Schulranzen Test 2018

Die besten Schultaschen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Schulrucksäcke sind in zwei verschiedenen Varianten erhältlich: als fester Tornister oder flexibler Rucksack. Aus ergonomischen Gründen ist es für Schulanfänger empfehlenswert, einen festen, rückenfreundlichen Ranzen zu wählen. Für ältere Schüler auf dem Gymnasium oder der weiterführenden Schule sind dagegen die lässigen Rucksäcke die erste Wahl.
  • Grelle Farben und Reflektoren sind ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Schulranzens. So sorgen Sie als Eltern dafür, dass Ihr Kind im Straßenverkehr und bei Dunkelheit besser wahrgenommen wird.
  • Ein nicht optimal angepasster und zu schwerer Rucksack kann erhebliche Haltungsschäden und Rückenschmerzen verursachen. Sie und Ihr Kind sollten sich daher viel Zeit beim Kauf nehmen und darauf achten, dass der Rucksack dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechend beladen ist.

schulranzen test

Vom ersten Schultag in der Grundschule bis hin zum letzten Tag auf der weiterführenden Schule: Während der gesamten Schulzeit ist der Schulranzen ein treuer Begleiter eines jeden Schülers. Mit steigendem Alter ändern sich zwar die Geschmäcker und Ansprüche, doch spielen beim Kauf in der Regel dieselben Kriterien eine wichtige Rolle.

Wichtig ist vor allem ein optimaler Sitz. Denn Schulsachen wie Federtasche, Schulbücher, Hefter und Ordner bringen nicht selten ein Gewicht von bis zu 7 Kilogramm auf die Waage. Ein ergonomisch geformter und gepolsterter Rücken und ein universell verstellbares Trägersystem sorgen dafür, dass sich das Gewicht gleichmäßig auf den Schultern verteilt und das Tragen des Ranzens nicht zur Last wird.

Viele Eltern wissen nicht genau, auf welche Aspekte sie beim Kauf eines Schultornisters besonders achten müssen. Unser Schulrucksack-Vergleich 2019 soll Ihnen dabei helfen, den perfekten Ranzen für Ihren Nachwuchs zu finden – ob Schulanfänger oder Teenager.

1. Ranzen oder Rucksack: Schulranzenformen im Vergleich

Der Schulranzen in seiner heutigen Form hat sich aus den Kalbfell- und Segeltuchtornistern von Soldaten entwickelt. Zunächst wurden Schulranzen aus Leder und Leinen gefertigt, ab den 1970er Jahren kamen andere Textilien und Kunststoffe zum Einsatz. Optisch wurde lange Zeit zwischen Schulranzen für Jungen und für Mädchen unterschieden: Bei Jungen hatte der Ranzen eine lange Klappe mit Riemen oder Steckschließen, bei Mädchen eine kurze Klappe mit sich kreuzenden Riemen.

schulranzen leder
Bis in die 1970er Jahre bestanden Schultaschen hauptsächlich aus Leder.

Heutzutage sind viele Modelle Unisex gehalten, doch gibt es noch immer geschlechterspezifische Designs – Motive wie Autos, Sportler oder Ritter sind für Jungen vorzufinden, für Mädchen sind es beispielsweise Feen, Pferde oder Blumen.

Der klassische Schultornister hat eine eckige Form mit starren Außenwänden, um einen einfachen Transport von Heften, Büchern und Ordnern zu gewährleisten, ohne die Schulmaterialien zu beschädigen. Als Schulranzen für ältere Schüler hat sich der Schulrucksack oder die Schulumhängetasche durchgesetzt. In unserer Kaufberatung stellen wir Ihnen die verschiedenen Varianten gegenüber.

