Babymassagen: Wofür sind sie gut und wie werden sie richtig gemacht?

   
von Christiane S. - letzte Aktualisierung:

Frischgebackene Eltern kennen folgendes Problem vermutlich nur zu gut: Das Baby schreit und man weiß vor allem am Anfang oftmals nicht, woran es liegen könnte. Besonders ratlos ist man dann, wenn das Neugeborene bereits gestillt und gewickelt wurde. Für solche Fälle benötigt man Geduld. Das Schreien lässt sich häufig durch Körperkontakt, eine sanfte Geräuschkulisse oder entspanntes Schaukeln oder Wippen stoppen. Auch die Babymassage zählt zu den Tricks, auf die man in den Situationen zurückgreifen kann.

Wer denkt, dass Massagen nur bei Erwachsenen beliebt sind, der irrt sich. Denn schon die ganz Kleinen genießen die zärtliche Berührung. Das Beste ist, dass man für die Massage des Babys keinen Profi braucht. Wenn man eingehend mit dem Thema beschäftigt hat, kann man es selbst tun. Das Einzige, was man braucht, ist ein geeignetes Massageöl. Aber das findet man heutzutage unter den vielen Babyprodukten im Supermarkt oder im Internet. Geeignete Massageöle findet man in gängigen Geschäften wie Edeka oder online. Nachfolgend wird erklärt, welche Vorteile die Babymassage hat und worauf man bei der Anwendung unbedingt achten sollte.

Babymassage – Wie funktioniert das?

Bevor man mit der Massage beginnt, sollte man sicherstellen, dass man sich in einer ruhigen Umgebung befindet. Zudem ist wichtig, dass man sich selbst entspannt und ausgeglichen fühlt. Jeglicher Stress überträgt sich – nicht nur bei der Massage, sondern grundsätzlich im Alltag – auf das Kind. Damit die Massage ein Erfolg werden kann, sollte man sich also Zeit nehmen und die Anwendung möglichst ruhig und stressfrei beginnen. Noch dazu sollte man eine Wickelunterlage oder ein Handtuch für das Baby bereitlegen, bei Bedarf einen Heizstrahler darüber platzieren und die Hände wärmen. Den letzten Punkt kann man besonders nachvollziehen, wenn man selbst bereits in den Genuss einer Massage gekommen ist. Kalte Hände empfindet man auf der Haut als äußerst unangenehm. Ringe oder anderer Schmuck, der bei der Anwendung stören könnte, werden natürlich vorab abgelegt.

Am besten startet man mit der Massage an den Füßen des Babys und arbeitet sich danach „nach oben weiter“. Nach einer sanften Berührung der Fußsohlen und Beine ist der Bauch an der Reihe. Dort setzt man die Babymassage mit kreisenden Bewegungen (im Uhrzeigersinn) fort. An den Armen kann man mit drehenden Bewegungen weitermachen. Genau wie die Fußsohlen sollte man auch die Handflächen am Ende der Anwendung nicht außer Acht lassen. Um die Massage abzuschließen, kann man sanft die Hände auf die Schultern und den Bauch des Babys legen.

Verwöhnprogramm für Babys – Vorteile

Entspannung steht bei der Massage im Vordergrund. Und zwar soll sich nicht nur das Baby, sondern auch die erwachsene Person entspannen. Der Alltag mit einem Neugeborenen kann stressig sein. Mit der Massage gönnt man dem Baby und sich selbst eine kleine Auszeit. Obwohl die Anwendung nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, kann sie Wunder bewirken. Durch die Massage werden Neugeborene nicht nur beruhigt, sondern auch mögliche „Wehwehchen“ oder Schmerzen werden beseitigt. Wendet man die Massage im Bauchbereich richtig an, kann dies beispielsweise dazu führen, dass Bauchschmerzen gelindert werden.

Einer der vermutlich größten Vorteile ist jedoch, dass durch die sanften Berührungen und die „Auszeit“ die Bindung zwischen Kind und Elternteil gestärkt wird. Man nimmt sich einen Moment nur für sich und das Baby und baut Vertrauen auf. Eltern, die sich vielleicht in der Anfangszeit unsicher im Umgang mit dem Baby fühlen, werden durch die Massage und die Berührungen in ihrem Vorgehen bestärkt.

Darauf muss man bei der Massage achten

Es gibt einige Punkte, die man während der Babymassage beachten sollte. Jedes Kind ist unterschiedlich. Deshalb ist es besonders wichtig, zu Beginn auf die Signale und Reaktionen des Kindes zu achten. Falls sich das Baby während der Anwendung unruhig verhält oder es gar zu schreien beginnt, sollte man von der Massage absehen. Es gibt mit Sicherheit auch noch andere Zeichen, die darauf hindeuten, dass sich das Baby nicht wohlfühlt. Eltern können diese am besten deuten und sollten sich deshalb auf ihr Gefühl verlassen.

Man kann mit der Massage bereits in den ersten Wochen nach der Geburt beginnen. Etwa ab dem zweiten Monat werden die Einheiten länger und können bis zu 15 Minuten dauern. Viele Eltern bauen die Massagen bewusst in den Alltag ein, um eine Art Routine für sich selbst und das Kind zu schaffen.

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