Sitzerhöhung Test 2018

Die besten Sitzerhöhungen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Sitzerhöhung sorgt dafür, dass das Kind im Auto so positioniert werden kann, dass der Gurt im Ernstfall sicher greift. Sie vermeidet sowohl ein durchrutschen als auch Verletzungen im Fall des Rückhaltes durch den Gurt.
  • Bis zu einer Körpergröße von 150 cm des Kindes gehören auch Sitzerhöhungen zur Kindersitzpflicht im Auto. Das Fehlen wird mit Bußgeld geahndet.
  • Es gibt verschiedene Sitzerhöhungen, etwa mit und ohne Rückenlehne oder auch mit und ohne Kunststoffschale. Immer sollten Bezüge strapazierfähig und waschbar sein, um die Hygiene zu gewährleisten.

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Die beste Sitzerhöhung passt zu Alter und Entwicklung des Kindes. Je größer der junge Mitfahrer ist, umso weniger aufwendig darf die Sitzerhöhung sein. Der Grund dafür sind unter anderem die Rückhaltekräfte des Sicherheitsgurtes. Bei kleinen Kindern bis zum Alter von etwa sechs Jahren ist der fest angelegte Fünf-Punkt-Gurt im Kindersitz die beste Lösung, da der Oberkörper des Kindes so keine Stöße bekommt, wenn Sie scharf bremsen müssen. Der Haltedruck ist großflächig verteilt, was die Gefahr von Knochenbrüchen oder Organverletzungen minimiert.

Bei älteren Kindern sind die Rippen bereits fest und stabil und können die Kraft eines Drei-Punkt-Gurtes, also des klassischen Sicherheitsgurtes, ableiten und verteilen. Ein Modell mit Rückenlehne und Kopfstütze bietet zusätzlichen Schutz und erlaubt das optimale Einstellen des Gurtes.

1. So funktioniert eine Sitzerhöhung

Die Gurte im Auto sind in einer bestimmten Höhe angebracht, nämlich etwa der Schulterhöhe eines durchschnittlichen Erwachsenen. Wenn jemand kleiner ist, greift der Sicherheitsgurt nicht richtig, der Angeschnallte rutscht bei einem Aufprall unter dem Gurt hindurch oder verletzt sich bei der Schleuderbewegung vorwärts am Hals. Die Sitzerhöhung vermeidet dies, da sie die Sitzposition des kleineren Kindes an die des Erwachsenen anpasst.

Ab einem bestimmten Alter, ist die Sitzerhöhung eine Alternative zum Kindersitz der Gruppe 2. Sie bietet einige Vor- und einige Nachteile.

  • Die Sitzerhöhung ist leicht und platzsparend
  • preiswerter als ein Schalensitz
  • unkompliziert und in jedem Auto verwendbar
  • kein Seitenaufprallschutz
  • Rückhalt nur im Fall des Falles
  • kann auf dem Autositz rutschen oder kippen

2. Kaufberatung: Sitzerhöhungen im Vergleich

Es gibt drei Bauarten zu berücksichtigen, wenn Sie eine günstige Sitzerhöhung kaufen möchten. Diese sind:

Bauart Merkmale der Kategorie
Einfache Sitzerhöhung

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Sie besteht meist nur aus einem festen Styroporblock, der mit einem abnehmbaren Bezug versehen ist. Manche dieser einfachen Sitzerhöhungen verfügen über Henkel an der Seite, durch die der Beckengurt geführt werden kann.
Sitzerhöhung mit Schale

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Diese Version besteht aus Styropor, der in eine Kunststoffschale eingebettet ist. Sie ist wesentlich stabiler und rutschsicherer als die einfache Ausführung und hat eine Gurtführung für den Beckengurt.
Sitzerhöhung mit Rückenlehne

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Bei vielen Modellen dieser Bauart ist die Rückenlehne abnehmbar. Die Lehne bietet zusätzliche Gurtführungen am Oberkörper, sodass vor allem kleinere Kinder sicher geschützt sind vor Gurtverletzungen. Eine Kopfstütze bietet Schutz gegen Schleuderverletzungen des Nackens.

2.1. Verschiedene Marken-Hersteller – verschiedene Ausstattungen

Grundsätzlich lassen sich alle Sitzerhöhungen in diese drei Bauarten einteilen. Für welchen Hersteller sich Eltern entscheiden, ist sicherlich Geschmackssache, denn es gibt Normen, an die sich alle Erzeuger halten müssen.

