Treppenhochstuhl Test 2019

Die besten Treppenhochstühle im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Treppenhochstühle sind sehr variabel und wachsen mit Ihrem Kind mit. Fußabstellfläche und Sitz sind in Treppen angeordnet und höhenverstellbar.
  • Achten Sie beim Kauf auf eine gute Verarbeitung und Zertifikate für geprüfte Sicherheit.
  • Kinder sollten erst in den Treppenhochstuhl gesetzt werden, wenn sie ohne Hilfe gut aufrecht sitzen können.

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Kleine Kinder wollen immer dazugehören und auch mit den Großen an einem Tisch sitzen, wenn gegessen wird. Für Eltern wird das Füttern auf dem Schoß ab einer gewissen Größe zu anstrengend.

Kinderhochstühle sind daher ideal und gehören zur Grundausstattung in Haushalten mit einem Baby genauso dazu wie andere Kindermöbel, Babyphone, Krabbeldecke und Babyflaschen.

Treppenhochstühle sind besonders praktisch, denn sie wachsen quasi mit und können daher viele Jahre genutzt werden. Von manchen Herstellern gibt es Erweiterungssets mit Babyschalen, die am Hochstuhl angebracht und später wieder entfernt werden können. Sitz- und Fußabstellfläche sind individuell verstellbar. So sind diese Stühle vom Windelalter an bis zum Schulalter nutzbar.

Wie bei allen Ausstattungsgegenständen für Kinder müssen Sie auch bei der Anschaffung eines Treppenhochstuhls besonders auf die Sicherheit und auf die verwendeten Materialien achten. Auch sind nicht alle Modelle gleich ausgestattet. In unserem Treppenhochstuhl-Vergleich 2019 haben wir für Sie die wichtigsten Aspekte rund um das Thema in einer ausführlichen Kaufberatung zusammengefasst. 

1. Treppenhochstuhl? Was ist das eigentlich?

Wie der Name bereits sagt, sind diese Kinderhochstühle treppenförmig aufgebaut. Wenn man sie von der Seite betrachtet, sehen sie S-förmig aus.

Die wichtigsten Merkmale des Treppenhochstuhls sind seine flexible Nutzbarkeit und die vielen Einstellmöglichkeiten. So müssen Sie zum Beispiel dem Kind kein Sitzkissen unter den Popo legen, wenn die Sitzhöhe nicht passt. Stattdessen lassen sich Treppenhochstühle bequem in der Sitzhöhe verstellen. Es gibt außerdem eine separate Fußstütze, die ebenfalls in der Höhe verstellbar ist. Ein mitwachsender Kinderstuhl also, an dem Sie lange Freude haben. Viele Stühle sind sogar so konstruiert, dass Sie später als Sitzgelegenheit im Kinderzimmer Verwendung finden.

Zu den wichtigsten Anbietern und Marken von Treppenhochstühlen gehören Stokke, Safety 1st, Roba, Geuther, Hauck, Herlag, Brevi, Chicco, Leander, Fillikid, Schardt, Osann und TIGGO World.

Bitte beachten Sie: Das Kind sollte wirklich nur zum Essen in dem Stuhl sitzen. Für längere Aufenthalte sind die Stühle nicht geeignet.

2. Mit oder ohne Essfläche – Typen von Treppenhochstühlen

Treppenhochstühle sind generell sehr variabel. Eine grundsätzliche Entscheidung sollten Sie aber idealerweise bereits vor dem Kauf des Treppenhochstuhls treffen. Nämlich die, ob Sie einen Hochstuhl mit oder ohne Esstisch haben möchten. Es gibt zwar Esstische zum Nachkaufen. Das hat aber den Nachteil, dass sich zwischen Kinderstuhl und Tisch oft eine kleine Lücke bildet, in der sich Krümel und andere Essensreste ansammeln können.

Besser ist es daher, gleich einen Treppenstuhl mit Esstisch anzuschaffen, wenn Sie dies generell möchten. Dann sollte der Esstisch aber abnehmbar sein, damit der Hochstuhl auch noch genutzt werden kann, wenn das Kind etwas älter wird.

Darüber hinaus gibt es zusammenklappbare Treppenhochstühle. So ein Reisehochstuhl bietet sich an, wenn Sie viel unterwegs sind oder das Kind öfter mal bei Oma und Opa übernachten und dort dann auch in seinem eigenen, perfekt eingestellten Hochstuhl sitzen soll.

