Vagina nach Geburt: Entwicklung, Veränderungen und Probleme

   
von Dana S. - letzte Aktualisierung:
vagina nach geburt
Wie sollte sich die Vagina nach einer Geburt entwickeln?

Bei einer vaginalen Geburt dehnt sich die Vagina um das zehnfache der normalen Größe aus. Da sie jedoch ein Muskel ist, bildet sie sich anschließend sehr rasch zurück. Dauerhafte Veränderungen treten nur sehr selten auf.

Was sind häufige Probleme?

Nach der Geburt kann es zu Problemen kommen, die auf eine unzureichende Rückbildung des Beckenbodens zurückzuführen sind. Dazu zählen unter anderem Blasenschwäche, Inkontinenz und weniger Gefühl beim Sex.

Wie können Frauen die Rückbildung aktiv unterstützen?

Es gibt viele verschiedene Übungen, um den Beckenboden zu trainieren. Zunächst sollten Sie unbedingt einen geführten Rückbildungskurs besuchen, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Um den Beckenboden zu trainieren, ist Bauchmuskeltraining besonders gut geeignet.

Kinder zu bekommen ist in unserer Gesellschaft etwas völlig Selbstverständliches. Aber wie die Vagina nach einer Geburt aussieht, ist ein Thema, über welches während der Schwangerschaft und nach der Geburt nur selten gesprochen wird. Dabei beschäftigt diese Frage viele werdende Mütter.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, inwiefern sich die Vagina durch eine Geburt verändert und welche Probleme sehr häufig infolgedessen auftreten. Zudem bekommen Sie Tipps, wie Sie die Rückbildung aktiv unterstützen und den Beckenboden trainieren können.


1. In den meisten Fällen bildet sich die Dehnung der Vagina weitestgehend zurück

frau betrachtet ihre vagina im spiegel

Vermeiden Sie es unbedingt, ihre Vagina in den ersten Wochen nach der Geburt im Spiegel zu betrachten.

Bereits in der Schwangerschaft machen sich die meisten Frauen nicht nur Gedanken über Ihre Gesundheit, sondern auch darüber, wie ihre Vagina nach der Geburt aussehen wird. Die Angst ist groß, dass die Scheide nach der vaginalen Geburt zu weit ist, sodass der Sex mit dem Partner unbefriedigend ist.

Natürlich verändert sich der weibliche Körper durch eine Schwangerschaft und eine Geburt. Bei einer natürlichen Geburt vergrößert sich die Scheide um das Zehnfache. Sie wird weiter, damit der Kopf des Babys hindurchpasst.

Die Vagina ist jedoch dafür ausgelegt, sich entsprechend auszudehnen und anschließend wieder auf die ursprüngliche Größe zusammenzuziehen. So wird sie gleich nach der Geburt wieder um einiges enger. In der Regel dauert es jedoch einige Wochen bis Monate, bis sie sich wieder vollständig zusammengezogen hat. Lediglich der Scheidenkanal kann vergrößert sein, sodass Sie Tampons in ein bis zwei Größen größer kaufen müssen. Einfluss auf den Sex hat die Weite des Scheidenkanals jedoch nicht.

Nach einer Geburt kann die Vagina kurz- oder langfristig ein wenig anders aussehen. In den ersten Wochen können die Schamlippen etwas hängen und ein bisschen dunkel erscheinen. Dass Sie eine natürliche Entbindung hinter sich haben, fällt jedoch in den meisten Fällen nur Hebammen oder Frauenärzten auf.

2. Die Vagina nach der Geburt – das sind die häufigsten Probleme

frau bedeckt mit den haenden ihren intimbereich

Eine Blasenschwäche macht sich besonders beim Lachen und Niesen oder beim Sport bemerkbar.

Der Körper einer Frau benötigt nach der Geburt eines Kindes etwas Zeit, um sich wieder zu regenerieren. Das Wochenbett bietet eine gute Möglichkeit, um sich in die neue Rolle einzufinden und die neue Familiensituation zu genießen. In dieser Zeit findet der Wochenfluss statt, durch den alle Bakterien aus der Gebärmutter herausgespült werden.

Ist es während der Entbindung zu einem Dammriss gekommen, können in den ersten Wochen und Monaten Schmerzen beim Sitzen, Laufen oder beim Stuhlgang auftreten. Verzichten Sie in diesem Fall so lange auf Sex, bis die Verletzung komplett verheilt ist.

Durch die Dehnung des Beckenbodens kann es zudem zu einem Druckgefühl nach unten kommen. Dieses Druckgefühl tritt auch häufig in Zusammenhang mit einer Blasenschwäche oder Inkontinenz auf.

Im Zuge der Schwangerschaftsrückbildung kann es zudem auch vorkommen, dass unerwartet Luft aus der Scheide dringt. Dies kann zwar unangenehm sein, ist jedoch aufgrund der mit der Geburt einhergehenden Veränderungen vollkommen normal.

