Wasser in den Beinen während der Schwangerschaft: Das hilft

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
wasser in den beinen schwangerschaft
Wie erkenne ich, ob ich unter Wasser in den Beinen leide?

Ödeme, also Wassereinlagerungen im Gewebe, treten sehr häufig im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. Sie erkennen die Wassereinlagerungen daran, dass die Haut spannt und die entsprechenden Stellen anschwellen.

Wie kommt es zu den Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Dies hängt mit verschiedenen Schwangerschaftshormonen zusammen. Diese sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und durchlässiger werden. Das führt wiederum dazu, dass die im Blut enthaltene Flüssigkeit in das umliegende Gewebe dringt.

Inwiefern können die Einlagerungen gefährlich werden?

In der Regel sind Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft harmlos. Leiden Sie jedoch zusätzlich an Kopfschmerzen, hohen Blutdruck und eiweißhaltigen Urin, kann dies jedoch auf eine Schwangerschaftsvergiftung hindeuten.

Im letzten Schwangerschaftsdrittel haben viele Frauen mit verschiedenen Beschwerden zu kämpfen. Besonders häufig treten schwangerschaftsbedingte Wassereinlagerungen auf, die sich vorwiegend in den Beinen bemerkbar machen.

Aber wie kommt es zu diesen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft? Können diese gefährlich werden? Und was kann man gegen geschwollene Beine tun?

Wir erklären Ihnen, warum Frauen in der Schwangerschaft unter Wasser in den Beinen leiden und ob dies eine Gefahr für Mutter und Kind darstellt. Zusätzlich bekommen Sie Tipps, wie Sie geschwollen Füße und Beine behandeln bzw. vermeiden können.

1. Wasser in den Beinen in der Schwangerschaft – so erkennen Sie es

schwangere frau mit geschwollenen fuessen

Besonders häufig kommt es zu Schwellungen in den Beinen und Füßen.

In der Schwangerschaft muss sich der Körper einer Frau vollständig umstellen. Vor allem der Hormonhaushalt ist von diesen Veränderungen betroffen. Dies führt dazu, dass es zu schwangerschaftsbedingten Beschwerden kommen kann.

Die Schwangerschaftsbeschwerden können teilweise so stark ausfallen, dass sich Schwangere eine baldige Geburt herbeiwünschen, um die Schmerzen und Probleme loszuwerden. Die häufigsten Beschwerden sind Übelkeit, Rückenschmerzen, häufiger Harndrang, Sodbrennen und Schlafstörungen.

Häufig kommt es jedoch auch vor, dass sich in der Schwangerschaft Ödeme in den Beinen bilden. Im letzten Schwangerschaftsdrittel leiden etwa 80% aller Schwangeren unter diesen Wassereinlagerungen.

Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich Wasser im Gewebe sammelt. Sie erkennen diese Wassereinlagerungen daran, dass die Haut spannt und die betroffenen Körperteile anschwellen. Besonders häufig sind die Beine, die Füße und die Hände betroffen. Die Ödeme können jedoch auch an anderen Körperstellen auftreten.

Die meisten Frauen berichten, dass die Beschwerden in den Abendstunden und an warmen Tagen besonders stark ausgeprägt sind. Auch nach ausgedehntem Stehen oder Sitzen kommt es zu starken Schwellungen.

2. Wassereinlagerungen entstehen durch Schwangerschaftshormone

Schwangerschaftshormone verändern das Gehirn

In einer Langzeitstudie haben Wissenschaftler der Universität Barcelona herausgefunden, dass die Umstellung des Hormonhaushalts auch Auswirkungen auf das Gehirn hat. So kommt es beispielsweise zu einer Volumenabnahme der Areale, die für soziale kognitive Leistungen zuständig sind.

Auch wenn die Ödeme auf den ersten Blick sehr besorgniserregend wirken, sind sie schlicht und einfach auf den veränderten Hormonhaushalt zurückzuführen. Durch bestimmte Schwangerschaftshormone werden die Blutgefäße im Körper geweitet, sodass das Blutvolumen zunimmt.

Dies führt jedoch wiederum dazu, dass die Blutgefäße an Elastizität verlieren und durchlässiger werden. Die im Blut enthaltene Flüssigkeit kann nun leichter in das umliegende Gewebe eindringen.

Hinzu kommt, dass die Wadenmuskelpumpe nicht mehr so gut arbeitet. So schaffen es die Venen nicht mehr, das gesamte Blut nach oben zu pumpen, wodurch es sprichwörtlich in den Beinen versackt. Die wachsende Gebärmutter übt zusätzlich Druck auf die Beckenvenen aus.

