und Putenbrust.
Rotes Fleisch ist eher weniger für den Beginn der Beikosternährung geeignet.

Bei einer klassischen Ernährung sollten zwei bis drei Mahlzeiten in der Woche Fleisch enthalten. Ernähren Sie Ihr Baby hingegen vegetarisch, so müssen die fehlenden Nährstoffe auf andere Art ausgeglichen werden, um keine Mangelerscheinungen hervorzurufen.
Die ersten zwei bis drei Wochen können Sie jedoch komplett auf Fleisch verzichten, damit sich Ihr Baby langsam an die neue Essensart gewöhnen kann und nicht direkt überfordert wird.

Ein Esslöffel hochwertiges pflanzliches Öl macht den Brei geschmeidig und versorgt Ihr Baby zudem mit wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Tipp: Am besten starten Sie mit einer Portion Brei pro Tag. Das Mittagessen bietet sich besonders gut an, da auf diese Weise noch jede Menge Zeit zur Verdauung bleibt, in der das Baby nicht für längere Zeit schlafen muss.

Wie Sie ganz leicht einen Babybrei mit Karotte und Kürbis selber kochen können, sehen Sie in diesem Video:

3. Rezepte für selbstgemachten Babybrei

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen drei verschiedene Rezepte vor, die sich für morgens, mittags und abends anbieten. Seien Sie dabei frei und variieren Sie gern mit den Zutaten.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie zunächst auf Gewürze (auch auf Salz) verzichten, da Kinder in den ersten Lebensmonaten noch sehr sensibel reagieren.

Alle Zutaten sollten so frisch wie möglich verarbeitet werden. Auf diese Weise bleiben die Nährstoffe bestmöglich erhalten.

3.1. Der Frühstücksbrei – die letzte Mahlzeit, die ersetzt wird

brei aus verschiedenen obstsorten

Bananen, Birnen und Äpfel eignen sich exzellent zur Zubereitung von Frühstücksbrei.

Mit der Zeit gewöhnen sich Kinder immer mehr an typische Beikost. Das Frühstück ist jedoch die Mahlzeit, die als letztes ersetzt wird und sich erst für Kinder ab 10 oder 12 Monaten anbietet.

Für folgendes Rezept, welches sicherlich den meisten kleinen Rackern schmeckt, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • einen kleinen Apfel
  • 25 ml Orangensaft
  • 50 g Magerquark
  • 50 g Vollmilchjoghurt
  • 20 g zarte Haferflocken

Zerkleinern Sie die Haferflocken (sofern dies noch nötig ist) im Mixer. Den Apfel können Sie nach dem Schälen ebenfalls in den Mixer geben und pürieren.

Nun fügen Sie die restlichen Zutaten hinzu und lassen den Frühstücksbrei abgedeckt für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank stehen. So werden die Haferflocken schön weich und lassen sich leicht verzehren.

Als Ergänzung für den Frühstücksbrei eignen sich Bananenstücke, Heidel-, Him- und Brombeeren.

3.2. Mittagsbrei – nicht jeden Tag ist ein neues Rezept nötig

babybrei aus kuerbisfleisch selber machen

Der Kürbis liefert viele wichtige Nährstoffe.

Auch wenn Sie Babybrei für Ihr Kind selber machen, müssen Sie nicht jeden Tag frisch kochen. Es lohnt sich, ein wenig mehr zu machen und die restliche Portion des Breis einzufrieren, um diesen haltbar zu machen.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie geeignete Beutel oder Dosen verwenden, wenn Sie Brei einfrieren, sodass keine Keime eindringen können.

Für ein einfaches Rezept, bei welchem Sie das Gemüse sehr leicht ersetzen können, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 50 g Möhren
  • 50 g Hokkaido-Kürbis
  • 30 g Hähnchenbrustfilet
  • 50 g Kartoffeln
  • einen EL Olivenöl
  • zwei Esslöffel Orangensaft

Zunächst waschen Sie die Zutaten und schneiden alles in grobe Stücke. Nun geben Sie die Kartoffeln mit etwas Wasser in einen Topf und lassen diese für ca. 10 Minuten bei geringer Hitze leicht köcheln, bevor Sie die das Gemüse sowie das Fleisch hinzufügen und für weitere 10 Minuten mitköcheln lassen.
Im Anschluss pürieren Sie die Mischung mit dem Öl sowie dem Saft und schon ist der Mittagsbrei fertig.

Der Brei ist im Kühlschrank etwa einen Tag lang haltbar.

3.3. Abendbrei kochen – so gelingt es

Babynahrung ist längst nicht immer gesund:

Leider enthalten viele Fertigprodukte, die speziell für Babys hergestellt werden, viel zu hohe Mengen an Zucker. Dies ist das Ergebnis von zwei neuen Studien. Die Ergebnisse können Sie hier nachlesen. Sehen Sie sich die Zusammensetzung der Babybreis daher stets genau an, bevor Sie zugreifen.

Ein Wasser- oder Milch-Getreide-Brei mit etwas Obst eignet sich perfekt für den Abend.

Für dieses einfache Rezept benötigen Sie diese Zutaten:

  • 100 ml Wasser oder Milch (je nach Geschmack und Hungergefühl)
  • 100 g Obst (am besten eignen sich Obstsorten, die Sie leicht raspeln oder zerdrücken können)
  • ein TL Öl (ist am Abend nicht zwingend nötig, sorgt jedoch für eine bessere Konsistenz)
  • 20 bis 25 g Haferflocken

Kochen Sie das Wasser oder die Milch kurz auf, nehmen Sie den Topf vom Herd und fügen Sie die Haferflocken hinzu
Nach einer kurzen Abkühlphase, in der die Haferflocken aufquellen konnten, fügen Sie das zerdrückte oder klein geraspelte Obst sowie den Teelöffel Öl hinzu.

Wenn Sie sich fragen, ob Sie Babynahrung besser selber machen oder kaufen, so geht die Tendenz in Richtung des Selbermachens.
Auf diese Weise sind Sie wesentlich freier in der Interpretation und können die Mengen individuell besser anpassen.

4. Hier gibt es viele weitere Rezeptideen



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  • Sammüller, Sonja (Autor)

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