Modell Merkmale
Klassischer Schulranzen/ Tornister schulranzen
  • Der Tornister besitzt einen stabilen Kunststoffrahmen, der mit wasser- und schmutzabweisenden Materialien bezogen ist.
  • Durch die Kastenform und die stabile Bodenwanne bekommt der Ranzen eine hohe Standfestigkeit.
  • Eng anliegende Schulterträger mit Polstern ermöglichen einen optimalen Tragekomfort.
  • Die Größe ist genormt, sodass Ordner, Hefte und Bücher exakt hinein passen.
  • Auffällige Farben und großflächige Reflektoren sorgen dafür, dass Kinder im Straßenverkehr besser wahrgenommen werden. Ein Adressfeld erlaubt es, Name und Adresse des Kindes zu notieren, sodass bei Verlust schnell der Besitzer ausfindig gemacht werden kann.
  • Kindgerechte Motive vermitteln den kleinsten Schülern ein gutes Gefühl und Spaß an der Schule.
  • Mit einem Leergewicht von 1.000 bis 1.400 Gramm sind Tornister sehr leicht.
  • Diese Modelle eignen sich hervorragend für Erstklässler und können dank verstellbarer Trägersysteme bis zum Ende der Grundschule verwendet werden.
Schulrucksack
  • Schulrucksäcke bestehen aus flexiblem Material ohne Kunststoffrahmen.
  • Die verwendeten Textilien wie Nylon oder Polyester sind sehr widerstandsfähig sowie schmutz- und wasserabweisend.
  • Da diese Variante für ältere Schüler geeignet ist, wird auf kindliche Motive verzichtet. Dennoch überwiegen kräftige Farben und auffällige Designs. Reflektoren sind ebenfalls vorzufinden, fallen aber deutlich kleiner aus.
  • Feste und stabile Rückenpolster sowie gepolsterte Schultergurte verleihen Stabilität und Tragekomfort.
  • Sie verfügen über zahlreiche Organisationsmöglichkeiten wie Bücherfach, Handyfach, Laptopfach, Flaschenhalter, Brillenfach oder Brotfach sowie praktische Seitentaschen oder Netztaschen. Extras wie ein Regenüberzug, eine herausnehmbare Heftbox oder ein Schlüsselhalter sind nützliche Helfer, die allerdings nicht in jedem Modell vorzufinden sind.
  • Zwar können Schüler bereits ab der 1. Klasse einen Schulrucksack tragen, die Modelle sind aber aufgrund der geringeren Stabilität und Polsterung eher ab dem Gymnasium oder der weiterführenden Schule zu empfehlen.
Schulumhängetasche schulumhängetasche
  • Schultaschen besitzen nur einen einzigen, längeren Taschengurt, der quer über die Schulter getragen wird.
  • Üblicherweise ist ihre Größe so genormt, dass Ordner, Hefte, Bücher und Federtasche ohne Probleme hineinpassen. Allerdings sind die Maße meist deutlich kleiner als bei einem Rucksack, sodass weniger Schulbedarf mitgenommen werden kann.
  • Ordnungsfächer sind nur begrenzt vorhanden, sodass die Organisation der Utensilien in der Schultasche erschwert wird. Meist ist ein Wertsachenfach für Geldbörse und Handy vorzufinden.
  • Das Gewicht wird durch das schräge Tragen nicht gleichmäßig auf beide Schultern und den Rücken verteilt. Aus diesem Grund sind diese Schultaschen nur für Teenager ab der 7. Klasse geeignet.
Trolley
  • In Größe, Form und Aufteilung sind Trolleys an den Schulrucksack angelehnt, zumal sie durch zusätzliche Träger zum Rucksack umgewandelt werden können.
  • Der Unterboden ist starr und mit Rollen ausgestattet, über einen Teleskopgriff kann der Trolley wie ein Rollkoffer gezogen werden.
  • Durch das Ziehen wird der Rücken nicht belastet. Für Kinder, die bereits mit Rückenproblemen oder Haltungsschäden zu kämpfen haben, sind sie daher ideal.
  • Bei vielen Kindern und Teenagern gelten Trolleys als „uncool“, doch setzen sie sich immer mehr durch. Grundsätzlich kann Ihr Kind bereits ab der Einschulung und über die Grundschule hinaus einen Trolley nutzen.

