Krabbelschuhe Test 2019

Die besten Krabbelschuhe im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Krabbelschuhe schützen die Füße von Babys bei den ersten Krabbelversuchen und halten sie im Winter schön warm. Die Sohle verhindert außerdem, dass die Kleinen auf glatten Böden wegrutschen.
  • Wenn es nicht zu kalt und der Boden warm ist, können Babys auch sehr gut barfuß herumkrabbeln oder -laufen. Das fördert sogar die Bildung der Fußmuskulatur und wird von Kinderärzten und Orthopäden empfohlen.
  • Achten Sie beim Kauf von Krabbelschuhen in jedem Fall auf die richtige Größe. Kinderfüße brauchen etwas Spielraum in den Schuhen. Wichtig ist außerdem, dass das Material frei von Schadstoffen ist, die das Kind sonst über die Haut aufnehmen könnte.

krabbelschuhe test

Kaum ein gutes halbes Jahr auf der Welt und schon sind die meisten Babys nicht mehr zu halten. Sie wollen die Welt erkunden, oder zumindest die elterliche Wohnung und das passiert erst einmal auf allen Vieren. So krabbeln die Kleinen fröhlich durch die Gegend. Dafür brauchen Sie nicht unbedingt Schuhe.

Wenn es aber auf die kühle Jahreszeit zu geht oder es in der Wohnung überwiegend kühlen Fliesenboden gibt, wollen Eltern die kleinen Füßchen ihrer Kinder gerne kuschelig einpacken, damit sich der Nachwuchs keine Erkältung oder Blasenentzündung zuzieht.

Gut geeignet sind dazu Krabbelschuhe. Sie sind meistens aus weichen, wärmenden Materialien. Nicht zu verwechseln sind Krabbelschuhe mit Lauflernschuhen.

Krabbelschuhe bieten nicht genügend Halt, um damit zu laufen und haben oft auch eine sehr dünne Sohle. Sie sollen die Kinderfüße in erster Linie warm halten und, bei Krabbeleinheiten im Garten, vor Verletzungen schützen.

Bei der Wahl der richtigen Krabbelschuhe spielt das Material eine große Rolle. Lesen Sie dazu deshalb unsere Kaufberatung.

1. Was sind eigentlich Krabbelschuhe?

Krabbelschuhe werden auch Baby Krabbelpuschen genannt. Sie sollen Babys bei den ersten Krabbelversuchen wärmen sowie stützen und sie dienen als eine Art Kinderhausschuhe für kalte Tage. Wenn es warm ist, sind Krabbelschuhe nämlich eigentlich nicht nötig.

Baby barfuß laufen
Barfußlaufen ist gesund – auch für`s Baby.

Kinderärzte raten sogar, Babys so oft wie möglich barfuß herumkrabbeln und später auch laufen zu lassen.

So werden Muskeln und Gelenke am besten trainiert und Ihre Kinder lernen gleich die richtige ergonomische Fußhaltung.

Auf dem Teppich oder einer Krabbeldecke können Sie Ihr Kind deshalb durchaus barfuß krabbeln lassen. Im Winter allerdings, sollten die kleinen Füße warm gehalten werden.

Sie können dafür zu Söckchen mit Noppen greifen oder auch zu Krabbelschuhen. Diese sind besonders zu empfehlen, wenn Sie Laminat, Parkett oder andere glatte Böden haben.

Krabbelschuhe haben normalerweise eine Sohle, die das Wegrutschen verhindert. Diese ist zum Beispiel aus Gummi, Wildleder oder Lederimitat. Gut geeignet sich Krabbelschuhe auch für den Kindergarten bzw. die Kita.

Es gibt Krabbelschuhe, die nur für den Innenbereich geeignet sind und solche, die auch draußen zum Einsatz kommen können.

Häufig verwechselt werden Krabbelschuhe auch mit Lauflernschuhen. Sehen Sie deshalb hier die Unterschiede in der Übersicht:

Produktart Besonderheiten
Krabbelschuhe für drinnen
Krabbelschuhe drinnen
  • Sind rundherum sehr weich und haben eine biegsame Sohle.
  • Dienen als Hausschuhe.
  • Geben viel Bewegungsfreiheit.
  • Eine aufgeraute Sohle verhindert Wegrutschen auf glatten Böden.
Krabbelschuhe für draußen
Krabbelschuhe draußen
  • Haben eine höhere Festigkeit als Krabbelschuhe für drinnen.
  • Die Sohle ist etwas dicker und schützt damit vor Verletzungen.
  • Diese Krabbelschuhe vertragen auch ein wenig Feuchtigkeit.
Lauflernschuhe
Krabbel Lauflernschuhe
  • Sind Halbschuhe mit einer dünnen Sohle.
  • Oft sind Lauflernschuhe aus Leder.
  • Schützen den Fuß durch eine verstärkte Turnschuh-Sohle vor Stößen.
  • Lauflernschuhe haben oft einen erhöhten Schaft, um dem Kinderfuß Halt zu geben.

