Kinderrucksack Test 2018

Die besten Kinderrucksäcke im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kinderrucksäcke sind in Größe und Volumen auf den kleinen Kinderrücken abgestimmt und haben meistens auch ein kindgerechtes, buntes Design.
  • Wählen Sie den Rucksack vor allem nach seinem Zweck aus: Es gibt spezielle Outdoorrucksäcke für Kinder, die robuster und wasserfest sind.
  • Beachten Sie, dass Ihr Kind kein zu hohes Gewicht trägt. Ansonsten drohen langfristig Haltungsschäden und Rückenprobleme. Das Volumen sollte nicht größer gewählt werden, als nötig. Dann passt gar nicht erst so viel hinein.

kinderrucksack test

Spätestens ab dem Kindergartenalter brauchen Kinder eine eigene Tasche um Brotdose, Getränk und vielleicht ein Spielzeug mit in die Kita, auf Ausflüge oder zu Oma und Opa zu nehmen. Kids sind in diesem Alter schon erstaunlich selbständig und wollen am liebsten alles selbst machen. Deshalb freuen sie sich sehr, wenn sie, zum Beispiel auf Reisen, ihren eigenen Kindertrolley hinter sich herziehen dürfen.

Ein Kindertrolley ist für den Alltag eher unpraktisch. Die meisten Eltern greifen daher zu einem Rucksack für Kinder.

Beim Kauf sollten Sie aber beachten, dass der Rucksack die richtige Größe bzw. das richtige Volumen hat, ergonomisch vernünftig ist und gut sitzt. Darüber hinaus spielt die Ausstattung eine Rolle: Manche Rucksäcke haben einen Bauchgurt oder punkten mit separaten Taschen an der Außenseite.

Überlegen Sie vor der Anschaffung daher genau, wie oft, wie lange und zu welchen Gelegenheiten der Kinderrucksack zum Einsatz kommt.

1. Das Volumen der Rucksäcke ist ein wichtiger Punkt

Für den Rücken der Kids ist es extrem wichtig, dass der Rucksack ergonomisch ist. Größe und Länge des Rucksacks müssen zudem an den Rücken angepasst sein. Wichtig ist außerdem, dass Sie kein zu großes Volumen wählen.

Schon Grundschüler laufen nämlich oft mit zu viel Gewicht auf dem Rücken herum. Laut einer Studie schleppen viele Heranwachsende Rucksäcke, die mit mehr als 10 bis 15 Prozent des eigenen Körpergewichtes viel zu schwer sind.

Achtung: Schwere Rucksäcke können das Gangbild und die Körperhaltung verändern und so zu Rückenschmerzen führen. Achten Sie deshalb beim Kauf des Kinderrucksacks drauf, dass er nicht mehr Volumen hat, als nötig. So kann das Kind ihn gar nicht zu schwer packen.

Ratsam ist, eine Auswahl verschiedener Rucksäcke zu Hause zu haben. Beispielsweise einen Kinderrucksack für den Kindergarten, einen für den Wochenendausflug und einen für die Fahrt in den Urlaub.

Ein Rucksack für Kleinkinder hat normalerweise nur ein Volumen von sechs Litern. Das reicht für eine Brotdose, ein kleines Getränk und ein kleines Spielzeug. So ein Kinderrucksack ist ab etwa drei Jahren geeignet.

Die Länge des Rückenteils ist entsprechend angepasst. Soll etwas mehr mitgenommen werden, zum Beispiel auf der Fahrt in den Freizeitpark, sind Modelle mit zehn Litern Volumen gut geeignet.

Ist Ihr Kind schon etwas älter, können Sie auch zu zehn oder 20 Liter-Rucksäcken greifen. Wenn Ihr Kind damit längere Zeit zu Fuß unterwegs ist, raten wir Ihnen zu einem Kinderrucksack mit Brustgurt. Ähnlich wie bei einem Wanderrucksack für Erwachsene, stabilisiert so ein Brustgurt und nimmt etwas Gewicht vom Rücken.

Rucksäcke mit mehr als 20 Litern sind erst ab dem Schulalter geeignet. Sie bieten viel Platz für Bücher, Hefte und haben häufig, wie zum Beispiel der Dakine Schulrucksack Frankie für Mädchen, ein Laptopfach.

Produktart Anwendungsbereich
Kinderrucksack bis 6 Liter
Rucksack Kleinkinder
  • Geeignet als Rucksack für Kleinkinder.
  • Stauraum reicht nur für wenige Kleinigkeiten.
  • Gut geeignet für den Kindergarten.
  • Das Design ist altersgerecht gehalten und es gibt Modelle für Jungen und Mädchen.
Kinderrucksack bis 10 Liter
Kinderrucksack Größe 2
  • Passend für Wochenendausflüge oder die Fahrt zu den Großeltern.
  • Bietet Platz für etwas mehr Spielzeug.
  • Das Design ist altersgerecht gehalten und es gibt Modelle für Jungen und Mädchen.
Kinderrucksack bis 18 oder 20 Liter
Kinderrucksack Größe 3
  • Für das Grundschulalter geeignet.
  • Meistens mit Brustgurt.
  • Teilweise ist der Rücken verstärkt.
  • Auch als Wanderrucksack zu haben.
Kinderrucksack mit über 20 Liter
Kinderrucksack groß für die Schule
  • Nur für ältere Kinder geeignet.
  • Das Rückenteil ist fast immer verstärkt.
  • Ein Brustgurt sollte unbedingt dabei sein.
  • Bietet viel Platz für Bücher und Hefte in höheren Schulklassen, daher auch aus Schulrucksack geeignet.
  • Auch als Wanderrucksack zu haben.

