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1 Advent Geschichte – Die 15 besten Produkte im Vergleich

Du suchst eine Geschichte zum ersten Advent zum Vorlesen? Die folgende Erzählung ist eine neu für KiTa.de geschriebene Geschichte über Nachbarschaft und ein kleines Licht. Sie lässt sich in der Familie oder in einer Kindergruppe vorlesen.

Das Licht am Fenster

Am ersten Advent stellte Mila ein kleines Licht ans Fenster. Draußen war es schon dunkel. Auf der Straße glänzten die nassen Pflastersteine, und an der Bushaltestelle wartete ein Mann mit einer viel zu großen Tasche.

„Für wen leuchtet es?“, fragte Milas kleiner Bruder Ben.

„Für uns“, sagte Mila. Dann sah sie noch einmal hinaus. „Und vielleicht auch für jemanden, der vorbeikommt.“

Ben holte einen gelben Buntstift. Auf ein Blatt malte er einen Kreis mit langen Strahlen. Daneben schrieb Mila: Schön, dass du da bist. Sie stellten das Bild neben das Licht.

Da klingelte es. Vor der Tür stand die Nachbarin von oben. Ihr Aufzug war kaputt, und der Einkaufskorb war schwer. „Könntet ihr mir kurz helfen?“, fragte sie.

Mila und Ben sahen zu ihrem Vater. Gemeinsam trugen sie die leichten Sachen nach oben: Ben das Brot, Mila die Äpfel. Die Nachbarin trug die Eier selbst. Als alles in der Küche stand, atmete sie auf.

„Jetzt ist mein Korb leer und mein Kopf schon viel heller“, sagte sie.

Auf dem Rückweg überlegte Ben: „Kann ein Kopf leuchten?“

„Vielleicht, wenn jemand nicht mehr alles allein schaffen muss“, sagte Mila.

Unten am Briefkasten trafen sie den Mann von der Bushaltestelle. Er hielt einen Zettel und sah von einer Tür zur anderen. „Ich suche meine Schwester. Sie ist hier erst eingezogen.“

Ihr Vater zeigte ihm das Klingelschild. Der Mann bedankte sich. Dann blickte er zum Fenster. „Das ist ein freundliches Bild da oben“, sagte er. „Ich habe es schon von der Straße gesehen.“

Wieder zu Hause rückte Ben seinen Stuhl ans Fenster. „Unser Licht hat etwas gemacht“, flüsterte er.

„Es hat doch nur geleuchtet“, meinte Mila.

Ben schüttelte den Kopf. „Die Nachbarin hat Hilfe bekommen. Der Mann hat seine Schwester gefunden. Und ich habe das Brot getragen.“

Mila musste lachen. „Das haben wir gemacht.“

„Eben“, sagte Ben. „Vielleicht fängt es mit einem kleinen Licht an. Aber dann muss jemand die Tür aufmachen.“

Sie setzten sich nebeneinander. Das Licht spiegelte sich im Fenster, und dahinter lag noch immer die dunkle Straße. Trotzdem sah sie für Mila nun ein bisschen anders aus: An jeder Tür konnte jemand wohnen, der eine freundliche Frage oder eine helfende Hand gebrauchen konnte.

Bevor sie vom Fenster aufstand, malte sie auf Bens Bild noch einen zweiten kleinen Kreis. Er war nicht besonders rund. Ben fand ihn genau richtig.

Nach dem Vorlesen ins Gespräch kommen

  • Woran merkt die Nachbarin, dass es leichter geworden ist?
  • Was meint Ben damit, dass jemand die Tür aufmachen muss?
  • Welche kleine Hilfe fällt Euch für Euren Alltag ein?

Kinder dürfen auch nur zuhören. Die Geschichte braucht kein fertiges „richtiges“ Ergebnis. Ein gemaltes Fensterbild kann eine freiwillige Anschlussidee sein.

Für die gemeinsame Zeit in der Gruppe findest Du weitere Ideen für Weihnachten im Kindergarten. Eine Wichteltür im Advent kann eine freiwillige Spielidee sein, wenn sie zu Eurer Gruppe passt.

Eigene Erzählung von KiTa.de, 21.10.2026. Kostenlos zum Vorlesen in Familie, Kita und Schule nutzbar.

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