Magen-Darm beim Kleinkind: So gehen Sie mit der ansteckenden Grippe um

Magen-Darm Kleinkind
  • Eine Magen-Darm-Grippe äußert sich bei einem Kleinkind durch Erbrechen und Durchfall.
  • Die akute Dauer ist meist auf zwei bis drei Tage begrenzt.
  • In der Regel ist der Gang zum Arzt entbehrlich. Trinken Kinder allerdings zu wenig oder behalten nichts bei sich, sollten Sie den Kinderarzt kontaktieren.

Tritt ein Magen-Darm-Virus bei einem Kleinkind auf, sind die Sorgen vieler Eltern oftmals groß. Insbesondere der plötzliche Beginn kann durchaus erschreckend sein.

In den meisten Fällen klingt ein Magen-Darm-Infekt bei einem Kleinkind allerdings nach wenigen Tagen wieder ab und ist harmlos. Wichtig ist allerdings, dass Eltern den Flüssigkeitsverlust im Auge behalten, da kleinere Kinder im Vergleich zu Erwachsenen sehr schnell dehydrieren.

1. Magen-Darm-Infekte sind bei Kleinkindern keine Seltenheit

krankes Baby liegt auf flauschiger Unterlage

Babys leiden oftmals stark unter Magen-Darm-Infekten.

Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht so gefestigt wie bei Erwachsenen. Aus diesem Grund leiden Kleinkinder öfter einmal an Magen-Darm-Erkrankungen.

Kinder erkunden die Welt um sich herum nicht nur mit den Augen, sondern fassen so gut wie alles an und nehmen Vieles in den Mund. Kein Wunder eigentlich, dass es so das ein oder andere Virus schafft, das Immunsystem anzugreifen.

Leider lässt sich dies auch durch besondere Hygiene nicht verhindern, da das Immunsystem von Kindern Herausforderungen benötigt, um sich verbessern zu können.

Einige Magen-Darm-Grippe-Viren sind besonders ansteckend, sodass die Übertragung bei engem Kontakt im Kindergarten kaum vermeidbar ist.

2. Der Verlauf der Magen-Darm-Grippe bei einem Kleinkind

Leider gibt es keine pauschale Angabe, wie lange eine Magen-Darm-Grippe genau anhält. Aufgrund der verschiedenen Viren unterscheidet sich der Verlauf teils relativ deutlich voneinander.

In aller Regel beginnt ein Magen-Darm-Infekt bei einem Kleinkind jedoch plötzlich. Die typischen Symptome, wie Erbrechen und Durchfall, klingen bereits nach ein bis zwei Tagen allmählich ab.
Teils dauern Durchfallerkrankungen etwas länger an, sodass Kinder allerdings wieder in der Lage sind, vergleichsweise normal zu essen.

Je nach Erreger treten die ersten Symptome bereits einige Stunden oder aber erst mehrere Tage nach der Ansteckung auf. Aufgrund der variablen Inkubationszeit ist es daher nicht immer einfach, den Auslöser für die Magen-Darm-Grippe zu finden.

Achtung: Auch wenn die akuten Symptome wieder abgeklungen sind, kann Ihr Kind andere Kinder noch anstecken.
Schicken Sie Ihr Kind daher erst dann wieder in den Kindergarten, wenn es mindestens 2 Tage keine Beschwerden mehr aufweist.

3. Das Ansteckungsrisiko minimieren

ein Kleinkind wäscht sich die Hände

Achten Sie darauf, dass Kinder sich ausreichend die Hände waschen.

Da einige Krankheitserreger hoch ansteckend sind, gilt es, besonders auf die Hygiene zu achten. Generell sollte das Händewaschen nach jedem Toilettengang eine Selbstverständlichkeit sein. Besonders bei Kleinkindern zeigt sich an dieser Stelle jedoch, dass dies alles andere als normal ist.

Um eine Weitergabe von Viren innerhalb der Familie sowie in der Kita zu verhindern, ist es wichtig, dass sowohl die Eltern als auch die Erzieher besonderes Augenmerk auf diesen Aspekt legen.

Im Zweifel macht es mehr Sinn, ein Kind für zwei oder drei weitere Tage Zuhause zu lassen, um eine Ansteckung anderer Kinder sowie eine eventuell daraus folgende erneute eigene Ansteckung zu verhindern.

In der akuten Phase sollte die Toilette regelmäßig desinfiziert werden und jedem Kleinkind ein eigenes Handtuch zur Verfügung stehen.
Diese Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich auch in den nächsten ein bis zwei Wochen nach überstandener Magen-Darm-Grippe eines Kleinkinds.

4. Hausmittel und Medikamente

Mädchen trinkt Tee auf der Couch

Tee hilft bei der Erholung.

Leidet ein Kleinkind an einem Magen-Darm-Infekt, müssen Sie in aller Regel nicht auf Medikamente zurückgreifen. Im Rahmen der Behandlung ist es wichtig, dass Kinder möglichst viel Flüssigkeit aufnehmen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Dies muss allerdings vorsichtig und langsam geschehen, da sich Kinder ansonsten sehr schnell erneut übergeben müssen. Ideal eignen sich dafür neben Wasser vor allem Elektrolytlösungen, die dem Körper wichtige Salze zurückgeben, die aufgrund des Durchfalls bzw. des Erbrechens ausgeschieden werden.

Hier finden Sie einige Ideen, um Ihr Kind ausreichend zu versorgen:

Die WHO-Dehydrierungslösung:

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Mischung aus 13,5 g Glucose, 2,9 g Natriumcitrat, 2,6 g Natriumchlorid sowie 1,5 g Kaliumchlorid auf einen Liter Wasser. Nähere Informationen zur Lösung finden Sie hier.
Die etwas einfachere Variante für den Hausgebrauch besteht aus 4 TL Zucker, einem ¾ TL Salz, vermischt in einem Liter Wasser.

  • Elektrolytlösungen aus der Apotheke
  • klare Brühe
  • pürierte Banane
  • Reis
  • Haferschleim
  • geriebener Apfel
  • Kartoffelbrei

Generell gilt, dass Sie starke Gewürze in den nächsten Tagen am meisten weglassen sollten. Gleiches gilt für scharf Angebratenes sowie schwer verdauliche und fettreiche Lebensmittel. Zudem sollten Sie auf kleine Mahlzeiten beim Essen achten.

Beginn Sie daher zunächst mit stillem Wasser oder Tee, um den Magen nicht direkt zu überfordern.

Gegen Bauchschmerzen bei Kindern hilft oftmals eine Wärmflasche, da sich die gereizte innere Muskulatur entkrampfen kann.

Tipp: Hat Ihr Kind wieder Hunger, ist dies ein gutes Zeichen auf dem Weg zur Besserung.

5. Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Je kleiner ein Kind ist, desto eher kommt es zur Dehydrierung. Bemerken Sie, dass sich Ihr Kind apathisch verhält, extrem müde ist und kaum etwas trinkt bzw. bei sich behält, zögern Sie nicht, einen Kinderarzt aufzusuchen.

Die Flüssigkeitsreserven von Kleinkindern sind sehr gering und können bei sehr starken Magen-Darm-Beschwerden zu akuten Problemen führen.

Leidet Ihr Kind zusätzlich an Fieber, stellt dies ebenfalls ein Alarmzeichen dar, sodass Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen sollten.

Achtung: Besonders gefährdet sind Kleinkinder in den ersten sechs Lebensmonaten.

6. Mittel für Magen-Darm-Infekte

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