2. Auf diese Kriterien sollten Sie beim Kauf achten

Die Einschulung steht an, die Kindergartentasche hat ausgedient und Sie möchten dem stolzen Schulkind den ersten Schulrucksack kaufen. Wichtig ist, dass Sie sich für den Kauf Zeit nehmen, um den besten Schulrucksack für Ihren Nachwuchs zu finden. Machen Sie dabei Ihrem Kind deutlich, dass nicht allein das Motiv bei der Auswahl entscheidend sein sollte. Wir haben Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien zusammengestellt:

2.1. Haltungsschäden durch ergonomische Schulter- und Rückenpolster vermeiden

Damit Ihr Kinder später keine Haltungsschäden oder Rückenschmerzen bekommt, ist die Ergonomie des Schulrucksacks ein wichtiger Aspekt beim Kauf.

Schulranzen
Beim Kauf sollte nicht nur die Optik im Vordergrund stehen.

Eine optimale Passform gewährleisten Rückenpolster sowie gepolsterte und individuell einstellbare Schultergurte. Wie breit oder schmal diese Gurte ausfallen sollen, entscheidet Ihr Kind am besten durch einen Schulrucksack-Test, bei dem es den Ranzen mit Gewicht aufsetzt.

Hilfreich sind zusätzliche Hüft- und Brustgurte, die den Rucksack am Verrutschen hindern und das Gewicht besser verlagern. In jedem Fall ist es aber notwendig, die Schultergurte so einzustellen, dass die Oberkante des Tornisters mit den Schultern abschließt und der Rucksack dicht an den Schulterblättern anliegt.

2.2. Reflektoren sorgen für Sicherheit

Für Eltern steht das Thema Sicherheit an allererster Stelle, insbesondere wenn der Nachwuchs auf dem Weg zur Schule im Straßenverkehr unterwegs ist. Sichtbarkeit ist dabei das A und O, deshalb sollten Sie auf eine auffällige Optik des Rucksack Wert legen. Bunte Motive, grelle Akzente in Neonfarben und große Reflektoren helfen dabei, Ihr Kind im Straßenverkehr optisch hervorzuheben.

Insbesondere für Grundschüler ist dieser Aspekt von Bedeutung, denn zur Schuleinführung sind sie oftmals noch nicht mit den möglichen Gefahrensituation im Alltag vertraut und können Risiken nur schwer einschätzen.

Was bedeutet „geprüft nach DIN 58124“?

Die DIN-Norm fasst alle wichtigen Anforderungen bezüglich der Verkehrssicherheit, Ergonomie und körperlichen Eigenschaften eines Ranzens zusammen. So ist darin beispielsweise festgelegt, dass mindestens 20 Prozent der Vorder- und Seitenflächen aus fluoreszierendem Material bestehen und mindestens 10 Prozent dieser Flächen reflektierende Eigenschaften besitzen müssen. Auch ist festgeschrieben, dass sich Schultergurte und Verschlüsse nicht unbeabsichtigt lösen dürfen und dass keinerlei scharfe Kanten zu finden sein dürfen. Die Norm wird seit 1990 für die Klassifizierung von Schulranzen verwendet.

Orientieren Sie sich beim Kauf an der DIN 58124. Dabei handelt es sich zwar nicht um ein Gesetz, das alle Rucksack-Hersteller befolgen müssen, aber es kann ein Maßstab zur Einschätzung der Qualität des Ranzens sein.

2.3. So schwer darf der Schulranzen sein

Tagtäglich müssen Kinder auf ihrem Rücken Schulbedarf mit einem Gewicht von 2 bis 7 Kilogramm tragen. Um diese Belastung zu reduzieren, sollte der Rucksack selbst möglichst leicht sein – 1.000 bis 1.400 Gramm gelten hier als Richtlinie. Ursprünglich enthielt die DIN 58124 die Empfehlung, dass der beladene Rucksack nicht mehr als 10 Prozent Körpergewicht des Kindes betragen soll. Diese Regelung wurde aber inzwischen geändert, denn Kinder können durchaus Rucksäcke tragen, die schwerer sind.

Wie viel in den Rucksack passt, erfahren Sie über die Volumen-Angabe. Hierbei handelt es sich um die Angabe des Fassungsvermögens in Litern. Wichtiger sind aber die Maße, da sie Aufschluss darüber geben, ob Bücher und Hefte problemlos hinein passen.

