Reboarder Test 2018

Die besten Reboarder im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Reboarder gelten als die sichersten Kindersitze für Jungen und Mädchen bis zum Alter von vier Jahren. Der Grund: Das Kind wird entgegen der Fahrtrichtung platziert
  • Diese Kindersitzvariante gibt es mit Isofix, für den normalen Drei-Punkt-Gurt und zwei Installationsvarianten.
  • Manche Reboarder sind drehbar und können auch in eine Liegeposition gestellt werden. So kann der kleine Passagier auch im Auto sicher und bequem schlafen.

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Die Sitzrichtung ist für die Fahrsicherheit von entscheidender Bedeutung. Eine Babyschale wird gegen die Fahrtrichtung gestellt, weil in dieser Position die Bewegungsenergie bei einem Aufprall oder einer Vollbremsung optimal verteilt und vom Kind weg gelenkt wird. So ist das Verletzungsrisiko erheblich kleiner. Mit einem Reboarder können Kinder bis zum Alter von etwa 4 Jahren und einem Gewicht von maximal 18 kg gegen die Fahrtrichtung sitzen.

Neben der Fahrsicherheit bietet der Reboarder noch einen weiteren Vorteil: die Blickrichtung. Blickt das Kind nach vorn, müssen die Augen sehr schnell immer wieder neu fixieren, da sich die Landschaft schnell bewegt. Im Reboarder ist der Anblick wesentlich ruhiger, was dafür sorgt, dass das Kind entspannter ist. Gerade bei kleinen Kindern ist Reizüberflutung ein häufiger Grund für Weinen und Stress.

1. Das macht den Reboarder zum sichersten Autositz

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Sicherheit für das Kind im Auto.

Dieser relativ neuartige Kindersitz ist sicher keine Modeerscheinung sondern aus der Praxis entstanden. Wie Sie vielleicht wissen, macht der Kopf des Kindes bis zum Alter von etwa 4 Jahren ungefähr ein Viertel des gesamten Körpergewichtes aus. Dem gegenüber steht die noch zart entwickelte Nackenmuskulatur. Sitzt das Kind in Fahrtrichtung, wird es beim Aufprall oder starkem Bremsen nach vorne geschleudert. Es drohen schon bei vergleichsweise kleinen kinetischen Kräften Verletzungen, da der Kopf durch die Muskulatur in der Schleuderbewegung nicht abgefangen werden kann.

Beim Reboarder ist diese Gefahr alleine schon wegen der Sitzrichtung gebannt. Kopf und Rücken Ihres Kindes werden durch den Sitz optimal gehalten und gestützt, die Rückenlehne wirkt wie ein Schutzschild, welcher die auftretenden Kräfte optimal verteilt.

Eine Reboarder-Pflicht ist derzeit nicht vorgesehen! Was ab 2018 Pflicht wird, ist der Transport von Kindern gegen die Fahrtrichtung bis zu einem Alter von 15 Monaten, sowie die Anbringung von Kindersitzen mittels Isofix.

2. So funktioniert Isofix

Isofix ist eine fest installierte Halterung für Kindersitze. Es wird mit der Karosserie Ihres Autos fest verbunden, der Sitz wird mit Halteklammern ganz einfach daran befestigt und eingerastet. Es gibt Isofix-Systeme, die nur für bestimmte Fahrzeuge zulässig sind, andere haben eine Universalzulassung. Das neue System bietet einige Vor- und Nachteile:

  • sichere und fehlerfreie Befestigung des Kindersitzes
  • einmalige Installation
  • Befestigung erfolgt nicht nur am Autositz sondern auch am Boden für zusätzliche Sicherheit
  • starre Verbindung mindert das Risiko, dass die Gurte versagen
  • in älteren Fahrzeugen noch nicht verwendbar
  • Isofix kann meist nur an den äußeren Plätzen genutzt werden
  • nicht alle Systeme sind für alle Fahrzeuge zugelassen
  • Kindersitze für Isofix sind meist etwas teurer

3. Verschiedene Reboarder auf dem Markt

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Auch auf langen Fahrten ergonomisch.

Als erstes kann man die Kindersitze anhand der Befestigungsart unterscheiden. Es gibt Reboarder, die nur mit Isofix befestigt werden können, solche die für Drei-Punkt-Gurte geeignet sind und Kombiversionen. Weiterhin gibt es Produkte, die drehbar sind und solche, die fest sind. Wenn Sie sich einen solchen Kindersitz kaufen möchten, sollten Sie ein wenig Zeit damit verbringen und herausfinden, welcher Reboarder für Ihr Auto geeignet ist. Manche haben eine Universalzulassung, andere sind nur für bestimmte Fahrzeugtypen geeignet. Bei jedem Modell gibt es die Info, für welchen Fahrzeugtyp es geeignet ist.

