Hochstuhl Test 2019

Die besten Kinderhochstühle im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Hochstuhl kann Ihr Kleinkind aktiv am Familienleben teilnehmen und mit allen anderen Personen auf gleicher Höhe am Tisch sitzen.
  • Hochstühle gibt es in vielen Varianten, etwa als Kombihochstuhl, Treppenhochstuhl oder Mehrzweckhochstuhl. Sie lassen sich oftmals an die eigenen Bedürfnisse und die des Kindes anpassen und verfügen über praktische Zusatzfunktionen wie eine Schaukel- oder Liegefunktion.
  • Der Kauf eines Hochstuhls ist erst empfehlenswert, wenn Ihr Kind aus eigener Kraft aufrecht sitzen kann, also etwa ab einem Alter von sechs bis neun Monaten. Es gibt allerdings Modelle, die bereits für Neugeborene geeignet sind, sodass schon die Kleinsten mit der Familie am Esstisch ihren Platz finden.

hochstuhl-test

Zu einem der wichtigsten Meilensteine in den ersten Monaten eines Säuglings zählt das Sitzen. Erst mit circa sechs bis neun Monaten gelingt es Babys, eigenständig zu sitzen und sich selbst in die Sitzposition zu bewegen. In diesem Zeitraum wird normalerweise auch damit begonnen, auf feste Nahrung umzusteigen.

Ein Hochstuhl wird dann zum unerlässlichen Möbelstück – denn darin können die Kleinen aktiv beim täglichen Essen mit der Familie eingebunden werden und mit allen anderen Personen auf Augenhöhe am Tisch sitzen.

In unserem Hochstuhl-Vergleich 2019 stellen wir Ihnen die gängigsten Modelle vor und erklären Ihnen, ab wann ein Hochstuhl verwendet werden kann. Auch geben wir Ihnen mit unserer Kaufberatung Tipps für die Wahl des passenden Modells.

1. Mit dem Hochstuhl auf Augenhöhe am Esstisch

Bei einem Hochstuhl handelt es sich um ein Sitzmöbel speziell für Babys und Kleinkinder. Der Stuhl verfügt über sehr lange Stuhlbeine, sodass die Kleinkinder gemeinsam mit den anderen Familienmitgliedern an einem Tisch auf derselben Höhe sitzen können.

kinderhochstuhl
Durch den Hochstuhl kann das Baby beim Familienessen eingebunden werden.

Der große Vorteil dabei ist, dass der Nachwuchs während dem gemeinsamen Essen nicht auf dem Schoß oder im Arm gehalten werden muss, und sowohl Eltern als auch Kind beide Hände frei haben.

Kinder sitzen bekanntlich nicht lange still. Um einen Sturz vom Hochstuhl zu verhindern, verfügt er in der Regel über Sicherheitsgurte sowie eine horizontale vor dem Körper angebrachte Stange. So kann das Kind nicht vornüberkippen, durch eine vertikale Stange zwischen den Beinen kann es außerdem nicht unter der Stange durchrutschen.

Für Kleinkinder, die bereits gehen können, gibt es Hochstühle, die sie selbst über Treppen besteigen können. Die Stangen zur Sicherung sind dann nicht mehr notwendig, lediglich die erhöhte Sitzposition ist durch den Hochstuhl gewährleistet. Sitzkissen und gepolsterte Rückenlehnen sorgen für zusätzlichen Sitzkomfort.

2. Hochstühle im Vergleich: Diese Typen gibt es

Damit Sie den besten Hochstuhl für sich und Ihren Nachwuchs finden, sollten Sie sich vor dem Kauf eingehend mit den verschiedenen Varianten auseinandersetzen. Einige Modelle sind durch Rollen und verstellbare Elemente sehr flexibel, Kinderhochstühle aus Holz gelten hingegen als ausgesprochen stabil. Beim Hochstuhl-Test können Sie feststellen, welche Variante Ihren Bedürfnissen entspricht – unsere Tabelle gibt Ihnen eine erste Übersicht:

