Babyflaschen Test 2019

Die besten Nuckelflaschen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der Wahl der richtigen Babyflasche ist eines der wichtigsten Kriterien das Material – Glasflaschen und Kunststoffflaschen stehen zur Auswahl und beide haben Vor- und Nachteile.
  • Auch beim Sauger müssen Sie sich für das richtige Material entscheiden. Sie haben die Wahl zwischen Latex und Silikon.
  • Viele Sauger sind der Mutterbrust nachempfunden, was die Umstellung auf die Flasche erleichtert. Noch wichtiger ist aber ein Anti-Kolik-Ventil.

babyflasche-test

Babys brauchen vor allem Liebe, viel Schlaf und die richtige Ernährung. Stillen ist natürlich das Beste, was Sie für Ihr Kind tuen können, denn Muttermilch enthält alles, was Säuglinge brauchen. Wenn dies jedoch nicht funktioniert, muss Ersatzmilch über eine Babyflasche verabreicht werden.

Auch, wenn Sie die Brust geben, sollten Sie eine Babyflasche im Haus haben, falls es beim Stillen einmal Probleme gibt, oder, um Wasser oder Tee zum Trinken zu geben.

Die Auswahl an Babyflaschen von vielen namhaften Herstellern wie Nuk, Mam, Philips oder Medela ist riesig und kann junge Eltern überfordern. Seit das schädliche Bisphenol A (BPA) in Kunststofflaschen 2011 verboten wurde, können Sie diese wieder ohne Bedenken kaufen, denn nun sind auch Fläschchen aus Kunststoff BPA-frei.

Manche Eltern verwenden aber trotzdem lieber Babyflaschen aus Glas. Form, Sauger und Extras sind weitere Punkte, die Sie beim Kauf beachten müssen. Unser Babyflaschen-Vergleich 2019 sowie unsere Kaufberatung gibt Aufschluss über wichtige Kaufkriterien.

1. Die Qual der Wahl – diese Babyfläschchen gibt es

1.1. Kunststoff oder Glas – das Material macht den Unterschied

Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten und Marken an Babyfläschchen. Eine der wichtigsten Fragen ist, ob Sie ein Fläschchen aus Kunststoff oder aus Glas bevorzugen.

Clever kombiniert

Für Glasflaschen gibt es einen speziellen Silikonschutz. Dieser verhindert, dass die Fläschchen zerbrechen können oder sich Risse oder Kratzer bilden.

Beim Kunststoff gibt es wiederum unterschiedliche Typen an Kunststoff. So stellt zum Beispiel der bekannte Hersteller Nuk Babyfläschchen aus Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyphenylensulfon (PPSU) her.

Polyamid kommt optisch der Glasflasche am nächsten, weil das Material sehr durchsichtig ist. Es ist geruchsneutral und verfärbt sich nicht.

Babyflaschen aus Polypropylen sind milchig-transparent. Sie zeichnen sich durch eine hohe Robustheit aus und können sogar eingefroren werden.

Polyphenylsulfon ist sehr bruchsicher und extrem temperaturbeständig. Diese Fläschchen aus PPSU sind sogar für die Dampf- und Mikrowellensterilisation geeignet. Das Material verkratzt nicht so leicht und ist damit sehr hygienisch. Die Fläschchen haben aber einen leichten Gelbstich.

Produktmaterial Eigenschaften
Glas
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  • sehr hygienisch
  • äußerst hitzebeständig
  • geruchs- und geschmacksneutral
  • zerbrechlich
Polypropylen
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  • für Kunststoffflaschen sehr robust
  • können sogar eingefroren werden
Polyamid
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  • optisch dem Glas sehr ähnlich
  • geruchsneutral
  • es gibt keine Verfärbungen
Polyphenylensulfon
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  • geeignet für Dampf- und Mikrowellensterilisation
  • sehr hygienisch
  • kratzfest

Generell sind Glasflaschen sehr hygienisch. Sie verkratzen nicht so leicht und sind leicht zu reinigen. Zudem sind sie geruchs- und geschmacksneutral und verfärben nicht. Ein Nachteil ist natürlich die Zerbrechlichkeit. Gefährlich ist es nicht nur, wenn die Flasche komplett zerbricht und große Scherben herumfliegen. Experten warnen auch vor kleinen Splitterbrüchen am Flaschenhals, die von der Mutter oft nicht sofort bemerkt werden. So können im schlimmsten Fall feinste Glassplitter in die Milch geraten. Außerdem sind Glasflaschen recht schwer.

Achtung: Sie sollten Ihr Baby nie unbeaufsichtigt mit einer Glasflasche alleine lassen. Da diese recht schwer sind und leicht zerbrechen können, besteht eine gewisse Verletzungsgefahr.

Babyflaschen aus Kunststoff sind dagegen wesentlich leichter und außerdem bruchsicher. Wenn das Kind die Flasche also einmal aus dem Buggy schmeißt, geht sie in der Regel nicht gleich kaputt. Dafür verfärben die Fläschchen schnell. Mit der Zeit bilden sich oft kleine Kratzer, in denen sich kleine Milchreste und damit Bakterien festsetzen können.