Für viele Reboarder gibt es außerdem Zubehör wie Fußrasten oder Sitzverkleinerer. Ebenso finden Sie Spiegel und ähnliches. Auch Ersatzteile gibt es, wie etwa neue Bezüge oder Gurtpolster.

Achtung: Verwenden Sie nur Zubehör und Ersatzteile, die genau zu Ihrem Reboarder passen und dafür zugelassen sind. Sonst ist unter Umständen die Sicherheit nicht gewährleistet.

4. Kaufberatung: Kindersitz und Reboarder im Vergleich

Der Einfachheit halber stellen wir diesen Reboarder Vergleich tabellarisch dar.

Vergleichsmerkmal Kategorie: Reboarder Kategorie: Kindersitze
Einbau

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Der Einbau erfolgt einmalig bei Isofixsystemen. Der Reboarder wird einfach eingerastet. Vorteil: Der Sitz ist immer richtig gesichert. Nachteil: ein Sitzplatz ist dauerhaft blockiert. Der Sitz kann immer wieder neu platziert werden und wird durch den Drei-Punkt-Gurt (Sicherheitsgurt im Auto) gehalten. Vorteil: flexible Positionierung möglich. Nachteil: Fehler können beim Verzurren passieren, was eine Gefahrenquelle darstellt.
Preis

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Gute Produkte mit Zubehör sind im oberen Preis-Segment zu finden. Dennoch stimmt das Preis-Leistungsverhältnis, betrachtet man die Ergebnisse bei Stiftung Warentest und ADAC für Reboarder. Im Vergleich günstiger als Reboarder, bieten jedoch nicht so viel Komfort und Möglichkeiten wie der Reboarder.
Kompatibilität

Reboarder Kompatibilität

Vor allem die Versionen mit Isofix passen nicht in jedes Auto. Bei den anderen muss die Zulassungsart beachtet werden: Haben sie Universalzulassung, oder sind sie für bestimmte Autotypen zugelassen, beziehungsweise nicht zugelassen? Sie passen in jedes Auto, sofern genug Platz für die Grundfläche des Sitzes vorhanden ist.

Es gibt also beim Reboarder schon einiges zu beachten, jedoch lohnt es sich, wenn Eltern sich die größtmögliche Sicherheit fürs Kind unterwegs wünschen.

5. Die besten Hersteller von Reboardern

In regelmäßigen Abständen, meist jährlich, unterziehen Stiftung Warentest und auch der ADAC die aktuell am Markt befindlichen Reboarder gründlichen Tests. Die Testkriterien sind dabei unterschiedlich jedoch immer sehr streng.

Getestet werden:

  • Materialien und deren Unbedenklichkeit
  • Robustheit und Widerstandsfähigkeit von Materialien unter extremen Belastungen
  • Stabilität der verschiedenen Bauteile
  • Alltagstauglichkeit
  • uvm.

Wenn Sie sich die Testberichte im Internet ansehen, werden Sie immer wieder auf die gleichen Namen auf ähnlichen Positionen in den jeweiligen „Hitlisten“ stoßen. Führend sind dabei immer Unternehmen, die schon seit langer Zeit spezialisiert sind auf die Entwicklung und den Bau von Sicherheitsprodukten für die Kleinsten. Sehr bekannte Namen sind hier:

  • Britax Römer
  • Maxi Cosi
  • Cybex
  • BeSafe
  • Qeridoo
  • Hauck
  • Concord
  • Klippan

6. Das ist ein Pseudo-Reboarder

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Perfekter Sitz mit dem Reboarder.

Bei einem Pseudo-Reboarder handelt es sich um einen Kindersitz, der in beide Fahrtrichtungen verwendet werden kann. Meist sind diese Sitze bis zum Alter von etwa drei Jahren geeignet. Der Unterschied ist: Der Reboarder ist drehbar. Er kann also sowohl vorwärts wie rückwärts eingestellt werden, ohne dass er umgesetzt werden muss. Der Pseudo- Reboarder kann entweder vorwärts oder rückwärts eingebaut werden. Die Position ist dann fest.

