Zähneknirschen bei Kindern: Wie sich der Bruxismus äußern kann

Kind lächelt mit Zähnen
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  • Zähneknirschen bei Kindern ist teils auf Zahnfehlstellungen zurückführbar, kann jedoch auch Ausdruck von Stress sein.
  • In den ersten drei Lebensjahren liegen die Ursachen für das Zähneknirschen in der Regel im Ausprobieren. Während der Ausbildung des Milchzahngebisses kommt es vielfach zu kurzzeitigen Phasen des Knirschens.
  • Entstehen die ersten bleibenden Zähne, ist eine genaue Untersuchung der Gründe für das Zähneknirschen erforderlich. So lassen sich dauerhafte Schäden an den Zähnen frühzeitig verhindern.

Wenn ein Kind mit den Zähnen knirscht, wirkt dies auf viele Eltern erst einmal befremdlich. Allerdings muss dies kein Grund zur Sorge sein, denn das Zähnepressen ist Teil der ganz normalen Entwicklung.

Je nach Alter der Kinder leiden jedoch nicht nur die Milchzähne, sondern auch die bleibenden Zähne. Aber ab wann ist Zähneknirschen bei Kindern ein Problem? Und welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Auswirkungen Zähneknirschen bei Kindern haben kann und in welchen Fällen eine Therapie oder aber eine Aufbissschiene sinnvoll sind.

1. Zähneknirschen als Baby ist nicht ungewöhnlich

Babys kaut auf Beißring

Bis zum Alter von etwa drei Jahren ist das Zähneknirschen normal.

Die ersten Erfahrungen mit dem Zähneknirschen (lat. Bruximus) bemerken Eltern häufig, wenn ihre Kinder etwa neun oder zehn Monate alt sind. In dieser Zeit werden die ersten Zähne sichtbar und die Babys lernen, mit ihnen zurechtzukommen. Ganz automatisch pressen sie daher den Kiefer aufeinander, um herauszufinden, welche Wirkung die Milchzähne überhaupt haben.

Auch wenn die dabei entstehenden Geräusche alles andere als normal klingen, so zeigt die Praxis, dass Kinder dieser Zeit lediglich lernen, mit dem Durchbrechen der Zähne im Kiefer zurechtzukommen.
Häufig gibt es zwischen dem ersten Entstehen der Milchzähne bis zur vollständigen Ausbildung des Milchzahngebisses mehrere Phasen, in denen vermehrtes Zähneknirschen auftritt. Teils dauern die Zeiträume lediglich einige Tage an, manchmal sind es jedoch auch Wochen oder wenige Monate.

Das Knirschen mit den Zähnen erfolgt häufig unbewusst im Schlaf. In einigen Fällen ist eine Veränderung der Zahnstruktur für das kurzzeitige Knirschen verantwortlich, während andere Kinder bereits frühzeitig unter einer Zahnfehlstellung leiden, die das Zähneknirschen begünstigen kann.

Achtung: Das Zähneknirschen bei Kindern sollte mit etwa drei bis vier Jahren enden. Je nach Dauer der Entstehung der Milchzähne kann es jedoch auch bis zum sechsten Lebensjahr zu unproblematischen Knirschgeräuschen kommen.

2. Wenn Zähneknirschen zum Problem wird

Auch wenn der Bruxismus ein häufiges Phänomen während des Schlafens ist, so knirschen einige Kinder auch ganz bewusst mit den Zähnen, um Aufmerksamkeit zu erlangen oder die eigenen Eltern in die Weißglut zu treiben.

Sobald Sie eine bewusste Veränderung des Verhaltens bei Ihrem Kind bemerken, gilt es, vorsichtig zu sein. Zeigen Sie Ihrem Kind nicht, dass Sie sich durch das Zähneknirschen gestört fühlen. Versuchen Sie, die Geräusche zu ignorieren und dem Zähneknirschen nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Wird das Zähneknirschen als bewusstes Mittel zur Provokation eingesetzt, steckt meist deutlich mehr dahinter. In diesem Fall kann neben dem Besuch beim Zahnarzt ein Besuch beim Kinderpsychologen ratsam sein.

2.1. Die Folgen des Zähneknirschens bei Kindern sind erheblich

gesunder Zahn und ungesunder Zahn

Ein kranker Zahn ist sehr empfindlich.

Bei vielen Kindern und auch Erwachsenen verselbstständigt sich der Bruxismus mit der Zeit. Häufig wird das Zähneknirschen als Mittel zum Abbau von Stress zunächst unterbewusst und nur teilweise bewusst eingesetzt.
Die Zähne, der Kiefer sowie die umliegende Muskulatur sind jedoch für eine derartige Dauerbelastung nicht geschaffen. Aus diesem Grund sorgt das Zähneknirschen häufig für Kiefergelenkschmerzen und Zahnschmerzen.

Mit der Zeit drohen Abnutzungserscheinungen. Der eigentlich schützende Zahnschmelz wird dünn und angreifbar, sodass es Bakterien leichter haben, den Zahn zu schädigen. Solange dieses Verhalten lediglich die Milchzähne betrifft, ist dies kein Problem. Allerdings ändert sich ein über längere Zeit angewöhntes Verhalten nicht über Nacht, sodass möglichst frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten.