Abgesehen vom Gewicht ist auch die richtige Trageweise des Kinderrucksacks wichtig. Nur, wenn er richtig aufgesetzt wird, kann sich das Gewicht optimal verteilen. Wenn Ihr Kind den Rucksack dagegen nur über einer Schulter trägt, kann das zu Haltungsschäden führen.

2. Welche Art von Rucksack soll es sein?

Abhängig davon, wofür der Rucksack benötigt wird, haben Sie die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Arten:

  • Tagesrucksäcke
  • Outdoorrucksäcke
kinderrucksack trageweise
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind seinen Rucksack korrekt trägt.

Der Tagesrucksack ist ein typischer Rucksack für Kinder, den die Kids mit in den Kindergarten nehmen oder wenn es für einen Nachmittag zu den Großeltern geht und das wichtigste Spielzeug mit muss. Modelle mit mehr Volumen sind auch für die Schule oder kleine Ausflüge geeignet.

Tagesrucksäcke haben meistens verschiedene Fächer im Inneren und außen oft seitliche Taschen für Trinkflaschen. Einige Modelle haben auch extra Laptop-Fächer oder Fächer für Tablets mit gepolsterten Wänden, um das Display zu schützen. Ein Beispiel für so einen Tagesrucksack ist der Vaude Kids.

Immer auf das Gewicht achten

Als Faustformel für das Rucksack-Gewicht im bepackten Zustand gilt: Kinder sollten über längere Zeit höchstens 10-15 Prozent ihres eigenen Körpergewichts tragen, nicht mehr. Ein dreijähriges Kind wiegt durchschnittlich ungefähr 15 kg. Der Rucksack sollte also bepackt höchstens 1,5 kg bis 2,25 kg wiegen. Vor allem dann, wenn auch ein Getränk mitgenommen wird, ist diese Obergrenze schnell erreicht.

Outdoorrucksäcke, oder auch Wanderrucksäcke, wie es sie von Jack Wolfskin oder Vaude gibt, sind optimal für Campingausflüge oder Trekkingtouren geeignet. Sie sitzen entsprechend stabil und haben gepolsterte Gurte. Auch für eine gute Belüftung ist bei dieser Art Kinderrucksack gesorgt.

Hüft- und Bauchgurt stellen sicher, dass auch höhere Gewichte gut zu tragen sind. Das Material der Wanderrucksäcke ist oft wasserdicht oder es gehört eine Regenhülle dazu.

Praktisch sind Tragesysteme, die in der Rückenlänge verstellbar sind. Sie wachsen gewissermaßen mit. Das sollten Sie aber nicht überstrapazieren. Ein Beispiel für einen beliebten Outdoorrucksack für Kinder ist der Kids Moab Jam Kids Packs von Jack Wolfskin mit einem Volumen von zehn Litern.

Achtung: Wenn Sie einen Rucksack “vorsorglich” zu groß kaufen, sitzt er zu Beginn nicht richtig und die Gewichtsverteilung ist unter Umständen nicht optimal. Ein zu kleiner Wanderrucksack dagegen engt im Schulterbereich die Bewegungsfreiheit ein.

Beide Varianten haben also ihre Vorzüge und möglicherweise werden Sie sich deshalb entscheiden, ein Modell von jeder Art zu kaufen. Welche Vor- und Nachteile ein Outdoorrucksack hat, können Sie dennoch hier noch einmal detailliert nachlesen:

  • Gepolsterte Gurte verhindern ein Eindrücken.
  • Optimale Gewichtsverteilung durch zusätzlichen Brustgurt.
  • Eine Belüftung am Rücken ist vorteilhaft an heißen Tagen.
  • Das Material ist oft wasserfest.
  • Outdoorrucksäcke sind teurer als Tagesrucksäcke.
  • Die verschiedenen Gurte sind im Alltag unpraktisch.

3. Worauf beim Kauf sonst noch zu achten ist

3.1. Robustes Material

Das Material eines Kinderrucksacks sollte möglichst robust und wasserfest sein. So werden mitgenommene Gegenstände auch bei Regen nicht nass. Diesen Punkt erfüllen aber die meisten Rucksäcke. Vielfach werden Polyester oder Polyamid als Material verwendet. Beide Materialien sind sehr widerstandsfähig.