Achten Sie immer auf das CE-Zeichen und das ECE-Siegel. Dann sind Sie hinsichtlich Unbedenklichkeit und Qualität auf der sicheren Seite.

Große Namen wie Storchenmühle oder Römer Kindersitze bürgen für Qualität durch Erfahrung. Die Unternehmen unterziehen ihre Erzeugnisse regelmäßig Tests durch den ADAC und die Stiftung Warentest. Doch auch Aktionsmodelle von Lidl, Aldi oder Real sind zulässig, denn oft handelt es sich hier um Sondermodelle von namhaften Firmen.

Tipp: Bei neuen Kollektionen von Kindersitzen ist es eine gute Idee, die technischen Daten zu vergleichen. Oft ist das neue, teurere Modell nur in einer anderen Farbe oder mit anderem Bezug gearbeitet aus der vorherigen Reihe. Der Vorläufer ist dann etwas günstiger, aber genauso bequem und sicher.

2.2. Das sollte ein Vergleichssieger im Bereich Sitzerhöhung haben

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Sitzerhöhungs-Tests zeigen: Qualität entscheidet über die Sicherheit Ihres Kindes.

Natürlich wird jedes Jahr ein anderes Modell zum Vergleichssieger gekürt, jedoch konnten wir einige Gemeinsamkeiten ableiten. So sind die Vergleichssieger immer ergonomisch geformt. Sie haben nie scharfe Kanten oder Ecken. Sie verfügen über einen robusten und waschbaren Bezug und sind so gefertigt, dass sie nicht leicht brechen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist immer angemessen und auf überflüssige Extras wird verzichtet. Bei Sitzerhöhungen mit Rückenlehne sind Gurthaltesysteme integriert. Die Rückenlehnen sind meist in der Höhe verstellbar oder können mit einem einfachen Klick-System abgenommen werden.

3. Der richtige Platz für die Sitzerhöhung im Auto

Generell gilt: Ein Kind hat bis zum vollendeten 14. Lebensjahr immer hinten zu sitzen. Für Babyschalen, die gegen die Fahrtrichtung stehen gibt es Ausnahmen, ebenso für zweisitzige Autos. Doch sofern eine Rückbank vorhanden ist und das Kind mit der Fahrtrichtung sitzt, ist hinten der richtige Platz. Daher ist die oft gestellte Frage, ab wann ein Kind mit Sitzerhöhung vorne sitzen dürfe, ganz klar mit: normalerweise gar nicht, zu beantworten.

Die Gründe hierfür sind ebenso einfach wie logisch. Der Fußraum im Beifahrerbereich sowie die Airbags sind auf die Größe eines Erwachsenen ausgelegt. Ein Kind hat weder die Körperlänge noch das Gewicht, würde also im Falle eines Aufpralls keinen Schutz haben und sogar durch die Sicherheitssysteme noch gefährdet sein. Kinder sitzen anders als Erwachsene, so kann vorne der Kindersitz aufgrund der Sitzhaltung versagen, dass Kind fliegt im schlimmsten Falle durch die Windschutzscheibe oder landet im Fußraum. Es ist also vernünftiger Überlegung geschuldet, dass ein Kind auch mit Sitzerhöhung unter normalen Umständen nicht vorne mitfahren darf.

4. Die besten Anbieter für Sitzerhöhungen im Auto

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Dank der besten Sitzerhöhung ist guter Sitzkomfort garantiert.

Kindersitze können spielend leicht im Internet bestellt werden. So ist es Ihnen möglich, für Ihr Kind den besten Sitz zu finden, wenn Sie unseren Ratgeber als Unterstützung zur Recherche nutzen. Um die Auswahl zu erleichtern finden Sie eine übersichtliche Tabelle mit allen Eigenschaften der Top-Produkte. Das ist essentiell für die Bewertung der korrekten Funktion. Im Netz finden Sie namhafte Hersteller wie

• Britax Römer
• Cybex
• Jake o

Entscheiden Sie sich für den jeweiligen Vergleichssieger bei der Stiftung Warentest, können Sie sich auf die bestmögliche Sicherheit für Ihr Kind verlassen.

5. Zubehör zu Sitzerhöhungen sollte passend sein

Im Internet finden Sie zu vielen Sitzerhöhungen Zubehör, wie etwa Tische oder Flaschenhalter. Auch zusätzliche Fußrasten werden angeboten, sodass die Sitzerhöhung fast aussieht, wie ein Kinderfahrradsitz. Hier ist es ganz wichtig zu beachten, ob die jeweiligen Ergänzungen vom Hersteller autorisiert sind.

