Sport mit Kindern: Ideen für gemeinsame Übungen mit Ihrem Schützling

Vater und Kind machen sich bereit für ein Wettrennen
  • Sport mit Kindern verbessert die Eltern-Kind-Beziehung.
  • Durch sportliche Betätigung lässt sich Übergewicht vermeiden. Zudem fördern Sie frühzeitig ein Bewusstsein für den eigenen Körper.
  • Beim Sport mit Kindern sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Übertriebener Ehrgeiz schadet der Entwicklung.

Kinder lieben es, neue Dinge auszuprobieren. Um Kinder in jungen Jahren für Sport zu begeistern, bedarf es daher meist nicht viel an Motivation. Aber welche Möglichkeiten gibt es, Sport mit Kindern zu treiben? Welche Sportarten eignen sich besonders gut und welche Vorteile bringt dies mit sich? In unserem Artikel möchten wir Ihnen den Sport mit Kindern näherbringen und zeigen, mit welchen Ideen Sie die Bewegung fördern können.

1. Den natürlichen Bewegungsdrang nutzen

Mutter und Tochter machen Yoga

Gemeinsamer Sport schafft eine besondere Verbindung zwischen Eltern und Kindern.

Kommt ein Baby auf die Welt, ist zunächst alles neu und unbekannt. Es gilt also, die Umgebung kennenzulernen und langsam zu entdecken. Nach den ersten Krabbelversuchen, dem langsamen Aufstehen und den ersten, sicheren Schritten auf den eigenen Füßen sind Kinder in der Lage, erste sportliche Erfahrungen zu machen.

Beim Babyschwimmen oder in Krabbelgruppen steht die Eltern-Kind-Beziehung im Fokus. Bewegung ist eher ein angenehmer Nebeneffekt.

Sobald ein Kleinkind jedoch sicher laufen kann, spricht nichts gegen ein wenig Sport mit Kindern. Anfänglich ist dies selbstverständlich noch sehr begrenzt möglich. Achten Sie daher darauf, altersgerecht vorzugehen und Ihrem Kind nicht zu früh zu viel zuzumuten. Sport soll Spaß machen und zwar Ihnen und Ihrem Kind.

Wenn Sie also mit einem zwei- oder dreijährigen Kleinkind draußen auf der Wiese Fußball spielen, reichen meist einige Minuten aus, damit Kinder an ihre Grenzen stoßen.

Tipp: Zeigen Sie Ihrem Kind möglichst früh viele verschiedene Übungen, um die eigenen Fähigkeiten herauszufordern. Beachten Sie dabei jedoch stets den Entwicklungsstand, um Ihr Kind nicht zu überfordern, sondern aktiv zu unterstützen.

2. Sport mit Kindern verbindet

Mehr Zeit für Kinder:

Laut einer Studie der University of California verbringen Eltern heute deutlich mehr Zeit mit Ihren Kindern als noch für 50 Jahren und das, obwohl immer mehr Mütter arbeiten gehen.

Für Eltern und Kinder ist es besonders wichtig, nicht nur viel Zeit miteinander zu verbringen, sondern diese Zeit effektiv zu gestalten. Wissenschaftler stufen die Qualität der Zeit deutlich höher ein als die Quantität. Wer zwar bei seinem Kind ist, jedoch ständig auf sein Smartphone schaut, nutzt die gemeinsame Zeit nicht. Beim Sport mit Kindern haben Sie indes die Gelegenheit, sich ganz auf Ihr Kind zu konzentrieren und ihm die gesamte Aufmerksamkeit zu schenken.

Durch Sport mit Kindern fördern Sie also nicht nur Ihre sowie die Gesundheit Ihres Kindes, sondern sorgen auch für mehr Harmonie und Zusammenhalt innerhalb der Familie.

Da Gesundheit, Sport und Ernährung einfach zusammengehören, versuchen Sie, Ihre Kinder auch in die Essenszubereitung mit einzubeziehen. So entwickeln diese ein frühes Verständnis für eine gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil. Spielerisch lernen Kinder verschiedene Nahrungsmittel kennen und merken, inwieweit sich diese mit Sport vertragen.

Tipp: Versuchen Sie, Abwechslung zu schaffen und Ihrem Kind viele verschiedene Übungen und Sportarten zu zeigen.

3. Sportarten, die Sie mit Kindern ausüben können

Mädchen beim Bouldern

Stellen Sie sich Herausforderungen gemeinsam.

Um das Wachstum zu fördern, Muskeln aufzubauen und das Herz zu stärken, gibt es keine bessere Möglichkeit, als Sport zu treiben.
Dabei gibt es nicht die eine besondere Sportart, die alles vereint. Viel wichtiger ist es, dass Kinder beim Toben Spaß haben und Freude an der Bewegung entwickeln.