Ein Kinderrucksack aus Stoff würde dagegen nicht viel Sinn machen. In diversen Kinderrucksack-Tests 2018 erweisen solche Modelle sich als nicht stabil genug und vor allem nicht wasserfest.

3.2. Altersspezifisches Design

Rucksack für Kinder verschiedene Größen
Je nach Alter und Geschlecht eines Kindes bieten Hersteller spezifische Modelle an.

Kinderrucksäcke sind vom Design her normalerweise an das Alter angepasst, für das sie gedacht sind. Während etwas ältere Kinder eher coole Rucksäcke in schlichterem Design mögen, haben kleinere Kinder durchaus gerne diverse Verzierungen.

Mag der Junior vielleicht gerne ein Design mit Tieren, Fußball oder der Feuerwehr, bevorzugen Mädchen sicherlich eher Rucksäcke in Rosa oder Pink mit typischen Mädchen-Symbolen wie Pferden oder Prinzessinnen.

Ein Kinderrucksack mit Namen ist für Jungen wie Mädchen gleichermaßen geeignet und hat auch einen praktischen Aspekt: Er kann nicht so leicht verloren gehen. Im Kindergarten oder in der Schule lassen Kinder nämlich gerne mal etwas liegen.

Mit dem aufgedruckten Namen kann der eigene Rucksack immer wieder gefunden werden und es kommt auch nicht zu Verwechslungen mit den Rucksäcken anderer Kinder.

4. Welcher ist der beste Kinderrucksack und wie urteilt Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Kinderrucksack-Test durchgeführt. Öko-Test hat aber einen Kinderrucksack-Vergleich veröffentlicht, dessen Ergebnisse Sie sicher interessieren, wenn Sie einen Kinderrucksack kaufen möchten.

Leider konnten im Kinderrucksack-Test nicht alle Hersteller punkten. In der Kategorie “Ergonomie” zum Beispiel fiel auf, dass sich manchmal der Brustgurt nicht verstellen lässt. Bei anderen Modellen war die Rückenpolsterung zu dünn.

Einige Rucksäcke waren zudem mit Schadstoffen belastet, für diese Rucksäcke gab es natürlich keine guten Noten. Immerhin sechs Rucksäcke konnten die Tester in Ihrer Kaufberatung aber empfehlen.

Unser Fazit: Ihr ausgewählter Kinderrucksack-Vergleichssieger muss auf jeden Fall robust sein. Hüft- und Brustgurte sollten sich, falls vorhanden, auf jeden Fall anpassen lassen und die Polsterung am Rücken sollte dick genug sein.

Außerdem besteht der beste Kinderrucksack aus schadstoffarmem Material. Wenn diese Punkte erfüllt sind, können Sie auch ruhig einen günstigen Kinderrucksack kaufen – es muss nicht unbedingt ein teures Markenmodell sein.

5. Ab welchem Alter können Kinder einen Kinderrucksack nutzen?

Die Altersempfehlungen der Hersteller geben hier einen ersten Hinweis: Sie beginnt häufig bei drei Jahren. Die Kinder können in diesem Alter ihren eigenen Rucksack mit in den Kindergarten nehmen und lernen allmählich, Verantwortung zu tragen.

Manche Eltern kaufen auch schon kleineren Kindern einen eigenen Rucksack. Achten Sie in diesem Fall aber noch stärker auf das passende Volumen sowie Gewicht und lassen Sie Ihr Kind nicht zu häufig selbst den Rucksack tragen, um Haltungsschäden zu vermeiden.

6. Kann man einen Kinderrucksack auch selbst nähen?

kinderrucksack nähen
Wenn Sie handwerkliches Geschick haben, können Sie einen Kinderrucksack selber nähen.

Sie müssen einen Kinderrucksack nicht unbedingt kaufen. Mit ein bisschen Geschick, können Sie ihn durchaus selbst nähen.

Der Vorteil ist, dass Sie die Materialien und das Design selbst aussuchen können. Sie können zudem mehrere Stoffe miteinander kombinieren.

Sie benötigen zum Nähen natürlich ein Schnittmuster, Stoffe, Reißverschluss, ein Gurtband, Nähgarn und Zubehör wie Scheren, Kleber, Stecknadeln und ein Maßband. Eine Anleitung, nach der Sie vorgehen können, finden Sie hier.

7. Wo kann man einen Kinderrucksack günstig kaufen?

Sie können auf der Suche nach einem geeigneten Kinderrucksack entweder in ein Fachgeschäft gehen oder sich in den verschiedenen Onlineshops umsehen. Fachgeschäfte und Kaufberatungen online können Sie gleichermaßen gut beraten. Online ist die Auswahl meist deutlich größer und es sind auch öfter mal preiswertere Angebote dabei.

Sie können außerdem auch einen gebrauchten Kinderrucksack kaufen. Achten Sie aber darauf, dass er, von kleinen Gebrauchsspuren abgesehen, keine größeren Beschädigungen aufweist. Insbesondere die Gurte und Reißverschlüsse müssen noch intakt sein.

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