Das Kunststofflaschen leichter sind als Glasflaschen hat außerdem auch einen Nachteil: Es kann das Baby nämlich zum Dauernuckeln verleiten. BPA-frei sind heute alle Kunststofflaschen.

Lesen Sie hier noch einmal die Vor- und Nachteile von Kunststofflaschen im Überblick:

  • Kunststoffflaschen sind bruchsicher
  • die Form von Kunststoffflaschen ist meist ergonomisch
  • die Fläschchen sind angenehm leicht
  • das niedrige Gewicht der Flaschen kann Dauernuckeln begünstigen
  • die Kunststoffflaschen sind weniger hygienisch und schlechter zu reinigen als Glas-Fläschchen
  • das Material zerkratzt leichter

1.2. Latex oder Silikon – diese Frage stellt sich bei der Wahl des Saugers

Der Sauger der Babyflaschen sieht ähnlich aus wie ein Schnuller. Heute versuchen viele Hersteller Sauger zu entwickeln, die in Form und Mundgefühl der weiblichen Brustwarze nachempfunden sind. Einige Produkte warten sogar mit einer speziellen Vakuum-Technik auf, andere haben einen integrierten Plastikbeutel, der sich beim Trinken zusammenzieht.

All diese Methoden sollen das Trinken an der Mutterbrust so naturnah wie möglich nachahmen. So ist es einfacher, das Baby an die Flasche zu gewöhnen.

Eine noch wichtigere Frage für junge Mütter ist aber auch hier die Wahl des richtigen Materials. Es gibt:

  • Sauger aus Silikon
  • Sauger aus Latex

Wie Schnuller sind auch die Flaschensauger häufig aus Silikon. Dieses ist resistent, temperaturbeständig und geschmacksneutral. Die Oberfläche wirkt sehr glatt und damit hygienisch. Allerdings neigen Silikonsauger durchaus zur Bildung kleiner Risse oder Kratzer. Sollten Sie solche bemerken, sollten Sie den Sauger besser austauschen, damit das Kind keine Silikonteile verschlucken kann. Das gilt übrigens genauso beim Schnuller.

Latex ist reiner Naturkautschuk und sehr elastisch, belastbar und umweltfreundlich. Sehr gut geeignet sind Sauger und Schnuller aus Naturkautschuk für Kinder, die schon Zähne haben, weil Sie Kauattacken durchaus verzeihen. Ein Nachteil ist der gummiartige Eigengeruch. Außerdem ist Latex recht hitzeempfindlich. Wenn Sie die Babyflaschen auskochen oder sich die Babyflaschen erwärmen, weil es im Sommer sehr heiß ist, werden Sie daher feststellen, dass der Latex schnell porös wird.

Tipp: Latexsauger müssen Sie normalerweise etwa alle vier bis sechs Wochen austauschen, Silikonsauger dagegen erst nach etwa acht bis zwölf Wochen.

1.3. Was die Form mit der Temperatur zu tun hat

Einen Unterschied bei den Fläschchen machen zudem die Hälse aus. Es gibt nämlich Babyflaschen mit einem besonders weiten Hals. Diese Weithalsflaschen können Sie durch die größere Öffnung leichter reinigen. Sie liegen auch besser in der Hand als Standardfalschen. Allerdings bleiben Milch oder Tee in normalen Flaschen länger warm.

Wichtig ist auch, dass die Babyflasche angenehm in der Hand liegt. Eine geschwungene Form ist sehr angenehm. Außerdem darf die Flasche nicht zu schwer sein, was wiederum für Kunststoff als Material spricht.

1.4. Was sonst noch eine Rolle spielt

Die Füllmenge der Fläschchen liegt zwischen 150 und 260 ml. Je nach Alter und Appetit Ihres Kindes, kann eine höhere Füllmenge sinnvoll sein.

Ein witziges Detail sind Babyflaschen mit Namen. Insbesondere, wenn Sie mehrere kleine Kinder oder Zwillinge haben, kann es hilfreich sein, wenn Sie die Fläschchen nicht selbst beschriften müssen, sondern einfach vorgefertigte Babyflaschen mit Namen kaufen.

2. Gegen die schmerzhaften Blähungen – das Anti-Colic-System

Das kennen Sie als Eltern sicher nur zu gut: Das Baby schreit und quält sich mit schmerzhaften Blähungen. Das raubt oft Mutter und Kind den Schlaf und natürlich tut es Ihnen weh, Ihr Kleines so leiden zu sehen.

Die so genannten Drei-Monats-Koliken haben unterschiedliche Ursachen, wie zum Beispiel Umstellungen im Magen-Darm-Trakt oder auch die Ernährung der stillenden Mutter. Ein möglicher Grund ist aber auch Luft, die das Baby beim Trinken mitschluckt. Gezieltes, richtiges Füttern kann diese krampfartigen Schmerzen verhindern.

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Anti Colic-Aufsätze sollen Blähungen beim Baby entgegenwirken.

Viele Hersteller bieten inzwischen Babyflaschen mit einem Ventil an. Dieses sitzt entweder im Sauger oder, wie zum Beispiel bei den MAM-Fläschchen, im Boden. Dieses Ventil soll verhindern, dass das Baby zu viel Luft schluckt.

