Brettspiele: Diese Tischspiele sind ideal für den Kiga Alltag

Brettspiele-Ratgeber
  • Genau wie Würfel- oder Kartenspiele gehören Brettspiele zur Kategorie der Gesellschaftsspiele. Kennzeichen sind außerdem, dass sie über ein Spielbrett verfügen und am Tisch gespielt werden können.
  • Brettspiele sind immer noch sehr beliebt. Vor allem in Kitas und Kindergärten werden sie gerne eingesetzt, um die Konzentration und das soziale Miteinander zu fördern.
  • Beliebte Kinderspiele sind unter anderem Lotti Karotti, Stone Age Junior und Kikeribumm.

Auf dem Markt gibt es unzählig viele verschiedene Brett- und Gesellschaftsspiele für Kinder. Da verlieren Eltern natürlich sehr schnell den Überblick. Gesucht werden häufig Spiele, die altersgerecht sind und Spaß machen, aber dennoch einen gewissen Lerneffekt erzielen. Aber welche Brettspiele sind dafür besonders geeignet?

In unserem Ratgeber bekommen Sie einen umfassenden Überblick über die besten und beliebtesten Brettspiele für Kinder im Kindergartenalter. Wir erklären Ihnen, wie die einzelnen Spiele funktionieren und für welche Altersgruppe sie am besten geeignet sind. Außerdem zeigen wir Ihnen auf, welchen Lerneffekt diese Brett- und Gesellschaftsspiele haben.

1. Gesellschaftsspiele verbinden

Brettspiel für 2

Brettspiele fördern das soziale Miteinander.

Brettspiele gehören zur Kategorie der Gesellschaftsspiele. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Spielbrett und entsprechenden Figuren bestehen und auf dem Tisch gespielt werden können. Dabei kann das Spielzubehör aus verschiedenen Materialien bestehen.

Wichtig ist außerdem, dass sie mit zwei oder mehr Personen gespielt werden können. So sind sie sowohl für die Kinderkrippe oder die Kita als auch für die ganze Familie geeignet.

Zur Kategorie der Gesellschaftsspiele gehören auch:

  • Würfelspiele
  • Kartenspiele
  • Strategiespiele
  • Familienspiele
  • Lernspiele

Die Geschichte der Brettspiele reicht sehr weit zurück. Bereits im Jahr 2600 v. Chr. wurde das “Königliche Spiel von Ur” gespielt. Damit ist dies das älteste bekannte Brettspiel der Welt. Früher wurde das Spielbrett oftmals mit Steinen und Stöcken in den Sand gemalt.

Schach ist das wahrscheinlich älteste Brettspiel, welches noch immer in keinem Haushalt fehlen darf. Bereits im 13. Jahrhundert hat sich dieses Spiel fest in Europa etabliert.

Obwohl sich unser Alltag immer weiter digitalisiert, sind Brettspiele immer noch sehr beliebt. Laut einer Umfrage spielen 47% der Bevölkerung zumindest gelegentlich ein Brettspiel.

Gesellschaftsspiele sind in vielen Fällen auch schon für Kinder geeignet, sodass sie in keinem Kindergarten fehlen dürfen. Sie machen Spaß, fördern das soziale Miteinander und weisen in den meisten Fällen zusätzlich einen Lerneffekt auf.

Brettspiele werden immer für ein bestimmtes Alter konzipiert. Gerade für Kleinkinder ist es wichtig, dass das Spiel sehr einfache Regeln aufweist. Dadurch können sie sich langsam an Kinderspiele herantasten.

Achten Sie beim Kauf eines Kinderspiels unbedingt auf die Altersempfehlung des Herstellers. So können Sie Frustration und Langeweile vermeiden.

Vor allem für den Kindergarten sind Gesellschaftsspiele besonders gut geeignet, da die Kinder dabei lernen, längere Zeit ruhig zu sitzen und sich auf das Spiel zu konzentrieren. Daher können wir an dieser Stelle festhalten:

Brettspiele

  • machen Spaß.
  • unterstützen das soziale Miteinander.
  • fördern das Befolgen von Regeln.
  • sind auf einen bestimmten Lerneffekt ausgerichtet.
  • fördern motorische Fähigkeiten.

Natürlich ist es schwierig, hier die besten Tischspiele für Kinder vorzustellen, da es sehr viele unterschiedliche Spiele gibt. Daher stellen wir Ihnen im Folgenden drei verschiedene Brettspiele vor, die einen kleinen Überblick über das gesamte Angebot geben sollen.

2. Ein Klassiker: Lotti Karotti

Spiele

Wer die saftige Karotte zuerst erreicht, gewinnt.

  • Genre: Wettlaufspiel
  • empfohlenes Alter: 4-8 Jahre
  • geeignet für: 2-4 Spieler
  • Spielzeit: 15 Minuten

Bei dem Gesellschaftsspiel Lotti Karotti von Ravensburger handelt es sich mittlerweile um einen echten Klassiker, der sowohl in der Kita als auch Zuhause fast in jedem Regal zu finden ist. Das Brettspiel ist sehr kurzweilig und kann mit der gesamten Familie gespielt werden. Ziel des Spiels ist es, mit seinem Hasen die Karotte zuerst zu erreichen.