Achtung: Krabbelschuhe für draußen schützen vor Unebenheiten und halten bis zu einem gewissen Grad Feuchtigkeit aus. Sie können auch als Baby Winterschuhe dienen, wenn Sie innen warm genug sind. Es gibt jedoch keine wasserfesten Krabbelschuhe. Achten Sie daher darauf, dass die Schuhe nicht zu nass werden.

Am häufigsten genutzt werden sicherlich Krabbelschuhe für drinnen. Diese kann man wiederum nach den verwendeten Materialien unterteilen. Am verbreitetsten sind Krabbelschuhe aus

  • weichem Leder
  • leichter Baumwolle
  • Wolle oder Filz

Zu den beliebtesten Babyschuhen gehören Krabbelpuschen aus Leder. Diese weichen Lederpuschen für das Baby engen den Fuß in der richtigen Größe nicht ein.

Die meisten Krabbelschuhe aus Leder haben eine dünne Sohle aus Wildleder oder Glattleder und ein dünnes Gummiband um den Schaft für den besseren Sitz.

Bekannte Babyausstatter wie Sterntaler verzieren die Krabbelschuhe aus Leder mit hübschen Motiven wie Blumen, Tieren oder Herzen. Auch von renommierten Marken gibt es Babyschuhe aus Leder, so sind zum Beispiel Krabbelschuhe von Nike zu haben.

Baby Krabbelschuhe aus Leder sind robuster als Puschen aus Baumwolle und schmiegen sich gut an den Fuß an.

Baumwolle ist dagegen schön weich. Sie eignet sich als Material für Krabbelschuhe, die im Sommer und auf warmen Börden zum Einsatz kommen.

Ein großer Vorteil ist, dass Krabbelschuhe aus Baumwolle waschbar sind und schnell trocknen. Allerdings ist Baumwolle nicht ganz so flexibel wie Wolle oder Leder – kaufen Sie die Schuhe daher besser etwas größer.

Krabbelschuhe aus Wolle oder Filz sind besonders wärmend in den kühlen Monaten und auf kalten Böden. Diese Puschen sind weicher als solche aus Leder aber ähnlich dehnbar. Eine rutschsichere Sohle hilft beim Abstoßen.

Achtung: Achten Sie auf die Reaktion der Haut: Manche Kinder reagieren allergisch auf Filz und Wolle.

Jedes verwendete Material hat also seine guten Seiten. Lesen Sie hier noch einmal die Vor- und Nachteile von Krabbelschuhen aus Baumwolle:

  • angenehm weich
  • nicht zu warm
  • gut waschbar und schnell trocken
  • allergische Reaktionen treten kaum auf
  • nicht sehr robust
  • weniger flexibel als Wolle oder Leder
  • für kalte Tage und kalte Böden eventuell nicht wärmend genug

2. Darauf müssen Sie beim Kauf von Krabbelschuhen achten

2.1. Die Schuhgröße – entscheidend bei allen Kinderschuhen

Die Eselsbrücke zum Kinderschuhkauf

Kinderfüße wachsen bei ein- bis dreijährigen Kindern im Durchschnitt ca. 1,5 mm pro Monat, bei drei- bis sechsjährigen etwa 1,0 mm. Deshalb muss die Passform von Kinderschuhen immer wieder kontrolliert werden. Als Gedankenstütze kann die Körpergröße dienen: Bei 3 cm Körperwachstum sind die Füße etwa 5 mm gewachsen. Schuhe für die Kinder sollten Sie übrigens, wie bei Erwachsenen, immer nachmittags kaufen, weil die Füße dann etwas größer bzw. breiter sind.

Völlig unabhängig davon, für welche Art Krabbelschuh Sie sich entscheiden: Die Größe muss unbedingt passen. Mindestens jedes zweite Kind trägt zu kleine Kinderschuhe. Ein österreichisches Projekt geht von noch höheren Zahlen aus.

Nicht alle Eltern wissen offenbar, dass die Schuhe länger sein müssen, als die Kinderfüße und kennen auch nicht die geeignete Methode, um die Größe zu überprüfen. Die Bundesärztekammer empfiehlt, sich auf keinen Fall auf das Urteil der Kinder zu verlassen, wenn es um den Schuhkauf und die Größen geht.

Kinderfüße sind noch sehr weich und dehnbar, das Nervensystem ist noch nicht komplett entwickelt. Deshalb merken es Kinder häufig gar nicht, wenn Schuhe zu klein sind.

Oder sie merken es, sagen aber nichts, weil sie genau diese Schuhe mit dem süßen Muster unbedingt haben wollen.

Die Folgen: Kurzfristig können sich Blasen bilden, die schmerzhaft sein können, wenn das Kind in zu kleinen Schuhen unterwegs ist. Wenn Kinder regelmäßig zu kleine Schuhe tragen, können sich Zehenfehlstellungen entwickeln.

Es drohen Gelenkentzündungen, Gelenkveränderungen, eine Entzündung oder Verkürzung der Fußmuskulatur, Durchblutungsbeschwerden und mehr.

Krabbelschuhe Baby Fußgröße messen
Ob Baby oder Kleinkind – die Größe der Füße sollten Sie regelmäßig messen.

