Babyschlafsack Test 2019

Die besten Babyschlafsäcke im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Aus Sicherheitsgründen ist im ersten Lebensjahr der Babyschlafsack die beste und wichtigste Bettausstattung für Ihr Baby.
  • Babys schlafen sehr bewegt und eine Decke könnte über den Kopf gezogen werden. Später, wenn sich das Kleine selbst drehen kann, besteht in einer Decke die Gefahr des Verhedderns.
  • Studien haben gezeigt, dass der Babyschlafsack eine wichtige Rolle beim Vorbeugen von SIDS (Sudden Infant Death Syndrome – dem plötzlichen Kindstod) spielt.

babyschlafsack-test

Der Kauf eines Babyschlafsacks entscheidet von Anfang an über die Sicherheit und Schlafqualität Ihres Lieblings. Gerade in den ersten Wochen und Monaten auf der Welt schläft das Baby noch sehr viel. Es passt sich an das Leben außerhalb des Mutterleibs an, wobei dann auch Allergien oder physiologische Störungen entstehen können. Daher sind die richtige Schlaftemperatur und das optimale Schlafklima immens wichtig.

Da Babys noch einen anderen Wärmehaushalt haben als wir, geht es für das Kleine in erster Linie um eine möglichst konstante Temperatur. Wie kann man das im Schlaf erreichen? Es werden sehr viele Schlafsäcke für Babys und Kleinkinder angeboten, die mehr oder minder gut geeignet sind.

Alle sind auf den ersten Blick gut, denn sie verhindern das über den Kopf Ziehen von Decken und Kissen. Doch bieten Sie auch all die Eigenschaften, die aus einem guten Schlafsack den richtigen für Ihr Kind machen? Wir zeigen Ihnen in unserem Babyschlafsack-Vergleich 2019, worauf Sie achten müssen, um Ihren Babyschlafsack-Vergleichssieger zu finden.

1. So groß sollte Babys erster Schlafsack sein

Das wichtigste Kriterium bei der Kaufberatung ist die Größe des Schlafsacks. Generell wird empfohlen, dass der Schlafsack nur wenig größer als das Baby sein sollte, da es sonst hinein rutschen könnte.

In diesem Falle hätte das Kleine nicht die Decke sondern den Schlafsack über dem Kopf und es besteht die Gefahr der Überhitzung. Ein Baby kann seine Körpertemperatur noch nicht regeln wie wir, weswegen Überhitzung eine akute Gefährdung darstellt.

Berechnung für die richtige Länge:

  • Länge des Babys vom Scheitel bis zu den Füßen
  • – Länge des Babyköpfchens
  • + 10 Zentimeter

Bei der Halsweite gilt: Sie sollten zwei Finger bequem zwischen Babys Hals und den Halsausschnitt bekommen. Auf Grund der Wärmeentwicklung sollte vom Daunenschlafsack fürs Baby abgesehen werden. Wenn das Kleine schwitzt, kann die Füllung klumpig werden und so ist eine gleichmäßige Wärmeverteilung nicht mehr gegeben. Außerdem bergen Daunenschlafsäcke ein Allergierisiko, durch Hausstaub, der sich darin sammeln kann.

2. So sollte der Schlafsack aussehen

babyschlafsack-kaufen
Kaufen Sie einen hochwertigen Babyschlafsack.

Von einem Schlafsack mit Beinen sollten Sie grundsätzlich absehen. Der Grund: Ihr Baby nimmt im Schlaf noch lange die Beinhaltung wie im Mutterleib ein oder streckt die Beine schnurgerade aus.

In beiden Positionen besteht die Gefahr von Verrutschen und Abschnürungen. Bei Schlafsäcken mit Ärmeln scheiden sich die Geister. Es zeigt sich jedoch, dass die meisten Eltern die ärmellose Version vorziehen.

Der Grund ist ebenso einfach wie praktisch: Wenn Baby im Schlaf den Arm aus dem Ärmel zieht, wird das Ärmchen unter Umständen verdreht ohne dass Sie es sofort sehen können. Auch ein Kuscheltuch oder ein Schnuller, der in einen Schlafsack mit Ärmeln fällt, kann nur „geborgen“ werden, indem Sie den Schlafsack komplett ausziehen.

Ärmellose Schlafsäcke sind bequemer zu handhaben und bieten auch weniger Potential für Abschnürungen und Einklemmungen. In verschiedenen Tests von Babyschlafsäcken hat sich weiterhin gezeigt, dass Babys in ärmellosen Schlafsäcken ruhiger schlafen, da sie Geborgenheit geben ohne einzuengen.

3. Aus diesem Material sollte der Schlafsack sein

Egal, ob Winterschlafsack fürs Baby oder Sommerschlafsack: Beide Versionen sollten geeignet sein, auch bei hohen Temperaturen gewaschen zu werden. Wenn Baby einen Magen-Darm-Infekt bekommt, muss eine Waschtemperatur mindestens 60 °C betragen, dass alle Erreger abgetötet werden.

