Die sehr enge Beziehung resultiert aus der Geschlechteridentität sowie der frühkindlichen Prägung. Die ambivalent gestaltete Mutter-Tochter-Beziehung bewegt sich jedoch stets zwischen dem Wunsch nach Anerkennung sowie der bewussten Abgrenzung.
Oftmals ist die Beziehung für eine alleinerziehende Mutter noch deutlich intensiver, da der männliche Part in der Familie schlichtweg fehlt. Dies kann allerdings auch schnell zum Problem werden, wenn Kinder den Rat ihrer Mutter nicht mehr einholen.
Wir haben in Kapitel 4 einige Tipps zusammengefasst. Unter anderem sollten Sie Ihre Tochter bei ihren Hobbys unterstützen und ihr Selbstvertrauen stärken.
Eine Mutter-Tochter-Beziehung zählt zu den wichtigsten Verbindungen des gesamten Lebens. Umso wichtiger ist es also, dass dieses Verhältnis funktioniert.
Aber wie sieht eine gesunde Mutter-Tochter-Beziehung eigentlich aus? Welche möglichen Beziehungstipps gibt es, um das Verhältnis zu stärken und inwieweit bereitet eine zu enge Bindung Probleme?
In unserem Artikel gehen wir der Mutter-Tochter-Beziehung auf den Grund, erklären, an welchen Stellen sich Schwierigkeiten ergeben und welche Möglichkeiten es gibt, etwas gegen eine gestörte Verbindung zu unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
Mütter sind die wichtigste Bezugsperson.
Jede Mutter hat zu ihrem Kind eine ganz besondere Beziehung, die kein Mann je komplett nachvollziehen kann. Neben der sehr intensiven Stillzeit hat jedoch auch das gleiche Geschlecht von Mutter und Tochter eine enorme Bedeutung für das Verhältnis zueinander.
Teils bleibt dieses exzellente Verhältnis lediglich bis zum Kindergarten bestehen, während es bei anderen erst in der Pubertät zu ernsten Konflikten kommt. Früher oder später versuchen allerdings die meisten Mädchen, sich aus der Co-Abhängigkeit zu lösen und entwickeln eigene Ideen.
Stimmen diese mit den Idealen der Mutter überein, gestaltet sich die Mutter-Tochter-Beziehung relativ problemlos. Weichen die Vorstellungen des Kindes allerdings stark von denen der Eltern ab, kommt es häufig zu mehr oder weniger offen ausgetragenen Streitigkeiten.
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Tipp: Klammern Sie sich nicht an Ihrer Tochter fest, wenn sie etwas Freiraum sucht, sondern versuchen Sie, stets für Veränderungen offen zu bleiben.
Früher oder später kommt es in fast jeder Beziehung zu Auseinandersetzungen.
Auf der einen Seite stellt die Mutter für jedes Mädchen ein großes Vorbild dar. Besonders in den ersten Lebensjahren identifizieren sich Kinder besonders stark mit der eigenen Mutter.
Die sehr enge Beziehung resultiert aus der Geschlechteridentität sowie der frühkindlichen Prägung. Gleichzeitig entwickeln Mädchen im Laufe der Zeit immer mehr eigene Ideen und sie müssen herausfinden, wer sie selbst sind. Diese ambivalent gestaltete Mutter-Tochter-Beziehung bewegt sich also stets zwischen dem Wunsch nach Anerkennung sowie der bewussten Abgrenzung.
Beginnen Sie allerdings frühzeitig damit, die Verbindung zueinander zu stärken, so entstehen auch in späteren Phasen deutlich weniger Beziehungsprobleme, die das einzigartige Verhältnis auf die Probe stellen.
Mütter sind in vielen Fragen die erste Ansprechpartnerin.
Sowohl in der frühen Kindheit als auch in der Jugend oder als Erwachsene wenden sich die meisten Mädchen oder jungen Frauen mit Problemen oder anstehenden Entscheidungen meist an ihre Mutter.
Sei es die erste Schwärmerei in der Grundschule, die Periode oder auch der erste Geschlechtsverkehr – bei all diesen Themen kommt kaum ein Mädchen auf die Idee, sich an ihren Vater zu wenden.
Oftmals ist die Beziehung für eine alleinerziehende Mutter noch deutlich intensiver, da der männliche Part in der Familie schlichtweg fehlt. Dies kann allerdings auch schnell zum Problem werden, wenn Kinder den Rat ihrer Mutter nicht mehr einholen.
Achtung: Töchter haben ihren eigenen Kopf und müssen nicht um Rat fragen. Sobald dies jedoch zum Zwang wird, entsteht meist ein starker und nur schwer lösbarer Mutter-Tochter-Konflikt.
Auch wenn viele Töchter diesen Satz nicht hören möchten, zeigt eine aktuelle Studie, dass die Beziehungen einer Mutter großen Einfluss auf die späteren Partnerschaften der Tochter haben.
Grundsätzlich sollte die Beziehung zwischen Eltern und Kindern von Liebe und gegenseitigem Respekt geprägt sein. Zusätzlich ist eine gewisse Nähe notwendig, um schöne Momente miteinander zu teilen oder aber Problemen gemeinsam entgegenzutreten.
Orientieren Sie sich daher an folgenden Erziehungstipps, um ein gesundes und harmonisches Verhältnis zueinander aufzubauen:
Eltern sollten stets an einem Strang ziehen.
Es gibt mehr als nur ein gutes Buch zu diesem komplexen Thema. Wichtig ist an dieser Stelle jedoch weniger, für welches Exemplar Sie sich entscheiden, sondern, dass Sie Tipps für eine gelungene Mutter-Tochter-Beziehung tatsächlich umsetzen und nicht nur lesen.
In den Jahren der Pubertät ist es oftmals schwierig. Versuchen Sie stets, sich etwas zurückzunehmen und starke Gefühlsausbrüche weniger auf sich selbst zu beziehen. Die Hormone spielen verrückt und lassen sich kaum beruhigen.
Kommt es in dieser Phase zu einem deutlichen Bruch miteinander, leidet die Mutter-Tochter-Beziehung oftmals dauerhaft. In der Folge sind viele Frauen im Erwachsenalter auf eine Therapie angewiesen. Dies gilt im Übrigen keineswegs einseitig, denn besonders Mütter leiden stark darunter, wenn sich Töchter von ihnen abwenden. Sprechen Sie also möglichst offen über Ihre Gefühle, ohne dabei vorwurfsvoll zu klingen.
Leider lässt sich nicht jeder Konflikt lösen. Dennoch besteht das Band zwischen Mutter und Tochter ein Leben lang. Dies gilt unabhängig davon, ob Mütter oder Töchter dies möchten.
Eine Aussöhnung miteinander sollte daher immer eine Option für die Zukunft darstellen. Selbst bei extremen Schwierigkeiten gibt es vielfach Kompromisse. Insbesondere bei emotionalem Missbrauch oder Gewalt sollten Sie allerdings dringend auf therapeutische Hilfe zurückgreifen.
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