Hochstuhl-Modell Eigenschaften
Mehrzweckhochstuhl mehrzweckhochstuhl
  • besteht in der Regel aus Kunststoff und/oder Aluminium
  • verfügt über eine weiche Polsterung für optimalen Sitzkomfort
  • die optionale Tischplatte kann bei Bedarf entfernt werden
  • einzelne Elemente wie die Rückenlehne sind verstellbar und können so an den Entwicklungstand und die Größe des Kindes sowie an die jeweilige Situation angepasst werden
  • kann als Hochstuhl mit Liegefunktion umfunktioniert werden, indem das Rückenteil abgesenkt wird
  • Rollen ermöglichen den schnellen Wechsel des Einsatzortes
  • je nach Modell kann der Hochstuhl mit Wippe genutzt werden
  • der Hochstuhl ist klappbar und kann platzsparend verstaut werden
  • Alterseignung: ab 3 Monaten bis circa 3 Jahre
Kombihochstuhl tripp trapp
  • Hochstuhl mit Tisch in Kombination
  • wird das Oberteil auf dem Unterteil befestigt, eignet sich der Aufbau als Hochstuhl
  • die untere Komponente kann umgedreht und so als einzelner Tisch, die obere Komponente als Stuhl verwendet werden
  • Kinderhochstuhl kann vielseitig eingesetzt und beispielsweise im Kinderzimmer als Mal- und Basteltisch verwendet werden
  • kein mitwachsender Hochstuhl, da Sitzhöhe und Rückenlehne nicht verstellt werden können
  • nur schwer zu verstauen, da er sich nicht zusammenklappen lässt
  • Hochstuhl ohne Gurt, sodass keine zusätzliche Sicherung möglich ist
  • üblicherweise aus Holz gefertigt und daher sehr stabil
  • Alterseignung: ab 6 Monaten
Treppenhochstuhl treppenhochstuhl
  • treppenförmiger Aufbau
  • Hochstuhl aus Holz gefertigt, daher sehr stabil und langlebig
  • einzelne Komponenten wie Sitzfläche, Fußstütze, Sicherheitsgurte und Tischplatte können variabel verstellt oder abgenommen werden, sodass sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten ergeben
  • Sitzhöhe und Fußstütze können je nach Größe des Kindes verstellt werden, sodass der Treppenstuhl mitwächst und sogar bis ins Vorschulalter genutzt werden kann
  • dank Sitzverkleinerer können auch Babys in diesem Kinderhochstuhl sitzen
  • können je nach Modell bis zu 50 kg Gewicht tragen
  • nicht zusammenklappbar und daher nicht platzsparend zu verstauen
  • Alterseignung: ab 6 Monaten (mit Sitzverkleinerer für Hochstühle auch früher) bis 6 Jahre und älter
Reisehochstuhl kinderstuhl
  • erhältlich als leichter Baby-Essstuhl, der sich klein zusammenklappen lässt, als aufblasbares Luftkissen, das auf einen Stuhl geschnallt wird, oder als Variante, die an den Tisch montiert wird
  • in der Regel verfügen alle Varianten über ein kleines Packmaß, sodass sie problemlos im Auto oder bei Flugreisen mitgenommen werden können
  • hinsichtlich der Sicherheit nicht mit einem herkömmlichen Kinderhochstuhl vergleichbar – insbesondere die Tischvarianten können bei falscher Handhabung gefährlich werden
  • einzelne Komponenten wie Rücklehne nicht verstellbar
  • Alterseignung: ab 6 Monaten

3. Tipps zum Kauf: Auf diese Aspekte sollten Sie achten

Kaufen Sie nicht bedenkenlos den Hochstuhl-Vergleichssieger, sondern überlegen Sie sich vorab, welche Kriterien für Sie eine wichtige Rolle spielen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Aspekte zusammengestellt, damit Ihnen die Wahl leichter fällt.

3.1. Der Einsatzzweck entscheidet über das Gewicht des Stuhls

holzstuhl
Holz gilt als besonders robust.

Insbesondere ein Reise- oder Camping-Hochstuhl sollte ein geringes Gewicht aufweisen, da er oft transportiert werden muss.

Ein Hochstuhl, der lediglich zu Hause verwendet wird, kann aber durchaus ein höheres Gewicht aufweisen, das ihm mehr Stabilität verleiht. Zu den besonders massiven und schweren Varianten zählt der Hochstuhl aus Holz. Dieser hat oftmals einen festen Platz am Tisch und muss nicht täglich an einen anderen Ort bewegt werden, sodass das hohe Gewicht nicht stört.

3.2. Alters- und Gewichtsbeschränkungen im Blick behalten

Einige Modelle, wie etwa ein Hochstuhl mit Babyschale, können bereits für Neugeborene verwendet werden, sind dafür aber für Kleinkinder nicht geeignet. Einige Ausführungen, zu denen auch der Tripp Trapp Hochstuhl von Stokke gehört, können dank diverser variabler Elemente vom Säuglings- bis ins Schulalter verwendet werden.

Tipp: Treppenstühle aus Holz sind teilweise bis zu einem Gewicht von 85 kg ausgelegt. Da Fußstützen und Gurte entfernt werden können, ist der Stuhl sogar noch bis ins Erwachsenenalter verwendbar. Dadurch relativiert sich der vergleichsweise hohe Preis.

3.3. Vielfältige Materialauswahl: Achten Sie auf Schadstoffe

Kinderhochstühle werden aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Metall gefertigt. Wichtig ist, dass in den verwendeten Materialien keinerlei Schadstoffe enthalten sind, da Kinder oftmals auch direkt von den Tischen der Hochstühle essen und so eventuell Giftstoffe aufnehmen könnten.

