Milchpumpe Test 2019

Die besten Milchpumpen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Heute können junge Mütter mit modernen Geräten, die mechanisch arbeiten oder mit einem Motor funktionieren, Milch abpumpen. Dies stellt keine Alternative, sondern vielmehr eine Ergänzung zum Stillen dar. So können Sie zum Beispiel Muttermilch abpumpen, damit auch der Vater den Nachwuchs in Ihrer Abwesenheit versorgen kann.
  • Sie bekommen heute hochwertige Milchpumpen von namhaften Herstellern. So produziert Medela sowohl elektrische als auch mechanische Geräte, wie zum Beispiel die gefragte Medela Swing. Wenn Sie nur wenig Zeit zum Abpumpen von Muttermilch haben, sollten Sie sich eine elektrische Milchpumpe mit doppeltem Ansatzstück für beide Brüste kaufen. Ein derartiges Set können Sie auch in der Apotheke leihen.
  • Bei der Benutzung einer mechanischen oder elektrischen Milchpumpe ist auf äußerste Hygiene streng zu achten. Sie müssen die Milchpumpe sterilisieren, um die Bildung und Vermehrung von Keimen zu verhindern. Dieses Thema sollte in keiner Kaufberatung fehlen.

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Unbestritten ist es für jeden Säugling das Beste, mindestens ein halbes Jahr gestillt zu werden. Die Muttermilch enthält zahlreiche Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung, die für ein gesundes Wachsen und Gedeihen des neuen Erdenbürgers sorgen. Als junge Mutter bietet Ihnen bereits eine günstige Milchpumpe mehr Freiheit, von der Sie in vielerlei Hinsicht profitieren können.

Sie schenkt Ihnen die Möglichkeit, ohne schlechtes Gewissen ein paar Stunden Ihr Baby in der Obhut Ihres Partners oder einer anderen Betreuungsperson zu lassen. So können Sie sich zum Beispiel einen entspannenden Wellness-Nachmittag mit Ihrer besten Freundin gönnen oder in aller Ruhe eine größere Shopping-Tour unternehmen. Auch für Frauen, die schon früh nach der Babypause wieder arbeiten möchten, stellt eine derartige Pumpe ein wichtiges Hilfsmittel dar, das ihnen mehr Flexibilität ermöglicht.

Seit wann gibt es die Milchpumpe?

Für viele Verbraucher gehört eine Brustpumpe mittlerweile wie ein Kinderwagen zu den Ausstattungsgegenständen, die junge Eltern im ersten Jahr unbedingt benötigen. Doch das war nicht immer so. Die Geschichte der Milchpumpe ist viel kürzer, als Sie wahrscheinlich denken. Der deutsche Erfinder Carl Braunscheidt meldete das Patent für dieses praktische Gerät erst im Jahre 1927 an.

Darüber hinaus kann der Einsatz einer Brustpumpe  auch unter medizinischen Gesichtspunkten sinnvoll sein. Insbesondere bei den folgenden Problemen von Mutter oder Kind bewährt sich der Einsatz einer Stillpumpe:

  • Schwierigkeiten des Babys beim Saugen, zum Beispiel aufgrund einer schwachen Kiefermuskulatur
  • Bei unzureichender Milchproduktion kann die Verwendung der Pumpe die Milchproduktion anregen
  • Entzündete oder gereizte Brustwarzen, hier bietet eine Milchpumpe die Möglichkeit, Zeit für den erforderlichen Heilungsprozess zu gewinnen.

Achtung: Bei allen Pluspunkten, durch die sich eine Milchpumpe auszeichnet, kann sie dennoch das Stillen nicht ersetzen. Der enge Kontakt zwischen Mutter und Kind trägt erheblich zu einer innigen emotionalen Bindung bei. Außerdem erfolgt während des Stillens eine Hormonausschüttung, die mit Glücksgefühlen verbunden ist. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Brustpumpe nicht ausschließlich zu verwenden. Hinzu kommt, dass während des Abpumpens ein teilweiser Verlust von Nährstoffen zu verzeichnen ist.

1. Die Funktionsweise einer Milchpumpe

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So wird auch der Milchpumpen-Vergleichssieger verwendet.

Jede Milchpumpe ist mit einem Aufsatz versehen, der die Form eines Trichters besitzt. Diesen legen Sie zum Abpumpen über Ihre Brustwarze, sodass sie komplett abgeschlossen ist.

