Turnen im Kindergarten: Die besten Übungen und Ideen fürs Kitaturnen

Turnen im Kindergarten
  • Turnen im Kindergarten ist extrem wichtig, um Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre körperlichen Fähigkeiten zu entdecken und zu erweitern.
  • Integrieren Sie die Ideen der Kinder, um die Turnstunde interessanter zu gestalten und lassen Sie größere Kinder bei der Auswahl der Übungen mitentscheiden.
  • Neben der Verbesserung der motorischen Fähigkeiten fördert Turnen im Kindergarten auch das Sozialverhalten, da Kinder lernen, mit anderen zu kooperieren und sich gegenseitig zu helfen.

Bewegung ist einer der wichtigsten Bereiche im Kindergarten. Leider ist das Bewegungsangebot oftmals eher klein, sodass die Körperwahrnehmung bei vielen Kindern zu wünschen übrig lässt. Damit dies jedoch nicht so bleibt, ist Turnen im Kindergarten eine exzellente Möglichkeit, um Kindern den Spaß an der Bewegung zu vermitteln und gleichzeitig herauszufinden, wo vielleicht noch das eine oder andere Defizit besteht.

In unserem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Bewegungsspiele vor und geben Ihnen ein paar Ideen mit auf den Weg, um einige Übungen in der Kita umzusetzen.

1. Turnen im Kindergarten – frühzeitig die motorischen Fähigkeiten fördern

Kinder turnen im Kindergarten

Kinder entdecken ihre Fähigkeiten.

Während die 2- oder 3-jährigen Kinder noch dabei sind, sich langsam, aber immer sicherer, fortzubewegen und ihre Körperwahrnehmung allmählich zu verbessern, beginnen die 3- bis 6-jährigen Kinder im Kindergarten bereits damit, eigene Ideen in Rollenspiele einzubringen.

Nutzen Sie diese Kreativität aus, um die Turnstunde zum Erlebnis werden zu lassen. Sport und Rollenspiele lassen sich wunderbar miteinander verbinden.

Wilde Löwen brüllen nicht nur, sondern schleichen auch über den Turnhallenboden. Antilopen springen weg und versuchen den wilden Löwen zu entkommen. Solche Jagdszenen mit vielen verschiedenen Tieren können Sie einsetzen, um die Konzentration sowie die Koordination der Kleinen zu fordern und zu fördern.

Wie vielseitig Bewegungsspiele im Kindergarten aussehen können, sehen Sie in diesem YouTube-Video:

2. Kinder brauchen Bewegung

Kindern fällt es häufig noch vergleichsweise schwer, längere Zeit ruhig zu sein und zuzuhören. Sport in der Kita bietet also die perfekte Gelegenheit, diesen natürlichen Bewegungsdrang auszunutzen und Kindern mit gezielten Übungen zur Verbesserung ihrer grob- und feinmotorischen Fähigkeiten zu verhelfen. Achten Sie immer darauf, ein ausreichendes Bewegungsangebot zur Verfügung zu stellen.

Kinder jubeln gemeinsam

Sport stärkt den Zusammenhalt.

Die meisten Kinder lassen sich sehr leicht für neue Spiele begeistern, sodass Sie das Turnen im Kindergarten nutzen können, um nicht nur die motorischen Fähigkeiten zu schulen.

Ganz nebenbei verbessern Bewegungsspiele in der Kita auch folgende Bereiche:

  • Konzentration (beim Erklären und Durchführen der einzelnen Übungen)
  • Teamgeist (durch die Zusammenarbeit in Gruppen)
  • Hilfsbereitschaft (wenn ältere Kinder jüngeren Kindern Hilfestellungen geben)
  • Koordination (Turnen erfordert eine gute Orientierung im Raum)
  • Kreativität (sofern Sie die Kinder ermuntern, eigene Spielideen einzubringen)

Tipp: Selbstverständlich sollte beim Turnen im Kindergarten der Spaß im Vordergrund stehen, auch wenn die Entwicklung der Muskulatur, die Verbesserung der Kondition sowie die Schulung der Motorik wichtige Bereiche in der Kindesentwicklung darstellen.

3. Spielideen zum Turnen im Kindergarten

Kinder leiden an Bewegungsmangel:

Laut einem Artikel der Ärztezeitung bewegen sich lediglich 57 % aller Eltern gemeinsam mit ihren 4- bis 6-jährigen Kindern. Umso wichtiger wird ausreichende Bewegung im Kindergarten.

Auch wenn Turnen schon etwas in die Jahre gekommen ist, so bietet es dennoch eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene sportliche Fähigkeiten zu verbessern.

Kreieren Sie eine kleine Bewegungsbaustelle, die verschiedene Bretter, Leitern und Matten enthält, um Kindern die Gelegenheit zu geben, sich selbst auszuprobieren und sich herauszufordern.
Auch beim Erlebnisturnen können Kinder mithelfen und sich eigene Hindernisse ausdenken. Bleiben Sie also stets offen für Veränderungen und stellen Sie den Kindern immer wieder neue Herausforderungen, um ihre Fähigkeiten zu trainieren.