Art des Hochstuhls Eigenschaften
Treppenhochstuhl mit Essfläche
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  • besteht aus Sitzfläche, Fußablage und Essbrett
  • Kind isst somit auf seinem eigenen kleinen Tisch
  • in der Bewegung ist das Kind mit einem Kombihochstuhl etwas eingeschränkt
  • Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich Kinderstuhl und Tisch zur Not später trennen lassen
Treppenhochstuhl ohne Essfläche
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  • eigene Essfläche fehlt
  • Stuhl kann komplett an den normalen Esstisch geschoben werden und die Kinder essen von diesem mit
Klappbarer Treppenhochstuhl
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  • ist der Hochstuhl klappbar, lässt er sich leicht verstauen oder mitnehmen
  • Kind sitzt so auch auf Reisen im gewohnten Stuhl

Letztlich ist es Geschmackssache für welche Kategorie Sie sich entscheiden. Beachten Sie aber, dass Kinder schnell älter und agiler werden und sich in einem Hochstuhl mit Tisch vielleicht eingeengt fühlen. Lesen Sie hier, welche Vorteile ein Treppenhochstuhl ohne Essfläche hat:

  • Kind hat mehr Bewegungsfreiheit
  • Nachwuchs kann den Stuhl auch noch nutzen, wenn er schon etwas älter ist
  • Kleinen essen direkt am Esstisch mit wie die Großen.
  • Ein eigener, kleiner Tisch ist auch gut zum Spielen und erleichtert dem Kind das Erlernen des selbständigen Essens.
  • nachträglich angebrachte Tische schließen oft nicht bündig und in den Spalten sammeln sich Essensreste

3. Sicherheit und Material – darauf müssen Sie beim Kauf achten

Im Kinderhochstuhl verbringt der Nachwuchs zwar nicht allzu viel Zeit. Dennoch sollten Sie vor dem Kauf einige wichtige Punkte beachten:

  • Die Sicherheit muss gewährleistet sein.
  • Bequemlichkeit und optimale Sitzposition für jedes Alter sind sehr wichtig.
  • Ist der Hochstuhl aus Holz, darf dieses nicht splittern.
  • Bezüge dürfen keine giftigen Stoffe enthalten.
  • Altersangaben des Herstellers sollten vorhanden sein.
  • Der Stuhl sollte schnell und einfach aufgebaut und umgebaut werden können.

Bester Treppenhochstuhl ist somit das Produkt, das in den Punkten Sicherheit, Material und Zubehör am besten abschneidet. Ein Grund, sich diese Punkte genauer anzusehen.

3.1. Sicherheit des Treppenhochstuhls

Generell sind Treppenhochstühle bereits sehr sicher. Achten Sie beim Kauf am besten auf TÜV- und GS-Siegel. Die Hochstühle sind alle mit einem Sicherheitsbügel oder Gurtsystemen ausgerüstet, die sich jedoch unterscheiden.

Der sogenannte Schrittgurt befindet sich im Schritt des Kindes und soll ein Durchrutschen verhindern. In diversen Treppenhochstuhl-Tests zeigen sich hier aber immer wieder Schwächen. Je kleiner die Kinder, desto mehr Bewegungsspielraum haben sie in dem Hochstuhl. Sie können es unter Umständen schaffen, beide Beine auf eine Seite zu bekommen und dann können sie leicht nach unten durchrutschen.

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Kinder sollten im Treppenhochstuhl niemals unbeaufsichtigt sein.

Gut ist daher, wenn das Kind mit einem Sicherheitsbügel gesichert wird, der um den Oberkörper gelegt wird. Dieser verhindert auch, dass das Kind aufsteht, was die Gefahr des Umkippens birgt.

Eine hohe Sicherheit bieten auch 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurte, die das Kind gleich an mehreren Stellen sichern und stabilisieren.

Auch ein günstiger Treppenhochstuhl muss außerdem so gebaut sein, dass er nicht so leicht umkippen kann, wenn die Kinder darin herumturnen oder zum Beispiel Geschwisterkinder versuchen, an dem Stuhl hochzuklettern. Die stabile Bauweise und das massive Holz machen Treppenhochstühle im Allgemeinen allerdings bereits recht kippsicher.

Achtung: Auch, wenn der Hochstuhl für Kinder noch so sicher und standfest ist, sollten Sie Ihren Nachwuchs nie unbeaufsichtigt darin sitzen lassen. Es könnte zu zappeln anfangen oder Geschwister könnten den Treppenhochstuhl ins Wanken bringen.

3.2. Material – ein Hoch auf Holz

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Die Polsterung von Kinderhochstühlen muss schadstoffgeprüft sein.

Ein Holzhochstuhl ist eine gute Sache. Meist wird Natur-Holz verwendet, so dass schädliche Stoffe die Ausnahme sein dürften. Das Holz gibt dem Hochstuhl außerdem genügend Gewicht. Worauf Sie bei einem Kinderhochstuhl aus Holz achten müssen, ist, dass es nicht splittert, was in früheren Tests von Treppenstühlen teilweise der Fall war.

Immer wieder fallen auch Hochstühle auf, weil sich krebsverdächtige Materialien im Bezug von Sitzverkleinerern oder schädliche Weichmacher im Lack befinden. Da Kinder gerne alles Mögliche in den Mund nehmen, daran lecken oder darauf herumlutschen, sollten solche gesundheitsgefährdenden Stoffe auf keinen Fall vorhanden sein.