Achtung: Bei Zubehör, welches nicht ausdrücklich vom Hersteller der Sitzerhöhung als geeignet befunden wurde, kann die ECE-Zulassung des Sitzes erlöschen!

Dies wird vor allem relevant, wenn es tatsächlich zum Unfall kommt. Ist dann entsprechendes nicht autorisiertes Zubehör am Sitz befestigt, kann es sein dass die Versicherung nur teilweise oder gar nicht leistet. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie der Verursacher sind. In diesem Fall kann Ihre Versicherung Sie hochstufen, da der Sitz als „nicht gebrauchsfähig“ eingeschätzt wird.

6. Kissen und Co. – Warum Sie vorsichtig mit Komfort im Auto sein sollten

Viele Eltern meinen es gut, legen dem Nachwuchs ein Kissen auf die Sitzerhöhung. Dies ist sicher gut gemeint, sorgt aber dafür, dass der Kindersitz den kleinen Passagier nicht mehr sicher halten kann. Auch ein Kissen unter den Gurt zu legen, ist eher Risiko als Hilfe. Hier gibt es spezielle, am Gurt zu befestigende Polster, falls Ihr Kind sehr empfindlich ist.

Wann Sie die Sitzerhöhung tauschen müssen

Sitzerhöhungen sollten unbedingt durch eine neue ersetzt werden, wenn Sie Brüche am Styropor entdecken! Dann ist die optimale Sicherung des Kindes nicht mehr gewährleistet. Überprüfen Sie daher Sitzfläche und die Rückenlehne regelmäßig auf Brüche oder Ausfransungen im Material.

Was man leider immer wieder sieht, ist folgendes Bild: Ein recht kleines Kind wird auf die Sitzerhöhung platziert, weil es ja schon das richtige Alter hat. Der Gurt hat keine gesonderte Führung, also wird er unter dem Arm des Kindes hindurch geführt, um im Ernstfall Strangulation zu vermeiden. Was im Falle eines Aufpralls geschieht bei einer solchen „Sicherung“ kann sehr tragisch enden. Von schwersten Schnittverletzungen bis hin zu vollständigem Versagen des Sicherheitsgurtes ist hier alles möglich.

Sollte Ihr Kind also zwar das Alter aber noch nicht die Größe für eine Schalensitzerhöhung haben, wählen Sie besser ein Modell mit Rückenlehne und den entsprechenden Gurtführungen.

7. Regelungen im europäischen Ausland am Beispiel Österreich

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Auf langen Fahrten ergonomisch sitzen.

Bei unseren europäischen Nachbarn darf grundsätzlich eine Sitzerhöhung verwendet werden, sobald das Kind 15 kg Gewicht erreicht hat. Jedoch sehen es die Sicherheitsbehörden in Österreich nicht gern, wenn einfache Sitzerhöhungen benutzt werden. Der Grund: Es besteht keinerlei Seitenaufprallschutz. Auf EU-Ebene werden gerade entsprechende Nachbesserungen in den Straßenverkehrsordnungen beraten und es ist davon auszugehen, dass der ADAC seine dringende Empfehlung, Seitenaufprallschutz zur Pflicht zu machen, durchsetzen wird.

Sollte diese Regelung kommen, dürfen Sie natürlich Ihre vorhandene Kindersitzerhöhung weiter verwenden. Im Sinne der Sicherheit wäre bei der Neuanschaffung jedoch zu überlegen, ob Sie nicht gleich zu Versionen mit Seitenaufprallschutz greifen möchten. Eine solche Lösung bedeutet für Ihr Kind mehr Komfort und Bequemlichkeit auf langen Fahrten. Und wenn es zum Unfall kommt auch im Stadtverkehr, ist Ihr Kind optimal bei allen Arten von Zusammenstößen geschützt.

7.1. ECE-Norm: Das bedeutet es

Sie erkennen das Normzeichen an einem runden, orangefarbenen Aufkleber an der Sitzerhöhung. Darin steht in schwarzer Schrift, Alter und Gewicht des Kindes, in dem der jeweilige Sitz zulässig ist. Die ECE-Norm deckt alle Sicherheitsergänzungen an Fahrzeugen ab, die ohne gesonderte Eintragung in die Fahrzeugpapiere benutzt werden dürfen.

Sollte die Sitzerhöhung nicht dieser Norm entsprechen und sie wird trotzdem verwendet, gilt das als Verstoß gegen die StVO und wirkt sich nachteilig auf die Regulierung im Versicherungsfall aus.

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