Kinder-Sonnencreme Test 2019

Die besten Sonnencremes für Kinder im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • In den letzten Jahren hat die Sonneneinstrahlung markant zugenommen. Mit ihr die lichtbedingten Hauterkrankungen, vor allem Krebs. Daher ist guter Sonnenschutz als Beitrag zur Gesundheit zu sehen.
  • Der kindliche Körper „lernt“ noch. Die Haut von Kindern reagiert wesentlich schneller mit Sonnenbränden, als die von Erwachsenen. Wussten Sie, dass ein Sonnenbrand beim Kind tiefer in die Haut hinein geht und mehr Zellen schädigt?
  • Kinder merken beim Spielen die Kraft der Sonne oft nicht. Daher ist ein sehr hoher Lichtschutzfaktor, also 50+, die richtige Wahl. Übrigens: Die Sonne hat das ganze Jahr hindurch Kraft. Es ist also ratsam, auch im Winter die Haut gut zu schützen.

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Manche Kinder müssen sich daran gewöhnen, etwa eine halbe Stunde bevor es hinaus an die Sonne geht eingecremt zu werden. Eine halbe Stunde vorher darum, weil der Sonnenschutz eine Weile braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Jedoch lohnt es sich, die Kleinen auch wenn sie protestieren sorgfältig zu behandeln, denn ein Sonnenbrand, der heute davon getragen wird, kann in 10 bis 20 Jahren zum Hautkrebs werden.

Die immer aggressiver werdende UV-Strahlung unseres Zentralgestirns sorgt nicht nur für Schäden in der Haut sondern kann auch Entartungen der Zellen (z.B. Krebs) hervorrufen. Daher ist es auch wichtig, neue oder sich verändernde Muttermale durch den Hautarzt untersuchen zu lassen. Besonders bei Kindern sollte die Haut gut geschützt werden.

Sonnencreme ist hier ein wertvoller Beitrag, was wir Ihnen in unserem Sonnencreme-Vergleich 2019 näher erläutern möchten.

1. So funktioniert Sonnencreme

Man könnte sagen, Sonnencreme erzeugt einen künstlichen Schatten auf der Haut. Mit Hilfe von Nanopartikeln, chemischen Reaktionen oder ähnlichem wird die Strahlung gestreut und abgeleitet. Dies geht nur eine gewisse Zeit, weswegen immer wieder Sonnencreme aufgetragen werden muss.

Wie oft, das erschließt sich aus dem Lichtschutzfaktor (LSF). Ein Beispiel: Wenn man ungeschützt eine Minute an der Sonne sein könnte, ehe Hautschäden drohen, so ist das mit Lichtschutzfaktor 30 30 Minuten lang möglich.

Das sind Nanopartikel

„Nanos“ ist griechisch und heißt Zwerg. Tatsächlich tragen diese nur aus wenigen Atomen bestehenden Partikel ihren Namen zu Recht: Wie Zwerge sind sie zwar klein, können aber erstaunliche Effekte erzeugen. Im Sonnenschutz kann mit Nanopartikeln ein geschlossener Schutzfilm auf der Haut erzeugt werden mit vergleichsweise wenig Creme oder Lotion.

Die Partikel werden so erzeugt, dass sie gezielt schädliche UV-Strahlung ablenken wie winzige Spiegel. Weiterer Vorteil: Die Creme bleibt an Ort und Stelle und fließt nicht in Hautfalten ab, wie herkömmliche Produkte. Es scheint, als wären Nanopartikel außerdem der am besten verträgliche Sonnenschutz.

Bestimmte Zutaten leiten UV-A Strahlung ab, andere UV-B Strahlung. Beide sind für die Haut schädlich, daher sollte zu Produkten gegriffen werden, die beide Strahlungsarten ableiten. Es ist übrigens ein Irrtum zu glauben, die UV-Intensität hinge von der Wärme ab.

Die Sonnenwärme entsteht durch für die Haut harmlose Infrarotstrahlung. UV-Strahlung verändert nicht die Lufttemperatur.

Der Begriff Sonnenbrand ist auf den ersten Blick irreführend, da man an Wärme denkt. Definitionsgemäß ist eine Verbrennung jedoch eine durch Strahlung oder Hitze erzeugte Verletzung der Haut.