Weiterhin sollten die Materialien so beschaffen sein, dass keine Fasern eingeatmet werden können und keine bedenklichen oder gar giftigen Ausdünstungen entstehen. Am besten sind Baumwolle oder geeignete und unbedenkliche Funktionstextilien. Hier ist die Stiftung Warentest eine gute Quelle für Informationen, welche Materialien und Stoffe am besten sind.

Übrigens: Die meisten Eltern greifen zum Ganzjahresschlafsack fürs Baby, da durch Heizung im Babyschlafzimmer das ganze Jahr annähernd die gleiche Temperatur herrscht. Sollte eine Nacht sehr kalt sein, ist es sinnvoll, dem Baby einen entsprechenden Schlafanzug anzuziehen.

Tipp: Der beste Babyschlafsack besteht aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, ist weich aber mäßig dick gefüttert, kann heiß gewaschen werden und trocknet schnell.

4. TOG ist die ausschlaggebende Größe

TOG ist eine aus Großbritannien stammende Größe in der Textilindustrie und beschreibt die Wärmeleitfähigkeit von Stoffen. Dabei gilt: je höher der TOG-Wert, umso mehr Wärme wird gehalten. Wie bereits erwähnt, können Babys den Wärmehaushalt noch nicht so regulieren wie Erwachsene.

Aus einem unbekannten Grund glauben viele Eltern, Babys bräuchten darum mehr Wärme. Tatsache jedoch ist, dass die meisten Erkältungen und Missempfindungen bei Neugeborenen durch Überhitzung ausgelöst werden.

Achtung: Als Faustregel gilt – Temperatur halten, statt sie zu erhöhen! Überhitzungen belasten Herz und Kreislauf und führen zur lebensgefährlichen CO² Rückatmung!

5. Die besten Babyschlafsäcke 2019

babyschlafsack-vergleich
Vergleichen Sie mehrere Babyschlafsäcke miteinander.

Bis dato hat sich die Stiftung Warentest noch nicht mit Babyschlafsäcken im Test befasst, wohl aber die Zeitschrift Öko-Test. Erstaunlicherweise fiel dabei der beliebte Sterntaler-Babyschlafsack auf ganzer Linie durch. Mit „gut“ wurden lediglich Babyschlafsäcke von Alvi, Leela Cotton und Julius Zöllner getestet.

Die Kriterien waren:

  • reizende oder allergieauslösende Stoffe (Bsp.: Farben, Aufheller, Ligatur)
  • Materialeigenschaften und Sicherheit (Bsp.: Reißverschlüsse)
  • Temperatur- und Luftzirkulation
  • Bewegungsfreiheit fürs Kind
  • Gefahrenquellen (Bsp.: Verschluckungs- oder Erstickungsgefahr durch lose Teile)

Es scheint, als wäre es eine gute Alternative, den Babyschlafsack selbst zu stricken. Davon ist jedoch abzuraten, da die Nachteile die Vorteile bei näherer Betrachtung überwiegen. Wir haben Ihnen einige Gesichtspunkte tabellarisch zusammengestellt:

  • individualisierbare Größe
  • Einzigartigkeit
  • schönes Erb- und Erinnerungsstück
  • sehr persönliches Geschenk
  • mögliche allergische Reaktionen auf die Wolle
  • unzureichend funktionierender Reißverschluss
  • Verletzungsgefahr durch Abschnürung, wenn Babys Zehen zwischen die Maschen geraten
  • unzureichend heiß waschbar
  • Gefahr des Einatmens oder Verschluckens von sich lösenden Fäden

5.1. Schlafsäcke für Kleinkinder

Klar ist, dass der Babyschlafsack im ersten Lebensjahr das Beste ist. Doch was ist danach? Das liegt sicher im Ermessen des Kindes, denn viele Kleinkinder wünschen sich auch nach dieser Zeit noch einen Schlafsack.

Besonders im Sommer kann ein dünner Schlafsack sehr sinnvoll sein. Das Kind ist dann nicht zu warm zugedeckt und zugleich vor Insektenstichen geschützt. Besonders bei Kindern mit Allergien ist dies sicher sehr hilfreich.

Bei Kinder mit sehr bewegtem Schlaf ist ein Kleinkind-Schlafsack auch im Winter das Mittel der Wahl: Auch wenn das Kinderzimmer geheizt ist, kann das Schlafen ohne Decke einfach zu kühl sein. Wenn das Kind dann mehrmals pro Nacht die Decke aus dem Bett strampelt, heißt das für Sie, immer wieder nachzusehen und Junior gegebenenfalls wieder zudecken zu müssen.

Im Schlafsack schlafen auch Kleinkinder erfahrungsgemäß ruhiger und können sich nicht so leicht aufdecken. Bei der Größe gilt auch hier: Körperlänge vom Hals abwärts plus 10 cm.