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Bei einer permanenten Überbelastung der Kiefermuskeln kommt es nicht nur zu einer Verspannung im Bereich der Kaumuskulatur, sondern häufig auch zu weiteren Problemen wie Nacken- und Schulterverspannungen sowie Kopfschmerzen.
Je nach Ausprägung der Problematik kann das Zähneknirschen bei Kindern zu einer durchgehenden Fehlhaltung führen.

Tipp: Tritt das Zähneknirschen bei Kindern nur kurzzeitig auf und verschwindet anschließend wieder, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Vielmehr sollten Sie als Eltern in diesem Fall darauf achten, ob sich das Verhalten in stressigen Phasen wiederholt.

2.2. Kindern das Zähneknirschen abgewöhnen

Schiene gegen Knirschen

Eine Aufbissschiene kann die Folgen des Bruxismus abmildern.

Es gibt verschiedene Tipps, die Ihnen dabei helfen können, Kiefergelenksschmerzen und Zahnschmerzen, die durch das regelmäßige Zähneknirschen entstehen, zu verhindern.

In jedem Fall sollte zunächst ein Besuch beim Zahnarzt anstehen. So lässt sich bereits frühzeitig erkennen, ob das Zähneknirschen bereits Folgen am Zahnhalteapparat hinterlassen hat.
Bei Fehlstellungen im Bereich des Kiefergelenks erfolgt eine Überweisung zum Kieferorthopäden, um das Problem an der Wurzel zu packen.

Eine der am häufigsten gewählten Maßnahmen ist eine Schiene gegen Zähneknirschen. Mit einer sehr biegsamen Variante für Kinder wird der direkte Zahnkontakt von Ober- und Unterkiefer verhindert, sodass besonders nachts keine Abnutzungserscheinungen entstehen können.

Jedem Elternteil sollte jedoch klar sein, dass eine Aufbissschiene lediglich die weitere Abnutzung der Zähne verhindert, jedoch Kiefergelenkschmerzen nicht dauerhaft vorbeugen kann.
In den meisten Fällen steckt zu viel Stress hinter der dauerhaften Überbelastung des Kiefers. Teilweise werden Dinge nicht angesprochen, die Kindern auf dem Herzen brennen und in anderen Fällen haben Kinder zu viel Energie, die sie nicht wirkungsvoll abbauen können.

Begegnen Sie Ihrem Kind stets mit Verständnis und Zuneigung, um das Problem zu bekämpfen.

3. Für Entlastung sorgen, um stressbedingten Bruxismus zu verhindern

Das Stresslevel senken:

Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen häufig unter starkem inneren oder äußeren Druck. Das meist nächtliche Zähneknirschen ist vielfach Ausdruck nicht verarbeiteter Gefühle.
Weiterführende Informationen zu stressbedingtem Zähneknirschen finden Sie hier.

Nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Kinder leiden bereits unter einem ausgefüllten Terminplan. Neben Schule, Hausaufgaben und einem Hobby gibt es öfter auch noch einige familiäre Verpflichtungen, die Kindern relativ wenig Zeit für sich selbst lassen.

Keineswegs ist ein voller Terminplan für jedes Kind ein Problem. Geht es allerdings ums Zähneknirschen bei Kindern, kann zu viel Freizeitstress ein Grund sein.

Besonders Sport ist an dieser Stelle eine exzellente Option, um heruntergeschluckte Gefühle auszudrücken und Aggressionen abzubauen. Werden diese Kanäle zur Beseitigung von zu viel Stress effektiv genutzt, so kann kindlicher Bruxismus schon bald der Vergangenheit angehören.

Auch Musik oder gezielte Entspannungsübungen tragen dazu bei, den Stressfaktor zu reduzieren. Insgesamt sollten Eltern jedoch vor allem darauf achten, ihren Kindern genügend Freiraum zu lassen und sie nicht zu überfordern.
Mit Verständnis und aktiver Hilfe lässt sich deutlich mehr erreichen als mit Druck und Zwangsmaßnahmen.

4. Wichtige Fragen und Antworten

Hände lockern Muskeln im Kiefer

Gezielte Massagen helfen dabei, die beanspruchte Muskulatur zu lockern.

Ab wann ist Zähneknirschen bei Kindern ein Problem?

Zwischen drei und vier Jahren sollten Kinder mit dem Zähneknirschen aufgrund des Ausprobierens aufhören. Hält die Phase des Zähneknirschens längere Zeit an, sollten Sie einen Zahnarzt zurate ziehen.

Ist die Homöopathie hilfreich bei Bruximus?

Mit der Einnahme von Globuli erreichen Sie bei intensivem Zähneknirschen leider nichts. Dennoch ist das intensive Eingehen auf das eigentliche Problem eine sinnvolle Herangehensweise im Rahmen der Homöopathie.
Besonders bei stressbedingten Beschwerden kann eine solche Behandlung zielführend sein. Allerdings sollten schulmedizinische Maßnahmen nicht vernachlässigt werden.

Helfen physiotherapeutische Behandlungen gegen Verspannungen im Kiefer?

Um akute Muskelverspannungen zu lösen und Triggerpunkte zu aktivieren, bieten die Osteopathie sowie die klassische Physiotherapie gute Möglichkeiten.
Häufig lassen sich durch die gezielte Lockerung weitergehende Beschwerden, die sich auf den Nacken, die Schultern oder den Kopf beziehen, vermeiden.

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