3. Schulrucksack im Test: Das sagt die Stiftung Warentest

Im März 2013 stellte die Stiftung Warentest 18 Schulrucksäcke im Vergleich gegenüber. Getestet wurde in den Kategorien „Täglicher Gebrauch“, „Optische Warnwirkung“, „Materialeigenschaften“ und „Schadstoffe“. Erschreckend beim Test: Insgesamt 10 Modelle fielen mit der Bewertung „Mangelhaft“ durch, da sie über eine sehr schlechte optische Warnwirkung verfügen.

Stiftung Warentest rät Eltern daher, konsequent auf die Sicherheit und weniger auf die Optik zu achten. Die Schulrucksack-Vergleichssieger von Schulbedarf-Marken wie Scout, Die Spiegelburg oder DerDieDas sind zwar preislich mit 150 Euro im oberen Bereich angesiedelt, aber hier sollten Eltern nicht sparen.

Tipp: Wahrscheinlich sind Sie auf der Suche nach einem günstigen Schulrucksack, doch sparen Sie besonders, wenn Sie Ausschau nach Schulranzen-Sets halten. Hierbei erhalten Sie zum Rucksack oftmals noch eine Sporttasche, eine Federtasche und einen Regenschutz. So sparen Sie gegenüber dem Einzelkauf. Außerdem sind im Schulranzen-Set Sporttasche und Federmappe perfekt auf das Motiv des Schultornisters oder Rucksacks abgestimmt.

Zu den bekannten Schulrucksack-Marken, die außerdem weiterführenden Schulbedarf anbieten, zählen:

  • Dakine
  • Take it Easy
  • 4you
  • Herlitz
  • Satch
  • Deuter
  • O’Neill
  • Eastpak

4. Wichtige Fragen rund um den Schulranzen

4.1. Ist ein Schulrucksack wasserdicht und waschbar?

Die meisten Modelle auf dem Markt bestehen aus Polyester. Das Material ist weitestgehend wetterfest, oftmals aber nicht komplett wasserdicht. Mit einem zusätzlichen Regenschutz lässt sich aber verhindern, dass Wasser in den Ranzen eindringt.

Das Reinigen des Schulranzens gestaltet sich aufgrund des Materials sehr unkompliziert. Ein feuchtes Tuch reicht in der Regel aus, um oberflächlichen Schmutz zu entfernen.

4.2. Wie groß muss ein Schulrucksack sein?

Rucksack
Eltern sollten stets darauf achten, dass ihr Kind den Rucksack nicht zu schwer bepackt.

Schulbücher, Federmappe, Hefter, Brotdose und viele weitere Schulsachen müssen im Rucksack Platz finden. Von der Grundschule bis zum Gymnasium steigt Anzahl der benötigten Utensilien an, und auch das Kind wächst natürlich – daher reicht ein einziger Ranzen für die komplette Schulzeit nicht aus.

Eine klare Richtlinie, wie groß ein Schulrucksack sein muss, gibt es nicht. Wichtig ist, dass er der Körpergröße des Kindes entspricht und sich die Träger passgenau einstellen lassen. Beim Aufsetzen merkt das Kind schnell, ob sich der Ranzen bequem tragen lässt oder ein anderes Modell besser passt.

4.3. Wie viel darf ein Schulrucksack wiegen?

Je nach Größe und Ausstattung beträgt das Leergewicht eines Rucksacks bis zu 1,3 kg. Rucksack-Trolleys wiegen aufgrund der Rollen und des Griffs bis zu 2 kg, werden aber dafür nur in Ausnahmefällen auf dem Rücken getragen. Der volle Rucksack sollte laut Kinderkommission nicht mehr als 12% bis 15 % des Körpergewichtes des Kindes ausmachen. Wichtig ist, dass die Gurte optimal sitzen und das Gewicht gleichmäßig verteilen.

4.4. Schulrucksack oder Trolley?

Die Entscheidung zwischen Rucksack und Trolley hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Trolley bietet verschieden Vor- und Nachteile.

  • absolut rückenschonend, da er auf Rollen gezogen wird
  • besonders angenehm bei langen Schulwegen
  • optimal für Kinder, die bereits Haltungsschäden haben
  • flexibel als Rucksack einsetzbar
  • oftmals schwerer als eine herkömmliche Schultasche
  • bei Treppen eher unhandlich
  • wird von Teenagern nicht selten als “uncool” empfunden
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