Dennoch können Sie Ihr Kind in jedem Alter begleiten, anleiten und unterstützen. Nutzen Sie die gemeinsamen Möglichkeiten, um selbst neue Dinge auszuprobieren und vielleicht etwas sportlicher zu werden.

3.1. Sport für Kindergartenkinder

Kinder mit Bällen in der Hand

Ballsport übt auf viele Kinder eine hohe Faszination aus.

Mit vier oder fünf Jahren ist die Aufmerksamkeitsspanne bei Kindern in der Regel so hoch, dass Kinder verschiedene Sportarten erlernen können.

Für den Anfang eignet sich zum Beispiel das gemeinsame Radfahren. Haben Sie Ihrem Kind das Fahrradfahren beigebracht, steht dem sonntäglichen, zunächst kurzen, Ausflug nichts mehr im Wege.

Besonders Ballsportarten, wie Fußball, Basketball oder Tennis, sind bereits etwas für die ganz Kleinen. Beim Tischtennis oder Volleyball stellen die Platte bzw. das Netz anfänglich noch Probleme dar, sodass Sie noch zwei oder drei Jahre warten sollten, um diese Sportarten als Ideen in Betracht zu ziehen.

Turnen steht bei Kindergartenkindern hoch im Kurs. Hier lernen Kinder:

    • grundlegende motorische Fähigkeiten,
    • dehnen sich, um beweglich zu werden,
    • und verbessern ihre allgemeine Fitness.

Achtung: Versuchen Sie, die Übungen einfach zu gestalten. Kurze Erklärungen und schnelle Spiele (nicht mehr als 10 bis 15 Minuten) eignen sich für den Anfang besser, da die Konzentration sowie die Ausdauer sich noch entwickeln müssen.

3.2. Sport in der Schule

Sobald Kinder eingeschult werden, gibt es kaum noch Einschränkungen im Hinblick auf unterschiedliche Sportarten. Lediglich mit dem Krafttrainings sollten Kinder nicht zu früh beginnen. Ab einem Alter von 12 Jahren kann auch gezieltes Hanteltraining auf dem Programm stehen.

Vater und Sohn spielen Baseball

Fördern Sie Ihre Kinder frühzeitig.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Kinder ihren Körper nicht bereits frühzeitig trainieren können. Das Training sollte jedoch nicht explizit auf den Muskelaufbau ausgerichtet werden, sondern vielmehr die Bereiche

      • Ausdauer
      • allgemeine Fitness
      • Beweglichkeit
      • Koordination

umfassen.

Gehen Sie also gemeinsam joggen, spielen Sie Fußball, fahren Sie mit dem Kajak oder gehen Sie klettern.

Richten Sie sich nach den Vorlieben Ihres Kindes. Versuchen Sie jedoch stets, offen zu bleiben, gleichzeitig jedoch auch zu motivieren, um nicht alle zwei Wochen eine neue Sportart auszuprobieren.
Vielseitigkeit ist wundervoll, soll jedoch nicht dazu führen, dass die Entwicklung auf der Strecke bleibt, da Ihr Kind immer auf der Suche nach etwas Besserem ist.

4. Gemeinsam fit werden – in jedem Alter eine gute Idee

Indem Sie Sport mit Kindern machen, fördern Sie nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit. Auch die Ausgeglichenheit sowie die Intelligenz lassen sich nachweislich durch Sport verbessern.

eine Familie beim Jogging

Werden Sie als Familie fit.

Nutzen Sie Ihre Ideen daher, um gemeinsam aktiv zu werden. Gehen Sie in die Natur, erkunden Sie neue Wege und entdecken Sie die Vielfalt des Sports.

Trauen Sie sich etwas zu, auch wenn Sie bislang eher wenig oder gar nicht sportlich unterwegs waren. Sie werden überrascht sein, wie viel Spaß Sie bei der einen oder anderen Sportart haben werden.

Ganz wichtig ist es dabei, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen und auch exotischen Sportarten eine echte Chance zu geben.

Wie wäre es beispielsweise einmal mit folgenden Ideen?

      • Schwimmen (im Freibad oder im Badesee im Sommer)
      • Inline skaten oder Eislaufen (vielleicht entdecken Sie Ihre Leidenschaft für Eishockey)
      • Bouldern (ist auch ohne Vorkenntnisse ganz ohne Sicherung möglich)
      • Leichtathletik (veranstalten Sie beispielsweise kleine Wettbewerbe mit Weitsprung, kurzen Sprints oder Zielwerfen)

Möchten Sie den ganzen Körper fit halten, ist funktionelles Training die beste Wahl. Wie eine Mini-Trainingseinheit zu zweit aussehen könnte, sehen Sie in folgendem YouTube-Video:

Tipp: Bleiben Sie offen und sparen Sie nicht mit Lob. Läuft es einmal weniger rund, heißt es durchhalten. Stecken Sie sich daher konkrete Ziele, um sich und Ihre Kinder zu motivieren.

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