Eine Geburt kann sich auch auf das Sexleben auswirken. Zu einen kann die Scheidenschleimhaut sehr trocken sein, sodass es zu Juckreiz oder Schmerzen beim Sex kommen kann. In letzterem Fall können Sie ganz einfach auf ein Gleitgel zurückgreifen. Zum anderen klagen einige Mütter über weniger Gefühl. Dieses Problem tritt jedoch in der Regel nur aufgrund eines geschwächten Beckenbodens auf, sodass dessen Stärkung im Vordergrund stehen sollte.

In seltenen Fällen kann sich nach der Geburt auch eine Zyste bilden. Kommt es zu Blutungen oder sonstigen Beschwerden, sollten Sie unbedingt Ihrem Frauenarzt aufsuchen.

Einen persönlichen Bericht über die Auswirkungen einer Geburt auf den weiblichen Körper finden Sie in diesem Video:

3. Die Muskulatur des Beckenbodens aktiv durch Übungen unterstützen

Beckenbodenschäden durch vaginale Geburten

Viele Frauen werden nicht hinreichend darüber aufgeklärt, in welchem Maße es durch eine vaginale Geburt zu Schäden am Beckenboden kommen kann. Laut Ergebnissen der SwePOP-Studie tritt bei einer vaginalen Geburt doppelt so häufig eine Beckenbodenschwäche auf als bei einem Kaiserschnitt. Zudem leiden Frauen nach einer natürlichen Geburt auch weitaus häufiger an Harninkontinenz.

Um Beschwerden zu vermeiden, ist es enorm wichtig, bereits wenige Wochen nach der Geburt mit der Rückbildungsgymnastik zu beginnen, um den Beckenboden zu festigen. Die Übungen wirken sich auch positiv auf die Vagina nach einer Geburt aus.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur aktiv stärken können:

  • Rückbildungskurse besuchen: Bei der normalen Geburt werden die Bänder und Muskeln des Beckenbodens sehr stark beansprucht. Beginnen Sie daher gleich nach dem Wochenbett mit spezieller Rückbildungsgymnastik. Die entsprechenden Kurse werden häufig von Hebammenpraxen oder von Physiotherapeuten angeboten. Die Kurskosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
  • Regelmäßig die Bauchmuskeln fordern: Sie können Ihren Beckenboden am besten stärken, indem Sie Ihre Bauchmuskeln mit klassischen Sit-ups trainieren. Bevor Sie mit dem Bauchmuskeltraining beginnen, sollten Sie allerdings sichergehen, dass eine eventuelle Rektusdiastase wieder geschlossen ist.
  • Die Blase trainieren: In den letzten Monaten der Schwangerschaft wird die Blase sehr stark gequetscht, sodass Sie häufiger auf die Toilette müssen. Da sich die Blase so sehr an den Zustand gewöhnt hat, meldet sie auch nach der Geburt noch verfrüht, dass ein Gang zur Toilette notwendig ist. Widerstehen Sie diesem ersten Drang daher gezielt so oft wie möglich. Auf diese Weise kann die Blase wieder lernen, sich vollständig zu füllen.

Tipp: Beginnen Sie mit dem Beckenbodentraining am besten schon während der Schwangerschaft. Dies hat den Vorteil, dass die Rückbildung wesentlich schneller gelingt.

4. Geburtsverletzungen durch Dammmassagen vorbeugen

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Eine vergleichsweise häufige Geburtsverletzung ist ein Dammriss. Durch eine zu starke Dehnung bei der Geburt kann das Gewebe zwischen Vulva und After reißen. Das Ausmaß wird in verschiedene Kategorien unterteilt. Während ein Dammriss ersten Grades ohne Naht verheilt, ist ab dem dritten Schweregrad eine ärztliche Versorgung unumgänglich.

Um einen solchen Dammriss zu vermeiden, sollten Sie bereits acht bis neun Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin Ihren Damm pflegen. Dazu den Damm mit einem speziellen Dammmassageöl zweimal täglich für ein paar Minuten massieren. Anschließend mit dem Daumen in die Scheide eindringen und die Innenseiten der Scheidenwände in kreisenden Bewegungen massieren.

Nun können Sie den Damm zusätzlich dehnen, indem Sie die Scheide in Richtung Damm ziehen. Diese Dehnung kann am Anfang unangenehm oder sogar etwas schmerzhaft sein. Je besser der Damm gedehnt ist, desto mehr nimmt der Schmerz ab.

Viele Schwangere führen die Dammmassage am liebsten allein in entspannter Atmosphäre durch. Sie können aber auch durchaus Ihren Partner in die Massage miteinbeziehen. Dies kann die Bindung und Nähe zwischen Ihnen weiter stärken.

Kommt es während der Entbindung dennoch zu einem Dammriss, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Wunde vollständig verheilt ist, bevor Sie wieder Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner haben. Befinden Sie sich noch im Wochenbett, sollten Sie außerdem ein Kondom benutzen, um das Eindringen von Bakterien zu vermeiden.

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Vagina nach Geburt: Entwicklung, Veränderungen und Probleme
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