Ein Beispiel: Sie können Ihren Reboarder vorwärts drehen, wenn Ihr Kind ein- oder aussteigt, nach dem Anschnallen drehen Sie den Sitz entgegen der Fahrtrichtung. Bei einer Rast können Sie den Sitz wieder nach vorne drehen, etwa um dem kleinen Reisenden etwas zu essen oder zu trinken zu geben, ohne dass er aussteigen muss. Mit einem Pseudo-Reboarder geht das nicht, denn er steht ja fest in seiner Position.

7. Beinfreiheit im Reboarder

Viele Eltern fragen sich: wohin mit den Beinen, wenn das Kind größer wird? Je nach Hersteller und Bauart bieten Reboarder unterschiedlich viel Beinfreiheit. Manche können gekippt werden oder der Sitzfläche kann, wie etwa beim Beifahrersitz auch, nach hinten geschoben werden. Unter den Knien des Kindes ist die dicke gut gepolsterte Vorderkante des Sitzes, so dass auch beim zurück Kippen die Sitzposition für Junior angenehm und entspannt bleibt. Wenn das Kind schon sehr groß oder langbeinig ist, kann der Reboarder auch in Fahrtrichtung gedreht und mit Fußrasten ausgestattet werden.

Tipp: Wenn die Eltern groß gewachsen sind, ist anzunehmen, dass auch das Kind eher groß werden wird. Achten Sie beim Kauf des Reboarders darauf, dass er maximale Beinfreiheit bietet.

8. Der hohe Preis ist angemessen

Im ersten Moment ist der vergleichsweise hohe Preis für einen guten Reboarder etwas abschreckend. Wenn aber die Bauweise des Sitzes betrachtet wird, etwa die Verstell-Möglichkeiten, die Festigkeit der Schale oder auch der Seitenaufprallschutz, stimmt das Preis-Leistungsverhältnis durchaus. Mit Sitzverkleinerung kann der Reboarder außerdem sehr lange verwendet werden, Sie sparen mit ihm quasi zwei Kindersitze ein. So betrachtet kann er sogar auf Sicht gesehen günstiger sein, als es der Kauf mehrerer Kindersitze wäre.

Isofix – Nachrüstbar?

Die meisten neueren Fahrzeuge sind ab Werk bereits mit Sitzen ausgestattet, die für Isofix geeignet sind. Seit 2012 ist dies Pflicht. Eine fest mit der Karosserie verbundene Halterung, in die der Kindersitz fest und sicher eingeklickt wird, nennt man Isofix. Bei vielen KFZ älterer Baujahre ist eine Nachrüstung möglich. Entsprechende Bausätze gibt es im Internet. Idealerweise sollten Sie den Isofix vom Fachmann einbauen lassen, damit er optimal sitzt. Ob Ihr Fahrzeug geeignet ist, erfahren Sie beim Hersteller des Fahrzeuges oder beim KFZ-Meister Ihres Vertrauens. Bei den Fahrzeugen, die nach 2012 gebaut wurden, also i-Size-Sitze haben, ist die Verwendung eines Isofix Pflicht! Entwickelt wurde dieses System übrigens im Jahr 1997 von der Firma Volkswagen.

Auch wenn eine Reboarder-Pflicht nicht zu erwarten ist, empfehlen Fahrsicherheitseinrichtungen europaweit dringend, Kleinkinder bis zum Alter von 4 Jahren gegen die Fahrtrichtung zu transportieren. Die Vorteile liegen auf der Hand. Ab 2018 müssen Kinder bis zum Alter von 15 Monaten ohnehin gegen die Fahrtrichtung mit fahren. Je nach Größe des Kindes ist das mit einer Babysitzschale nicht zu machen und ein Pseudo-Reboarder kann sich schnell als wenig praktisch erweisen. Kaufen Sie deshalb lieber jetzt schon Ihren persönlichen Reboarder Vergleichssieger, um für die Gesetzesänderung gewappnet zu sein.

Was bereits teilweise Pflicht ist, sind Isofix-Kindersitze. Der Grund ist die Tatsache, dass es derzeit keine sicherere Methode gibt, einen Kindersitz im Auto zu fixieren. Praktisch: Auf viele Isofix-Systeme passen mehrere Kindersitze vom jeweils geeigneten Hersteller. Die ersten Autos werden schon seit 2012 mit entsprechend konfigurierten Sitzen, den sogenannten i-Size-Sitzen ausgestattet. Welcher Isofix in Ihr Auto passt, erfahren Sie beim Hersteller. Es gibt auch Universal-Systeme die in mehrere Fahrzeugmarken passen.

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