Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Aufgrund der aktuellen Betreuungssituation kann es für einige Eltern beruhigend sein, sich bereits einen Kita-Platz gesichert zu haben.
Auch hier ist keine allgemein gültige Antwort möglich. Maßgeblich hängt das von der Region, in der Sie leben ab, wie lange Sie auf einen Krippen-Platz warten müssen.
Grundlegende Anmeldemodalitäten erklären wir Ihnen hier.
Kita- und Krippenplätze sind deutschlandweit heiß begehrt. Viele werdende Eltern fragen sich daher zu Recht, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ihr Kind anzumelden, wie sie die richtigen Ansprechpartner finden und was sie sonst noch tun können. Die Betreuungsbedingungen und Wartezeiten können je nach Region sehr unterschiedlich sein. Daher sollten werdende Eltern sich frühzeitig informieren.

Die Kita-Anmeldung ist bereits in der Schwangerschaft möglich.
Direkt nach der Geburt eines Kindes haben frisch gebackene Eltern einiges zu tun. Sie müssen sich an die neue Situation, ihr Leben mit einem Baby und das Eltern-sein gewöhnen. Die Ansprüche des Babys und ein anderer Tagesablauf stehen bei jungen Eltern erst einmal im Mittelpunkt. Dies bedeutet oft wenig Schlaf für Mama und Papa. Gerade bei Paaren, die das erste Mal Eltern geworden sind, stellen sich viele neue Fragen und es bedarf Zeit und Übung, sich in die neue Situation einzufinden. Gleichzeitig stehen verschiedene Behördengänge an, die die frisch gebackenen Väter und Mütter erledigen müssen.
Manche Eltern sind deshalb froh, wenn sie wissen, dass ihr Kind schon bei einer Kita angemeldet wurde. Andere Eltern finden den Gedanken, ihr Kind bereits während der Schwangerschaft in einer Krippe anzumelden, abwegig. Je nach der Platzsituation in der Region, kann eine frühe Anmeldung bereits während der Schwangerschaft allerdings durchaus üblich sein. So ist die Antwort auf die Frage wann Sie einen Krippenplatz beantragen sollten, nicht allgemeingültig beantwortbar sondern immer situationsabhängig.

Melden Sie ihr Kind frühzeitig für einen Kitaplatz an.
Vielerorts sind Krippenplätze knapp. Ab August 2013 haben zwar auch unter 3-jährige einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz, doch der Ausbau geht schleppend voran und gerade in den alten Bundesländern ist das Angebot an Krippenplätzen noch sehr unzureichend.
Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, wissen oft nicht, wie wichtig es ist, sich frühzeitig um einen Kita- oder Krippenplatz zu bemühen. Denn die Wartezeit kann bis zu 2 Jahre dauern. Daher sollten insbesondere werdende Eltern, die schnell wieder in ihren Beruf einsteigen wollen und auf einen Krippenplatz angewiesen sind, lange Wartelisten und entsprechende Wartezeiten bei ihrer Planung berücksichtigen.