6. Viele Angebote für viele Schlaftypen

babyschlafsack-testsieger
Jedes Baby schläft anders. Passen Sie den Schlafsack entsprechend an.

Wenn Sie die verschiedenen Marken und Hersteller betrachten fällt auf, dass Kinderschlafsäcke in verschiedensten Formen angeboten werden.

Da gibt es den Strampelsack fürs Baby, der auch im Kinderwagen gute Dienste leistet, Schlafsäcke mit Ärmeln und ohne sowie Sommerschlafsäcke bis Größe 110, Ganzjahresschlafsäcke und Winterschlafsäcke. Der Grund ist sicher nicht, die Eltern zu verwirren, sondern vielmehr, dass wir Menschen ab Geburt ein ganz individuelles Schlafverhalten haben.

In Babyschlafsack-Tests bei Eltern und auf Kinderstationen hat sich gezeigt: Den einzig wahren Schlafsack gibt es nicht. Was Ihr Kind braucht und womit es sich am wohlsten fühlt ist sehr individuell.

Dabei können so kleine Kriterien wie: Wo ist der Reißverschluss? Hat der Schlafsack eine Taillierung? – oder auch die Farbe und der Stoff der Knackpunkt sein. Wir haben Ihnen einmal ein paar Tipps als Leitfaden zusammengestellt:

Bevorzugte Schlafposition Tipps Ärmel Form Schnitt
Rückenlage

babyschlafsack-ruecken

Position des Reißverschlusses: seitlich oder vorne Ärmel: nein Taillierung: nein Schnitt: sollte unten eher weit geschnitten sein
Seite

babyschlafsack-seite

Position des Reißverschlusses: vorne oder hinten Ärmel: nein Taillierung: ja Schnitt: gerade oder unten weiter
Bauchlage

babyschlafsack-bauch

Position des Reißverschlusses: seitlich oder hinten Ärmel: nein Taillierung: nein Schnitt: unten weit, da Beine gern in der „Froschhaltung“ liegen
keine (Kind schläft sehr bewegt)

babyschlafsack-unruhig

Position des Reißverschlusses: seitlich Ärmel: nein Taillierung: ja Schnitt: unten weit, damit ausreichend Bewegungsfreiheit vorhanden ist

7. Gesunder und sicherer Schlaf für die ganze Familie

Solange sollte ein Schlafsack genutzt werden

Eine feste Regel für die Nutzung des Zeitraumes gibt es dafür nicht. Tatsächlich liegt das im Ermessen Ihres Kindes. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Kinder bis zum Alter von fünf oder sechs Jahren den Schlafsack durchaus zu schätzen wissen.

Bei den meisten Kindern hat sich jedoch gezeigt, dass sie mit etwa zwei bis drei Jahren lieber eine Bettdecke haben möchten, die individuelles Auf- und Zudecken ermöglicht. Am besten legen Sie mit Ihrem Schatz gemeinsam fest, wie das Bett ausgestattet sein soll.

Lassen Sie das Kind ruhig jeden Abend wählen, ob es in den Schlafsack möchte oder lieber schlafen will, wie die Großen. Beim Ausflug ins Elternbett sollte der Schlafsack allerdings nicht mitgenommen werden, es droht dann ein Hitzestau.

Ein günstiger Babyschlafsack oder ein Schlafsack fürs Kleinkind ist ein guter Beitrag zu ruhigen Nächten und erholsamem Schlaf. Zum einen werden gerade für Neugeborene Gefahrenquellen ausgeschaltet, die durch eine lose Bettdecke einfach gegeben sind. Zum Zweiten erfährt das Kind das Gefühl gehalten zu werden, was das Kleine entspannt und zu ruhigem Schlaf beiträgt.

Und auch Sie, liebe Eltern, schlafen sicher ruhiger, wenn Sie sicher sein können, dass Ihr Liebling in optimalem Schlafklima ruht.

Der Babyschlafsack bietet Ihnen viele Möglichkeiten, das individuelle Wärmebedürfnis des Kleinen optimal zu stillen. Sie können dem kleinen Schläfer nur einen Body anziehen oder einen Schlafanzug. Sie können auch am unteren Ende den Reißverschluss etwas offen lassen, oder über die Beinchen eine leichte Wolldecke legen.

Tipp: Wenn Sie den Schnuller am Schlafsack des Babys befestigen, brauchen Sie ihn nachts auch nicht mehr zu suchen. Ebenso das Kuscheltier oder die Schmusedecke. Auch ein Kopfkissen kann nicht mehr zur gefährlichen Falle werden, wenn Ihr Kind in einem geeigneten Babyschlafsack schläft.

Wenn Junior größer wird und sich alleine hinstellen kann, sorgt der beste Babyschlafsack dafür, dass er oder sie nicht aufsteht, aus dem Bettchen fällt oder auf nächtliche Erkundungstouren geht: Der Schlafsack bietet genügend Bewegungsfreiheit für die angenehmste Schlafposition, verhindert aber nächtliches Klettern.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (35 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...