  • sehr widerstandsfähig
  • nachwachsender, natürlicher Rohstoff
  • hohe Stabilität
  • lange Lebensdauer
  • hohes Gewicht, daher weniger flexibel
  • Lacke oder Farben können Schadstoffe enthalten
  • Sitzfläche oftmals nicht gepolstert

Deutlich leichter als der Tripp Trapp Hochstuhl aus Holz ist etwa der Ikea Hochstuhl ANTILOP, der eine Sitzschale aus Polypropylen sowie Beine aus Stahl besitzt. Vorteil dieser Kunststoff-Modelle gegenüber dem Kinderhochstuhl aus Holz: Sie lassen sich sehr unkompliziert mit einem feuchten Tuch reinigen.

3.4. Sicherheit ist das A und O

Details zur EU-Norm 1488-1:2006

Achten Sie auf die Einhaltung der EU-Norm 1488-1:2006. Diese Richtlinien regeln Sicherheitsstandards von Hochstühlen. So muss etwa ein Hinweisschild angebracht sein, um welchen Hochstuhl es sich handelt und welche Kriterien er erfüllt. Er darf nicht entflammbar sein und muss ein bestimmtes Maß an Stabilität vorweisen.

Sicherheit geht bei Kindern immer vor! Daher steht beim Hochstuhl das Design erst an zweiter Stelle, wichtiger sind vielmehr folgende Aspekte:

  • Kippsicherheit: Hat der Hochstuhl einen festen Stand und bleibt fest am Boden, auch wenn das Kind zappelt?
  • Verstellbare Gurtsysteme: Besitzt der Stuhl einen sicheren 5-Punkt-Gurt und kann der Gurt individuell an die Größe des Kindes angepasst werden?
  • Verschluckbare Einzelteile: Können sich Einzelteile, wie beispielsweise Schrauben, ablösen und somit zur Gefahr werden?

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Hochstuhl

4.1. Welche Marken für Hochstühle gibt es?

Ob aus dem Möbelhaus wie der Hochstuhl von Ikea oder vom Babybedarf-Spezialisten: Die Auswahl an Herstellern ist groß bietet damit Eltern ein umfangreiches Angebot. Hier einige bekannte Hersteller im Überblick:

  • Stokke
  • Chicco
  • Hauck
  • Herlag
  • Peg-Pérego
  • Safety 1st

Sowohl Hochstühle von Hauck als auch von Stokke und Herlag konnten in Hochstuhl-Tests der Stiftung Warentest mit guten Bewertungen in der Kategorie Sicherheit überzeugen. Der letzte Hochstuhl-Test stammt zwar aus dem Jahr 2007, doch gelten die Vergleichssieger noch immer als verlässliche Hersteller für sichere Kindermöbel.

4.2. Ab wann darf ein Baby im Hochstuhl sitzen?

Grundsätzlich kann ein Hochstuhl ab der Geburt verwendet werden, sofern er über eine Babyschale verfügt. In diesem Fall sitzt der Säugling dann nicht aufrecht, sondern nimmt eine Liegeposition ein. Für Hochstühle in Sitzposition ist es erforderlich, dass Ihr Kind bereits eigenständig aufrecht sitzen kann. Das ist üblicherweise ab acht Monaten, je nach Entwicklungsstand aber auch früher oder später der Fall.

Achtung: Achten Sie drauf, dass Ihr Baby nicht zu lange sitzt. Seine Muskulatur ist noch nicht darauf ausgelegt, den Körper im Sitzen mehrere Stunden aufrecht zu halten. Daher sollten Sie den Hochstuhl anfangs nur für die Mahlzeiten, nicht aber zum Spielen nutzen.

4.3. Bis wann sollte ein Kind im Hochstuhl sitzen?

Eines ist sicher: Irgendwann wird Ihr Spross aus dem Hochstuhl herausgewachsen sein. Übliche mitwachsende Hochstuhlmodelle können bis zum 2. oder 3. Lebensjahr verwendet werden. Es gibt aber Modelle wie den Stokke Tripp Trapp, die dank diverser Einstelloptionen bis ins Erwachsenenalter als Sitzmöglichkeit funktionieren.

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Ein Hochstuhl mit Babyschale eignet sich für die Kleinsten.

4.4. Lohnt sich ein Hochstuhl, wenn das Baby noch nicht sitzen kann?

Selbstverständlich lohnt sich ein Hochstuhl auch dann, wenn Ihr Baby noch nicht sitzen kann. In der Babyschale oder im Sitzverkleinerer kann es komfortabel liegen und beim gemeinsamen Essen mit der Familie alles genau beobachten. So haben Sie stets ein Auge auf Ihren Nachwuchs, ohne ihn ständig auf dem Schoß oder im Arm halten zu müssen und können mit ihm während des Essens interagieren.

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