Die Anmeldeformalitäten der Kindertagesstätten finden Sie direkt im Internet.
Die Anmeldemodalitäten für einen Kita- oder Krippenplatz sind von Ort zu Ort verschieden. In München beispielsweise, wo die Krippenplatz-Situation besonders angespannt ist, können Eltern ihr Baby bei bis zu 6 städtischen Krippen gleichzeitig und bereits während der Schwangerschaft über eine zentrale Software anmelden. In Berlin benötigen Eltern einen Kitagutschein, mit dem sie sich bei den Kindertagesstätten anmelden können.
Eltern sollten sich daher frühzeitig beim Jugendamt oder dem nächstgelegenen Kindergarten über die örtlichen Anmeldemodalitäten informieren. Linktipps rund um die Kinderbetreuung und Ansprechpartner in ihrem Bundesland oder ihrer Kommune finden werdende Eltern beispielsweise im Wissensbereich von Kita.de.
Über die notwendigen Behördengänge nach der Geburt eines Kindes informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier.
Die Broschüre „Rundum – Schwangerschaft und Geburt“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wendet sich vor allem an werdende und frisch gebackene Mütter und bietet viele praktische Tipps rund um die Schwangerschaft, Gesundheit der Mutter und des Babys, die Geburt und die erste Zeit danach.
Doppelherz hat einen Ämterfahrplan für werdende Eltern zusammengestellt. Dieser stellt die wichtigsten Behördengänge vor und nach der Geburt übersichtlich dar.
Viele werdende Eltern tragen ihr Kind früh in mehrere Wartelisten ein – und sind trotzdem unsicher, wie „verbindlich“ diese Vormerkungen eigentlich sind. Wichtig ist: Eine Warteliste ist zunächst nur eine Absichtserklärung der Kita, Sie zu berücksichtigen. Ein Rechtsanspruch auf einen Platz entsteht dadurch nicht automatisch. Trotzdem lohnt sich jede Eintragung, weil sie Ihre Chancen deutlich verbessert.
Wie realistisch ein Platz ist, hängt vor allem von diesen Punkten ab:
Fragen Sie bei der Anmeldung ruhig direkt nach: Wie lang ist die Warteliste? Wann werden Zusagen verschickt? Gibt es eine Reihenfolge (z. B. nach Anmeldedatum, Alter oder Sozialkriterien)? Konkrete Antworten helfen Ihnen, die eigene Planung realistischer einzuschätzen.
In vielen Städten läuft die Kitaplatz-Suche inzwischen hauptsächlich digital. Statt einzelner Anmeldeformulare jeder Einrichtung gibt es ein zentrales Portal, über das Sie Ihr Kind für mehrere Kitas vormerken lassen können. Das ist einerseits praktisch, andererseits brauchen Sie dafür gute Vorbereitung.
Damit Sie das Onlineverfahren optimal nutzen, sollten Sie Folgendes bereithalten:
Einige Kommunen ordnen Ihre Wünsche automatisiert nach festgelegten Kriterien zu – etwa nach Wohnortnähe, Geschwisterkindern oder sozialen Gründen. Sie können im Portal meist Prioritäten angeben (1. Wunschkita, 2. Wunschkita usw.). Nehmen Sie sich dafür Zeit und informieren Sie sich im Vorfeld über die einzelnen Einrichtungen. Prüfen Sie außerdem regelmäßig Ihren E-Mail-Eingang und auch den Spam-Ordner: Zusagen und Fristen laufen oft ausschließlich digital.
In Deutschland haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr grundsätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Dieser Anspruch richtet sich an den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe – in der Regel das Jugendamt.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen „Rechtsanspruch“ und „Wunschkita“:
Wenn Sie trotz rechtzeitiger Anmeldung keinen Platz erhalten, sollten Sie sich schriftlich an das Jugendamt wenden, den Bedarf konkret benennen (Beginn, Stundenumfang, gewünschte Art der Betreuung) und um ein Angebot bitten. Dokumentieren Sie alle Schritte (Anfragen, Absagen, Fristen). Im Streitfall kann das hilfreich sein – auch, wenn es um einen möglichen Verdienstausfall geht, weil ein Elternteil nicht wie geplant arbeiten kann.
Neben der klassischen Kita gibt es inzwischen immer mehr alternative oder ergänzende Modelle. Gerade in Regionen mit knappen Plätzen kann das Ihre Chancen erhöhen oder Ihre Situation entspannen.
Mögliche Alternativen sind zum Beispiel:
Selbst wenn Ihr eigentliches Ziel eine klassische Kita ist: Halten Sie sich alternative Wege offen. Oft wechseln Kinder nach einiger Zeit von der Tagespflege in eine Kita – ohne dass Sie komplett neu anfangen müssen, wenn der Träger vernetzt arbeitet.
Die Kosten für die Kinderbetreuung unterscheiden sich stark je nach Bundesland, Kommune und Träger. Gleichzeitig hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, um Familien finanziell zu entlasten.
Darauf sollten Sie achten:
Lassen Sie sich frühzeitig beraten, welche Entlastungen für Ihre Familie konkret infrage kommen. Gerade bei der Entscheidung zwischen Teilzeit, Vollzeit oder späterem Wiedereinstieg in den Beruf spielt das eine wichtige Rolle.
Zur Anmeldung oder spätestens vor Betreuungsbeginn verlangen Kitas bestimmte Nachweise. Neben dem Impfschutz sind seit einigen Jahren zusätzliche Regelungen hinzugekommen.
Das sollten Sie einplanen:
Sprechen Sie bei der Anmeldung offen an, wenn Ihr Kind besondere gesundheitliche Bedürfnisse hat oder wenn Sie sich Sorgen machen, wie es mit der Eingewöhnung klappen könnte. Je mehr die Fachkräfte wissen, desto besser können sie auf Sie und Ihr Kind eingehen.
Die Frage nach dem Kitaplatz ist eng mit Ihrer beruflichen Planung verbunden. Viele Eltern richten den Wiedereinstieg in den Job an der Betreuungsmöglichkeit aus – und umgekehrt. Genau hier lohnt es sich, früh und offen zu planen.
Wichtige Überlegungen:
Sprechen Sie früh mit Ihrem Arbeitgeber über geplante Elternzeit, Teilzeitmodelle, Homeoffice-Möglichkeiten oder flexible Arbeitszeiten. Je klarer Sie Ihre Betreuungssituation schildern können, desto eher lassen sich passende Lösungen finden – und desto genauer wissen Sie, welche Betreuungszeiten Sie in der Kita tatsächlich brauchen.
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