Solche Flaschen nennt man auch Anti-Kolik-Flaschen. Wenn sich Ihr Kind also gerade mit Koliken quält, können Sie versuchen, ob eine solche Flasche Abhilfe schafft.

Da die Blähungen aber auch andere Gründe haben können, sind sie mit einer solchen Flasche nicht zwingend behoben.

3. Das sind die besten Babyflaschen

Bevor Sie Babyflaschen kaufen, möchten Sie sicher wissen, welches die beste Babyflasche ist. Die Stiftung Warentest hat bisher leider keinen Babyflaschen-Test durchgeführt. Öko-Test hat sich allerdings schon häufiger mit diesem Thema beschäftigt.

Wichtigster Bewertungspunkt im Babyflaschen-Vergleich war dabei stets das Material. Seit alle Fläschchen frei von Bisphenol A sein müssen, ist auch Ökotest mit dem Babyflaschen-Vergleich deutlich zufriedener. Alle zuletzt untersuchten Produkte waren tatsächlich BPA-frei.

Einige Kunststofffläschchen rochen jedoch ein wenig nach Plastik. Kein echtes Problem, doch echte Babyflaschen-Vergleichssieger sind natürlich völlig frei von Plastikgeruch. Sie weisen außerdem eine gute Ergonomie auf und haben eine Anti-Kolik-Vorrichtung. Auch der Kaufpreis spielt eine Rolle:

Sie können ruhig eine günstige Babyflasche kaufen, ohne größere Abstriche machen zu müssen.

4. Sauber und hygienisch – so gehen Sie mit Babyflaschen um

Vor allem für Neugeborene sollten die Fläschchen auf jeden Fall hygienisch sauber sein. Gar nicht so einfach, denn die Flaschen kommen ständig mit Speichel in Berührung, ab und zu auch mit Spielzeug und werden mit Nahrung befüllt. Bakterien können sich da schnell bilden.

Gerade in den ersten Lebensmonaten sind Babys aber besonders anfällig für Krankheitserreger. Deshalb müssen Sie die Babyfläschchen reinigen und zwar gründlich. Das gilt natürlich auch für den Sauger. In den ersten Monaten sollten die Fläschchen sogar sterilisiert werden.

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Spezielle Reiniger erleichtern die Flaschenreinigung.

Zunächst müssen Flasche, Flaschenring und Sauger frei von Milchresten sein. Spülen Sie sie deshalb am besten gleich nach Gebrauch unter fließendem Wasser aus. Danach können Sie die Utensilien mit normalem Spülmittel und einer Flaschenbürste reinigen. Manche Hersteller bieten sogar spezielle Bürsten an. Spülen Sie danach alles gründlich ab, um Seifenreste zu entfernen.

Um Fläschchen und Co. im ersten halben Jahr zu sterilisieren, können Sie die Babyflasche auskochen. Legen Sie Sauger und Fläschchen für mindestens drei Minuten in kochendes Wasser.

Bei Kunststofffläschchen ist das aber in der Regel nicht möglich, weshalb es auch andere Methoden gibt. Zum Beispiel den elektrischen Vaporisator. Dieser sterilisiert mit Hilfe von heißem Wasserdampf. Bei den meisten Modellen können Sie mehrere Fläschchen gleichzeitig hineingeben, was diesen Sterilisator zu einem praktischen Helfer macht.

Achtung: Aus hygienischen Gründen sollten Sie die Babyflschen etwa alle ein bis zwei Monate austauschen.

Eine häufige Frage ist, ab welchem Alter auf die Sterilisation verzichtet werden kann. Experten sehen diesen Zeitpunkt etwa dann, wenn das Baby mobil wird und anfängt, Dinge in den Mund zu stecken. Etwa ab dem sechsten Monat müssen die Fläschchen nicht mehr sterilisiert werden. Sauger und Schnuller sollten Sie aber immer noch ab und zu sterilisieren.

5. Die Erstausstattung – Was Sie sonst noch fürs Baby benötigen

Babyflaschen gehören auf jeden Fall zur Grundausstattung, auch wenn Sie stillen. Vielleicht sollen Oma und Opa ja einmal aushelfen oder es gibt Probleme beim Stillen.

Hilfreich ist gerade in den ersten Monaten auch ein Stillkissen, da es sowohl beim Stillen als auch beim Fläschchen geben eine bequeme Haltung ermöglicht. Auch das Baby liegt auf dem Stillkissen schön weich und gemütlich.

Zudem benötigen Sie möglicherweise einen Vaporisator zur Reinigung der Fläschchen und einen Babykosterwärmer. Ein Babyphone beruhigt und sorgt für optimale Sicherheit.

Und auch für die Kleinen wollen Sie sicher schon ein wenig Spielzeug anschaffen. Achten Sie dabei aber auf die Altersempfehlung der Hersteller. Natürlich gibt es noch viele weitere Babyartikel, die Sie bequem in verschiedenen Onlineshops, wie zum Beispiel Babyphone, einkaufen können.

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