Ringelröteln: Hier erfahren Sie alle Infos zur Kinderkrankheit

Baby mit Röteln

Wie Masern, Röteln, Windpocken und Scharlach gehören Ringelröteln zu den klassischen Kinderkrankheiten. Aufgrund des Namens werden sie häufig mit den Röteln verwechselt, werden aber durch einen anderen Erreger ausgelöst und sind eine eigenständige Krankheit.

1. Das Krankheitsbild bei Ringelröteln

In vielen Fällen werden die Ringelröteln gar nicht entdeckt. Denn für etwa ein Drittel der Erkrankten verlaufen sie ganz ohne Symptome.

Etwa 15 bis 20 Prozent bekommen einen für die Ringelröteln typischen Hautausschlag. Dieser äußert sich durch rote Flecken auf den Wangen, die schmetterlingsförmig über die Nasenwurzel verlaufen. An Armen, Beinen und Gesäß kann ein girlandenförmiger Ausschlag auftreten. Dieser Ausschlag kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, über mehrere Wochen auftreten und in manchen Fällen jucken.

Weitere mögliche Symptome sind grippeähnliche Beschwerden, Temperaturen unter 38°C und Gelenkschmerzen. Diese Gelenkschmerzen treten vermehrt bei Mädchen und jungen Frauen auf, verschwinden aber in der Regel von selbst wieder.

Erkranken schwangere Frauen an den Ringelröteln, kann sich die Krankheit über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen. Dies ist bei etwa 30 Prozent der erkrankten Schwangeren der Fall. Bei fünf bis zehn Prozent der Fälle treten bei dem ungeborenen Kind Komplikationen wie Blutarmut, Wassereinlagerungen oder Herzmuskelschwäche auf, die für das Kind gefährlich werden können. Insbesondere eine Infektion in der 8. Bis 20. Schwangerschaftswoche stellt eine Gefahr für das ungeborene Kind dar, welche in manchen Fällen zu einer Fehlgeburt führen kann.

Auch für Patienten, die an einer bestimmten Blutkrankheit oder einer Abwehrschwäche leiden, sind die Ringelröteln gefährlich.

2. Ansteckung

Am häufigsten erkranken Kleinkinder und Schulkinder an den Ringelröteln. Anstecken können sich jedoch Menschen jeden Alters.

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, auch eine Ansteckung über das Blut ist möglich. Außer guter Hygiene gibt es allerdings kaum Wege, einer Erkrankung vorzubeugen. Hinzu kommt, dass die Ringelröteln nur so lange ansteckend sind, wie man sie nicht sieht. Tritt der typische Hautausschlag erst einmal auf, sind die Erkrankten praktisch nicht mehr ansteckend. Daher ist es auch nicht nötig, Kinder mit einem Ringelrötelnausschlag aus dem Kindergarten zu nehmen.

Eine Impfung gegen Ringelröteln gibt es nicht. Doch Kinder, die die Krankheit einmal überstanden haben – in vielen Fällen ohne es zu wissen – sind ihr Leben lang immun gegen die Viren.

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Immunstatus gegen die Ringelröteln-Viren testen lassen. Für Schwangere, die nicht immun gegen die Krankheit sind, gilt in einigen Bundesländern ein vorrübergehendes Beschäftigungsverbot beim Auftreten von Ringelröteln in Kindertageseinrichtungen.

3. Therapie von Ringelröteln

Da es kein Mittel gegen den Ringelröteln-Virus gibt und bei Kindern die Krankheit oft sehr leicht verläuft, werden lediglich die Symptome behandelt. Bei stärkeren Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sollten Kinder Bettruhe einhalten und ausreichend Flüssigkeit trinken. Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel können außerdem helfen.

Bei Schwangeren, die an den Ringelröteln erkrankt sind, wird die Gesundheit des Kindes regelmäßig über Ultraschall untersucht. Im Falle einer Übertragung können Bluttransfusionen den Kindern helfen.

Diese und weitere Informationen können Sie nachlesen auf der Seite des Deutschen Grünen Kreuzes.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Beratung durch einen approbierten Arzt. Die hier eingestellten Informationen können und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder Selbstmedikation verwendet werden. Zusätzlich verweisen wir auf Paragraph 4, Absatz 2 unserer Nutzungsbedingungen.

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