Beim Pumpen dieses auch als “Brustglocke” bezeichneten Ansatzstücks entsteht darin ein Unterdruck, der eine saugende Wirkung entfaltet. Dabei sind zwei verschiedene Phasen zu unterscheiden: die Stimulations- und Pumphase.

Ähnlich wie die ersten Saugbewegungen des Kindes, das Sie zum Stillen anlegen, entwickelt das Abpumpgerät sofort nach dem Aufsetzen und den ersten Pumpbewegungen einen Effekt, der die Milchproduktion anregt. Danach pumpt das Gerät die Milch über einen Schlauch in das angeschlossene Behältnis ab.

2. Aller Anfang ist schwer: Die ersten Versuche

Obwohl das Abpumpen an sich nicht kompliziert ist, erfordert es zu Beginn ein wenig Übung. Idealerweise nehmen Sie sich viel Zeit für den ersten Versuch und sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

Auf keinen Fall sollten Sie sich selbst unter Erfolgsdruck setzen, sondern das Abpumpen locker angehen lassen. Außerdem kommt es bei der Verwendung einer Milchpumpe entscheidend auf eine aufrechte Körperhaltung an.

Wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellen sollte, verzweifeln Sie nicht, sondern probieren es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

3. Soviel Zeit nimmt das Abpumpen in Anspruch

Prinzipiell sollte das Abpumpen mit einem mechanischen Gerät in etwa so lange dauern wie eine Stillmahlzeit. Dementsprechend stellt eine halbe Stunde die Obergrenze dar.

Dies gilt für das Abpumpen beider Brüste. Doch häufig stellen Mütter fest, dass in Abhängigkeit von der Brustgröße und der Milchmenge die Brüste schon früher geleert sind. Um einen Milchstau zu verhindern, sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass nach dem Abpumpen beziehungsweise dem Stillen nicht mehr allzu viel Milch in der Brust verbleibt.

Tipp: Vielen jungen Müttern fällt das Abpumpen leichter, wenn sie dabei ihr Kind beziehungsweise ein Foto ihres kleinen Schatzes betrachten.

4. Die Desinfektion der Milchpumpe

Nach jedem Abpumpen müssen Sie das Gerät gründlich reinigen und einmal täglich sterilisieren. Dabei dürfen Sie auch den angeschlossenen Schlauch auf keinen Fall vergessen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich darin Keime und Krankheitserreger bilden, die über die Pumpe in die Muttermilch geraten und die Gesundheit Ihres Babys gefährden können.

Für die Desinfektion einer Muttermilchpumpe sollten Sie alle Einzelteile des Geräts auseinandernehmen. Anschließend spülen Sie diese mit warmem Wasser und etwas handelsüblichem Spülmittel durch.

Achtung: Verwenden Sie zur Reinigung niemals die Geschirrspülmaschine, da sich dabei die Teile deformieren können.

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Hygiene ist im Umgang mit Milchpumpen sehr wichtig.

Zur Sterilisation, die unbedingt vor dem ersten Gebrauch und von da an täglich zu erfolgen hat, können Sie ein spezielles Gerät verwenden.

Alternativ ist auch ein Sterilisieren per Hand möglich. Dazu kochen Sie sämtliche Teile in einem großen Topf über mehrere Minuten aus. Damit die Kunststoffteile nicht anlaufen oder sich verfärben, können Sie wenig Zitronensäure hinzugeben.

Die Vor- und Nachteile eines Desinfektionsgerätes:

  • Extrem unkompliziert und zeitsparend zu handhaben
  • Vielseitig verwendbar, zum Beispiel auch für Sauger und Babyfläschen oder Einmachgläser und –zubehör
  • Besitzt eine absolut sichere Sterilisationswirkung
  • Nimmt einigen Platz für die Unterbringung im Küchenschrank in Anspruch
  • Für hochwertige Apparate müssen Sie mit Preisen von weit über 100 Euro rechnen

Tipp: Die abgepumpte Milch ist bis zu sechs Tagen im Kühlschrank haltbar. Darüber hinaus können Sie die Muttermilch auch einfrieren, dann bleibt sie mehrere Monate verwendbar. Zum Einfrieren können Sie einfach haushaltsübliche Gefrierbeutel verwenden, die Sie mit dem Datum des Abpumpens beschriften sollten.