In den folgenden Abschnitten finden Sie verschiedene Spielideen, um den Turnunterricht zu füllen.

3.1. Turnübungen mit Bällen

verschiedenfarbige Bälle für das Turnen

Mit großen und kleinen Bällen sorgen Sie für viel Abwechslung.

  • Ball-Durcheinander:
    Bilden Sie für das Teamspiel zwei Mannschaften. Begrenzen die die Spielfläche mit 4 großen Bänken. Werfen Sie nun zahlreiche Bälle in die abgegrenzte Spielfläche. Die Aufgabe des ersten Teams besteht darin, die Bälle aus dem Spielfeld zu werfen, während die andere Gruppe versucht, möglichst viele Bälle zurückzuwerfen.
    Gewonnen hat das Team, welches nach Ablauf der Zeit weniger Bälle in der eigenen Zone hat.
  • Staffellauf mal anders:
    Bilden Sie erneut zwei Teams. Alle Kinder des Teams stellen sich hintereinander auf. Der erste Spieler rennt von der Startlinie los, holt einen Ball in einer Box, läuft zurück, stellt sich hinten an und reicht den Ball an den vor ihm stehenden Spieler durch die Beine weiter. Ist der Ball wieder vorne angekommen, ist der nächste Spieler an der Reihe. Die schnellste Gruppe gewinnt das Lauf-Ball-Spiel.
  • Bälle sammeln:
    Am Schluss der Turnstunde werfen Sie alle Bälle in die Halle. Das Ziel ist es, alle Bälle so schnell wie möglich einzusammeln. Machen Sie dies zur Gemeinschaftsaufgabe, um das Aufräumen zu beschleunigen. Nehmen Sie jedes Mal die Zeit, um den Kindern zu zeigen, dass sie sich verbessern können.

3.2. Turnen mit Reifen

Reifen eignen sich als exzellente Hindernisse auf einem kleinen Hindernis-Parcours. Die Kinder können sowohl durchkrabbeln als auch drüber springen, um verschiedene Fertigkeiten zu schulen.

Versuchen Sie es alternativ mit folgenden Übungen:

Kind krabbelt in der Gruppe durch einen Reifen

Arbeiten Sie als Gruppe zusammen.

  • Reifen rollen:
    Alle Kinder bekommen einen eigenen Reifen. Das Ziel ist es, den Reifen von der Startlinie aus so weit es geht zu rollen. Bei etwas älteren Kindern können Sie auch Tore aufstellen, die getroffen werden müssen, um das Spiel zu gewinnen.Eine interessante Alternative ist es, den Reifen über einen gewissen Punkt hinausrollen zu lassen, um den Rückdrall zu nutzen, sodass der Reifen über die Startlinie zurückrollt. Die ersten Versuche stellen bei kleinen Kindern allerdings meist eine ziemliche Herausforderung dar.
  • Reifenwurf:
    Werfen ist für viele Kinder anfangs eine große Schwierigkeit und sollte daher gezielt gefördert werden. Hängen Sie einen oder mehrere Ringe auf und lassen Sie die Kinder versuchen, mit einem Ball hindurchzuwerfen. Sie können sowohl mit unterschiedlichen Entfernungen arbeiten als auch mit großen und kleinen Ringen, um Punkte zu vergeben. Das Spiel lässt sich auch gut im Freien spielen.

3.3. Mit Tüchern arbeiten

Tücher eignen sich sehr gut, um Musik in den Turnunterricht einzubauen. So lernen die Kinder, sich im Rhythmus der Musik zu bewegen oder dem Takt zu folgen und ihre Bewegung anzupassen.

Selbstverständlich gibt es jedoch auch einige Spiele mit Tüchern:

Kinder turnen im Kindergarten mit Tüchern

Mit Tüchern können Sie nicht nur tanzen.

  • Tücher tragen:
    Das Spiel hört sich leicht an, erfordert jedoch eine ganze Menge Geschick. Jedes Kind bekommt die Aufgabe ein Tuch von einem Start- zu einem Zielpunkt zu transportieren. Dafür werden jedoch nicht die Hände benutzt, sondern wahlweise nur der linke Fuß, der rechte Ellenbogen oder auch beide Füße gleichzeitig.
  • Boot fahren:
    Jedes Kind setzt sich auf ein Tuch und versucht sich fortzubewegen, ohne die Arme oder die Beine zur Hilfe zu nehmen. Kleinere Kinder können Arme und Beine zur Hilfe nehmen, um das Spiel etwas zu beschleunigen.
  • Tuchwurf:
    Alle Kinder werfen ihre Tücher in die Luft. Das Ziel ist es, zur gleichen Zeit wie das eigene Tuch auf dem Boden zu liegen. So fördern Sie die Aufmerksamkeit und schulen die Reaktion der Kinder.
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