Dass sich das Wasser vor allem in den Beinen, Knöcheln und Füßen sammelt, liegt also daran, dass das Blut dabei den längsten Weg zum Herzen hat. Einige Schwangere haben zusätzlich mit Besenreisern und Krampfadern zu kämpfen.

3. Bei weiteren Symptomen einen Arzt aufsuchen

schwangere liegt im bett und misst ihren blutdruck

Schwindelalttacken und ein hoher Blutdruck können auf eine Schwangerschaftsvergiftung hindeuten.

In den meisten Fällen sind diese Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft völlig ungefährlich. Nach der Geburt bilden sich die Ödeme innerhalb weniger Wochen vollständig zurück. Dadurch, dass das Wasser abgeleitet wird, müssen Sie oftmals häufiger zur Toilette und schwitzen vermehrt.

Gefährlich wird es erst, wenn sich herausstellt, dass eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) für die Wassereinlagerungen verantwortlich ist.
Diese macht sich zumeist durch folgende Symptome bemerkbar:

  • hoher Blutdruck
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Augenflimmern
  • Ohrensausen
  • stark eiweißhaltiger Urin
  • Oberbauchschmerzen
  • starke Gewichtszunahme innerhalb kürzester Zeit

In den meisten Fällen treten nicht alle Symptome gleichzeitig auf. Treffen jedoch einige Beschwerden auf Sie zu, sollten Sie schnellstmöglich Ihren Frauenarzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden.

4. Tipps gegen geschwollene Beine

schwangere frau beim sport in der natur

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung.

Wer in der Schwangerschaft unter Wasser in den Beinen leidet, muss dies nicht einfach hinnehmen. Es gibt einige Maßnahmen und Hausmittel, mit denen Sie die Beschwerden erheblich abmildern können. Diese Tipps eignen sich auch hervorragend, um die Einlagerung von Wasser in den Oberschenkeln, Waden und Füßen von vorneherein zu vermeiden.

  • Viel trinken: Wenn Frauen an Ödemen leiden, neigen sie dazu, noch weniger zu trinken, da sich ja bereits genug Wasser im Körper befindet. Dies ist jedoch genau der falsche Weg. Erhöhen Sie Ihre Trinkmenge stattdessen, um den Stoffwechsel anzuregen.
  • Regelmäßige Bewegung: Auch wenn der wachsende Bauch die Bewegungen mühseliger macht, sollten Sie dennoch darauf achten, dass Sie sich viel bewegen. Auf diese Weise können Sie den Blutkreislauf ankurbeln, sodass die Flüssigkeit im Gewebe abtransportiert werden kann. Besonders geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Pilates oder Yoga.
  • Füße hochlegen: Um unangenehme Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft zu lindern, sollten Sie sich immer wieder Pausen gönnen, in denen Sie Ihre Füße entspannt hochlegen können. Durch diese Position hat es das Blut leichter, wieder zurück zum Herzen zu gelangen.
  • Wechselduschen: Hilfe bei geschwollenen Beinen bieten außerdem Wechselduschen oder Kaltwassertreten. Auf diese Weise wird die Durchblutung angeregt. Zusätzlich können Sie Ihre Beine mit einer sanften Bürste massieren.
  • Stützstrümpfe: Durch das Tragen von Stützstrümpfen wird durchgängig leichter Druck auf die Venen ausgeübt, sodass diesen die Arbeit erleichtert wird. Am besten ist es, wenn Sie die Strümpfe bereits morgens im Liegen anziehen.
  • Eiweißreich ernähren: Auch über die Ernährung können Sie Wassereinlagerungen mindern bzw. sogar verhindern. Essen Sie möglichst viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Greifen Sie außerdem vermehrt zu proteinreichen Nahrungsmitteln. Während Hebammen und Ärzte früher zu einer salzarmen Kost rieten, konnten Wissenschaftler mittlerweile bestätigen, dass diese Ernährungsweise sogar kontraproduktiv ist und zu einem Elektrolytmangel führen kann.
  • Bequeme Kleidung tragen: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kleidung so auswählen, dass sie nicht zu eng sitzt und damit den Blutfluss stören kann. Verzichten Sie vor allem auf enge Schuhe und Socken. Auch das Tragen von Ringen sollten Sie im letzten Schwangerschaftsdrittel vermeiden.

Achtung: Verzichten Sie auf entwässernde und abführende Tees. Sie führen zwar Wasser aus dem Körper, können jedoch auch das Blutvolumen reduzieren. Auf diese Weise können sich die Beschwerden verstärken.

Welche einfachen Übungen hilfreich sind, um Wassereinlagerungen loszuwerden, sehen Sie in diesem Video:

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