5. Handpumpen: preiswerte Alternativen

Frauenärzte und Hebammen empfehlen die Anschaffung einer Handpumpe, wenn Sie nur vorübergehend, zum Beispiel während einer Brustentzündung, abpumpen möchten. Eine preiswerte Handpumpe für Milch erweist sich auch als praktisch, wenn Sie unterwegs diskret und geräuschlos abpumpen möchten.

In Milchpumpen-Tests schneiden Exemplare hervorragend ab, die deutlich weniger als 50 Euro kosten, wie zum Beispiel die Medela Harmony oder Avent von der Marke Philips. Auch die NUK Jolie gehört zu den empfehlenswerten Geräten.

Bei der Entscheidung, welche Handmilchpumpe sich für Sie am besten eignet, sollten Sie stets auch die Bewertungen in Milchpumpen-Vergleichen der verschiedenen Hersteller hinsichtlich der folgenden Kriterien beachten:

Kriterium Merkmale
Pumpmechanismus

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  • möglichst einfache Bedienung, ohne große Kraftanstrengung
Zusammensetzen und Auseinandernehmen der Einzelteile
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  • sollte intuitiv ohne langes Studium der Gebrauchsanleitung möglich sein
Pflegeeigenschaften

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  • Das Gerät sollte sich einfach reinigen lassen und keine schwer zugänglichen Stellen aufweisen

6. Elektrische Pumpen: Die Komfortable Lösung

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Elektrische Pumpen erleichtern den Ablauf beim Stillen.

Elektrische Milchpumpen punkten mit verschiedenen Vorteilen gegenüber den mechanischen Modellen. Sie werden von einem Motor angetrieben und lassen sich so ohne jegliche eigene Kraftanstrengung der Mutter benutzen.

Außerdem gestaltet sich der gesamte Abpumpvorgang mit diesen Geräten wesentlich schneller. Besonders wenig Zeit nimmt eine Doppelmilchpumpe in Anspruch. Das simultane Abpumpen der Milch auf beiden Seiten bewirkt sogar eine Milchmenge, die bis zu 20 Prozent über der üblichen liegt.

Mit etwas Übung pumpen Sie Ihre Brust in weniger als einer Viertelstunde leer. Allerdings arbeiten elektrische Pumpen immer mit einer gewissen Geräuschbelastung. Außerdem sind sie in aller Regel so unhandlich, dass Sie sich kaum in einer Handtasche mitnehmen lassen. Auch für das Verstauen nehmen Sie mehr Platz in Anspruch als mechanische Pumpen.

Mit Abstand am wichtigsten bei der Auswahl einer elektrischen Milchpumpe von Medela oder einem anderen renommierten Hersteller ist das Pumpverfahren, das für Sie vollkommen schmerzlos sein sollte. In jedem seriösen Milchpumpen-Test, wie beispielsweise der von Stiftung Warentest erhalten nur Geräte gute Bewertungen, die dies sicherstellen und somit als beste Milchpumpe gewertet werden können.

Beim Kauf einer elektrischen Milchpumpe kommt es auch auf die Verstellbarkeit der Pumpintensität an. In dieser Hinsicht sind Geräte zu bevorzugen, die sich stufenlos einstellen lassen. Dies bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie genau den Rhythmus und die Pumpstärke auswählen können, die Ihnen am angenehmsten ist.

Sie sollten außerdem auch die Länge des Stromkabels beachten. Ist es zu kurz, können Sie kaum eine entspannte Sitzhaltung beim Abpumpen einnehmen.

7. Milchpumpe auf Rezept: Zum Nulltarif

Wenn Sie unter anhaltenden Stillproblemen leiden, haben Sie Anspruch auf Unterstützung durch ihre Krankenkasse. Dies gilt auch für den Fall, dass Ihr Baby nicht richtig an Ihrer Brust saugen kann. Der behandelnde Frauen- oder Kinderarzt kann Ihnen ein Rezept für eine Milchpumpe ausstellen, die Sie in der Apotheke leihen können.

Bei einem derartigen Leihgerät handelt es sich in der Regel um ein sehr hochwertiges, elektrisch arbeitendes Modell, das sich in der Handhabung als ausgesprochen einfach erweist. Die maximale Leihdauer beträgt dabei sechs Monate.

Außerdem ist zu beachten, dass Kassen eine elektrische Doppelmilchpumpe nur nach Mehrlingsgeburten genehmigen. Sie müssen beim Entleihen eine Kaution hinterlegen, deren Höhe meist bei 100 Euro liegt.

 

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