Taufpaten helfen den Eltern eines Kindes dabei, die christliche Erziehung zu gewährleisten. Obwohl diese Aufgaben inzwischen in der Praxis weitaus weniger geschätzt werden, müssen all jene, die das Patenamt übernehmen möchten, einige Voraussetzungen der katholischen bzw. evangelischen Kirche erfüllen.
In unserem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche rechtlichen Verpflichtungen bestehen und welche Verantwortung ein Taufpate übernimmt.

Leider steht nicht jeder als Taufpate zur Verfügung.
Die Aufgaben von Taufpaten beziehen sich im Wesentlichen auf zwei Punkte. Zum einen bezeugen sie die Taufe in der Kirche. Dies kann allerdings auch durch Taufzeugen (die es nur in der katholischen Kirche gibt) geschehen.
Weitaus wichtiger ist der Aspekt, dass Taufpaten die Eltern in ihrem Glauben bestärken sollen. Dies gilt als Begleitung während des gesamten Lebens.
Dieser Bund vor dem Herrn soll jeden Täufling schützen und eine christliche Erziehung gewährleisten.
Aus diesem Grund gelten sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche strenge Anforderungen, um Taufpate werden zu können.
In der Bibel finden sich keine Vorgaben über Taufpaten. Dennoch hat sich die Kirche dazu entschlossen, nicht jeden als Taufpaten zuzulassen.

Taufpaten sollen christliche Werte vermitteln.
Um Taufpate in der katholischen Kirche werden zu können, müssen Sie folgende Anforderungen erfüllen:
Demgegenüber gelten in der evangelischen Kirche die folgenden Voraussetzungen:
Sofern der potenzielle Taufpate evangelisch ist, ist zusätzlich die Konfirmation nötig. Dies gilt allerdings nicht in jeder Gemeinde.
Achtung: Durch die Unterzeichnung der Magdeburger Erklärung vom 29.04.2007 verpflichten sich verschiedene christliche Kirchen zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe.
Nähere Details zu der Erklärung finden Sie hier.
In diesem Abschnitt widmen wir uns den vielen Einzelfragen, die sich stellen, wenn Eltern ihr Kind taufen lassen möchten und auf der Suche nach geeigneten Taufpaten sind.

Taufkerzen können sehr unterschiedlich ausfallen.
Grundsätzlich sieht das Kirchenrecht ein oder zwei Taufpaten vor. Je nach Gemeinde ist die Taufe jedoch ausnahmsweise auch ohne Taufpaten möglich.
Sprechen Sie dazu am besten mit den Ansprechpartnern der Gemeinde vor Ort.
Je nach Situation können jedoch einzelne Gemeindemitglieder als Taufpaten fungieren, selbst wenn kein Bezug zum Kind besteht.
Nein, dies widerspricht dem Sinn eines Taufpaten. Es ist jedoch möglich, ohne Firmung Taufpate zu werden, sofern die Firmung für die Zukunft nicht ausgeschlossen wird.
Ja, dies ist möglich. Es ist allerdings unüblich, sodass Sie dies mit der örtlichen Gemeinde besprechen müssen. In der Regel sind weitere Unterlagen und Bescheinigungen nötig.
Überlegen Sie sich daher gut, ob Sie den Taufort ändern möchten. Grundsätzlich soll die örtliche Gemeinde einem Kind als Anlaufstelle dienen, sodass die Taufe auch dort stattfinden sollte.
Ein meist aus der Bibel stammender Spruch soll Kinder auf Ihrem gesamten Lebensweg begleiten. Häufig erhalten Kinder eine Taufkerze als Geschenk, auf welcher der Taufspruch vermerkt wird.
Mit einem solchen Motto machen Sie Ihrem Kind also eine besondere Art des Geschenks. Wählen Sie den Spruch daher gewissenhaft aus. Aufgrund der reichlich vorhandenen Erfahrung kann Ihnen ein Pastor bei der Auswahl behilflich sein.

Die Taufe ist für jedes Kind etwas Besonderes.
Die Taufe in der Kirche selbst kostet Sie nichts. Möchten Sie den Gang allerdings mit Blumengestecken verzieren oder benötigen Sie ein Taufkleid für Ihr Kind, kann dies das Budget schnell in die Höhe treiben.
Üblich ist zudem eine anschließende Tauffeier mit allen Anwesenden der Taufe. An dieser Stelle lässt sich viel Geld einsparen, wenn Sie die Feier bei sich zu Hause ausrichten, anstatt eine Lokalität zu besuchen.
Jeder örtliche Pfarrer kann Sie vorab über alle notwendigen Formalitäten aufklären. Generell sind jedoch folgende Unterlagen erforderlich:
Weitere Details sowie spezielle Wünsche können Sie am besten im Rahmen eines persönlichen Gesprächs klären.
Es ist üblich, dass Ihnen zwei Taufpaten zur Seite stehen. In der katholischen Kirche bildet diese Anzahl gleichzeitig die Obergrenze.
Sie können jedoch weitere Taufzeugen hinzuziehen.
Lassen Sie Ihr Kind evangelisch taufen, können Sie auch mehr als zwei Taufpaten benennen. Es sollte jedoch überschaubar bleiben.
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