St. Martin im Kindergarten: Alles rund um den St. Martinstag

St.Martin-Kindergarten
  • St. Martin wurde als Martin de Tours um 316 n. chr. in Pannonien geboren.
  • Einer Legende nach begegnete er einem armen Bettler, dem er einen Teil seines Mantels schenkte.
  • Zu seinem Gedenken wird dieser Tag jedes Jahr am 11. November gefeiert. Es finden Gottesdienste und Laternenumzüge statt. Außerdem werden am Lagerfeuer Martinslieder gesungen.

Das Martinsfest stellt jedes Jahr ein besonderes Highlight dar. Kinder ziehen mit Laternen um die Straßen und spielen die Geschichte um St. Martin dar. Wer aber war dieser Mann eigentlich? Wann findet der St. Martinstag statt und wie wird er üblicherweise gefeiert?

In unserem Ratgeber bekommen Sie einen Überblick rund um das St. Martinsfest. Wir erklären Ihnen, was es mit dieser Geschichte auf sich hat und warum wir heute noch ein Fest veranstalten. Außerdem geben wir Ihnen Ideen mit auf den Weg, wie Sie diesen Tag in der Kita begehen können.

1. Martin von Tours war Soldat der Kaiserlichen Garde

Kindergottesdienst zu St. Martin im Kindergarten

Martins Familie stand dem Christentum eher skeptisch gegenüber.

Martin von Tours wurde um 316 in Pannonien, im heutigen Ungarn, geboren. Das römische Reich, zu dem Pannonien gehörte, wurde zu dieser Zeit von Konstantin dem Großen regiert, der dem Christentum sehr nahestand. Martins Familie stand dieser Glaubensrichtung jedoch sehr kritisch gegenüber.

Martin hingegen bekam schon im Alter von 10 Jahren Kontakt zum christlichen Glauben. Sein Vater versuchte dies jedoch zu verhindern. So sollte Martin, wie sein Vater zuvor auch, eine militärische Laufbahn einschlagen. Er beugte sich der Entscheidung seines Vaters und wurde daraufhin Soldat im römischen Heer. In diesem Zuge reiste er durch viele Länder und lernte den christlichen Glauben kennen und schätzen.

2. Die Martinslegende

St. Martin Kindergarten Sage

Der Legende nach hat Martin seinen Mantel mit einem armen Bettler geteilt.

In seiner Zeit als Soldat erlebte er ein Vorkommnis, welches wir heute im berühmten Sankt-Martin-Lied besingen: die berühmte Mantelteilung.Im Alter von 17 Jahren war Martin im Norden von Frankreich stationiert. An einem kalten Tag im Winter ritt er mit seinem Pferd zum Stadttor hinaus. Auf dem Weg begegnete er einem armen Bettler, der keine Kleider besaß.

Um dem Mann zu helfen, teilte er seinen Mantel mit seinem Schwert und gab die eine Hälfte dem armen Bettler. In der Nacht darauf hatte Martin einen Traum. In diesem erschien ihm Jesus mit der Hälfte seines Mantels bekleidet. Diese Tat gilt heute noch als Vorbild für Nächstenliebe.

St. Martin oder Martinitag?

In vielen protestantischen Gebieten wird am 11. November auch Martin Luthers Taufe gefeiert. Dieses Fest wird als Martinitag gefeiert. Den St. Martinstag begehen die Menschen hingegen aufgrund St. Martins Beerdigungstag.

Martin sah diesen Traum als Zeichen an. Er wollte die Armee verlassen, musste jedoch die restlichen 25 Jahre abwarten, für die er sich verpflichtet hatte. Im Alter von 40 Jahren ließ er sich endlich taufen und stellte sich in den Dienst Gottes.

Er ließ sich zum Bischof ausbilden und gründete bald darauf sein erstes Kloster in Frankreich. Martin starb am 8. November im Alter von 81 Jahren auf einer seiner Reisen. Am 11. November wurde er beerdigt. Nach seinem Tod wurde Martin vom Papst heiliggesprochen.

Zu seiner Beerdigung kamen Menschen von nah und fern, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Sie zündeten Lichter und Laternen an. Aus dieser Geste ist in den Jahren ein Brauch entstanden. So freuen sich Kinder heute noch, wenn sie eine Laterne basteln und durch die Straßen ziehen können.

Sowohl die katholische als auch die evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirche begehen diesen Festtag.

3. Ideen, um das Laternenfest zu gestalten

Bewegungsspiele und Laterne laufen

Kindergartenkinder lieben es, eigene Laternen zu basteln.

Vor allem in Kindergärten ist das Laterne basteln besonders beliebt. Sobald es dunkel wird, veranstalten alle Kinder mit ihren einzigartigen Laternen einen St. Martin-Umzug. Auch das Singen von Liedern gehört zum St. Martinstag dazu.

Begleitet werden die Kinder häufig von einem Reiter auf dem Pferd. Im Anschluss an den Lichterzug kann die Geschichte von St. Martin nachgespielt werden. Vielerorts gibt es daraufhin Hefe- oder Laugengebäck, welches als Symbol für Nächstenliebe freundschaftlich geteilt wird.

Aber nicht nur Lichterumzüge werden zu diesem Fest veranstaltet. In viele Gebieten und Städten finden zu Ehren Martins spezielle Gottesdienste statt. Die Kirchengemeinde lädt zu diesem Anlass alle Kinder und deren Familien ein. Mancherorts findet sogar ein spezieller Kindesgottesdienst statt.

Für den Kindergarten gibt es jedoch viele weitere Möglichkeiten, den St. Martinstag zu feiern. So bietet sich beispielsweise ein Ausmalbild aus einem Bilderbuch an, welches die Kinder nach ihren eigenen Wünschen gestalten können. Auch mit Fensterbildern können die Räume geschmückt werden.

Um die Kinder auf den Tag einzustimmen, kann die St. Martin-Geschichte vorgelesen werden. Dazu können die Kinder Bilder anschauen oder sogar selbst malen.

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