2. Verschiedene Arten von Sonnenschutzmitteln

Es gibt auf dem Kosmetikmarkt verschiedene Formen von Sonnenschutzmitteln. Je nachdem, wie Sie sie nutzen möchten, sind die verschiedenen Formen mehr oder minder gut geeignet. Wir stellen die einzelnen Präparate tabellarisch dar:

Sonnencreme Sonnenlotion Sonnenspray
Vorteile

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Sie bildet einen dichten Schutzfilm, der gleichmäßig ist und die Sonneneinstrahlung optimal abschirmt. Viele Sonnencremes sind wasserfest. Die Cremes bieten den höchsten Lichtschutzfaktor. Eine Lotion ist flüssiger, lässt sich also gut verteilen. Sie zieht schnell ein und wirkt daher schneller als Creme. Lotionen widerstehen eine Weile dem Wasser, sind oft aber nicht absolut wasserfest. Das Auftragen geht schnell und unkompliziert. Das Spray ist sparsam, da sich der Nebel direkt großflächig verteilt.
Nachteile

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Der Cremefilm wird oft als störend empfunden. Creme kann die Kleidung verschmutzen. Die Creme wirkt erst richtig nach einer Einwirkzeit. Das Auftragen und Verteilen wird als umständlich empfunden. Aufgrund der Konsistenz kann kein sehr hoher Lichtschutzfaktor in dünnflüssigen Lotionen eingearbeitet werden. Es kann ein klebriges Gefühl auf der Haut entstehen und Sand und ähnliches haftet ungewollt gut. Die Konsistenz und damit die Wirkstoffkonzentration verändern sich bei Hitze. Die Vernebelung kann eine ungleichmäßige Verteilung des Lichtschutzes zur Folge haben. Sprays sind meist nicht wasserfest. Allenfalls mittlerer LSF. Ein Gefühl von Kühlung durch das Lösungsmittel kann die Eigenwahrnehmung der tatsächlichen Hitzewirkung irritieren.
Geeignet für

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Besonders empfindliche Hautstellen wie Nasenrücken, Schultern und Nacken; hervorragend für die erste Anwendung um einen Basisschutz zu gewährleisten. Haut, die bereits an Sonne gewöhnt ist; um den Basisschutz zu erneuern; auf Hautstellen die nicht direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. kurze Aufenthalte in der Sonne, guter Sonnenschutz unter der Kleidung, hervorragend für die Arme und Beine beim Autofahren, da UV-Strahlung auch normales Glas (Autofenster) durchdringt.

3. Empfehlungen von Verbraucherschützern und Fachleuten

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Sonnencreme-Tests bestätigen: Qualität spricht für guten Schutz.

Für Kinder und Babys werden Sonnencremes für sensible Haut empfohlen. Der Grund ist, dass manche Menschen auf die Sonnenschutzbeimischungen mit Reizungen oder gar allergisch reagieren.

Dies wird so verhindert. Ein weiterer Aspekt: Sonnencremes für sensible Haut sind mit wenig oder keinem Parfüm versehen. Kinder und Babys haben oft einen stärkeren Geruchssinn und empfinden den Duft von Sonnenschutz als zu intensiv.

Bei den Siegern der Stiftung Warentest sehen Sie meist bekannte Namen wie Ladival, Nivea, Daylong, Bübchen, Hipp, Garnier oder eco cosmetics. Alle diese Präparate sind meist etwas teurer, doch stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Sie brauchen weniger vom Produkt als bei Billig-Anbietern und dürfen auf die Qualität und die Unbedenklichkeit vertrauen.

Tipp: Eine wichtige Empfehlung die oft vergessen wird ist, dass besonders Babys auch dann mit Sonnencreme eingerieben werden sollten, wenn sie im Schatten sind. Hilfreich ist es auch, wenn man den Kleinen Sonnenschutzkleidung anzieht.

Viele Eltern meinen, im Schatten oder unter einem Sonnendach passiere nichts. Doch die unsichtbare UV-Strahlung ist auch hier präsent. Selbst bei bedecktem Himmel empfiehlt es sich, Babys bei langem Aufenthalt im Freien entsprechen zu schützen.

4. Selbstbräuner bieten Sonnenschutz – ein Irrtum!

Von der Tatsache mal abgesehen, dass Selbstbräuner für Kinder- und Babyhaut absolut ungeeignet sind, bieten diese Produkte keinerlei Sonnenschutz. Das Melanin, also der Hautfarbstoff, der sich als Bräune zeigt, wird mit Hilfe einer chemischen Reaktion aktiviert.

Die Qualität des Hautfarbstoffs ist eine andere, das sehen Sie daran, dass die Selbstbräuner-Bräune eine ganz andere ist als Sonnenbräune.