Kranke Füße können sich auch auf Knie, Hüften, Rücken und überhaupt den gesamten Körper negativ auswirken. Deshalb ist es so wichtig, die richtige Größe zu finden.

Der Innenbereich des Schuhs muss nach Meinung von Orthopäden mindestens 12 mm länger sein als der Fuß. Die Initiative Kinderfüße-Kinderschuhe empfiehlt sogar 17 mm, weil Kinderfüße sehr schnell wachsen.

Um die passende Größe zu finden, kommen Sie nicht darum herum, die Babyfüße richtig zu messen. Dafür können Sie den BIMS-Messschieber nutzen, den es in Schuhgeschäften gibt und 12 mm hinzuaddieren.

Tipp: Sie können auch aus fester Pappe eine Schablone der Kinderfüße anfertigen. Ihr Kind muss dafür barfuß auf einem Stück Karton stehen oder Sie pressen die Pappe im Liegen gegen den Babyfuß. Das geht dann am besten zu zweit. Zeichnen Sie dann den Fußumriss nach und fügen Sie 12 mm hinzu. Diese Schablone muss in den Schuh Ihrer Wahl passen, dann wissen Sie, dass er die richtige Größe hat.

2.2. Material

Auch dies ist ein besonders heikler Punkt. Ob Sie sich für die Kategorie Leder, Baumwolle oder Wolle entscheiden, ist in erster Linie Geschmackssacke.

Das Problem ist, dass Öko-Test bei einem Krabbelschuh-Test zuletzt quer durch alle Marken und Hersteller in vielen Modellen Schadstoffe gefunden hat.

13 von 14 Modelle fielen mit einem “ungenügend” durch. Lederpuschen waren häufig mit Chrom belastet. In Modellen aus Textil fanden die Tester andere Schadstoffe. Informieren Sie sich in aktuellen Tests von Krabbelschuhen.

Die Stiftung Warentest hat noch keinen Krabbelschuh-Test durchgeführt. Doch sicherlich müsste der Krabbelschuh-Vergleichssieger auch hier frei von Schadstoffen sein. Achten Sie beim Kauf daher auf entsprechende Siegel und Zertifikate oder wählen Sie vielleicht sogar Bio-Produkte.

Der beste Krabbelschuh ist einer, den das Kind auch mal in den Mund nehmen kann, ohne, dass Sie sich Sorgen machen müssen. Leider können Sie solche Bio-Krabbelschuhe nicht immer günstig kaufen. Um Geld zu sparen, können Sie die Babyschuhe aber auch einfach selber machen.

2.3. Krabbelschuhe nähen – so geht es

Krabbelschuhe Handarbeit
Nähen, Stricken, Häkeln – in Handarbeit lassen sich tolle Babyschuhe fertigen.

Krabbelschuhe zu nähen, ist im Grunde genommen recht einfach. Drucken Sie zunächst das Schnittmuster aus.

Sie benötigen normalerweise 3 Stücke Leder oder ein anderes Material. Bei der Farbe haben Sie die Wahl: Nehmen Sie ganz klassisch für Mädchen rosa und für kleine Jungen blau oder entscheiden Sie sich für ganz andere Farben. Sie benötigen außerdem ein Gummiband und Sicherheitsnadeln.

Schneiden Sie die Lederstücke entsprechend dem Schnittmuster zurecht und vernähen Sie alles an der Nähmaschine. Nun können Sie den Baby-Puschen noch einen besonderen Touch geben. Sie können zum Beispiel Krabbelschuhe mit Namen kreieren, in dem Sie den Namen aufsticken.

Tipp: Schnürbänder oder Klettverschlüsse können den Fuß des Babys einengen und sind daher als Verschluss nicht ideal. Besser ist es, Sie nähen einen Krabbelschuh mit Gummizug. Der lässt sich dann auch sehr schnell und einfach an- und ausziehen.

3. Die bekanntesten Marken

Es gibt eine Vielzahl von Herstellern. Sehr bekannt sind Krabbelschuhe von Sterntaler, Anna und Paul, Playshoes, Pololo, HOBEA, Bobux, SmileBaby, Dotti Fish oder Giesswein.

4. Wie lange sollten wir Krabbelschuhe nutzen?

Der Name sagt hier eigentlich schon alles: Die Lederpuschen für das Baby sind in erster Linie zum Krabbeln gedacht. Sie folgen auf die Erstlingsschuhe und haben im Gegensatz zu diesen meistens eine leicht rutschhemmende Sohle, damit die Babys auf glatten Böden nicht wegrutschen.

Zum Gehen bieten diese Schuhe aber nicht genügend Halt. Sobald Ihr Kind also anfängt, die ersten Schritte zu machen, ist es Zeit für die Baby Lauflernschuhe. Diese muss das Kleine aber übrigens auch nicht ständig tragen.

Barfuß gehen ist immer noch das Beste und solange es warm genug und der Boden warm ist, können Babys wunderbar einfach mit nackten Füßen herumlaufen. Wenn es aber zu kalt oder der Untergrund zum Beispiel steinig ist, sind Schuhe sinnvoll.

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