3.3. Zubehör für perfektes Sitzen

Wenn der Treppenhochstuhl defekt ist

Viele Hersteller bieten Ersatzteile an. Mit denen können Sie den Babyhochstuhl nicht nur aufrüsten. Sie können auch defekte Teile ersetzen. Kontrollieren Sie aber im Vorfeld, ob nicht noch Garantie auf dem Stuhl ist und fragen Sie im Zweifelsfall beim Kundenservice nach.

Das wichtigste Zubehör eines Treppenhochstuhls bezieht sich auf die Sitzposition des Kindes. Gerade für ganz kleine Kinder können die Stühle zu Anfang noch zu groß sein. Deshalb gibt es Sitzerhöhungen und Sitzverkleinerer für den Hochstuhl. Bei den meisten Modellen, wie zum Beispiel dem Tripp-Trapp-Hochstuhl, lassen sich solche Kissen problemlos nachkaufen.

Achten Sie beim Kauf auf eine ausreichend dicke Polsterung im Rücken- und Seitenbereich, damit das Kind bequem sitzt. Die Bezüge sollten Sie außerdem abziehen und waschen können.

Achtung: Auf ein Sitzkissen sollten Sie bei sehr kleinen Kindern besser verzichten – es bietet keinen ausreichenden Halt, so dass das Kind hin- und herrutschen kann. Generell sollten Sie Kinder erst dann in den Hochstuhl setzen, wenn sie sich von alleine hinsetzen und auch halten können. Dieser Zeitpunkt ist meistens zwischen dem sechsten und dem neunten Monat erreicht.

4. Treppenhochstuhl-Test – so finden Sie den besten Treppenhochstuhl

Was ist denn nun das beste Modell? Einen reinen Treppenhochstuhl-Test hat die Stiftung Warentest bisher nicht durchgeführt. Allerdings wurden schon mehrfach Kinderhochstühle im Allgemeinen untersucht, auch von Öko-Test.

Die wichtigsten Bewertungskriterien waren dabei immer die Sicherheit und die Materialien. Der Treppenhochstuhl-Vergleichssieger lässt sich nur schwer umkippen, verfügt über ein gutes Gurtsystem, lässt die Kinder nicht durchrutschen und weist keine schädlichen Inhaltsstoffe auf.

Experten bewerten generell mitwachsende Stühle am besten. Der Stocke Tripp Trapp und der Herlat Tipp Topp schnitten im Test zum Beispiel mit guten Noten ab.

5. Ist ein gebrauchter Treppenhochstuhl in Ordnung?

Um Geld zu sparen, können Sie auch zu einem gebrauchten Hochstuhl greifen. Beachten Sie aber, dass man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt, wie oft und wie lange ein Stuhl schon genutzt wurde.

Wenn Sie den Treppenhochstuhl direkt beim Hersteller beziehen, können Sie sich im Notfall auf die Garantie berufen.

6. So stellen Sie den Treppenhochstuhl richtig ein

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Kinder zeigen Ihnen oft, ob der Hochstuhl bequem ist.

Die richtige Sitzposition ist wichtig, damit sich Ihr Kind in dem Hochstuhl wohl fühlt. Stellen Sie den Stuhl so ein, dass die Oberschenkel aufliegen und die Knie einen Winkel von etwa 90 Grad bilden.

Achten Sie darauf, dass der Rücken die Lehne leicht erreicht, wenn sich die Kniekehle an der Sitzvorderkante befindet. Ist dies nicht möglich, stecken Sie ein Kissen zwischen Lehne und Rücken. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass das Kind die Füße abstellen kann.

Stellen Sie den Stuhl möglichst gerade und ebenerdig auf, um ein Umkippen zu verhindern.

7. Reinigung und Pflege

Wenn kleine Kinder essen lernen, geht manchmal mehr daneben, als wirklich im Mund landet. Da sich auf Essensresten schnell Bakterien bilden können, sollten Sie den Hochstuhl natürlich regelmäßig reinigen, am besten nach jeder Benutzung.

Greifen Sie einfach zu einem herkömmlichen Spülmittel. Auf Scheuermittel sollten Sie verzichten.

8. Wie man Kinder an den Hochstuhl und das richtige Essen heranführt

Etwa ab dem sechsten Monat können Babys alleine sitzen. Es dauert noch eine Weile, bis Rücken- und Nackenmuskulatur stark genug ausgebildet sind, um längere Zeit zu sitzen. Deshalb sollten Sie es nur langsam an den Hochstuhl heranführen und auch nie zu lange darin sitzen lassen.

Und wenn das Kind dann soweit ist, regelmäßig zum Essen im Hochstuhl zu sitzen, wird es auch schon bald anfangen, selbst mit dem Löffel den Brei zu löffeln. Etwa im Alter von einem Jahr versuchen das die meisten Babys, auch wenn erstmal noch vieles daneben geht.

Etwa mit anderthalb oder zwei können Kinder dann alleine mit dem Löffel essen. Und ab diesem Zeitpunkt, können Sie auch schon ein paar einfache Tischregeln lernen, zum Beispiel, mit dem Essen zu warten, bis alle etwas haben. Kinder sollten übrigens alles probieren, man sollte sie aber nicht zwingen, das Essen aufzuessen.

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