Spielablauf:
Zunächst platzieren die Kinder das Spielfeld in der Mitte des Tischs. Die Aktionskarten werden gemischt und so hingelegt, dass jedes Kind sie erreichen kann. Nun darf sich jeder Spieler einen Farbe aussuchen und die dazugehörigen vier Hasen vor sich stellen. Der jüngste Spieler beginnt und zieht die oberste Karte vom Stapel. Auf dieser ist abgebildet, wie viele Felder einer der eigenen Hasen vorwärts gehen darf. Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Sobald ein Spieler die Karottenkarte zieht, muss dieser die Karotte auf dem Hügel im Uhrzeigersinn drehen bis ein Klickgeräusch zu hören ist. Nun öffnen sich einige Löcher, in die die Hasen hineinfallen. Diese Hasen sind aus dem Spiel. Auf sicheren Feldern kann dem Hasen nichts passieren. Wer zuerst einen eigenen Hasen bis an die Spitze bringt, hat gewonnen.

Lerneffekt:
In erster Linie ist dieses Spiel unglaublich spannend und macht kleinen sowie älteren Kinder großen Spaß. Die Kinder erlernen jedoch auch ganz nebenbei auf spielerische Weise ein paar weitere Fähigkeiten. Sie üben das Zählen, müssen sich konzentrieren und herausfinden, mit welchem Hasen sie auf einem sicheren Feld landen könnten.

3. Kinderspiel des Jahres 2016: Stone Age Junior

Top 10

Die Steinzeit für Kinder erlebbar machen.

  • Genre: Merkspiel, Wirtschaftssimulation
  • empfohlenes Alter: ab 5 Jahren
  • geeignet für: 2 bis 4 Spieler
  • Spielzeit: 15 Minuten

Bei dem Brettspiel “Stone Age Junior” geht es darum, eine Siedlung zu bauen und Waren zu sammeln. Das Geschehen findet in der Steinzeit statt. Ziel ist es, verschiedene Waren zu sammeln und damit drei Hütten zu bauen. Das Planungs- und Gedächtnisspiel wurde im Jahre 2016 mit dem Preis “Kinderspiel des Jahres” ausgezeichnet. Es ist etwas anspruchsvoller und eher für die älteren Kinder im Kindergarten geeignet.

Preise für Spiele

Neben der Auszeichnung “Spiel des Jahres” findet seit 2001 auch die Verleihung des Preises “Kinderspiel des Jahres” statt. Die Spiele richten sich in der Regel an Kinder ab vier bis sechs Jahren.

Spielablauf:
Bevor das Spiel beginnt, liest der Spielleiter den Kindern die Geschichte vor, die sich am Anfang der Spielanleitung befindet. Darin erfahren die Kinder schon einiges über die Steinzeit und das Leben zu dieser Zeit. Daraufhin können sie den Spielplan ausgelegen und die Waldplättchen mischen. Die Hüttenplättchen werden gemischt und verdeckt auf die jeweiligen Felder gelegt. Nun wählt jeder Spieler eine Farbe aus und stellt die Siedlung vor sich auf. Das Spiel verläuft im Uhrzeigersinn. Jeder Spieler, der an der Reihe ist, macht immer folgende drei Dinge: zuerst ein Waldplättchen aufdecken, danach die Spielfigur bewegen und im Anschluss die Aktion ausführen. Ziel ist es, die passenden Waren zu sammeln, um damit eine Hütte bauen zu können.

Lerneffekt:
Das Spielbrett ist sehr liebevoll und kreativ gestaltet. Auf kindgerechte Weise erfahren die Spieler, wie ein normaler Tagesablauf in der Steinzeit aussah. Zudem lernen sie verschiedene Rohstoffe kennen und bekommen einen Einblick in den Tauschhandel. Das Spiel bietet sowohl taktische Herausforderungen als auch spannenden Spielspaß. Neben einer guten Planung ist außerdem ein gutes Gedächtnis gefragt.

4. Das Geschicklichkeitsspiel Kikeribumm

beliebte Spielesammlung

Kikeribumm ist eine moderne Alternative zum Klassiker Jenga.

    • Genre: Geschicklichkeitsspiel
    • empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
  • geeignet für: 2 bis 4 Spieler
  • Spielzeit: 10 Minuten

Kikeribumm ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem es vor allem um Geschicklichkeit und Taktik geht. Alle Teile bestehen aus Holz und sind liebevoll gestaltet. Ziel des Spiels ist es, die Wippe abzuräumen ohne diese aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Spielablauf:
Zuerst verteilen alle Mitspieler die 20 Teile je nach Belieben auf der Wippe. Anschließend wird die Wippe auf das Podest gestellt. Dabei müssen die Kinder darauf achten, dass sie im Gleichgewicht ist. Die Spieler nehmen nun abwechselnd immer ein Teil von der Wippe, ohne dass diese umkippt. Die Teile haben Werte von einem bis drei Punkten. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. Falls die Wippe bei einem Spieler umkippt, ist das Spiel vorzeitig beendet.

Lerneffekt:
Das Brettspiel besticht vor allem durch das hochwertige Spielmaterial und die einfachen Spielregeln. Sowohl Kleinkinder als auch etwas ältere Kinder können hier ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Sie können dabei ein Gefühl für das Gleichgewicht entwickeln und gleichzeitig ihre motorischen Fähigkeiten schulen. Um es den anderen Mitspielern möglichst schwer zu machen, ist Taktik gefragt.

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