Achtung: Durch Selbstbräuner-Produkte wird nur der Farbstoff in der Haut aktiviert, nicht aber die Wirkung desselben.

5. Der optimale Sonnenschutz für Kinder und Babys

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Sorgenfreies Spielen im Sommer dank UV-Schutz. Einen Sonnencreme-Test vollzieht man am besten in der prallen Sonne.

Gerade für das eigene Kind wollen Eltern nur das Beste. Daher sollte auch der optimale Sonnenschutz gerade gut genug sein. Folgende Kriterien sind die Mindestanforderung an eine wirklich gute Sonnencreme für die Kleinen:

  • hoher bis sehr hoher Lichtschutzfaktor
  • parabenfrei
  • parfümfrei
  • nicht hormonell wirksam
  • wasserfest
  • ausdrücklich für Babys und Kinder geeignet (zur Not geht auch ein Produkt für den Hauttyp „sensibel“)

Die richtigen Produkte finden Sie in unserer praktischen Übersicht, wo die Eigenschaften verschiedener Produkte miteinander verglichen werden. Die angebotenen Sonnencremes für Babys und Kinder in Apotheken sind vergleichsweise teuer.

Im Internet können Sie die gewünschte Sonnencreme günstiger kaufen und brauchen trotzdem nicht auf optimale Qualität, Wirksamkeit und Verträglichkeit verzichten.

6. Verschiedene Hauttypen, gleicher Sonnenschutz bei Kindern

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Ein Sonnencreme-Vergleichssieger sollte guten Schutz für jeden Hauttypen ermöglichen.

Zunehmend wird dazu geraten, bei allen Kindern zu hohen und sehr hohen Lichtschutzfaktoren bei Sonnencremes zu greifen. Natürlich haben auch schon Kinder unterschiedliche Hauttypen und je dunkler der Haut-Ton ist, umso unempfindlicher ist die Haut gegen Sonne.

Doch sollte bedacht werden, dass diese Überlegungen vor 30 bis 40 Jahren angestellt wurden. Inzwischen haben sich unsere Atmosphäre und damit die Sonneneinstrahlung deutlich verändert.

Betrachten wir die Vor- und Nachteile eines durchgängig hohen Sonnenschutzes, auch wenn die Haut mit fortschreitendem Aufenthalt im Freien schon an die Sonne gewöhnt ist:

  • Sie können sicher sein, dass die Haut Ihres Kindes gut gegen UV-Strahlung geschützt ist. Viele Hautärzte empfehlen, Partien sie schon einmal einen Sonnenbrand hatten besonders zu schützen. Wenn Sie immer Produkte mit hohem LSF anwenden, ist immer die ganze Haut geschützt.
  • Sie müssen das Kind nicht in kurzen Zeitintervallen aus dem Wasser oder vom Spielen weg holen, um nach zu cremen
  • Zusätzlich zum LSF sind Sonnencremes auch sehr pflegend für die Haut. Es werden Austrocknungen vermieden.
  • Die Sonnencreme wird oft als unangenehm empfunden und hinterlässt Spuren an der Kleidung. Tipp: Lassen Sie sie gut einwirken, ehe Sie Ihr Kind anziehen.
  • Sonnencreme muss mindestens eine halbe Stunde einwirken, ehe sie ihre volle Wirkung entfaltet.
  • Auch wasserfeste Cremes können im Wasser einen weißen Schmierfilm auf der Haut erzeugen.

7. Optimale Pflege für die Kids

Jedes Kind kommt in ein Alter, in dem es „zu groß“ für Creme ist. Die zahlreichen Sonnencremes speziell für Kinder wurden auch unter diesem Gesichtspunkt entwickelt. Sie sind nicht einfach nur Kosmetik sondern ein wichtiger Betrag für die Gesundheit in der Zukunft des Kleinen.

Ein Sonnenspray oder Sonnenmilch im Auto bietet Schutz unterwegs, so dass an Armen und Beinen keine Hautschädigungen entstehen. Wirksamer UV-Schutz ist wichtiger denn je, denn inzwischen haben wir an sonnigen Tagen Strahlungsintensitäten wie sie noch vor 20 Jahren so eigentlich nur im Hochgebirge vorkamen.

Früher war auch das Thema Allergien nicht so präsent, deshalb gibt es auch in diesem Bereich passende Produkte, wenn man eben nicht die herkömmlichen Cremes verträgt.

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